Start der Imkerei 2018 - Bienenvölker reservieren trotz Urlaub über Ostern?

  • Vivajohn Und genau deshalb hat er diesen Beitrag eröffnet

    Nicht weil er unvorsichtig ist und möglichst viel falsch machen will, sondern... genau ... weil er sich der Verantwortung bewusst ist.

    Hab auch nicht behauptet, dass er unvorsichtig ist und möglichst viel falsch machen will... ;)


    Mittlerweile sieht ja sein Plan wesentlich durchdachter aus, das ist ja auch gut so!

    Aber Kritik gabs halt auf die ursprüngliche Ausführung und die sehe ich eben auch gerechtfertigt!

  • Liebe Leute, ich habe den Beitrag eröffnet um zu fragen ob ich denn alles richtig verstanden habe und Ende März / Anfang April noch nicht wirklich viele Arbeiten anstehen. Brutzarge, Honigraum aufsetzen hätte ich ja ggf. schon machen können bevor ich in den Urlaub fahre (je nach Wetterlage). Dann kam konstruktiv der Hinweis, dass es nicht ratsam ist mit einem kompletten Volk zu starten - vielen vielen Dank hiefür. Bis dahin war auch alles perfekt. Seitdem schweift es aber etwas ab, weil ich einmal geäußert habe, dass ich mir zutraue auch einiges "selbst zu lernen" und mich damit auf "dünnes Eis" begeben habe...


    Ich denke jeder sollte froh sein, wenn sich Leute neu für dieses Hobby begeistern. Bei meinen Eltern im Garten steht ein Kirschbaum - seit Jahren habe ich keine Bienen mehr daran gesehen, dementsprechend schlecht wurde der Ertrag. Auch hier bei mir am Dorf - wilde Kirschbäume, Haselnusssträucher - keine Bienen. Die Bäume die ich pflanze werfen daher auch kaum bzw. wenig Ertrag bringen.


    Sollten denn daher nicht Leute ermuntert werden, mit dem Imkern zu beginnen? Tut man dies, indem man zu einem weit entfernten Kurs rät, Hotelübernachtungen incl. weil man sonst in der früh niemals rechtzeitig dort wäre? Hat hier niemand ohne diesen Kurs mit dem Imkern begonnen, bei dem nicht im ersten Jahr alle Völker gestorben sind?


    Ich will nichts verharmlosen - mir ist klar, dass man das Imkern erst nehmen muss und die Bienen mehr Pflege benötigen als ein Wespennest unterm Dach... Trotzdem denke ich sollte man nicht übertreiben und Anfängern die Freude an diesem Hobby damit nehmen, bevor Sie überhaupt damit angefangen haben.



    Danke euch allen - insbesondere für die zahlreichen konstruktiven Tipps und Ratschläge.


    Gruß,

    Roland

  • Such dir ein Kurs zur Varroabekämpfung. Ich war selber auch nur bei der FU und deren Kurse der Rest durch Bekannte, Bücher, YT.


    Aber je weniger Anleitung man hat, desto mühseliger wird es. Denk immer aus der Bienensicht.


    Eigentlich wurde schon alles gesagt, am besten 2 Ableger/Schwärme und Feuer frei. Da muss man nicht so viel tun (Varroa aber wenn du da was falsch machst, merkste das erst nächsten Herbst), kann aber viel lernen.

  • Ich denke jeder sollte froh sein, wenn sich Leute neu für dieses Hobby begeistern. Bei meinen Eltern im Garten steht ein Kirschbaum - seit Jahren habe ich keine Bienen mehr daran gesehen, dementsprechend schlecht wurde der Ertrag. Auch hier bei mir am Dorf - wilde Kirschbäume, Haselnusssträucher - keine Bienen. Die Bäume die ich pflanze werfen daher auch kaum bzw. wenig Ertrag bringen.

    Muss doch nicht jeder froh darüber sein... Dass die Zahlen der Imker am steigen sind, ist wohl erfreulich und der Landwirtschaft dienlich, aber keinesfalls muss dass heissen, dass jeder Imkern soll... Die Verteilung der Imker sollte auch stimmen, ab und an redet man bereits auch schon von einer zu hohen Dichte.

    Es kursieren eben auch viele Mythen überall, selbst unter Imkern... Am Beispiel deiner Kirschbäume: Wenn die kaum Ertrag abgeben, dann wohl kaum weil Honigbienen grundsätzlich fehlt in deiner Region. Die Honigbiene ist toll, um beispielsweise Erträge zu steigern, durch eine qualitative Bestäubung. Dazu sollten die Stöcke aber in unmittelbarer Nähe sein. Grundsätzlich angewiesen ist die Kirsche nicht auf die Bestäubung durch Honigbienen. Gerade bei solchen Frühblühern sind Hummeln und Solitärbienen die fast wichtigeren Bestäuber, da es um deren Jahreszeit auch mal zu kalt ist für die Honigbiene.

    Wenn es aber in deiner Region einen generellen Mangel an Bestäubern gibt, dann liegt wohl eher noch was anderes Brach...

    Aber zurück zum Thema:

    Imkern will wohl überlegt sein! Und der Grund zum Imkern sollte definitv nicht sein, der Welt was gutes tun zu wollen. Der Grund zum Imkern sollte die Freude an den Bienen und den Arbeiten darum sein!

    Man sollte halt nicht unterschätzen:

    Man wird zum Nutztierhalter... Mit allen Pflichten die es da einzuhalten gibt. Das ist nicht so lapidar wie ein Haustier... Da kommen Bestimmungen und Meldepflichten, da kommen Tierseuchen, nicht nur die Varroa... Auch Amerikanische Faulbrut oder Sauerbrut ist ein Thema.

    Und du produzierst am Ende ja Honig: Ein Lebensmittel. Auch da wieder Bestimmungen und Pflichten!


    Aber der von mir genannte praktische Bezug zum Imkern kann, wie gesagt, auch auf andere Weise zu Stande kommen als durch einen Kurs... Beispielsweise einen anderen, erfahrenen Imker bei seinen Arbeiten begleiten, oder ähnliches, von Vorredner benanntes...

    Aber wie gesagt: Dein Plan mittlerweile sieht ja schon besser aus!

  • Ich sage jetzt nichts weiter mehr zu der "motivierenden Art und Weise" wie hier ein angehender Anfänger überfahren wird...

    Bei meinen Eltern im Garten steht ein Kirschbaum - seit Jahren habe ich keine Bienen mehr daran gesehen, dementsprechend schlecht wurde der Ertrag.

    ROLi, genau das war auch der Grund bei mir, mit Bienen an zu fangen. Nur war es ein Zwetschgenbaum :)


    Aber - jetzt fliegen ca. eine halbe Million Bienen im Garten herum und trotzdem sehe ich kaum Bienen an den Zwetschgenblüten! Die fliegen lieber zum Raps!


    Ich wünsche Dir viel Freude beim anfangen! Imkern lernen ist eine grandiose Entdeckungsreise...

    Das schließt auch das interessante psychologische Profil so manch anderer Imker mit ein ;)

  • Om, shanti, Frieden, Freunde! Hier schreibt man sich offene Briefe, d.h. immer auch im Blick darauf, daß auch Andere mitlesen und (hoffentlich) etwas mitnehmen und (noch wichtiger) vernünftig damit umgehen.

    Das was uns eint: Wir lieben die Bienen! Sicher auf je eigene und sehr unterschiedliche Art und Weise, aber: Wir lieben sie - oder etwa nicht?

    Deshalb muß man sich nicht immer persönlich angegriffen, gar überfahren fühlen, wenn aus pädagogischen Gründen Bedenken und Warnungen laut werden.

  • Ich sage jetzt nichts weiter mehr zu der "motivierenden Art und Weise" wie hier ein angehender Anfänger überfahren wird...

    Aha, nichts dazu sagen wollen, aber im gleichen Satz auch gleich die ganze Meinung kund getan! ;)^^ Ich sehe es halt nicht, dass man Anfänger künstlich motivieren muss. Man ist motiviert an am Imkern für sich, oder eben nicht. Sich in den höheren Dienst irgend einer Sache stellen zu wollen, ist hier Unsinn... Und wenn einem die Fakten abhalten, dann soll das so sein! Sonst endet das in Unmut und in vernachlässigten Bienen. So ist am Ende niemandem geholfen.

    Solche Informationen sollte man nicht persönlich wertend nehmen, so sind sie auch nicht gedacht...


    Wir lieben sie - oder etwa nicht?

    Na hoffentlich doch! :)

  • Rückblickend - echt schade wie hier manche über andere Konzepte denken bzw. darauf reagieren. Kurzzeitig habe ich die letzten beiden Tage tatsächlich überlegt, das mit dem Imkern komplett sein zu lassen...

    Den Gedanken an das Imkern solltest Du nicht gleich sein lassen - aber schau mal wie viele coole Anfänger noch nach ein paar Jahren dabei sind.

    Praktisch jeder unterschätzt am Anfang den Aufwand an Zeit, Geld und Wissen.


    Ich habe in verschiedenen Foren sicher hundert solche typischen Fragen mit den richtigen und immer ähnlichen, auf Erfahrung beruhenden Antworten gelesen. Mit auch eigentlich den immer wiederkehreden Antworten und dem Beharren auf den eigenen Standpunkt, für den man eigentlich eher Zuspruch oder die Absolution wollte...


    Keiner der Warnenden will Dir das Imkern verleiden oder vermiesen. Aber es braucht Zeit, beim Anfang, bei der Arbeit mit den Bienen und beim Wachsen.

    Die Bienen, wenn sie überleben und die Natur werden Dir das noch zeigen und beibringen.

    Wäre nur schade, wenn sie dabei draufgehen oder ihr den Spaß daran verliert oder Euer Pate!


    Ich rate in den letzten Jahren auch mal ganz offensiv vom Imkern ab. Klingt toll, Naturschutz ist in - aber wenige haben den Platz, die Zeit und die Bereitschaft oder den Partner, der es ermöglicht oder gar unterstützt...

  • Ich denke jeder sollte froh sein, wenn sich Leute neu für dieses Hobby begeistern.

    Warum eigentlich? Ich glaube, das ist ein Mißverständnis. Im Verein, wo dann keiner Bock hat sich um die geworbenen Neuen zu kümmern, und auch bei den Neuen, die ihre Rolle in meinem Leben (und dem der Kollegen) maßlos überschätzen. Frustriert dann alle. Das nur so am Rande ;)


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich denke jeder sollte froh sein, wenn sich Leute neu für dieses Hobby begeistern.

    Warum eigentlich? Ich glaube, das ist ein Mißverständnis. Im Verein, wo dann keiner Bock hat sich um die geworbenen Neuen zu kümmern, und auch bei den Neuen, die ihre Rolle in meinem Leben (und dem der Kollegen) maßlos überschätzen. Frustriert dann alle. Das nur so am Rande ;)


    Beste Grüße,

    Ralf



    Ehre dem, der als Imker geboren wurde und niemals einen der erhabenen, erfahrenen Imker mit seinem Unwissen belästigen musste...


    Wenn ich mich in meinem Beruf so maßlos überschätzen würde und neuen Leuten keine Hilfestellung leisten würde - ich hätte keinen mehr.



    Aber schön, dass es auch anders geht, wie unsere Regionalzeitung oft berichtet:


    http://www.pnp.de/lokales/land…e-Imkerei-begeistert.html

    http://www.pnp.de/lokales/stad…t-sich-um-die-Bienen.html