Ist der verkauf im DIB-Glas Verkaufsfördernd?

  • Hier in der Gegend sind so gut wie keine Dib Gläser zu finden. Ja wem die Aufmachung gefällt, soll es nutzen, aber Gottseidank ist der Einheitsbrei kein Muss. Mich spricht das nicht an und denke viele andere auch nicht. Man braucht doch eine gewisse Wiedererkennung für seinen Honig und da reicht der Name und Adresse auf den Etikett nicht aus.

  • Um nochmal auf die Eingangsfrage zurück zukommen:

    Ist das DIB-Glas Verkaufsvördernd?

    Ich denke nicht, da die Aufmachung nicht modern ist (liegt vielleicht auch an der Altersstrucktur), die Individualität fehlt, viele oft nicht mit der schwankenden Qualität zufrieden waren, viele den Preis vergleichen und dann wo billiger (den"gleichen Honig") kaufen.

    Außerdem kann man den Honig von unter 10Völkern eh im weiteren Bekanntenkreis verkaufen (da spielt das Etikett eh keine Rolle).

    Hat man mehr Völker und mehr Honig ist die Kundenbindung und ein ansprechendes Eti wichtig.

    Den super Honig mit diesem Etikett bekommt man eben nur bei Imker xy.

    Ich verkaufe einen großen Teil meiner Ernte über Feinkost- und Edekamärkte:

    Wodurch bringe ich da den Kunden dazu MEINEN Honig zukaufen?

    Nicht durch ein Einheitsglas was man überall bekommt!

    Der Dib wirbt ja auch immer damit das es DAS Glas des Imkerbundes ist (vom Verband exclusiv für seine Mitglieder, so jedenfalls mein Eindruck).

    Das das DIB-Glas (da Gebühren gezahlt werden) dann auch von Abfüllstellen genutzt wird finde ich absolut nicht gut ...

    Naja jeder wie er meint...

  • Tja nun bin ich weder in einem DIB Imker Verein noch benutze ich diese Gläser.

    Sagt mir doch bitte mal abgesehen von diesen Etiketten, was der DIB für euch tut bzw. welche von euren Interessen vertreten werden?

    Gruß Jörg

    Na, genau so gut wie meine Interessensvertreter in der Bundes- oder Landesregierung für mich wirken....mit zahlreichen Positionspapieren, Stellungnahmen und durch Präsenz in Arbeitskreisen und Foren. Nichts, was man so schön konkret fassen kann aber notwendig, um gegen die ebenso präsenten Lobbyisten der Chemie etc. pp. eine Stimme zu sein.

    Außerdem wäre es schon sehr bedauerlich, wenn z.B. Standards für Honig, Tierseuchenbekämpfung etc. pp. nur auf Basis von Behördenmeinungen, Handel, Industrie und Veterinären beschlossen werden - eben nur weil es keine Interessensvertretung der vielen Hobby-, Nebenerwerbs- und Kleinimkereien gibt.


    Kann man drüber diskutieren wie gut/aktiv die sind aber sinnvoll auf jeden Fall - und davon profitieren eben dann alle, selbst jene, die nicht im Verein/Verband sind (DIB bekommt man ja nur über LV/Imkerverein und da mag es regional an guten Vertretern hapern die der Mitgliedschaft wert sind...).


    M.

  • Tja nun bin ich weder in einem DIB Imker Verein noch benutze ich diese Gläser.

    Sagt mir doch bitte mal abgesehen von diesen Etiketten, was der DIB für euch tut bzw. welche von euren Interessen vertreten werden?

    Gruß Jörg

    Na, genau so gut wie meine Interessensvertreter in der Bundes- oder Landesregierung für mich wirken....mit zahlreichen Positionspapieren, Stellungnahmen und durch Präsenz in Arbeitskreisen und Foren. Nichts, was man so schön konkret fassen kann aber notwendig, um gegen die ebenso präsenten Lobbyisten der Chemie etc. pp. eine Stimme zu sein....

    Ich bin ja gern bei dir, vielleicht übersehe ich da ja auch irgendwas Wichtigtes... ich sehe nichts was sie in meinem Sinne vertreten.

    Der Vergleich mit den einer Regierung (<- war das so gemeint?) passt nicht, weil die gewählt und nicht bezahlt wird.

    Und gerade "eine Stimme gegen die Chemielobby" ist der DIB nicht.


    Gruß Jörg

  • Hier wir ja viel über die Gestaltung, den Kleber und andere Äuserlichkeiten des DIB Etiketts argumentiert. Da gibt es sicher berechtigte Kritikpunkte, meines Erachtens ist es aber wichtiger, daß sich der Imker, der das DIB Glas nutzt zu einer höheren Qualität verpflichtet als der Imker der im Neutralglas ohne Verbandsmitgliedschaft verkauft. Bei Wassergehalt, HMF und Diastase, Invertase sind die Anforderungen deutlich über der Honigverordnung, dem Mindeststandard für jeden Honig der in D in Verkehr gebracht wird. Wenn mein Honig diesen Kriterien nicht genügen würde könnte ich ihn immer noch im Neutralglas vermarkten, solange er wenigstens die Honigverordnung einhält. Das sage ich auch meinen Kunden. Ich hatte etwa alle 4-5 Jahre eine Kontrolle vom DIB. Bioverbände, wie z.B. Bioland haben bei HMF und Diastase noch etwas höhere Anforderungen und verlangen jährliche Kontrollen. Für meine Imkerei würde das allerdings etwa 10 mal höhere Kosten als im DIB bedeuten. Das würde natürlich dann auch einen höheren Preis bedeuten. Damit ist für mich die Vermarktung mit dem DIB ein guter Kompromiss.

    Selber denken ist durch nichts zu ersetzen.

  • Ich vermarkte im TO-Glas mit einem Foto unseres romantischen Dorfkerns auf dem Etikett und genauer Herkunftsangabe. Bin damit sehr zufrieden. Da es ansonsten kaum Produkte mit diesem Lokalbezug zu kaufen gibt, wird der Honig wohl auch gerne mal verschenkt. Die Möglichkeit, auch einen Honig mit 19% WG, dann mit sehr kurzem MHD, noch zu verkaufen, habe ich schon genutzt.

    Karl

    Etwa 12 Völker auf Dadant an etwa 4 Standorten. "Bienenrasse":roll:: Bunte Mischung aus Carnica und Buckfast.

  • Hi Jörg,


    ich bin zwar auch nicht gerade von den Leistungen und Meinungen des DIB begeistert,


    aber was Du schreibst ist falsch. Da es hier OT wäre, kannst Du gerne auf der HP des DIB


    nachlesen was sie machen und wie sie gewählt werden. Und ich bin mir sicher das unsere


    Politiker mehr für Ihre Dienste erhalten als die MA des DIB.


    Zum eigentlichen Thema kann ich mich nur der Mehrheit anschliessen. Die Vermarktung


    im Neutralglas erlaubt es mir "meinen" Honig zu verkaufen. Ich begebe mich nicht freiwillig


    in einen Preiszwang und schaffe mir einen Wiedererkennungswert.


    Natürlich kann bei anderen Voraussetzungen auch das DIB Glas seine Vorteile bringen.


    Gruss Joachim

  • #30

    "Unsere Völker erzeugen ca. 1t Honig pro Volk pro Jahr, machmal auch pro Tracht. "


    Die Ausführungen zum Thema Glas sind ja schon längst bekannt. Eigentlich kann mit dieser Diskussion das Problem der Jungs nicht gelöst werden. Für uns wäre es doch wichtig, wie händelt man Völker, welche pro Tracht eine Tonne Honig sammeln. Das sind pro Volk mindesten 20 Honigräume. die Beute wird dann über 20 m hoch. Wie wird das Volk betreut, gibt es einen Kran. Gibt es Probleme mit dem Wassergehalt? Wie groß muss ein Flugloch sein? Wie wird der Transport gelöst. Wie werden mehrere Tausend Waben geschleudert. Wie die 2000 bis 4000 Gläser pro Volk abgefüllt? Tausend Fragen.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Remstalimker : Willst Du etwa gerade Tante Uschi in Sachen polemischen Sarkasmus den Rang ablaufen und den Thread zerschiessen?

    Das ist schade, weil wir hier gerade unmittelbar davorstehen über die Möglichkeiten einer Alternative zum DIB zu diskutieren. :whistling:

    Gute Nacht wünscht Klaus

    "Die Welt wird gesteuert von den Interessen des Kapitals." Heiner Geißler (CDU-Politiker) t2017.

  • Hallo,


    ohne den ganzen Faden gelesen zu haben:


    Wir haben anfangs auch in DIB Gläsern verkauft, wie die damals drei anderen Imker im Ort auch.

    In einer Übergangszeit mit eigenem Glas/Etikett und DIB haben im direkten Verkauf nur einige ältere Personen zum DIB Glas gegriffen.

    Heute gibt es bei uns derzeit nur noch 250g/500g Twist Off, der DIB ist raus, eine externe Versicherung gibt uns vergleichbaren Schutz wie die über den DIB.


    Persönlich hätte ich gerne ähnlich wie in der Schweiz die Möglichkeit für ein eigenes Etikett und dem "gemeinsammen" Gewährverschlussstreifen. Das wird es im DIB aber nicht geben. Also dann ohne Ihn !

    Trotzdem sind wir im Verein und nehmen an entsprechend geförderten Untersuchungen / Prämierungen teil.


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • "Unsere Völker erzeugen ca. 1t Honig pro Volk pro Jahr, machmal auch pro Tracht. "

    Verrat uns bitte, wo diese als Zitat gekennzeichnete Aussage her kommt? Mit dem Thema hat sie so gut wie nichts zu tun, darum verstehe ich auch nicht, warum Du sie hier einbringst? Außerdem dürfte der Wahrheitsgehalt sehr zweifelhaft sein.

    ..."ist mir noch nie passiert" sagte der erfahrene Imker, "aber..."

  • Also ich mit meinen zwei Völkern letztes Jahr hatte ja im Leben nicht gedacht dass ich auch mal Honig verkaufen würde.


    Allerdings hatte ich dann doch 110 kg und eine Freundin, die einen Laden hat :-)


    Jetzt ist es so, dass sogar unser Bürgermeister meinen Honig auf dem Frühstückstisch hat und zwar mit dem eigenen Label.


    Meine Freundin verkauft den Honig mit der Information, dass der Honig teilweise sogar von ihren Blumen kommt ( die stehen direkt im Flugradius und ich kenne da keinen anderen Buckfast Imker).


    Mit DIB Label würde sie den Honig nicht anbieten, da das auch eher als Standard Honig gesehen wird vom Imker den man nicht kennt.


    Ich drucke meine Etiketten auf einem Laser Farbdrucker und dann mit Milch ans Glas. Geht schnell, kostet fast nix und geht gut wieder ab. Hab aber natürlich auch keine Tonnen :-)

  • Verrat uns bitte, wo diese als Zitat gekennzeichnete Aussage her kommt?

    So steht es in der Signatur des Threaderöffners.

    Falls du das Forum nur vom Handy aus nutzt, wird sie dir vermutlich nicht angezeigt.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Hallo, ich fahre mit den Gläsern zweigleisig und beide habe Ihre Berechtigung, z.B. TO kann der Honig ohne viel Aufkleber an bekannte Kunden abgegeben werden aber die Deckel sind nicht so stabil, man braucht keinen Honig Lehrgang nachweisen, bei DIB muss ein Honig Lehrgang nachgewiesen werden sonst darf ich das DIB Glas nicht verwenden, oder durch die Deckeleinlage kommt der Honig nicht mit dem Plastikdeckel in Verbindung, verkaufen kann ich beide zum gleichen Preis.


    Der Maintalimker