Zu viele Bienenvölker in den Städten - Imkerboom !

  • Zu viele Völker in den Städten gäbe es erst, wenn die Völker räubern oder verhungern würden oder der Imker im Frühling füttern müßte.

    In meinem Dorf gab es vor 50 Jahren 3 Imker mit ca. 100 Völkern. In den Nachbardörfern sah es ähnlich aus. Und heute? ein Imker, mit 5 Völkern.


    Der Forst allerdings will auch hier keine Völker im Wald. Der Forstverwaltung sind Honigbienen suspekt, weil sie doch den Wildbienen das Futter wegfressen. Naja, hier ist ja auch eine grüne Umweltministerin.

    Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht. (Papst Gregor I.)

  • Der Forstverwaltung sind Honigbienen suspekt, weil sie doch den Wildbienen das Futter wegfressen. Naja, hier ist ja auch eine grüne Umweltministerin.

    Mmh, die sollte es am Besten wissen... Ich weise nochmals auf den "link #6" hin. Es ist m.E. auch für eine Ministerin mit Sektretären und Expertenstab verständlich. Oder Zitat Morgenstern: "... dass nicht sein kann, was nicht sein darf."


    Beste Grüße


    Rainer

  • Der Forst allerdings will auch hier keine Völker im Wald. Der Forstverwaltung sind Honigbienen suspekt, weil sie doch den Wildbienen das Futter wegfressen. Naja, hier ist ja auch eine grüne Umweltministerin


    Na so ganz von der Hand zuweisen ist das Thema nicht. Ob das in diesem Fall nun nötig ist? Jedenfalls sollte man die Bienen Dichte nicht unterschätzen. In der Natur regelt es sich von selber. Das Gleichgewicht zwischen den Bienen Populationen verschiedener SPEZIEN in einem bestimmten Gebiet regelt zum einen das Tracht Angebot.Einige Wildbienenarten sind Spezialisten und brauchen nur eine bestimmte Pflanzengattung zum Überleben. Woher will der Imker denn wissen, das für die 300 andere Bienen Arten noch genug Tracht vorhanden ist? Bloß weil seine Honigraume voll sind, ist genug für alle da? Glaube nicht das es in der Natur vorkommt , das in einem Radius von 5km 100 Bienenvölker leben würden.

  • Wozu gibt es eine Meldepflicht beim Veterinär? Man sollte die Imkervereine nicht zu BÜV (Bienen Überwachungsvereinen) umbauen.

    Lies nochmal und versuche, es im zweiten Durchgang zu verstehen...


    "Schwarzimker" melden sich nicht an, sonst wären sie keine "Schwarzimker". Dass jemand Kursteilnehmer ist oder war, bedeutet nicht, dass er nicht später doch "schwarz" imkert...


    Gruß Andreas

  • Lies nochmal und versuche, es im zweiten Durchgang zu verstehen...

    Da bin ich zu wenig Blockwart, als das ich jeden "Schwarzimker" verpfeifen würde. Ich bleibe dabei, dass die Amts-Veterinäre sich drum kümmern müssen. Die Verantwortung der Vereine endet in den Schulungen dort, wo man in Kursen die Neuimker zum Vereinseintritt überzeugt..

  • Ich bleibe dabei, dass die Amts-Veterinäre sich drum kümmern müssen.

    Wie sollen die das denn machen? Die haben genug zu tun mit Großvieh, Vogelgrippe usw.


    Bienen interessieren die nur am Rande, würde ich meinen.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Wiviele Imker gabe es vor 60 Jahren in einem Dorf?

    Kann das jemand sagen, der schon so alt ist?

    Mein Uropa imkerte mit weiteren 4 Imkern im Dorf in Bienenhäusern mit Hinterbehandlung. Dann waren es noch 3 in den achtziger Jahren, schliesslich 2 und jetzt nur noch ich.

    5 Imker wie damals, wäre, was die Tracht angeht, absolut unmöglich.

  • Da bin ich zu wenig Blockwart, als das ich jeden "Schwarzimker" verpfeifen würde. Ich bleibe dabei, dass die Amts-Veterinäre sich drum kümmern müssen.

    Der Vergleich ist ein Mißgriff.

    Die Letztverantwortung hat freilich das VetA. Daran ändert sich auch nichts, wenn man dem Amt hilft, gesetzlichen Mindestregeln zum Durchbruch zu verhelfen, die im Interesse zuerst der Bienen, aber auch der Imker im Amtsbezirk sind - ja, letztlich auch im wohlverstandenen Interesse all der "Schwarzimker". I.ü. bedienen sich die Ämter des öfteren ehrenamtlicher Beauftragter (z.B. BSV) - die gehen oft sachgerechter vor, als Amtsleute, die von der Materie zu wenig verstehen - aber im Ernstfall dafür gerade stehen müssen. Bei uns wird der BSV demnächst jeden im IV bekannten "Schwarzimker" besuchen und ihm den fachlichen Sinn und persönlichen Nutzen seiner freiwilligen Nachmeldung der "Schwarzvölker" nahebringen - allerdings mit genau bemessener Überlegensfrist. Ist die ohne freiwillige Selbstmeldung abgelaufen, wird wohl ein anderer Wind pfeifen...

  • Die Schwarzimker sind der Grund dafür, warum eine wirkungsvolle Faulbrutsanierung in machen Bezirken nicht möglich ist. Da würde ich kein Erbarmen kennen. Man kann Sie ja erst mal auf die Meldepflicht hinweisen, bevor man sie "verpfeift". Dann haben sie die Wahl. Es gibt keinen vernünftigen Grund, seine Völker nicht zu melden.


    Ich war gerade beim Bienensachverständigenkurs von Guido Eich. Der hat das Problem an einem Beispiel anschaulich geschildert. Nach gründlicher Recherche hatte sich die Zahl der erfassten Imker im Umkreis des Faulbrutfalls glatt verdoppelt und der Sperrbezirk musste weit größer gezogen werden.

    Seiner Auffassung nach ist das Problem oft, dass der Amtsveterinär die Völker abtöten lässt, statt zu sanieren. Deswegen verweigern sich die Imker.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Man sollte mit offenen Augen durch die Landschaft/Stadt gehen und seine Nachbarn versuchen festzustellen. Ich dokumentiere das auch für mich. Wenn man noch Standorten sucht, ergibt es sich von allein, wobei Balkon- und Dachimker schwer zu orten sind, sonst hätte ich nicht 2 Jahre auf dem Balkon imkern können.


    Bisher waren wir weit weg von bisherigen Sperrgebieten und Sporenfunden. Bei Ausbruch von AFB ist meine Toleranz am Ende, weil Schwarzimker eine Erfassung des Sperrgebiets und nachfolgende Sanierung sabotieren könnten, wenn sie sich nicht melden oder Völker verstellen/verstecken. Bienenstände mehrfach sanieren zu müssen und ein Sperrgebiet über ein Jahr aufrecht zu erhalten, weil ein Imker das Veränderungsverbot und andere Anweisungen des Veterinäramtes mißachtet, sollte auch nicht ohne Konsequenzen bleiben.


  • Ich denke nicht, dass "die Schwarzimker" allein Schuld an der Verbreitung von amerik. Faulbrut haben.

    Bei vielen Imkern herrscht diesbezüglich große Sorge und Angst - niemand will der Buhmann sein. Deshalb und weil verseuchtes Material von A nach B getragen wird werden Sporen übertragen.


    Den Sporen ist es egal, ob sie von einem Imker der seine Völker meldet oder von einem "schwarzen" Imker verbreitet werden.


    Nur meine Meinung ;-)


    VG,

    DerWiesenimker.

  • Den Sporen ist es egal, ob sie von einem Imker der seine Völker meldet oder von einem "schwarzen" Imker verbreitet werden.

    Denkst Du auch mal kurz nach, bevor Du schreibt oder schreibt Du nur?


    Es geht darum, ob Imker im Fall des Seuchenausbruchs erfasst sind und damit für Bekämfpungsmaßnahmen erreichbar.

    Deswegen ist es nicht egal.

    Opfer sind alle, aber AFB lässt sich bekämpfen. Das aber sabotieren die nicht gemeldeten Imker. Das ist in hohem Maß assozial und zu Recht mit Bußgeldern belegt.


    Die AFB überträgt sich auch durch Räuberei, falls Du das nicht gewusst hast.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Da bin ich zu wenig Blockwart, als das ich jeden "Schwarzimker" verpfeifen würde. I

    Male dir die Welt weiter so, wie sie dir gefällt. Seltsam, dass du ausgerechnet zur AFB-Vorbeugung und Schwarzimkern so eine klare, positive Meinung hast.


    Das Beispiel von WFLP mit Guido Eich ist genau das, was ich vor einigen Seiten auch ansprach.


    Gruß Andreas