Steuernummer auf Rechnung ja/nein?

  • Na ich hoffe, Ihr habt Euch für das Treffen ein schönes "Dankeschön" ausgedacht ;-)

    Ich kann leider nicht diesmal- habe an diesem WE eine andere Verpflichtung

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Hier gibt es so viele Beiträge darüber aber nicht einen einzigen kompletten "Leitfaden"

    DAS wäre doch mal was:

    Ja, wenn das nicht so viel unbezahlte Arbeitszeit kosten würde.

    WFLP : Wieso unbezahlt?


    Mach' doch im Selbstverlag eine "print on demand"-Ausagabe und verlange eine Schutzgebühr dafür. Entweder du versendest selbst oder überlässt sogar dass dem Dienstleister.


    Gruß hornet

  • Ich mache das ja schon in meinem Themengebiet (Vereine und Gemeinnützigkeit). Da bin ich aber ungleich versierter und mein Ehrgeiz, mich in andere Gebiete tief einzuarbeiten, ist recht gebremst, weil die zeitlichen Ressourcen für mein eigenes Fachgebiet kaum reichen.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ich lasse die Rechnung jetzt erstmal so und sollte sich ja ein Kunde beschweren schau ich weiter.

    Da wird sich wohl kein Kunde beschweren, weil er ja nicht wissen kann, dass die Angabe zur Kleinunternehmerschaft auf der Rechnung falsch ist.

    Theoretisch wäre es ja denkbar, dass § 19 UStG wirklich gilt.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Also wenn bei mir mal einer Honig kauft und eine Rechnung braucht, bekommt er eine Quittung, an wen, was geliefert wurde, zu welchem Preis und fertig.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • -> Damit wird der Einkauf für den Quittungsempfänger rd. 10% teurer, weil er sich die von Dir nicht ausgewiesene USt nicht als Vorsteuer vom FinA wiederholen kann (#42).

  • Bei Endverbrauchern ist das ja kein Thema. Der Wiederverkäufer braucht aber eine Rechnung (auch eine Quittung ist eine Rechnung im umsatzsteuerlichen Sinn) nach den genannten Maßgaben.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Hallo zusammen,


    zusammengefasst bedeutet das wohl folgendes:

    Wenn der Rechnungsbetrag, über den Verkauf von "eigenem" Honig 250 EUR (also Rechnungsbetrag = Zahlbetrag) nicht übersteigt gilt §33 UStDV. Eine Steuernummer muss dann nicht auf die Rechnung. (https://www.gesetze-im-internet.de/ustdv_1980/__33.html)


    Übersteigt der Rechnungsbetrag 250 EUR muss die Steuernummer oder UStID, neben den Angaben gem. §14 Abs. 4 UStG auf die Rechnung mit drauf.


    Ralph


    ... puh 1. Beitrag und dann gleich sowas :-)

  • Wenn ihr eine Rechnung erstellt (mit eurer "alten Steuernummer"), dann weiss das Finanzamt ja nicht das ihr berechtigt seid eine Rechnung mit 10,7% auszustellen. Euer Kunde reicht dann diese Rechnung beim Finanzamt ein, (Prüfung womöglich erst nach vielen Jahren, nach vielen Rechnungen mit alter Steuernummer), ... viel Spass.

    Besorgt euch eine neue Steuernummer vom Finanzamt (Landwirtschaft) und schreibt die auf eure Rechnungen drauf. Dann wissen die vom Finanzamt ihr dürft die Steuer ausweisen und müsst diese nicht abführen.

  • Wenn ihr eine Rechnung erstellt (mit eurer "alten Steuernummer"), dann weiss das Finanzamt ja nicht das ihr berechtigt seid eine Rechnung mit 10,7% auszustellen.

    Was ist denn eine "alte" Steuernummer?

    Entscheidend ist, dass man beim FA umsatzsteuerlich geführt wird. Das wird man natürlich nicht, wenn man nur die steuerliche Identifikationsnummer hat (die ja jede/r Deutsche ab Geburt bekommt).


    Anders als bei Gewerbetreibenden gibt es keine automatische Meldung (bei der Gewerbeanmeldung) an das FA. Man muss sie also selbst beim FA beantragen.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • um alles regelkonform zu machen sollte man den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung beim zuständigen Finanzamt einreichen (https://www.formulare-bfinv.de…text=76F4222B7FF322D1F08A) dann wird


    a) entweder eine neue Steuernummer für das Unternehmen "Imkerei/Landwirtschaft" vergeben, die dann auf die Rechnungen drauf muss oder

    b) auf der "alten" Nichtunternehmer Steuernummer wird das sog. U-Signal gesetzt. U für Umsatzsteuer.


    Dann ist man auf der sicheren Seite...