Was nicht sein kann,weil nicht sein darf, aber trotzdem ist. :-(

  • 1. Es erscheint mir unwahrscheinlich, daß ein schriftlicher Vorgang in einer bayrischen Behörde vor 16 Jahren nicht mehr auffindbar sein sollte. Papierlose Verwaltung gab es damals noch nicht so rigoros. Es mag sein, daß der Vorgang archiviert wurde, Dort aber müßte er zu finden sein. Auf diese Suche würde ich bestehen, nötigenfalls über den Datenschutzbeauftragten gehen. Es kann nicht sein, daß schriftliche Unterlagen aus Behörden spurlos verschwinden. Zumindest Kassationsvermerke muß es geben.


    2. Selbst wenn sich ein Rücksendevermerk des ZielVetA heute nicht mehr in den Imkerakten auftreiben läßt:

    Mit dem Zeugnis vom HerkunftsVetA ist zwar noch nicht bewiesen, daß und wann es beim ZielVetA vorgelegt wurde. Allerdings spricht die Wahrscheinlichkeit dafür, da das Zeugnis (in diesem Fall sicher alljährlich) der Imkerin ausgestellt wurde - was das HerkunftsVetA sicher noch bestätigen kann. Warum sollte es dann nicht auch vorgelegt worden sein? Vielleicht hat es gar ein Zeuge vor 16 Jahren zum Postversand aufgegeben oder in den Behördenbriefkasten geworfen, weil er das immer so macht und ggf. Kopie des Anschreibens noch in den Imkerakten ist...


    Ich würde die Geschichte vom behördlichen Datenverlust nicht so einfach hinnehmen.

  • Guten Morgen,


    ich hatte einen ähnlichen Fall. Vorletztes Jahr hatte ich mir ein Grundstück gekauft. Dieses liegt wenige Kilometer von mir entfernt im badischen Raum. Mein Hausstand liegt im württembergischen Raum.

    Nun hatte ich Anfang letzten Jahres meinen neuen Bienenstand als „festen Stand“ (Überwinterungsstand) beim zuständigen Veterinäramt angemeldet. Bevor ich ein Teil meiner Völker dorthin verbracht hatte, habe ich ein Gesundheitszeugnis von mein BSV bei mir am Hausstand im württembergischen Raum ausstellen lassen. Nun gut, einige Bienen standen nun am neuen Platz. Wildkamera aufgestellt. Schon nach einigen Tagen ging es los. Neugierige Nachbarimker tummelten sich bei mir mehrmals am Stand und diskutierten sichtlich. Einige Tage später fand ich ein Zettel am Stand vom zuständigen BSV das ich mich melden sollte. Der BSV wurde vom Nachbarimkern informiert. Mir wurde vorgeworfen, dass ich als „Wanderimker“ kein Gesundheitszeugnis am Stand veröffentlich hatte. Weiterhin warum ich mich nicht beim örtlichen Verein gemeldet hatte. Nach Anruf beim Veterinäramt wurde mir mittgeteilt, dass aus ihrer Sicht alles in Ordnung sei. Um mir weiteren Stress zu ersparen, hatte ich das Gesundheitszeugnis am Stand trotzdem angebracht. Dann bin ich auf ein Nachbarimker zugegangen, die Kommunikation war von Anfang an Frostig. Was das für Beuten sind (ich habe Dadant bei uns ist Zander üblich), welche Bienen, warum nicht vorab gemeldet usw. Er hatte Angst, dass ich in Ihr Gebiet Krankheiten einschleppe. Von Buckfast hatte ich nichts erzählt, die Diskussionen wären dann sicherlich endlos gegangen (Gefährdung Ihrer Standbegattung usw.) Was bleibt ist, dass ich aus Ihrer Sicht ein Wanderimker bin. Mal schauen wie sich das dieses Jahr entwickelt. Welche Frage bei mir bleibt, was passiert, wenn ich nun tatsächlich im Herbst die Bienen zum überwintern nach Hause an mein anderen Stand hole.



    Viele grüße Stefan