Meine Erfahrungen mit der Mellifera Einraumbeute

  • Hallo zusammen,


    habe das heutige warme Wetter genutzt, um einen Blick in die Beuten zu werfen. Wie vermutet: Ein Volk ist stark und mit viel Polleneintrag im Brutgeschäft, die andere Beute ist fast leer - übrig bleiben vielleicht 50-80 Winterbienen, die als trauriger Rest den restlichen Futterteig essen. Im Übrigen sind die Wabengassen leer.


    Was mache ich mit diesem traurigen Haufen? Würde für die restlichen Bienen noch ein „Einbetteln“ in das gesunde Volk funktionieren? Oder wir würdet Ihr diesen traurigen Rest auflösen?

  • Hallo,

    Um diese Jahreszeit kommt es nicht auf die paar Bienen an.


    Unser Imkerpate sprach dereinst sinngemäss:

    ... zur Durchlenzung ist eine Biene 50 Pfennige wert ...


    Wir imkern Heute noch danach !


    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo zusammen,

    ich habe ein Verständisproblem auf der Mellifera-Seite. Dort steht im Abschnitt "Erweiterung mit ausgebauten Waben": "Verdeckelte volle Waben können nach außen umgehängt werden."

    Hier der Link.

    Wie ist das mit außen gemeint? Futterwaben, welche vorerst übrig sind, hinter das Schied in den Leerraum umhängen?

    Danke im Voraus

  • Hallo Climmo,


    nicht hinter das Schied, immer vor das Schied. Dieses ist der Abschluss des Raumes. Wenn man die Einraumbeute ernst nimmt, ist es immer ein Raum, der sich durch das Schied an die Rahmenbedingungen anpasst.


    Keine Ahnung, warum die das machen. Klingt für mich eher wie ein Eingriff, der nicht unbedingt notwendig ist, und diese versuche ich grundsätzlich zu vermeiden. Bei mir wäre das sogar eher ungünstig, da meine Bienen auf ihrem Honig überwintern, d.h. was zuerst eingetragen wird ist Blütenhonig, der ist gut zum überwintern, und der soll auch nah am Brutnest bleiben. Je später er eingetragen wird, umso ungünstiger ist der Honig in meiner Region zum Überwintern, deswegen soll der auch außen sein, dass ich ihn ernten kann...


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

  • Hallo zusammen,

    ich habe ein Verständisproblem auf der Mellifera-Seite. Dort steht im Abschnitt "Erweiterung mit ausgebauten Waben": "Verdeckelte volle Waben können nach außen umgehängt werden."

    Hier der Link.

    Wie ist das mit außen gemeint? Futterwaben, welche vorerst übrig sind, hinter das Schied in den Leerraum umhängen?

    Danke im Voraus

    Gemeint sind verdeckelte volle Honigwaben. Du kannst also den ganzen Wabenblock verschieben, um Platz für die Erweiterung zu schaffen, oder Du nimmst eben eine bereits verdeckelte volle Honigwabe in Brutnestnähe heraus und hängst sie an den Rand des Wabenblocks, hier "außen" genannt , und füllst die Lücke durch eine Leerwabe (Naturbau erfolgt in Brutnestnähe besser als "außen"). Das Umhängen geht mitunter schneller. Da die Fischermühle viele Völker betreut, ist dort zügiges Arbeiten wichtig.


    Ich selbst verschiebe zum Erweitern den ganzen Wabenblock und hänge nichts um.

  • Gestern habe ich die Frühjahrsdurchsicht gemacht. Eigentlich etwas früh, aber die Natur ist weit und das Wetter warm und sonnig. Und wer weiß wann man wieder zu den Bienen kommt.


    Folgendes Bild:

    3 Völker unterhalten handtellergroße Brutnester. Die Futterversorgung ist gut (alle größer 10 kg Vorrat). Eifriger Flug (Krokus, Weide).


    1 Volk ist weisellos. Bienenmasse und Futter sind noch vorhanden. Ansonsten keine Brut und keine Kö. Man sah schon am Flugloch, dass da der Wurm drin ist: Die Bienen sammeln keinen Pollen und fliegen eher lustlos umher. Schade, aber sowas kommt vor. Bei nächster Gelegenheit kehre ich das Volk etwas vom Stand entfernt ab. 2, 3 taugliche Waben behalte ich, der Rest wird entsorgt.

  • Hallo zusammen,


    hier ein Update zu der Vereinigung meiner Völker mit den Königinnenablegern vom letzten Jahr. Ich habe mich an #401 von swissmix orientiert. Mir nicht so viele Gedanken gemacht, Brutnest an Brutnest gesetzt, flankiert von den Futterwaben, den Ableger an die fluglochferne Seite. Keine sonstigen Maßnahmen. Die Königinnen habe ich das jeweils unter sich ausmachen lassen, nach einigem Hin- und Her-Abwägen auch die Königin, die ich nicht verlieren wollte. Das war vor knapp drei Wochen, früher als ich dachte, aber die Natur drängte. Alles funktionierte ohne Probleme, schöne starke Völker, die inzwischen durch die Kirschblüte aus dem Vollen schöpfen können...


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

  • Hi,


    hab in der ERB verstärkten Waben-Brücken-Bau festgestellt, sowohl frischen als auch aus den letzten Monaten.


    Würde die Brücken gerne trennen und andrücken bzw. bei größeren Stücken abschneiden, aber mit meinen Werkzeugen / Messern will das nicht gelingen und die Bienen reparieren die Brücke wieder. Eine elektrische Minisäge wäre theoretisch praktisch, aber das lassen wir mal besser in der Theorie.


    Werde zwar Ende Mai eine TBE vornehmen und damit neue Waben bauen lassen, aber irgendwie muss ich ja jetzt zur Schwarmkontrolle rein, ohne die Waben zu zerreißen.


    Wie trennt Ihr solche Verbindungen?

  • Hallo Apfeltasche,


    bei mir bauen die Bienen auch Wachsbrücken zwischen den Waben, aber nur unmittelbar zwischen den Oberträgern. Die Brücken sind auch nicht der Rede wert und gehen bei der ersten Durchsicht kaputt. Keinesfalls werden da Waben flächig verbunden.


    Bei Dir könnte ich mir vorstellen, dass der Beespace ggf. nicht eingehalten ist, d.h. die Abstände der Rähmchen zu groß sind, oder die Beute nicht in Waage steht.


    Vielleicht kannst Du mal ein Foto schießen.

  • Spätestens jetzt sollte man die Völker mal kurz durchschauen, ob Brut, Futter und Platz da ist.


    Erst mit der Süßkirschblüte kommt bei mir der erste nennenswerte Nektareintrag. Erst dann sind die Völker über den Berg (wenn denn tatsächlich Flugwetter herrscht). Mindestens so lange müssen die Völker aus den Vorräten schöpfen können. Der eifrige Flug im Moment täuscht: da kommt hauptsächlich Pollen und Wasser rein, Nektar nur wenig. Die Völker werden jetzt schnell leichter. Also mal nach den Futterwaben schauen. Mind. 5 kg sollten immer drin sein.


    Jetzt kann man schon mit einem Leerrähmchen nahe am, aber nicht im Brutnest, erweitern. Im Leerrähmchen erkennt man schnell, wie die Entwicklung vorangeht. Bald sollte man wöchentlich, ggf. mit zwei Rähmchen erweitern. Bei dem Wetter würde es mich nicht wundern, wenn schon bald die erste Dohnenbrut entsteht und schon Ende April absolute Schwarmstimmung herrscht.