Zu viele Bienenvölker in den Städten - Imkerboom !

  • In der Dissertation von Dr. Frithjof Koithan kann man die AFB-Erkrankungsquote (Quotient aus AFB-Fallzahl und Gesamtzahl der (gemeldeten) Bienenvölker) in den Jahren zwischen 1980 bis 2000 sehr gut ablesen (s. 27 bzw. 66 ff.):

    http://geb.uni-giessen.de/geb/…anFrithjof-2002-12-04.pdf

    Es gibt demnach einen gewissen Zusammenhang zwischen Bienenvölkerdichte und Erkrankungsquote. Dieser ist jedoch nicht zwingend und kann (durch Prophylaxe) durchaus beeinflußt werden.

  • Es gibt demnach einen gewissen Zusammenhang zwischen Bienenvölkerdichte und Erkrankungsquote. Dieser ist jedoch nicht zwingend und kann (durch Prophylaxe) durchaus beeinflußt werden.

    Prophylaxe bei AFB? Da fällt mir nur ein, keinen fremden Honig verfüttern. Abwandern dürfte bei den meisten Imkern nicht gehen.

    Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht. (Papst Gregor I.)

  • Bei epidemiologischer Betrachtung geht es, wie gesagt, NICHT um den konkreten Erkrankungsfall eines einzelnen Bienenvolkes, sondern um die Betrachtung des gesamten Populationsbestandes eines bestimmten Gebietes, in #73 also um die (epidemiologische) Prophylaxe für diese Gebietspopulation. Da kann man dann viel mehr machen, als nur vor der Verfütterung von fremden Honig warnen.

  • "TBE ist Faulbrutsanierung light" Guido Eich

    Und Verkunstschwarmung der Mehrheit der Völker mit neuen Königinnen auch. Das ist die Prophylaxe. Wer seine Völker innerhalb eines Jahres eine der beiden Maßnahmen angedeihen lässt, als Sanierung für Varroa oder Neubeginn, hat keine Probleme mit Varroa und senkt auch das Risiko mit Faulbrutsporen in kritische Bereiche zu kommen. Das eine Variante der AFB zu schnell für langsames Monitoring ist, steht auf einem anderen Blatt.

    Starke Völker finden Schwächlinge und zusammenbrechende Faulbrutkandidaten zielsicher in trachtloser Zeit. Deshalb gibt es keinen "schuldigen" Imker, sondern die besten Völker trifft es als erstes, wenn in der Nähe ein klinischer Faulbrut-Kandidat zusammenbricht, und sein Flugloch nicht mehr verteidigen kann.

    Wenn ein Volk noch viel Futter im Frühjahr hat, ist ein Großteil sehr wahrscheinlich Hehlerware (Guido Eich).

    Leider ist die Bienenwachsproblematik ein erheblicher Störfaktor, da saubere Mittelwände gebraucht werden.

    Wegen Verkauf werden jährlich die FKP-Sammelproben untersucht und das Gesundheitszeugnis vom Veterinär erstellt.

    Gruß Fred

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  • Es gibt demnach einen gewissen Zusammenhang zwischen Bienenvölkerdichte und Erkrankungsquote. Dieser ist jedoch nicht zwingend und kann (durch Prophylaxe) durchaus beeinflußt werden.

    Das ist mißverständlich. Auf S. 86/87 der verlinkten Dissertation ist deutlich gesagt: Obwohl die Zahl der Bienenvölker seit 1980 dramatisch zurückging, hat die Zahl der AFB-Erkrankungen noch dramatischer zugenommen. Die Ursachen liegen also keineswegs in der Bienenvölkerdichte, sondern in den verschlechterten Rahmenbedingungen für Imkerei und Seuchenbekämpfung. Auf die Entwicklung im Gebiet der ehemaligen DDR bezogen (Zitat):

    "Dieser Verlauf ist auf den Zusammenbruch des als vorbildlich anzusehenden Netzwerkes von BSV und der Wegfall von staatlicher Förderung für die Imkerei zurückzuführen. Der dramatische Rückgang der Bienenvölkerzahlen in Ostdeutschland um 85% in den letzten zwanzig Jahren hat dieselben Ursachen wie die Zunahme der AFB."

    Ich ergänze: ... wozu u.a. auch die nachlassende Meldedisziplin von Bienenständen zu zählen ist.

  • Ich hab garnicht den Eindruck, daß es viel mehr Völker gibt. Es gibt nur viel zuviele Imker. Und das sind irgendwie auch immer andere als noch zwei Jahre vorher. Ich hab neulich in einer Runde auf die Frage, was ich so mache erstmalig geantwortet, ich arbeite in als Sacharbeiter in einer Verwaltung. Da fragt keiner nach.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich hab garnicht den Eindruck, daß es viel mehr Völker gibt. Es gibt nur viel zuviele Imker. Und das sind irgendwie auch immer andere als noch zwei Jahre vorher. Ich hab neulich in einer Runde auf die Frage, was ich so mache erstmalig geantwortet, ich arbeite in als Sacharbeiter in einer Verwaltung. Da fragt keiner nach.


    Beste Grüße,

    Ralf

    und du bist Vollerwerbsimker ?

  • Ich hab garnicht den Eindruck, daß es viel mehr Völker gibt. Es gibt nur viel zuviele Imker. Und das sind irgendwie auch immer andere als noch zwei Jahre vorher. Ich hab neulich in einer Runde auf die Frage, was ich so mache erstmalig geantwortet, ich arbeite in als Sacharbeiter in einer Verwaltung. Da fragt keiner nach.


    Beste Grüße,

    Ralf

    und du bist Vollerwerbsimker ?

    Nein, Sachbearbeiter in einer Verwaltung. Hat er doch geschrieben. ;)

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Packt mal den Finger auf die Wunde und drückt.


    Anstatt hier klipp und klar zu sagen was Phase ist, eierst du rum und die Leute müssen sich aus X Postings von dir zusammensuchen, was du nun genau nicht sagen willst.

    Entweder man lässt es oder packt aus.


    Liebe Grüße Bernd

  • 😬😬😬


    Drück mal schön selber. Was'n das für'n Ton, bitte? Das geht Dich'n feuchten .... an. Die Aussage, 'es gibt nicht zuviele Bienen, sondern zuviele Imker' (und zuwenig Völker) steht. Das ich keinen Bock mehr hab mich irgendwo als Imker zu outen auch. Entweder die Leut gucken traurig und du hast sofort ein Gespräch übers Bienensterben an der Backe oder einen Jungimker. Das ist wie ein Abo, das hört nie mehr auf. Manchmal isses nett, aber oft einfach nur übergriffig. So wie Du grade.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • 😬😬😬


    Drück mal schön selber. Was'n das für'n Ton, bitte? Das geht Dich'n feuchten .... an. Die Aussage, 'es gibt nicht zuviele Bienen, sondern zuviele Imker' (und zuwenig Völker) steht. Das ich keinen Bock mehr hab mich irgendwo als Imker zu outen auch. Entweder die Leut gucken traurig und du hast sofort ein Gespräch übers Bienensterben an der Backe oder einen Jungimker. Das ist wie ein Abo, das hört nie mehr auf. Manchmal isses nett, aber oft einfach nur übergriffig. So wie Du grade.

    Ist es echt schon so schlimm ? Du sagst den Leuten nicht dass du Imker bist, weil du Angst hast, dass gleich 3 Jungimker an dich ranhängen ? Owei owei

    Jetzt hab ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich dieses Jahr zum imkern anfange... ;(

    ;)