Erfahrungen mit Lyson Honigrührer

  • Hallo zusammen,


    ich habe mit den Lyson Honigrührer mit eingebauter Heizung gekauft.


    Die Frühtracht ist jetzt komplett in dem Gerät gelandet, ich habe nicht geimpft.

    Der Honig hat zwar angefangen zu kristallisieren und hat den klassischen Perlmutschimmer. Allerdings ist er weit davon entfernt cremig zu sein. Kann es sein, dass das Gerät zu viel rührt und die Kristallisation dadurch länger dauert? Die Konsistens ändert sich nicht wirklich und die Masse (200 Kilo) sind schon 10 Tage im Gerät.


    Danke für eure Antworten.

  • Wie kühl steht der Honig zur Kristallisation?



    Wie ist die Raumthemperatur, und wie ist die Honigtemperatur genau?

    Rühren ist Reibung, und Reibung erzeugt Wärme.

    Die Heizung des Rührers ist gut isoliert. Bei mir ist der regelmässig gerührte Honig deutlich wärmer als die Raumtemperatur. Habe das mit großem SCHRECKEN festgestellt ;(

    Wieviel bzw. wie lange rührt der in einer Dreiviertelstunde?


    Für eine ordentliche Kristallisation benötigt es nicht viel mehr als 14°C, sonst gibts Kristalle und mit Rühren dann Brei.

    LG Andreas

  • Ideal sind 14° C zum Rühren und fein auskristallisieren lassen, zum Abfüllen dann auf ca. 30° C.

    Wir haben einen Api Nord Rührer ohne Heizung. Der hat den Rührer wie der Siegerland, ist wohl das selbe? Zum einfach cremig rühren macht er alles was er soll, aber die Temperatur regeln zu können um nach dem kühl rühren den Honig ins Glas zu überreden, ist schon eine Wahnsinnserleichterung. Dazu kam später der 100 kg Fritz mit Bodenheizung. Für ein wirklich großes Rührwerk taugt mir der Preis nicht. Mit den Rührern mach ich mittlerweile nur noch die zwischendrin Chargen. Ansonsten hab ich ein paar Klärfässer, mit denen geht das Rühren auch wunderbar mit der Pumpe. 80% des Honigs weiß ich ja was gebraucht wird, das kann ich gleich fertig machen und abfüllen. Da spar ich mir den ganzen Aufwand mit in Eimer füllen, Eimer einlagern, Eimer auslagern, Eimer auftauen, Eimer durch Melitherm, Eimer spülen, Honig in mehreren Chargen immer wieder über die ganze Kristallisationszeit beobachten, wann der Abfülltermin passt und den dann auch einhalten. Das ganze Rührequipment jedes mal wieder fit machen und alles wieder aufräumen.

    Für eine einheitliche Charge kommt der Honig eh ins Klärfass. Wenn ich von dem abfülle, dann spare ich mir das ganze andere Gedöns. Da lohnt es sich meiner Meinung nach durchaus, neben dem Schleudern die jeweilige letzte Charge nebenzu pumpen zu lassen und dann notfalls in einer Nachtschicht den Honig ins Glas zu packen. Ist momentan mehr Stress, aber spart geschätzt mindestens die Hälfte an Zeit und 80% der Energie. Die super Honigqualität durch noch nie erwärmt gibt es noch kostenlos oben drauf. Wenn er dann noch bis zum Verkauf super gelagert ist... :love:

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.

  • Hast du die Heizung an?

    Welche Temperatur hat der Honig?

    Hat der Honig bereits Kristalle?

    Die Heizung habe ich nicht an. Ich habe ein Klimagerät in dem Raum stehen. Es sind ca. 16 - 18 Grad. Der Honig hat ca. 19 Grad, was viel zu warm ist. Leider bekomme ich den Raum nicht kühler.

    Nebenbei lasse ich noch einen Luftentfeuchter laufen, damit die Luftfeuchte nicht zu hoch ist. Dieser gibt auch noch mal Wärme ab. Der Honig hatte bereits Kristalle, ich habe ihn nicht komplett verflüssigt.



    Habe ich unten beantwortet. Ich vermute es ist einfach zu warm... Er rührt 15 min jede Stunde. Ich vermute das ist einfach zu viel.


    Meine Fehler:

    1. Honig nicht geimpft

    2. zu warm im Raum

    3. Das gerät rührt für die Temperatur einfach zu oft und lange.


    Dann man das so zusammenfassen?


    Danke euch!

  • Ich (bzw. das Ding) rührt bei ~13°c alle vier Stunden für vier Minuten. Da wird alles cremig. Allerdings muss der Honig frei von jeglichen Kristallen da rein. Kleiner werden die nämlich nicht mehr.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich (bzw. das Ding) rührt bei ~13°c alle vier Stunden für vier Minuten. Da wird alles cremig. Allerdings muss der Honig frei von jeglichen Kristallen da rein. Kleiner werden die nämlich nicht mehr.

    Wie bekommst du 13 Grad in den Raum? Der Honig war nicht komplett Flüssig. Ich vermute es lag einfach daran, dass zu Grobe Kristalle vorhanden waren...

  • kühl,

    oder künstliche Kühlung ist ein wichtiger Faktor beim Kristallisationsprozess.

    Kühl heißt:

    nicht schwülwarme 19°C, sondern idealerweise 14° .

    Ich habe lange Jahre nicht gedacht, daß dieser kleine Unterschied so viel ausmacht.

    LG Andreas,

    der aktuell leider auch bei 18° am fertig geschleuderten Honig sitzt.

  • Als aktiver Pumprührer (gibt es das Wort eigentlich?), möchte ich noch anmerken, weniger ist da in der Regel eher mehr. Jede Stunde eine Viertelstunde rühren, da bekommst Du den schönsten cremigen Rapshonig wieder fast flüssig. Da ist die (kühle) Temperatur als Faktor zwar beschleunigend, die etwas höhere aber nicht zwangsläufig hemmend. Es dauert länger und das Kristall ist vielleicht nicht ganz sooo fein, aber es sollte mit 16-18° C auch ein passables Ergebnis erzielbar sein.

    Man kann ohne Bienen leben, aber wie halt.