Ist der verkauf im DIB-Glas Verkaufsfördernd?

  • Die Diskussion zur Hygiene - so nenne ich das jetzt mal - ist ein Teil der Qualität. Schließlich füllt man ja ein Lebensmittel ab.

    Nur muss man dabei alles mit betrachten, damit es nicht in Schieflage gerät.


    Kein Imker kann und muss aseptisch arbeiten. Hygienisch sauber reicht vollkommen aus; denn was nützt eine keimarme/-freie Primärverpackung, wenn verkeimter Honig reinkommt. Der ist nämlich voll von Mikroorganismen (Hefen, bakt. Sporenbildner und allen möglichen Dauerformen von Mikroben).


    Miß doch mal die Keimbelastung des Honigs - nach adäquater Verdünnung mit sterile Wasser, versteht sich.


    Beste Grüße


    Rainer


  • Aber ich frage mich inzwischen - hier und in anderen Diskussionen - um Himmels Willen, warum so viele Imker so ein angespanntes Verhältnis zu Regelungen, Gesetzen und Verordnungen haben und alle stets und ständig in Frage stellen und mit einem Riesenaufwand nach Schlupflöchern suchen, statt sich an den bestehenden Vorschriften zu orientieren!

    Das wird kurz etwas OT: Nicht nur als Imker, sondern als freier und selbständig denkender Mensch betrachte ich keine Regelungen... ohne eignes Denken!

    ICH kann mich nicht bedenkenlos der Fremdbestimmung durch Obrigkeiten jeder Art hingeben, auch nicht als Imker. Deswegen lese ich solche Diskussionen über das Machbare und das "Richtige" mit Interesse. Oft muss ich den Kopf schütteln über die Beiträge der §§-Reiter, die es hier einige (und auffällig dominante) gibt.


    Unser D. hat freilich eine reiche Geschichte, wenn es darum geht, möglichst denkfrei Regeln und Gesetze zu befolgen. Auch ich habe eine Assoziation zu Deinem Beitrag, nämlich die zum Roman "Der Untertan". (Der hätte nie geimkert, es sei denn es sei ihm befohlen worden...)

  • Da möchte ich den Jakob aus Leipzig unterstützen, wenn ich ihn richtig verstanden habe.


    Ich erlebe es im Alltag ähnlich: Der gesunde Menschenverstand wird durch Überregulierung zur Zeit systematisch abgeschafft. :evil:


    Weil's tatsächlich OT ist, fass auch mich kurz, nicht dass ich mich noch wegmoderieren muss. ;)


    Gruß

    Werner

  • Ich erlebe es im Alltag ähnlich: Der gesunde Menschenverstand wird durch Überregulierung zur Zeit systematisch abgeschafft.

    Ist OT, aber es muss raus: Kant rotiert in seinem Grab ob der (gewollten ?) Unmündigkeit vieler Zeitgenossen. Das Gehirn, so hatte Aristoteles einmal vermutet, sei ein Organ, um das Blut zu kühlen. Diese These lebt wieder auf ... und in USA gibt es Leute, die wieder an die Scheibenerde glauben.


    Verzweifelt


    Rainer

  • Auch OT:
    Die Bereitschaft Gründe für Regeln wissensarm nicht nur infrage zu stellen sondern zu negieren hat zugenommen, das wird durch die Google/Youtube-University auch noch befeuert.

    Die Flacherdler können noch amüsant wirken, bei den Leugnern infektiöser Erkrankungen wird es dann ernst.

    OnT:

    Wenn ich fundierte Kenntnisse der Lebensmittel-Hygiene habe, kann ich Regeln bewerten.

    Regeln ohne diese Kenntnisse infrage zu stellen oder zu ignorieren darf auch mal schmerzhaft werden (Verbraucherschutz).

  • Aber gerade an dem Beispiel dieser komischen Deckeleinlage sieht und hört man doch häufig das Nachgeplappere irgendwelcher Werbesprüchlein. Da finde ich ein Hinterfragen mit etwas gesundem Menschenverstand sehr gut.

  • Hallo

    wir sind hier inzwischen soweit vom Thema, dass ich langsam überlege ob es nicht besser ist den Faden zu schließen.

    Also bitte zurück zum Thema.

    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk