Fragen zu Zander 1.5

  • Hallo,

    ich habe diesen Winter bereits komplett mit der Lektüre in diesem Forum zum Thema Imkern mit Schied, ungeteilter Brutraum, angepasster Brutraum etc verbracht. Mittlerweile sind meine Augen eckig:).

    Ich habe unglaublich viele Anregungen mitgenommen, Seiten über Seiten Eure Ideen und Gedankengänge gelesen und teilweise rauskopiert, um sie griffbereit zu haben.

    Jetzt bin ich an dem Punkt, an dem ich gerne konkret werden möchte ( einkaufen! ) und ich bitte Euch noch um Unterstützung, weil alles hab ich dann doch nicht hier gefunden. Und etwas unsicher mit Denkblockaden bin ich auch noch.


    Kurz zur Info:

    Ich imkere im 6. Jahr, habe konventionell Anfängerkurs Aumeier / Liebig gemacht und arbeite seitdem mit 7 Völkern im Schnitt ( Carnca / Landbiene) Zander 2 zargig.

    Winterverluste habe ich noch kaum ( 2 in den vergangenen Jahren) aber das ist sicher auch noch das Glück der Anfänger.

    Ich habe bis 2015 nur mit AS/ OS träufeln behandelt ( außer natürlich den biomechanischen Maßnahmen während des Jahres) , seit 2015 versuche ich AS zu vermeiden, mache im Juli nach Abschleudern TUB , habe einen Oxamat und fahre ganz gut mit den unterschiedlichen Methoden, auch wenn ich noch viel lernen muss.


    Durch die unglaublich lästigen Schwarmkontrollen in 2 BR ( 2015 und `16 wollten im Gegensatz zu `17 alle weg) habe ich begonnen, mich für das Imkern in einem BR zu interessieren.

    Möchte ich gerne erstmal bei 1-2 Völkern ausprobieren.

    Da ich wirklich sehr viele Zanderzargen und Böden besitze ( TUB und ich erstelle im Frühjahr viele Ableger im Standmaß für die Neuimker im Verein ) kommt also Dadant definitiv nicht infrage.

    Ich möchte gerne das vorhandene Material nutzen. Honigräume sind zwar auch schwer, aber ich komme damit klar.


    Daher habe ich mich nach längerem Belesen für Zander 1.5 ( nicht Zadant) entschieden.


    1. Macht es mehr Sinn, zwei Zander 1.5 Beuten zu kaufen oder wäre es möglich/ besser, die Zanderzarge mit einer Flachzarge zu ergänzen, die man, gesetzt, das Arbeiten mit einem BR gefällt mir nicht, noch als HR benutzen könnte?

    also so was:

    https://www.imkereibedarf-bien…ereibedarf/Products/04011


    2. In jedem Fall werde ich Schiede benötigen.

    Alle meine Böden sind hohe Gitterböden.

    Hier steht beschrieben, dass das Schied für den Zander 1.5 Raum bei Verwendung von hohen Gitterböden nur eingeschränkt verwendbar ist.


    https://www.imkereibedarf-bien…ereibedarf/Products/04039


    Das Gleiche gilt für Schiede für die normal hohen Zanderzargen. Ich hatte nämlich auch überlegt, 1 Volk mal versuchsweise einzargig ( mit angepasstem BR ) zu führen. Aber auch bei diesem Schied
    https://www.imkereibedarf-bien…ereibedarf/Products/04040

    gilt die Einschränkung mit dem hohen Gitterboden.

    Wie ist da Eure Erfahrung?


    Und sind diese Schiede generell von allen Seiten umlaufbar, schließen also nicht mit der Beutenwand ab wie die Schiede zur Beutentrennung in 3er Ablegerkästen?



    3. Ich habe meinen eigenen Wachskreislauf, damit komme ich aber nur so gerade hin. Wenn ich zukaufe, kaufe ich i.d R bei Geller, bis jetzt habe ich da gute Erfahrung gemacht. Ich muss aber jetzt für die großen Rähmchen neue Mittelwände kaufen , und die hat der Geller nicht .( nein, für Naturbau bin ich noch nicht bereit, alles mit der Zeit und nichts überstürzen)


    Wie ist eure Erfahrung mit Wachs von Bienenweber?


    4. Und dann kommen so Hirnstopper wie:

    Wie mache ich denn dann TUB? Geht das überhaupt? Oder sollte ich dann besser TBE machen?


    Und Ablegerbildung- entnimmt man da nicht zuviel Bienenmasse, was den Honigertrag schmälert?


    Vielleicht kommen noch mehr Fragen, aber ich danke Euch schon mal vorab für Antworten.


    Gruß Bettina

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Hallo,


    ich arbeite zwar nicht mit Zander aber trotzdem gebe ich Dir ein paar Hinweise ;-) - ich hoffe das ist OK.


    zu 1.: Natürlich kannst Du auch Zander und Zander flach kombinieren, dann musst Du diese aber verschrauben um Bruch zu vermeiden wenn Du die BRs bewegen musst. Ich würde das nicht machen, ich würde mir 1,5 er Zargen kaufen, bei Zweien, die Du verwenden möchtest zum Testen, ist das Risiko gering und man kann diese auch wieder verkaufen.


    zu 2.: Frage hast Du für die hohen Böden denn eine Bausperre? Falls ja, sollte der "bedingte" Einfluss gering sein. Falls nein, ja dann wäre ja zwischen Bodengitter und dem Anfang des Schiedes sehr viel Platz, da würde ich evtl. höhere Schiede verwenden.


    zu 3.: Ich hatte noch kein Wachs bei Bienenweber gekauft, daher habe ich dazu keine Erfahrung, ich habe immer bei Muhr gekauft http://www.imkereibedarf-muhr.de/ und der macht bei gewalzten MWs auch Sondermaße ohne Aufpreis - auch hat er verschiedene Zellmaße.


    zu 4.: Ich mache weder TUB noch TBE - daher sage ich dazu nichts. Ableger, nun Du wirst immer mindestens eine Brutwabe für Brutableger verwenden müssen und jede Bienen oder Brutentnahme bei Wirtschaftsvölkern wirkt sich auf den Ertrag aus - wie viel nun das ist unterschiedlich. (Du könntest ja Königinnen züchten und in kleineren Beuten begatten lassen, dann die Ableger etwas später nach der ersten Ernte machen, als Kompromiss.) Aber bis zum Winter müssen die Ableger sowieso Winterstärke erreicht haben, das könnte bedeuten das Du Einwabenableger auch noch bis in den Juni hinein machen kannst und weniger früh auf 2 BWs Mindeststärke erhöhen musst. (Faustformel: Mai - 1 BW, Juni - 2 BWs, Juli - 3 BWs mindestens mit entsprechend Bienen für Brutableger. Das kannst Du dann bestimmt abwandeln...)


    Ich hoffe das hilft Dir ein wenig... ;-)



    Gruß

    Franz

  • Habe 2016 aus ähnlichen Gründen nach Lektüre der Quellen auf Zander 1,5 umgestellt, auch um bestehendes Material weiter zu nutzen.

    Im Nachhinein wäre ich besser direkt auf Dadant im Brutraum gegangen.

    Die Hohenheimer Beute passt hinreichend auf die 10er Magazinimker Beuten, da hast Du freie Wahl ob Du Zander, Zadant oder Dadant im Brutraum nimmst.


    Zander 1,5 passt in eine Zadant-Zarge auf hohem Boden, oder in zwei Flachzargen. Zander 1,5 Mittelwände gibt es u.a. bei biorat oder Bienenweber, Zadant auch bei Geller.

    Das Angebot ist für Zadant insgesamt größer als für 1,5 - beides sind Maße die es nur im deutschsprachigen Raum gibt. (Deswegen: warum nicht gleich Dadant im Brutraum?)


    Ein Schied sollte das Maß eines Rähmchens haben, also umlaufbar sein - kein Ab-Trenn-Schied wie im 3er Ableger. Ich hatte keine Probleme mit hohem Boden.


    Zu TuB kann ich nichts sagen, habe TBE gemacht. Konzepte die auf gleichem Rähmchen-Maß in Brutraum und Honigraum basieren müssen angepasst oder durch andere ersetzt werden.


    Sehr hilfreich fand ich das Buch von Reiner Schwarz, da ist alles Wesentliche beschrieben.

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  • zu 1. Beim Kombinieren muss man die Maße beachten, da 1 + 0,5 wegen des Beespace zwischen den Zargen manchmal nicht 1,5 ergibt. Also vorher nachrechnen. Wenn dann nur unten zum Boden mehr Platz bleibt, macht es aber meist nichts.


    zu 2. Ein Schied ist normalerweise umlaufbar und hat dasselbe Maß wie die Rähmchen. Manchmal gibt es in der Liste noch ein Abtrennschied, mit dem man mehrere Völker getrennt in einem Brutraum halten kann. Nachdem ein Schied nur ein Brett ist, kannst du das auch leicht selbst sägen, wenn es kein passendes gibt.


    zu 3. Auf Erfahungen mit Wachs würde ich nix geben, da sich das leider bei jeder Charge ändern kann. Die pestizidfreien MW von Weber stanken bei mir -wie in der Beschreibung angegeben- ziemlich nach Rauch.


    zu 4. mit nur einem Brutraum wird TUB ohne Säge nicht wie gewohnt machbar sein ;), aber TBE geht.


    und jetzt zur völligen Verwirrung: Ich habe seit 2 Jahren meine Zander-Völker im Sommer mit einem einfachen BR laufen, weil es mich ebenfalls mit der Kontrolle von 2 BR genervt hat. Ich packe am Saisonbeginn alle Rähmchen, die bleiben sollen in einen BR und setze zeitig den 1 HR auf. Ggf. sogar weniger als 10 Waben und Schied im BR und langsam erweitern. Später dann den 2 HR...

    Der BR ist später im Verlauf des Jahres allerdings fast ohne Futter und komplett bebrütet, sodass man nicht den ganzen untersten HR schleudern sollte. Zudem lagern sie gerne Pollen im untersteten HR, wenn es im BR eng wird.

    Beim Abschleudern muss man sofort füttern. Ich setze dann einen zweiten Raum mit den verpollten HR-Waben auf und überwintere zweiräumig.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Warum imkerst du nicht einfach auf Zander einräumig?

    Das Material hast du, der Platz ist ausreichend, musst nicht auf ein Exotenmaß umstellen usw.


    Versuch macht kluch :)

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Hatte Afrika-Wachs bei Bienenweber, sowie bei biorat bestellt, ist das gleiche, abgepackt mit derselben FBA Nummer "1566". Zuletzt hatte ich bei Geller gekauft, da dessen QM mir mehr zusagt (Chargennummer bei den erst genannten war 2016 & 2017 dieselbe).

  • Warum imkerst du nicht einfach auf Zander einräumig?

    Das Material hast du, der Platz ist ausreichend, musst nicht auf ein Exotenmaß umstellen usw.


    Versuch macht kluch

    Hab Zander 1 räumig und Zander 1,5.

    Die 1,5er würde ich nur für die 2 Königinnen Betriebsweise nehmen.

    Übers Jahr ist die normale Zanderzarge ideal, für den Winter wäre Zadant perfekt.


    Bei Zander 1,5 wiegen die Waben ganz gut wenn die voll belegt sind. Das merkt man dann nach 30 Kisten auch im Rücken und in den Armen!

    Hatte Afrika-Wachs bei Bienenweber, sowie bei biorat bestellt, ist das gleiche, abgepackt mit derselben FBA Nummer "1566". Zuletzt hatte ich bei Geller gekauft, da dessen QM mir mehr zusagt (Chargennummer bei den erst genannten war 2016 & 2017 dieselbe).

    Alles eine Charge... soviel dazu, sie werden es nicht lernen! Und hier hätten wir schon den Tatverdacht des Betruges ^^

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Der Entschluß zum Wechsel auf einräumige Betriebsweise ist aus meiner Sicht folgerichtig. Das Arbeiten mit zwei BR, insbesondere die sog. Schwarmkontrolle per Kippen der BR ist lästig.


    All' das, was Du geschrieben hattest, kannst Du problemlos machen. Ich habe vor Jahren auch gewechselt von DN auf DN1,5. Mach' Dir keinen Kopf wegen hohem Boden - die habe ich gezielt so im Einsatz und Wildbau auch ohne Bausperre dort nie gesehen.


    Den Hinweis auf die einräumige Zander Betriebsweise ist es wert, ausprobiert zu werden. Ich mache das gerade mit DN; geht problemlos; man muss nur auf die gute Versorgung nach Trachtende achten.


    Und gleich noch etwas zum Transfer: neue Z1,5 im Mai bestücken (> 5MW), Bienen von alten Brutwaben nahezu komplett in die neue Kiste, ASG und HR mit ausgebauten Honigwabenn drauf und die alten BW (mit wenigen Restbienen) in separater Kiste an einem entfernten Standort schlüpfen lassen, ziehen sich eine neue Kö'...- dann hast gleich einen starken Ableger. Den gezielt nach Schlupf der kpl. Brut mit OXS bedampfen, bis alle Milben weg sind.


    Viel Erfolg


    Rainer

  • Hallo Bettina,


    ich imkere mit allen Maßen , was Zander bietet, also auch Zander 1,5! Außnahme: kein Zander 2-zargig!

    Zusätzlich verwende ich Flachböden!


    Während der Saison habe ich max. 5 Brutwaben im Volk und einen Drohnenrahmen. Das passende Schied habe ich von Bienenweber. Wildbau an den unteren Rähmchen gibt es nur unwesentlich. Manchmal denke ich die bauen sicheinfach nur eine Treppe, damit der Aufstieg leichter ist!

    Ich habe mir auch erst Halbzargen gekauft, das geht gut. Weil ich allerdings meine Völkerzahl aufgestockt habe, sind es jetzt doch 1,5er Zargen geworden.

    Das mit der Wabenhygiene im Frühjahr mit alten, ehemals bebrüteten Waben entfernen finde ich nicht optimal. Das hat bei mir nicht so ganz richtig funktioniert. Deshalb werde ich dieses Jahr, wie bei den anderen Völkern auch eine TBE am 1.Juli machen. Somit bekomme ich alle alten Waben raus, zusätzlich entstehen aus den Brutsammlern nochmals neue Völker und ich kann auf die Ablegerbildung mit einer Wabe im Mai verzichten!


    Die Betriebeweise gefällt mir sehr! Es gibt genug Platz zum verschieben der Waben, Schwarmkontrolle geht ruckzuck, allerdings ist so eine Wabe echt schwer!


    Noch ein Wort zu Zander einzargig: ist auch gut, aber das Beste dabei für mich ist, ich kann überschüssige Völker und Ableger sehr gut verkaufen. Außerdem eignet sich das Maß sehr gut zur Königinnenzucht!


    Warum kaufst du nicht einfach zwei Flachböden und 2 großen Bruträume?

    Material hat man doch meistens sowieso zu wenig!

    Und falls es nichts ist mit Zander 1,5 kannst du den großen Brutraum immer noch verkaufen oder absägen!;)


    Susanna

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)

  • Susanna, in welche Richtung wird nun dein Beutensystem gehen? Hast ja nun erfolgreich alle durchgetestet und konntest dir dein eigenes Bild dazu machen ;)

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Liebe Bettina,


    auch ich begann mit 2 BR Zander. Mein Pate hat mich sehr bald von 1 BR überzeugt - durch sein praktisches Beispiel und durch ein einfaches Rechenexempel: Legeleistung der Kö. in der Hochsaison 2.000 Eier täglich x 22 Tage (21 Tage Larvenentwicklung + 1 Tag Reserve zum Putzen etc.) = 44.000 Zellen. Ein 1,0 Za.Rä. enthält 6.400 Arbeiterinnenzellen x 7 Rä. = 44.800 Zellen. Damit bleiben also noch 3 Rä. übrig für Futter, Pollen, BauRä. Diese Reserve ist völlig ausreichend, das Brutnest für bessere Wärmehaltung gut kompakt (ganz ohne Schied) und Honig wird (wie vom Imker gewünscht) vornehmlich im HoR eingelagert. Manchmal findet sich auch etwas Pollen im 1. HoR. Amape beschreibt es im letzten Teil von #4 ebenso.

    Ich finde das bisher sehr gut handhabbar, nutze die Vorteile eines einheitlichen Rä.maßes auf dem Stand. Für die Überwinterung nehme ich nach der Einfütterung das ASG raus, so daß in den 2 ZaZargen

    genügend Raum für Futtervorräte und Bewegungsfreiheit für den Bien bleibt. Eine Randwabe/Zarge nehme ich im Winter heraus (-> nur 9 Rä/Zarge) - der gewonnene Abstand zur Beutenwand vermeidet bei mir Schimmelerscheinungen, die v.a. bei milden Winterverläufen drohen.

    Meine Kollegin, die auf 1,5 Za. im BR umgestellt hat, muß mich immer zu Hilfe holen, wenn sie ihre schweren BrRä. abschlagen will oder ihre Arme erlahmen. Konkretes Beispiel: Schwarmdurchsicht macht sie nicht mehr alleine...


    Mit TUB habe ich keine Erfahrungen gesammelt, statt dessen TBE mit weiselrichtigem Brutsammler (PDF in #1), inzwischen modifiziert nach #148, 155, 160):

    TBE mit weiselrichtigem Brutsammler

    Ich vernichte also nicht die Fangwaben, sondern sammle sie im Sammler vom Sammler und behandle nur diesen mit OX in der brutfreien Phase (den Brutsammler nur, wenn mein Terminplan die Fangwabenentnahme am Tag 37 + 42 nicht zuläßt), alle anderen TBE-Völker nicht. Das klappt zuverlässig und wetterunabhängig. Restentmilbung im Spätherbst/Winter mit OX.


    Gestartet bin ich mit den pestizidfreien und auf Unverfälschtheit von Ceralyse (nicht irgendeinem namenlosen ausländischen Labor) untersuchten MW von Bienenweber bzw. Biorat. Das war allerdings noch vor dem vor- bzw. letzten Wachsskandal...


    Mein Rat für deine Situation wäre also: Umstieg auf die Betriebsweise mit 1 ZaBR ohne Zukauf von neuem Beuten-/Rä-material und entsprechenden Lagerreserven.


    Mit imkerlichen Grüßen - Gottfried

  • Ich danke Euch sehr für die vielen Beiträge und Tipps!


    Nach all dem, was ich hier herauslese, werde ich es genau so machen:

    Meine 1 zargig überwinterten Völker ( ehemalige Fluglinge aus TUB 2017) 1 zargig weiterführen.

    Die 2 Zarger im Frühjahr durchsehen, wer den unteren BR schon verlassen hat, den dann auch 1 zargig weiterführen.

    Den Rest 2 zargig lassen.
    Und mittels Kunstschwärmen bzw anderer empfohlener Maßnahmen zwei 1.5 er Völker erzeugen.

    Danke für die Hinweise zu den Beuten und den Schieden, ich werde die Flachzargen weglassen und 2 große Beuten kaufen. Falls mir das dann doch zu schwer wird mit den Rähmchen ( aber eigentlich bin ich schon recht sportlich :)) kann ich sie immer noch wieder verkaufen


    Was ich noch nicht abschätzen kann: Mehrfach habe ich gelesen, dass die Völker in Zander1 zargig eher zum Schwärmen neigen, wenn man nicht gnadenlos korrekt und rechtzeitig schiedet/ Raum beschränkt, etc. Andere haben damit keine derartigen Erfahrungen gemacht.

    Was habt Ihr da für Erfahrungen?

    SK-Honig : Susanna, deinen Erfahrungsthread hatte ich auch schon gelesen, das hat mich auch nochmal bestärkt.

    RalfK : auch wenn ich jetzt eigentlich kein Dadant will, warum genau meinst du, dass du lieber gleich DD gewählt hättest?

    Und Danke für den Buchtipp, der war hier schon mal im Forum gefallen, vielleicht sogar von Dir, daher liegt er schon Warenkorb bei Holtermann.


    Auch werde ich mal mit den 2 Zargern weiter mit TUB arbeiten, mit den 1 Zargern entweder TUB oder TBE und den 1.5 Zargern TBE.

    Danke ribes auch für die TBE links, ich hatte da außer Büchler Material noch nichts anderes, das werde ich noch sichten.

    Da hat sich ja jemand richtig Mühe gegeben.


    Also ihr habt mir alle sehr weitergeholfen und ich kann den Frühling kaum abwarten. Danke an euch alle!


    Gruß Bettina

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Hallo Bettina,


    zur Schwarmstimmung kann ich nicht soo viel sagen, die letzten zwei Jahre waren vom Wetter her auch nicht optimal.

    2015 weiß ich nicht mehr, wie das Wetter war!

    2016 war es im Juni so kalt und regnerisch, dass ich füttern musste, da wollten nur eins weg!

    2017 gab es ein langes kaltes Fühjahr und die Schwarmstimmung kam auch nicht so groß auf!


    Die 1,5er hatten aber immer weniger Fluchttendenzen als die damals noch 2-Zarger oder heutigen 1-Zarger.

    Von den 1,5er habe ich keine Ableger gebildet, bei den 1-Zargern wurde eine, selten zwei Waben für einen Sammelbrutableger entnommen.

    Es sieht also bei mir so aus als ob die 1,5er weniger schwärmen wollen.


    Aber vielleicht antwortet noch jemand, der schon länger Erfahrung hat!


    Ich imkere übrigens in allen Zandervarianten mir reinen Carnica Prinzessinen, die standbegattet werden!


    Susanna

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)

  • RalfK : auch wenn ich jetzt eigentlich kein Dadant will, warum genau meinst du, dass du lieber gleich DD gewählt hättest?

    Im Nachhinein... Damals hatte ich Taunus-Zander Styroporbeuten. Der Versuch diese (durch Zander-1,5) weiterverwenden zu können hat mich am Ende mehr (Zeit und Geld) gekostet als wenn ich einen Strich gezogen und direkt auf Dadant umgestellt hätte.
    Zander-1,5 ist ein Nischenprodukt, das siehst Du auch daran wer Mittelwände liefert. Zadant ist schon etwas breiter verfügbar, im Vergleich zu Dadant immer noch schmal.