Ist der verkauf im DIB-Glas Verkaufsfördernd?

  • Wir spielen seit einiger Zeit mit dem Gedanken, von den DIB Gläsern wegzugehen.


    In erster Linie weil uns der ganze Verein immer unsympathischer wird.

    Dazu kommen dann noch die Vorteile, die man durch Twistoff bekommt:

    - Nicht in jeden Deckel so ein dämliches Kartonplättchen drücken zu müssen

    - Es können Etiketten verwendet werden, die nach der Spülmaschine nicht fest mit dem Glas verschmolzen sind, sondern sich immernoch leicht lösen lassen

    - Man kann selbstklebende Etiketten verwenden

    - Man kann sein eigenes Etikett designen

    - Man hat keine 6 Wochen Lieferzeit

    - usw...


    Das Einzige, was uns davon noch abhält, ist der Gedanke, dass das DIB-Design bei vielen Leuten vermutlich schon ein Zeichen für Qualität ist.


    Aber diese Überlegung stelle ich zur Zeit in Frage.

    Ist der DIB wirklich als Qualitätssicherer in den Köpfen der Kunden?

    Was können Umsteiger von ihrem Umstieg berichten?

    Sind Kunden dadurch weggefallen?

    Gab es Aussagen wie 'Ist der Honig im DIB-Glas nicht besser?'


    Ich freue mich auf eure Erfahrungen.

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


  • So, jetzt haben wir ein richtiges Winterthema:)

    Es können Etiketten verwendet werden, die nach der Spülmaschine nicht fest mit dem Glas verschmolzen sind, sondern sich immernoch leicht lösen lassen

    Nach der Spülmaschine sind bei mir alle Etiketten fest. Ich hab noch keinen Kleber gehabt, der erst mal hält und dann nicht vor der Spülmaschine gelöst werden muss. Wenn es einen gibt.... gerne berichten.

  • Nach der Spülmaschine sind bei mir alle Etiketten fest. Ich hab noch keinen Kleber gehabt, der erst mal hält und dann nicht vor der Spülmaschine gelöst werden muss. Wenn es einen gibt.... gerne berichten.

    Kurt Amape hat Etiketten, die nach der Spülmaschine noch im ganzen rückstandslos abziehbar sind. Die kleben nach der Spülmaschine sogar immernoch und man könnte sie wieder drauf kleben.

    Da haben wir nicht schlecht gestaunt, als er uns dass bei unsrem Besuch demonstiert hat.

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


  • Zurück zum Thema:


    Ich nutze Neutralgläser mit eigenen Etiketten
    Wenn bei einer Veranstaltung über unseren Verein der Honig der Mitglieder angeboten wird ist definitive immer meiner zuerst vergriffen.

    SELTEN werde ich gefragt, ob ich auch im DIB Glas verkaufe, man traue dem mehr.

    Ich erkläre dann, dass ich dazu durchaus "berechtigt" bin, aber das Neutralglas aus oben genannten Gründen bevorzuge

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • "Unsere Völker erzeugen ca. 1t Honig pro Volk pro Jahr, machmal auch pro Tracht."


    Da ist für dich aber auch das Neutralglas der geizigen nichts. Du benötigst die blauen 120kg-Tonnen.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • "Unsere Völker erzeugen ca. 1t Honig pro Volk pro Jahr, machmal auch pro Tracht."


    Da ist für dich aber auch das Neutralglas der geizigen nichts. Du benötigst die blauen 120kg-Tonnen.


    Remstalimker

    Da Stört mich immer, dass ich beim Verladen der Ware helfen muss.
    Die Kunden gucken da nämlich immer dämlich, wenn ich das Fass vor die Tür rolle und dann zu mache.

    Auch habe ich da Rückmeldung bekommen, dass sich das wohl am Frühstückstisch nicht gut macht.

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


  • So, jetzt haben wir ein richtiges Winterthema

    Endlich ! Die Diskussionen über Varroa zählen ebbt ja nach der Winterbehandlung ab und die zur Futternot kommt erst noch - ein richtiges Winterloch...


    Ich schlage mich auch schon länger mit dieser Idee herum. Einen bekannten Imker, der seinen Honig im Supermarkt anbietet, habe ich mal gefragt, warum er keine DIB-Etiketten nutzt. Er führte ein wichtiges Argument an - die Wiedererkennung und die selektive Marke.


    Mit DIB Etiketten verbinden die meisten Kunden nicht mehr das, was es vor 100 Jahren einmal sein sollte - ein kontrolliertes Qualitätsmerkmal; im Gegenteil: "Das bekommt man ja überall" lautet die Aussage; Honig halt. Und damit rutscht das Produkt ab in die Beliebigkeit.


    Ja klar, man kann es erklären - aber jedem ??


    Dass der DIB keine "fetzigen" Etiketten hat, liegt natürlich an dessen Zusammensetzung und Historie. Es ist ja jedem freigestellt, die eigene Kreation zu nutzen und das bewegt ja irgendwann wohl mal jeden Imker.....

    Ich hoffe auf gute Vorschläge zur Handhabung


    Rainer

  • Ich habe meinen Honig noch nicht im DIB-Glas verkauft, aber auch noch nie erlebt, dass mich ein Kunde darauf anspricht.

    Kunden schauen auf Qualität, Regionalität, handwerkliche Verarbeitung usf. Die kann man mit einem eigenen Label sicher besser kommunizieren als mit dem DIB-Etikett.


    Die Frage ist sicher auch, wie Du verkaufst. Wenn Dein Honig neben anderen im Laden steht, mag das DIB-Etikett helfen. Wenn Du ihn direkt vertreibst, steht du persönlich dahinter und kannst das mit Deinem eigenen Label besser kommunizieren.


    Es erfolgt ja (auch im kleinen Maßstab) ein "Branding". Deswegen hilf das DIB-Etikett vor allem den Imkern, die das nicht wollen oder können.

    Wenn Du willst, dass die Kunden nach Deinem Honig fragen und nicht nach irgendwelchem DIB-Honig, beantwortet sich die Frage von allein.


    Außerdem macht es einfach mehr Spaß, den Honig unter eigenem Label zu verkaufen.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Das Etikett geht trotzdem nicht ab, wenn es in der Spuelmaschine war. Besser geht es, wenn es mit kaltem Wasser vorher eingeweicht und abgelöst wird.

  • Ich habe meinen Honig noch nicht im DIB-Glas verkauft, aber auch noch nie erlebt, dass mich ein Kunde darauf anspricht.

    Das dürfte auch selten passieren. Es gibt von beiden Gläsern Befürworter unter den Käufern. Man kauft was man möchte. Die Auswahl ist ausreichend. Lediglich bei einem Wechsel gibt es eventuell Nachfragen, warum? Es gibt auch Käufer, die genau darauf achten, wer den Honig in das DIB-Glas gefüllt hat, um den gleichen oder zumindest ähnlichen, gewohnten Geschmack zu bekommen.

    Biete doch mal eine Zeit beides an.

  • Biete doch mal eine Zeit beides an.


    Mich spricht das DIB-Glas weniger an (zu dick, Menge zu viel, also weniger luxuriös), aber ich bin hier im Land nicht aufgewachsen, also eher untypisch. Ich vermute, dass das DIB-Glas auf dem Land besser ankommt als in der Großstadt, aber ein Kunden-Präferenz-Vergleich wie von Berggeist vorgeschlagen, wäre ja interessant (aber bitte dabei nicht nur Präferenz sondern auch den Alter der Kunden notieren).

    Kevin Pfeiffer - Übersetzer, Betreiber der Kleinimkerei zu Gunsten Familie und Freunden

  • Ich habe auch noch nicht im DIB Glas verkauft und werde es wahrscheinlich auch nicht tun.

    Hier im Osten ist es eh nicht so verbreitet wie in den gebrauchten Bundesländern.

    Bis jetzt hat mein Honig nicht bis zur nächsten Ernte gereicht. Wenn man Jungimker ist, muss man sich eh erst seine Kundschaft erarbeiten.

    Und das geht über Qualität und Geschmack. Da kommen die Kunden auch wieder. Da spielt das Glas vielleicht nicht so eine große Rolle.

    Wer auf DIB Glas fixiert ist, schaut danach. Andere Kunden schauen nach etwas Anderem -> Oh, ein schönes Glas mit interessantem Etikett, probier ich den mal. Da muss er gut sein, dann kaufen sie auch wieder bei dir.

    Meine Einschätzung, aber das wird regional wieder sehr unterschiedlich sein.

    Und von der Preisgestaltung zwischen den 2 Honiggläsern hängt sicher auch manches ab, aber das wird ja an anderer Stelle bereits ausreichend diskutiert.

    Ich finde, mit meinen Gläsern bin ich flexibler, was Menge und Sorte angeht.

    Ich habe auch Etiketten, die einfach so abzuziehen gehen, bei Geschirrspüler mit hohen Temperaturen wird es schwieriger.