Frage zu Manukahonig

  • Im Bienenjournal stand mal ein Artikel zum Vergleich zwichen Kornblumen und Manukahonig. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe steht demnach der Kornblumenhonig den Manukahonig in nichts nach.

    Das will ich verneinen. Laut der Professorin auf dem IFT welche den "Honig ist nicht gleich Honig" Vortrag gehalten hat , lässt sich Manukahonig am ehesten mit Buchweizen Honig vergleichen.

    Also liegt deiner Meinung nach der Autor dieses Artikels falsch!?Die Eigenschaften des Kornblumenhonigs sind bekannt und auch nachgewiesen(antibakteriell und antimykotisch) .Das Problem das im diesem Artikel beschrieben wurde ist, ob beim höheren Bekanntheitsgrad, die Nachfrage überhaupt gedeckt werden kann. Auch ist es schwierig die Reinheit zu definieren, da die Pollen deutlich unterrepräsentiert sind.

  • Hallo,

    ich war auch in Celle und habe mir diesen äußerst informativen Vortrag angehört.

    Laut Frau Frank kommt es darauf an welches Krankheitsbild behandelt werden soll. Da die Zusammensetzung jeder Honigsorte unterschiedlich ist, ist für die Behandlung je nach Art der Erkrankung jeweils eine andere Honigsorte optimal geeignet.

    Laut meiner Mitschrift soll Buchweizenhonig eine stärkere antibiotische Wirkung haben als Manukahonig und Kornblumenhonig optimal bei Gelenkentzündungen sein.

    Allerdings, sagt Frau Frank, ist Manukahonig als Medikament zugelassen, eine Mindestmenge medizinisch wirksamer Bestandteile daher garantiert. Beim hiesigen Honig sind diese wegen Tracht, Ernte- und Lagerungsbedingungen usw. schwankend und können bekanntermaßen nicht garantiert werden.

    Ich werde mir das Buch von Frau Frank kaufen, das Thema ist wirklich interessant.

    LG

    Doro

  • Beim hiesigen Honig sind diese wegen Tracht, Ernte- und Lagerungsbedingungen usw. schwankend und können bekanntermaßen nicht garantiert werden.

    Wer auf der sicheren Seite sein will, lässt seinen Honig diesbezüglich untersuchen. z.B hier: http://www.amplab.de/de-DE/gox.html/?section=gox


    Ich war auch schon am Überlegen, das mal mit meinem Kornblumenhonig zu machen. Ein entsprechendes Siegel auf dem Glas, würde sich natürlich auch im Preise wiederfinden. :wink::u_idea_bulb02:

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • soll Buchweizenhonig eine stärkere antibiotische Wirkung haben als Manukahonig und Kornblumenhonig optimal bei Gelenkentzündungen sein.

    Interessant - ist damit (Gelenkentzündung) innerliche oder äußerliche Anwendung gemeint ? Und gibt es Aussagen dazu, wie die entscheidenden Inhaltsstoffe an die entzündeten Gelenke kommen ?

    ... ist Manukahonig als Medikament zugelassen, eine Mindestmenge medizinisch wirksamer Bestandteile daher garantiert.

    Jetzt wird's stofflich: Da würde mich interessieren, welche Bestandteile das sind, ob es dazu eine entsprechende (validierte) Gehaltsbestimmung gibt sowie Spezifikationen - z.B. zum Mindestgehalt von x oder y, bestimmt nach der Methode soundso; denn das besagt ja die Aussage "Mindestmenge mediz. wirksamer Bestandteile".


    Hat Frau F. dazu auch etwas gesagt ?


    Vielen Dank für eine Antwort


    Rainer

  • Aber hallo... der DBIB ist gerade sowas von fix. X( Das Programm vom Wochenende ist schon verschwunden und nur Celle 2019 zu finden.
    Der besagte Vortrag war aberwohl dann trotzdem:
    „Warum Honig nicht gleich Honig ist“ Vortragspremiere, Referentin Dipl. Oecotrophologin Renate Frank

  • Wer auf der sicheren Seite sein will, lässt seinen Honig diesbezüglich untersuchen. z.B hier: http://www.amplab.de/de-DE/gox.html/?section=gox

    Vielen Dank - da kommt man der Sache schon näher: Glucoseoxidase (GOX) und Methylglyoxal (MGO) ist also zwingend, will heißen, man kann es messen.


    MGO ist zytotoxisch (https://de.wikipedia.org/wiki/Methylglyoxal), so dass es schnelle Entgiftungsmechanismen im Körper gibt (Umwandlung in Milchsäure / Lactat).


    Und mithilfe von GOX entstehendes Wasserstoffperoxid wird durch Katalase ebenso schnell zur Entgiftung in Wasser und Sauerstoff gespalten (https://de.wikipedia.org/wiki/Katalase), wenn's im menschlichen Körper landet.


    Wie aber, so fragt man sich dann, kommt das wirksame Agenz dann am Wirkort an ?


    Etwas anderes ist die topische (äußere) Anwendung. Da mag es wirksam sein, ist es auch, wie man von Wundheilungsprozessen mit Honig weiß.

    dass Manukahonig auch bei Schuppenflechte helfen soll.

    Insofern kann die Ausgangsproblematik zumindest probeweise angegangen werden.


    Wichtig aber ist der Glaube an die Wirkung!


    Rainer

  • Interessant - ist damit (Gelenkentzündung) innerliche oder äußerliche Anwendung gemeint ? Und gibt es Aussagen dazu, wie die entscheidenden Inhaltsstoffe an die entzündeten Gelenke kommen ?

    Hallo,

    aufgeschrieben habe ich mir als Rezept bei Gelenkentzündungen: 2 TL getr. Birkenblättertee (Apotheke), aufbrühen, 15 Min. ziehen lassen und dann 1 EL (Kornblumen-)Honig (andere dunkle Sorten gehen auch) dazu, davon soll man 4 - 6 Wochen lang 4 x am Tag eine Tasse trinken (länger nicht, dann erstmal eine Pause machen) - ohne Gewähr :).

    Frau Frank hat die Wirkweise der verschiedenen Wirkstoffe in den Honigsorten auf verschiedene Krankheiten schon sehr anschaulich und nachvollziehbar erläutert, das habe ich mir aber nicht alles aufgeschrieben (die Dame spricht schnell ;)) und mir fehlt der fachliche Hintergrund, um das aus der Erinnerung richtig wiederzugeben.

    In Ihrem Buch wird es drinstehen (zusammen mit vielen Rezepten).

    LG

    Doro

  • In Ihrem Buch wird es drinstehen (zusammen mit vielen Rezepten).

    Na dann versteht Fr. F. sich ja ausgezeichnet auf Marketing.


    Übrigens enthalten Birkenblätter Flavonoide, Gerbstoffe und Saponine. In der Volksmedizin schon lange eingesetzt als sog. Reinigungstees gegen Enzündungen und ein wenig harntreibend. Daran wird der Honig sicher nichts ändern...;)


    Wie heißt es doch immer: Mit Imkern lässt sich kaum Geld verdienen, am Imker schon.


    Beste Grüße


    Rainer

  • Na dann versteht Fr. F. sich ja ausgezeichnet auf Marketing.

    Zwischen "gut darstellen" und "übertriebenem Marketing" liegen Welten. Insbesondere wenn man mit seinem Beruf auch seine Brötchen schmieren will, wie es so manch einer in der heutigen Zeit versucht...


    Ich kann bei ihr auch nach dem 3x im gleichen/ähnlichen Vortrag (Soltau, Celle und bei CFM) noch lernen und beim besten Willen keine Selbstdarstellung und auch kein unangemessenes Werben für (zu) wenig Inhalt erkennen. Im Gegenteil... Gerade weil ich aus der Werbung komme, bin ich sensibel für sowas.


    Nachdem ich kein Naturheilguru wie beemax bin, waren die 20 Euro für das Buch eine der besten Investitionen als Imker.


    Gruß

    Flo

  • Lieber Florian,


    ... Ein "Naturheilguru" bin ich sicher nicht, eher ein Anhänger der sog. Schulmedizin. Und dort versucht man die Mechanismen zu verstehen und über Studien nachzuweisen, die den Heilungsprozess antreiben. Und die Diskussion hier zeigt, dass es so ganz nicht zusammenpasst, wenn die o.g. "Wirkstoffe" im (Manuka)Honig nachweislich einem sehr schnellen Abbau im Körper unterliegen, andererseits diese aber als innerlich wirksam verkauft werden. Da wirken wohl eher die beigegeben Birkenblätter des Tees.


    Ich bin weit davon entfernt, das Marketing von Frau F. anzuprangern; da gibt's ganz andere Experten, die sich bestens vermarkten...


    Jedoch würde ich es als hilfreich empfinden, wenn die nützlichen Effekte von Bienenprodukten in der Heilkunde auf eine nachvollziehbare Argumentation gestellt werden würden. Bisher gibt's dazu mehr Mythen als Nachweise. Eine Ausnahme stellt hier ausdrücklich die topische Anwendung von Honig bei der Wundheilung dar.


    Beste Grüße


    Rainer

  • beemax Sie hebt nicht den Manukahonig in den Himmel, sondern zeigt, dass unser Honig gleichwertig/besser ist, nur eben keine medizinische Zulassung hat.


    Ein Vereinskollege kauft Manukahonig, weil es seinem Magen so gut tut. Ich kann mir das Schmunzeln nicht verkneifen... Entweder zu viel Geld oder zu wenig Honig. 8)


    Gruß

    Flo