Beuten umstellen kurz vor dem Reinigungsflug?

  • ich glaube weniger an Demenz bei den Bienen, als das sie durch Hindernisse am Flugloch sich auf eine veränderte Situation einstellen werden! Dabei muß das Hindernis im Winter längerfristig vorhanden sein, also den Weihnachstbaum ruhig länger vorm Flugloch liegen lassen.

  • ...Einwand von Re-Mark ist berechtigt aber das Trachtgebiet von den Kirschen bei uns in der Gegend ist so riesig, dass das keine Rolle spielt.

    Wir wissen nicht, in welcher Gegend/welchem Klima Deine Bienen stehen (Profil leer). Hier würden die Bienen es nur in Ausnahmewetterlagen schaffen, 2,5 km zur Kirschentracht zu fliegen und dann noch nennenswert Honig einzutragen. Deshalb sucht der Kirschbauer hier immer dringend Imker, die ihre Völker direkt in seine Plantagen stellen, weil sonst die Bestäubung signifikant schlechter wäre - sagt er.

  • Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit die Völker zwischen beiden Gebieten zu positionieren, daß man nur 1000m zu beiden Richtungen hat. Da kannst dann gleich ein Jahresstand aufbauen und gar nicht mehr wandern.

    Oder du positionierst sie jedesmal in der gegengesetzen Richtung am Randgebiet der Tracht sodaß bei Umzug 3km dazwischen liegen.

    Damit hättest dann auch keine Probleme.


    Liebe Grüße Bernd

  • ...Völker zwischen beiden Gebieten zu positionieren, daß man nur 1000m zu beiden Richtungen hat.

    Hm, da ist die Kirsche immer noch benachteiligt, weil es zu ihrer Blühzeit sehr oft noch viel kälter ist als zur Robinienblüte.

  • Hrm, du meinst wegen der im Verhältnis geringeren Flugaktivität bei den dann herrschenden Temperaturen?

    Stimmt das klingt einleuchtend. Das sind so Punkte, wo ich wenig Erfahrungen habe.

    Dann macht die gegenüberliegende Positionierung mit Wanderung möglicherweise mehr Sinn, wenn man nach dem rase'schen Kübelindex geht, wenn da der Aufwand der Wanderung nicht wäre.

    Aber das kann man aus der Glaskugelposition sowieso nicht passend beantworten.

    Ich persönlich würde wegen meiner BA halt nicht wandern ( anderes Thema).


    Liebe Grüße Bernd

  • Ohne besserwisserisch auftreten zu wollen, aber um der Klarheit willen: Hier sagen die Kollegen, die Erfahrung mit der Anwanderung der Kirschblüte haben: Finger weg, weil:

    a) es sich von den Erträgen her kaum lohnt, wenn Nektar hereinkommt, wird er zumeist vom Bien gleich verfressen, wichtiger für den Bien ist um diese Jahreszeit der Polleneintrag, der bei Kirsche bedeutend sein kann, aber ->

    b) sie die Reste der angeblich unvermeidlichen Spritzungen nicht so nah an ihren Bienen und in dem von ihnen begehrten Pollen haben wollen.

  • Stimmt Kirsche ist eine Risiko. Aber es gibt Jahre in denen es sich richtig lohnt. Habe schon mal erwähnt, dass das Gebiet hier riesig ist. Das hat Mon Chéri vor Jahren auch schon festgestellt.

    Noch zum Verständnis, die Kirschen sind dann nicht 2,5km weit weg. Das wäre nur der Standort gewesen. Kirschbäume gibt es sich in der Nähe von den Akazien auch.


    MfG

  • Moin,


    ich grabe hier einmal mit der Schaufel, da ich das gestern einmal gemacht habe.

    Habe einen neuen Beutenbock erstellt und wollte die Beuten einfach nur darauf neu aufstellen.


    Eine Beute glitt meiner Frau kurz vor dem Abstellen aus der Hand - vielleicht 10 cm über dem Boden - also gab es eine kurze Erschütterung - aber nicht heftig.


    Nach dem wieder aufstellen kamen einige Bienen heraus und schauten nach, was Sache ist.

    Nun beunruhigen mich zwei Punkte...

    - Bei 3°C sind leider auch einige nicht wieder in den Stück zurück und außerhalb verklammt.

    - das Flugbrett, welches ich also Rückkehrhilfe wieder angebracht habe ist vollkommen eingekotet.


    Jetzt befürchte ich, dass auch innen die Damen sich eventuell so erschrocken haben, dass sie im auf die Waben gekotet haben.


    Wie ist eure Einschätzung? Muss/Sollte ich etwas vornehmen oder weiterhin die Damen wieder in Ruhe lassen und später im Frühjahr den Stand der Dinge prüfen?


    Danke für eure Meinungen.

  • Moin,


    wie willst du ihnen denn jetzt helfen ? Noch ist Winter, auch wenn sich sehr mildes Wetter ankündigt. Jede Störung dürfte die Gefahr eine Abkotung noch vergrößern, laß sie also einfach in Ruhe.


    Bei der Nachschau im Frühjahr zeigt sich dann das Ausmaß einer eventuellen Abkotung, und dann kannst du handeln.


    Beste Grüße


    Peter

  • Fast jedes Jahr kann man im Februar mit Reinigungsflug rechnen, nur letztes Jahr war es erst im März. Deshalb habe ich schon vorsorglich 2m vor den Beuten den Schnee weggeräumt, denn 20 cm Schnee verschwinden nicht über Nacht. Konnte heute schon einige Bienen im Schnee liegen sehen, die Völker warten tatsächlich auf den Reinigungsflug.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Erstmal das vollgesch... Flugbrett mit Wasser und drei Tropfen Pril sauber machen.

    Die Bienen anwonsten nicht weiter stören. Die Putzen die Rähmchen selber, wenn sie gesund sind. Sie sind sogar wahre Putzteufel. Bei der ersten Kontrolle dann eventuell verschmutzte Rähmchen entnehmen.

    Hatte ich auch noch nicht, würde ich so machen.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.