Völker verkaufen ohne Gesundheitszeugnis

  • ... einfach bei der Senatsverwaltung die Nummer raus suchen und sagen hey, ich brauch nen Gesundheitszeugnis und dann nen Termin ausmachen oder wie läuft des ab?

    Die Telefonnummer steht schon auf 1. der Mitteilung mit der Registriernummer. Mail ist auch möglich, aber ich glaube, unsere Amtstieärztin telefoniert lieber. Termin war eine Woche später machbar, morgens um 10.00 Uhr war ihr am liebsten. 6 Völker werden maximal in einer Probe zusammengefasst.

  • ... einfach bei der Senatsverwaltung die Nummer raus suchen und sagen hey, ich brauch nen Gesundheitszeugnis und dann nen Termin ausmachen oder wie läuft des ab?

    Die Telefonnummer steht schon auf 1. der Mitteilung mit der Registriernummer. Mail ist auch möglich, aber ich glaube, unsere Amtstieärztin telefoniert lieber. Termin war eine Woche später machbar, morgens um 10.00 Uhr war ihr am liebsten. 6 Völker werden maximal in einer Probe zusammengefasst.

    Registernummer? Für die Probenentnahme oder für die Bienen? Hatte da ganz am Anfang einmal angerufen und die meinten ich soll ne Mail schreiben, dann haben sie es schriftlich. Also hab ich denen bis jetzt immer nur ne Mail geschrieben da stehen X Völker Bienen bzw. Völkeranzahl erhöht auf X und bei den gekauften das Gesundheitszeugnis angehangen. Da kam noch nie ne Antwort oder ne Reaktion, aber ins Nirvana ging die Email auch net.

  • nein, wir verkaufen keine Bienen ohne Zeugnis oder Futterkrenzprobe! Auch wenn ich das Geld lieber produktiver z.B. in eine Zuchtweisel anlegen würde.

    Ein Gebiet ist nach meiner Meinung nur frei von Faulbrut, wenn es NIE oder mindestens die letzten 6-10 Jahre keine Faulbrut oder Sporen-Nachweis hatte! Eine 110% Sicherheit ist bei einem Sperrbezirk nicht realisierbar- weder durch Sanierung oder noch durch Fegefeuer. In Berlin sind wir weit weg von Sicherheit! Nur Glück, das die Wanderimker woanders im Winterquartier standen.

    Zur Zeit subventionieren einige Berliner Vereine die Futterkranzproben-Analyse ihrer Mitglieder beim LIB HohenNeuendorf mehr oder weniger, um ein Monitoring zu gewährleisten.


    Bei der(Erst-) Anmeldung der Völker kam zumindestens ein Schreiben mit der Registriernummer zurück, Änderungen der Bestandsstärke habe ich bisher nicht gemeldet, bei 0-2- es muß nur der Stand bekannt sein, ich melde keine 0-Stände ab, da ich nicht weiß, ob ich sie vorübergehend belegt habe, wenn es wieder zum Ausbruch kommt.


  • Ein Gebiet ist nach meiner Meinung nur frei von Faulbrut, wenn es NIE oder mindestens die letzten 6-10 Jahre keine Faulbrut oder Sporen-Nachweis hatte!

    Prof. Genersch berichtete kürzlich, daß in einem Gebiet 10 Jahre(!) nach dem letzten AFB-Ausbruch der neuerliche Ausbruch eindeutig auf denselben Erreger zurückzuführen war: 100%ige Übereinstimmung beider Gen-Analysen. Die Sporen sind sehr robust, weder Starkfrost, noch "normale" Hitze (100 Grad) können die Sporen beeinträchtigen. Sie überleben auch außerhalb eines Bienenvolkes.

    Das einzige, was sie zur Vermehrung (nicht zum Überleben!) benötigen, ist Bienenbrut. Die finden sie, früher oder später. Diese Massenvermehrung kann selbst vom aufmerksamen und geschulten Imker - je nach Genotyp (ERIC I oder II) über Wochen bzw. sogar Jahre unentdeckt bleiben und durch die immense Ansteckungsgefahr horizontal weiterverbreitet werden. Deshalb ist die konsequente FKP-Beprobung - mindestens einmals jährlich bzw. unverzüglich bei Bienen unbekannter Herkunft so entscheidend, denn nur die Laboranalyse kann verläßliche Ergebnisse liefwern.

  • selbst wenn es durch verstecktes Material, nicht gefundene herrenlose Völker oder nur Pech nach mehreren Jahren wieder kommt, haben Bienen und Imker inzwischen einiges bei der Bestäubung geleistet.

    Das spricht für eine Sanierung.

    Ärgerlich nur wenn der Faktor Mensch schon eine flächendeckende Sanierung und Aufhebung des Sperrgebietes verhindert.

  • So dieses Jahr wieder mit Gesundheitszeugnis, trotz Korona kein Problem,

    naja fast kein Problem,

    naja,

    außer das jetzt die 7 Hühner auch noch alle paar Monate geimpft werden sollen...

    (Nachdem sie vor dem Kauf auch schon 19 Imfungen hatten...)

    Da fragt man sich dann schon ob Hühnersuppe und Eier kaufen nicht die bessere Alternative wäre, wenn es denn irgendwo auch nur ansatzweise so leckere Eier irgendwo zu kaufen geben würde...


    Wie macht ihr das?

    alle 1/4 Jahr selber mit Trinkwasserzugabe?

    alle 1/2 Jahr mit Spritze vor Ort oder direkt beim Tierarzt?


    Ich weiß, das gehört eigentlich ins Thema "Hühner",

    aber zu verdanken ist es dem Thema Gesundheitszeugnis, so nach dem Motto, das hast du davon, wenn du den Amtstierarzt auf dein Grundstück lässt ... ?(