Erhaltungtherapie bei der Hyposensibilisierung ohne Aluminiumhydroxid ?

  • Hallo Miteinander,


    gibt es hier im Forum Erfahrungen mit der Erhaltungstherapie einer Bienengift-Hyposensibilisierung mittels wässriger Lösung ? - Also ich meine nicht mit einem aluminiumhaltigen Depotpräparat. Soweit ich weiss, ist - in Bezug auf Biene - nur ein einziges Depotpräparat zur Erhaltungstherapie zugelassen, nämlich ALK-depot SQ 801. - Das Paul-Ehrlich-Institut, das bundesweit die Impfstoffe zulässt, hat zwar kein erhöhtes Risiko durch Aluminiumhydroxid bei Langzeitimpfungen feststellen können, doch gibt es auch keinen direkten Gegenbeweis, dass beispielsweise ein Zusammenhang mit der Alzheimererkrankung oder Probleme mit den Knochen ausgeschlossen werden kann.


    Daher jetzt die Frage: Hat jemand hier Erfahrungen gemacht mit Reless Bienengift zur Erhaltungstherapie ?


    Also ich meine jetzt nicht die stationäre Aufsättigung im Krankenhaus, sondern die Spritzen über 3-5 Jahre, wenn nicht "lebenslänglich".


    Über sachdienliche Hinweise freue ich mich sehr, und grüsse freundlich in die Runde,


    Benjabien

  • Ich bekomme gerade monatlich 1x Alk-depot SQ801 gespritzt.
    Was willst du denn jetzt genau wissen?

    Gruss David

    Denkst du nicht auch, die Welt - und ich meine - natürlich die eine - dreht sich längst von alleine....


    "Das Wort gleicht der Biene: Es hat Honig und Stachel."

  • Was bedeutet "Erhaltungstherapie"?

    Weiterbehandlung nach der eigentlichen Therapie?

    Ich warte momentan auf das Resultat der aktuellen Blutprobe. Da ich im vergangenen Jahr kaum gestochen wurde, bin ich quasi schon in der "Erhaltungstherapie", wenn ich den Begriff richtig deute...


    Es gibt auch noch andere Gründe, wegen der sich ein behandelnder Allergologe gegen das Langzeitdepot-Medikament für das SQ801 entscheiden könnte. Hat auch etwas mit der individuellen Symptomatik, bzw. mit dem individuellen Allergietypus und den dazu vorliegenden Werten zu tun.


    Gruß Andreas

  • Viel Imkern ist die sicherste aluminiumfreie Erhaltungstherapie. Wichtig, dann auch im Winter regelmäßig stechen lassen!


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Die Allergiebehandlung erfolgt bei mir als subkutane Hyposensibilisierung, d.h. deine Körper wird durch steigernde Giftmengen unter die Haut an die Überreaktion des Immunsystems "gewöhnt" und soll dann nicht mehr übereagieren..
    Bei der Initialtherapie wird die Giftmenge jeweils gesteigert. Danach hast du im besten Fall einen gewissen Schutz.
    Bei mir erfolgte diese Initialtherapie "Ultra-Rush" im Krankenhaus innerhalb 3 Tagen.

    Danach begann die Erhaltungtherapie ambulant im Abstand von 1 Woche, 2 Wochen, 3 Wochen und seither jeweils alle 4 Wochen. Eben mit SQ801.
    Nach gut nem Jahr in Behandlung reagiere ich auf die Spritzen kaum noch und auch bei 2 unfreiwillingen Selbstmedikationen kam es (toi, toi,...) zu keiner abnormalen Reaktion.


    Wenn du wegen des Aluminiumhydroxid bedenken hast, sprich deinen Arzt doch einfach direkt darauf an, ob es nicht ne Möglichkeit ohne gibt. Ein Wechsel innerhalb des Behandlungssystems wird aber vermutlich nicht möglich sein. Wenn dann muss das vor Beginn der Behandlung geklärt sein.

    P.S. Rolfpaul : Der Ralf hat damit recht. Liess nochmal es geht um die "Erhaltungstherapie". :P

    Denkst du nicht auch, die Welt - und ich meine - natürlich die eine - dreht sich längst von alleine....


    "Das Wort gleicht der Biene: Es hat Honig und Stachel."

  • Ich habe in 2 verschiedenen Kliniken angefragt, ob ich diese Behandlung bekommen könnte.

    Leider nein.

    Das Präparat ist wesentlich teurer und mir fehlte eine gute Begründung dafür, dass ich es brauchen würde.

    Lebenslang und Aluminium, das würde keine Rolle spielen.


    Also bezieht sich meine Erfahrung damit nur darauf, dass ich es nicht erreicht habe.


    Knochen, das wäre noch ein Argument, das ich versuchen könnte. Da muss ich aber erst herausfinden, was es damit auf sich hat. Oder weiß hier jemand näheres?


    Gruß Doro

  • P.S. Rolfpaul : Der Ralf hat damit recht. Liess nochmal es geht um die "Erhaltungstherapie".

    Ich habe vor 2 Wochen eine solche "Erhaltungstherapie" in Form von 2 Stichen bekommen und musste danach wegen Ganzkörperreaktion das Cortison meines Notfallsets schlucken. War gar nicht lustig.

    Gruß

    Rolfpaul

  • @ BaarImker

    Hallo David, Du fragst, was ich jetzt genau wissen möchte. Ich möchte wissen, ob es hier in der Forumsrunde eine/n Bienenhalter/In gibt, die/der nach einer Hyposensibilisierungsbehandlung im Krankenhaus, ambulant Spritzen erhält, die kein Depotpräparat sind. Also, wo nicht SQ801 oder etwas von Depot draufsteht.


    Und es würde mich auch der genaue Grund interessieren, warum kein anderes Präparat verabreicht wird. Die Antworten, die Doro E auf diese Frage erhalten hat, finde ich so unbefriedigend, dass ich mich frage, ob es nicht noch eine bessere Begründung gibt, als Geld.


    Denn ein Krankenhaus könnte ja auch anbieten, dass man die Differenz der Mehrkosten zu den SQ801 Kosten privat bezahlen könnte. Mich irritiert an der Erklärung, die Doro E bekommen hat auch, dass ein Krankenhaus darüber entscheiden will, welche Substanzen zugeführt werden, bzw. zustehen würden.


    Hier ist ein Link zu der Alu-Einschätzung vom Paul-Ehrlich-Institut. Allerdings ist der Text von 2014 !


    https://www.pei.de/DE/arzneimi…llergenen.html?nn=4655376

  • P.S. Rolfpaul : Der Ralf hat damit recht. Liess nochmal es geht um die "Erhaltungstherapie". :P

    Nee, eigentlich geht es dem TO um Erfahrungen mit dem einen von zwei hauptsächlich verwendeten Mitteln.


    Da die offiziellen Informationen zu den Mitteln offenbar bekannt sind, nehme ich an, dass es um die Fortschritte geht, über die man berichten kann. Welches Mittel nun verabreicht werden soll, ist eigentlich Inhalt der ärztlichen Beratung gegenüber dem Patienten. So wird der behandelnde Arzt auch den Empfehlungen folgen, die dazu gegeben werden.


    Ich bekomme seit drei Jahren alle 4-5 Wochen meine Giftspritze und reagiere ebenfalls kaum noch darauf. Das ist aber ohne die Blutuntersuchung relativ wertlos, weil subjektiv und von Tagesform abhängig. Der allg. und der spezifische IGE-Wert sind aussagekräftig.

    Ein unterschätztes handicap ist die schwankende Verfügbarkeit im Laufe eines Jahres und im Laufe der Jahre. Es sind schon häufiger Lieferengpässe für das lyodingens Mittel aufgetreten.

    Wird das Intervall länger als nötig unterbrochen, kann die bereits erreichte Unempfindlichkeit auch wieder abnehmen - wird man regelmäßig gestochen, entsteht die Lücke selbstverständlich nicht.


    Gruß Andreas

  • P.S. Rolfpaul : Der Ralf hat damit recht. Liess nochmal es geht um die "Erhaltungstherapie". :P

    Wird das Intervall länger als nötig unterbrochen, kann die bereits erreichte Unempfindlichkeit auch wieder abnehmen - wird man regelmäßig gestochen, entsteht die Lücke selbstverständlich nicht.

    woran hapert es denn als Imker, sich NACHDEM die Unempfindlichkeit erreicht ist, regelmäßig stechen zu lassen?


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife