Lithiumchlorid

  • Im ersten Durchlesen meint man, dass es hier viele Nörgler gibt. Ich habe mir jetzt mal die Mühe gemacht die einzelnen Beiträge einzuordnen und komme zu dem Ergebnis, dass sie überwiegend neutral bis positiv sind. Sicherlich haben die einen oder anderen Bedenken oder sehen die Notwendigkeit weiter zu forschen. Das wird für die Wissenschaftler nicht anders sein.

    Ich sehe den Ansatz auch positiv und würde mich freuen, auf Säuren verzichten zu können. Hyperthermie habe ich probiert, kam aber zu keinem brauchbaren Ergebnis.

    Bei der Fütterung mit Lithiumchlorid sehe ich unter anderem die Problematik wie ich alle befallenen Bienen dazu kriege ein Löffelchen davon zu sich zu nehmen. Außerdem werden sie dann wenn sie es intus haben, es irgendwie auch verstoffwechseln und dann wieder von sich geben. Über den Futtersaft für Königin und Brut? Da haben die Forscher noch einige Brocken aus dem Weg zu räumen.

  • Jeder ernst zu nehmende Wissenschaftler nimmt Kritik und Zweifel dankbar an und wird entsprechende Versuche anstellen, um sie zu prüfen.

    Wie aber kann man die einen und die anderen Personen/Ergebnisse feststellen?

    Genau, u.a. der Meinungsstreit im Forum liefert dafür Impulse aber leider keine Scherheit.

    Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! (Kant)

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

  • Wenn das neue Wundermittel erst mal auf dem Markt ist, werden sich bei den Milben auch Resistenzen dagegen entwickeln.

    Im übrigen sterben Milben auch, wenn man sie in Salzwasser (NaCl) schmeißt. Hat man das Versalzen von Bienenfutter auch schon mal mit Natriumchlorid probiert?

  • Genau genommen ist Lithiumchlorid ein Salz für sich.


    Vermutlich ist die Wirkung nur diesem spezifischem Salz zuzuordnen und nicht dem Lithium.

    Die Wirkung dürfte schon in erster Linie den Lithiumionen zuzuschreiben sein. Die Behandlung gegen Varroamilben mittels Lithium könnte auch mit anderen Lithiumsalzen durchgeführt werden, die Arbeitsgruppe hat z.B. auch Lithiumcitrat, Lithiumsulfat, Lithiumacetat, Lithiumlactat und Lithiumcarbonat getestet. Aus der Patentschrift:

    "As can be seen from Table 3, bees treated with 25 mM Li-citrate, Li-sulfate, Li- acetate, Li-lactate or Li-carbonate lose all mites during the course of 7 days. The majority of mites is killed within the first 72 hours implying a high activity of said Li-salts against Varroa destructor"


    Es kann schon sein, dass die verschiedenen Salze unterschiedlich schnell oder stark wirken, bzw. dass es Unterschiede in der Bienenverträglichkeit gibt. Ist halt so bei Arzneimitteln, die genaue Rezeptur spielt schon eine Rolle.

    Aber der aktive Wirkstoff sind in diesem Fall eindeutig die Lithiumionen.


    Grüße,

    Robert



    Metallisches Lithium hätte ganz sicher auch eine hervorragende varroazide Wirkung, nur leider hapert es da ein wenig an der Bienenverträglichkeit... ;)

  • Denke ich auch so. Könnte ja im Vorfeld getestet werden.

    Womit? Das Chlorid gibts nur in größeren Abpackungen. Und die Dosierung ist sicher dasS und O.

    Ab 100 gr. für ca. 25 € ; 500gr für ca. 90 € ; 1kg für ca. 150 € + Märchensteuer und Versand

    LG und im wörtlichen Sinne Gute Nacht 😊

    Wenn Du kleine Änderungen vornehmen willst, dann ändere die Art und Weise, wie Du die Dinge ausführst.

    Wenn Du große Änderungen vornehmen willst, dann ändere die Art und Weise, wie Du die Dinge beurteilst.

  • Metallisches Lithium hätte ganz sicher auch eine hervorragende varroazide Wirkung, nur leider hapert es da ein wenig an der Bienenverträglichkeit... ;)

    Würde sicher auch gehen, da sich beim "Lösen" in Wasser auch Li-Kationen bilden. Der Imker sollte aber dabei unbedingt eine Schutzbrille tragen und sich von Zündquellen fern halten - sonst kann man auch gleich die schöne rote Flammenfärbung beobachten.

    Wie bei Li-Acetat hat das entstehende Salz beim Lösen aber Einfluss auf den pH-Wert.


    Aber jetzt mal ganz anders gefragt. Li-Salze füttern ist doch derzeit so wie (techn.) Oxalsäure verdampfen. Weil es kein Medikament ist, ist es zur Behandlung nicht erlaubt. Weil es aber ein natürlich vorkommender Stoff ist und auch keine derzeit bekannten Probleme für die Bienenprodukte macht auch nicht direkt verboten. Man kann also dieses Mittel als Salzlösung beim Futter oder in der Wasserquelle einbringen. Bei Rückständen hat man aber als Imker ein Problem. Somit sind "private Studien" (vor allem an Wirtschaftsvölkern) nur sehr eingeschränkt empfehlenswert.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Der Wechsel von "ist noch einiges zu klären, zB Wirkung auf Brut / wann einsetzbar" zu Preisen und Ideen zu eigenen Versuchen geht mir etwas zu schnell.

    Mal abgesehen davon dass die Wenigsten die für aussagefähige Studien nötigen Völkerzahlen haben.

    Bin neugierig - gespannt was sich da in den nächsten zwei Jahren tut.

  • Ab 100 gr. für ca. 25 € ; 500gr für ca. 90 € ; 1kg für ca. 150 € + Märchensteuer und Versand

    In meinem Link war es nicht so teuer, und 1g auf 1 Liter (Futter?) wäre auch sehr wenig Verbrauch. Bin sehr gespannt, was die weitere Forschung bringt, aber würde da auf keinen Fall selbst experimentieren!

  • Ja , da hast Du recht. Erst mal abwarten was die Forschung bzgl. der Menge ergeben.Auf dem Medikament muss es ja angegeben werden. Und dann ...

    LG Thomas

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