Meine Erfahrungen mit der Mellifera Einraumbeute

  • Danke Master Tom,

    Es ja bei meiner Janisch ERB so dass durch den Flugloch Keil die Größe vorgegeben ist. Sind mit Keil so ca. 6 cm. Dann wenn ich vergrößern möchte kann ich nur den den kompletten rechten Keil entfernen und hab somit rechts komplett offen. Hab gesehen es gibt bei Janisch auch noch einen Fluglochkeil mit 5 Lochbohrungen aber das dürfte dann von der Größe her genauso wie mein kleiner Fluglochkeil sein....

    Übrigens nochmal ein riesiges Lob und Danke an Master Tom und natürlich auch allen anderen die hier mithelfen bzgl. Einraumbeuten Infos und Betriesweise. Es ist wirklich nicht einfach dazu gute Literatur zu finden.

  • Hallo Kosmodiah,


    für Deinen Ableger reichen 6 cm Öffnung völlig zu. Schon 2 cm würden reichen. Mehr brauchst Du nur, wenn das Volk schon stark ist und der Flugbetrieb entsprechend zunimmt. Dann kannst Du auch einfach den ganzen Keil rechts herausnehmen.


    Den Keil mit Lochbohrungen würde ich nicht verwenden. Mir scheint die Gefahr, dass die Löcher verstopfen könnten, z.B. durch Totenfall, doch recht groß.


    Zur Literatur: Kennst Du das Heft von Mellifera zur Einraumbeute? Vielleicht 20 Seiten. Nicht viel, aber besser als nichts.


    Gruß

  • Danke Master Tom, du meinst sicher die Infos die man auch online bei Melifera über Einstieg und Betriebsweise bekommt. Ja die hab ich und dort informiert ich mich auch. Manchmal ist es aber für mich nicht ganz eindeutig bzw. doch ein kleiner Unterschied der Beuten die mich dann doch verunsichern. Dank eurer Hilfe fühle ich mich jetzt aber immer besser. :) Grüße

  • Wenn man alle Infos die du hier im Forum Einraumbeute schon eingetragen hast, und das ist ja wirklich schon ne ganze Menge, zusammenfasst hat man eine sehr gute Beschreibungen zur Betriebsweise die man sonst so nirgends findet.... Dickes Lob Ich glaub ich fasse das alles mal zusammen und drücke es mir aus :thumbup:

  • Habe am Wochenende meine ERB von Janisch in Betrieb genommen. Mit eingesetztem Trennschied habe ich zwei Jungvölker einlogiert (ein eingefangener Naturschwarm und ein Ableger mit Jungkönigin). Wenn beide Völker über den Winter kommen, wird eines der Völker dann im Frühjahr in eine neue, eigene ERB umgesetzt.


    Bin gespannt, den direkten Vergleich (Naturschwarm in leerer Beute vs. Ableger mit vorhandenen Waben) unmittelbar beobachten zu können.


    Werde nachberichten, ob das Halten zweier Jungvölker in der getrennten ERB praktikabel ist.


    Was mir zumindest schonmal modellspezifisch auffällt: Die Janisch-ERB funktioniert ja ohne Abdeckfolie o.ä.. Wenn auf einer Seite der Innendeckel abgenommen wird, passen kleine Jungbienen theoretisch unter dem verbliebenen Spalt (zwischen Trennschied und verbliebenem Innendeckel) durch (der Trennschied müsste 1-2mm höher sein)- einzelne Bienen hatten sich so verirrt. Wenn beide Deckel aber ordentlich aufliegen, scheinen die beiden Räume „dicht“ voneinander getrennt zu sein. Bei Verwendung eines höheren Trennschieds bzw. mit Abdeckfolie besteht das Problem nicht.

  • Hallo alle,

    Ich habe eine Frage, zu der ich bisher online nichts gefunden habe (meine aber, schon mal was gelesen zu haben, gerne also Link senden, wer etwas weiß..): habe seit Anfang Mai zwei Jungvölker in ERB (neue mellifera) und bei gestriger Durchsicht sehe ich, dass beide den Trennschied anfressen (die dämmende weiche Schicht)... warum machen die das??

    Ein Volk hat jetzt 6, das andere 8 Rähmchen, die fast völlig ausgebaut sind. Naturbau, bis auf je 2 eingeschraubte Kuntzsch (Format der Ausgangsvölker, haben je 1xBrut und Futter mitgegeben).Bis vor 1 Woche habe ich gefüttert, seitdem nicht mehr. Habe jetzt bei dem größeren Volk am Brutnest 1 Leerrähmchen dazugegeben, beim anderen nochmal Futter, um zu sehen, ob das Auswirkungen hat. Was meint ihr?

    Danke. Auch für die großartigen und hilfreichen Texte vorher!

    Gruß, dagmar

  • Aus welchem Material ist der Trennschied? Ein solches Verhalten kann ich bei mir nicht beobachten, mein Trennschied (Janisch) ist aus einer Art beschichteter Siebdruckplatte, dort geht niemand ran.


    Habe gestern meinen beiden Jungvölkern auch je einen neuen Rahmen zugegeben, wird sofort angenommen und heute ist schon erstes (wenn auch wenig) Wabenmaterial angebaut.


    Bei mir habe ich folgendes Problem:

    Während der eingeschlagene Naturschwarm vor Bienen überquillt und Naturwabenbau ohne Ende betreibt, bereitet mir der Ableger Sorgen. Ich habe, genauso wie flukse, einen Ableger (DNM-Maß) in einen Dadant hoch gesetzt. Der Ableger bestand aus vier gut gefüllten Waben, mehrere BR-Waben und eine volle HR-Wabe zum Naschen. Wenn ich am Volk arbeite, sitzen zwar alle BR-Waben nach wie vor voll mit Bienen, aber es geht eine fast schon gespenstische Ruhe von den Bienen aus. Sie fliegen kaum auf, man kann lange ohne Rauch am Volk arbeiten. Nun ist mir aber aufgefallen, dass es nur wenig Bautätigkeit außerhalb der Ursprungsrahmen gibt. Mehrere Tage Beobachtung ergaben, dass das Volk weisellos zu sein scheint. Beim Einzug war die Königin (unmarkiert) definitiv noch da. Ob sie den Umzug nicht überstanden hat oder nachträglich ausgezogen ist, kann ich nicht sagen. Jedenfalls kann ich keine frische Brut mehr finden. Nur noch ältere bzw. viel verdeckelte Brut. Ich vermute daher, dass die Kö in den letzten Tagen abhanden gekommen sein muss. Leider habe ich, bevor ich das Fehlen der Königin festgestellt habe, einige Weiselzellen gebrochen, bei denen ich von Schwarmzellen ausging - wahrscheinlich waren es aber Nachschaffungszellen. Das ist natürlich ärgerlich, weil sich das Volk jetzt keine eigene Kö mehr nachziehen kann. Werde wohl eine neue Königin nachsetzen müssen.


    Aber gut, das war ein klassischer Anfängerfehler, der nichts mit der ERB zu tun hat. Der Trennschied hält die Völker zuverlässig auseinander und beide Völker benutzen brav ihr jeweiliges Flugloch. Daher glaube ich nicht, dass sich die Königinnen in die Quere gekommen sind.

  • Hallo alle,

    Ich habe eine Frage, zu der ich bisher online nichts gefunden habe (meine aber, schon mal was gelesen zu haben, gerne also Link senden, wer etwas weiß..): habe seit Anfang Mai zwei Jungvölker in ERB (neue mellifera) und bei gestriger Durchsicht sehe ich, dass beide den Trennschied anfressen (die dämmende weiche Schicht)... warum machen die das??

    Bienen schroten alles ab was weich ist. Ein natürlicher Instinkt, der mal mehr mal weniger ausgelebt wird. Auf irgendwelche Weichfaserplatten sollte man deshalb gänzlich verzichten und Schiede z.B. einfach aus Leimholz, oder anderen festen Materialien, fertigen.


    Ein Volk hat jetzt 6, das andere 8 Rähmchen, die fast völlig ausgebaut sind. Naturbau, bis auf je 2 eingeschraubte Kuntzsch (Format der Ausgangsvölker, haben je 1xBrut und Futter mitgegeben).Bis vor 1 Woche habe ich gefüttert, seitdem nicht mehr. Habe jetzt bei dem größeren Volk am Brutnest 1 Leerrähmchen dazugegeben, beim anderen nochmal Futter, um zu sehen, ob das Auswirkungen hat. Was meint ihr?

    Danke. Auch für die großartigen und hilfreichen Texte vorher!

    Gruß, dagmar

    Grundsätzlich bauen Ableger im Naturwabenbau nur gut, wenn sie ausreichend Futter hereinbekommen. Ansonsten stellen sie die Bautätigkeit ein. Meine Ableger bekommen einfach je 1 Liter Sirup pro Woche als Unterstützung. Das reicht bei mir, weil ausreichend Tracht herrscht und die Ableger stark sind. Wenn Du nicht mehr fütterst, solltest Du den Futtervorrat im Auge behalten. Ableger haben i.d.R. weniger Reserven.

  • Was mir zumindest schonmal modellspezifisch auffällt: Die Janisch-ERB funktioniert ja ohne Abdeckfolie o.ä.. Wenn auf einer Seite der Innendeckel abgenommen wird, passen kleine Jungbienen theoretisch unter dem verbliebenen Spalt (zwischen Trennschied und verbliebenem Innendeckel) durch (der Trennschied müsste 1-2mm höher sein)- einzelne Bienen hatten sich so verirrt. Wenn beide Deckel aber ordentlich aufliegen, scheinen die beiden Räume „dicht“ voneinander getrennt zu sein. Bei Verwendung eines höheren Trennschieds bzw. mit Abdeckfolie besteht das Problem nicht.

    Die Völker sollten strikt voneinander getrennt sein. Das Trennschied von Janisch ist nicht passgenau und wohl auch nicht dafür gedacht zwei Bruträume exakt abzuteilen. Bau Dir lieber ein Trennschied selbst, welches exakt passt.

  • Bei mir habe ich folgendes Problem:

    Während der eingeschlagene Naturschwarm vor Bienen überquillt und Naturwabenbau ohne Ende betreibt, bereitet mir der Ableger Sorgen. Ich habe, genauso wie flukse, einen Ableger (DNM-Maß) in einen Dadant hoch gesetzt. Der Ableger bestand aus vier gut gefüllten Waben, mehrere BR-Waben und eine volle HR-Wabe zum Naschen. Wenn ich am Volk arbeite, sitzen zwar alle BR-Waben nach wie vor voll mit Bienen, aber es geht eine fast schon gespenstische Ruhe von den Bienen aus. Sie fliegen kaum auf, man kann lange ohne Rauch am Volk arbeiten. Nun ist mir aber aufgefallen, dass es nur wenig Bautätigkeit außerhalb der Ursprungsrahmen gibt. Mehrere Tage Beobachtung ergaben, dass das Volk weisellos zu sein scheint. Beim Einzug war die Königin (unmarkiert) definitiv noch da. Ob sie den Umzug nicht überstanden hat oder nachträglich ausgezogen ist, kann ich nicht sagen. Jedenfalls kann ich keine frische Brut mehr finden. Nur noch ältere bzw. viel verdeckelte Brut. Ich vermute daher, dass die Kö in den letzten Tagen abhanden gekommen sein muss. Leider habe ich, bevor ich das Fehlen der Königin festgestellt habe, einige Weiselzellen gebrochen, bei denen ich von Schwarmzellen ausging - wahrscheinlich waren es aber Nachschaffungszellen. Das ist natürlich ärgerlich, weil sich das Volk jetzt keine eigene Kö mehr nachziehen kann. Werde wohl eine neue Königin nachsetzen müssen.

    Schwärme sind viel dynamischer als Ableger.


    Achte bei Deinem Ableger auf ausreichend Futterstrom, sonst wird er nicht bauen, oder kann sogar verhungern. Die Ableger brauchen Anfangs Unterstützung, um sich gut entwickeln zu können, denn anders als Schwärme handelt es sich um künstlich erzeugte Einheiten mit vergleichsweise wenig Individuen, die sich erst finden und organisieren müssen. Wenn Du denkst die Kö ist weg, mach eine Weiselprobe.

  • Danke!

    Ein Imkerkollege riet mir vor einigen Tagen, das Trennschied einfach zu entfernen. Und nicht mehr zu füttern. Habe ich beides befolgt und sowohl das zuvor länger gefütterte Volk als auch das andere baut kräftig weiter. Jetzt halt ans Wachstuch... haben daraufhin beide mehr Leerrähmchen gekriegt, jetzt geht es hoffentlich dort weiter. Und ich baue neue Trennschiede, ist eigentlich logisch, dass die an das Weichholz gehen, hast recht, Tom.

    Sonnige Grüße!

  • erste Honigernte: nach Blühende des Rapses, habe ich Anfang Juni abgeerntet. Dazu habe ich jedem meiner beiden Wirtschaftsvölker 8 verdeckelte Honigrähmchen entnommen. Im Ergebnisschnitt kommen die Völker auf 15 kg Frühjahrsblüte. Für meine Betriebsweise ein sehr gutes Ergebnis. Die leeren Waben kommen nun gerade recht für die Lindentracht.


    Im Zuge der Honigernte habe ich kontrolliert, ob die WV nach der Bildung der Kö-Ableger nun wieder mit legenden Königinnen ausgestattet sind: es ist alles gut gegangen und die neuen Kö haben schon große Brutflächen angelegt. Die Kö selber suche ich nicht. Erst im Herbst werden diese markiert.


    Die Kö-Ableger sind erstarkt und sitzen auf je 7 Waben. Außer einer gelegentlichen Erweiterung mit Leerrähmchen, gibt es hier nichts zu tun. Das Füttern habe ich wegen der guten Tracht eingestellt.

  • Bei mir sind es aktuell auch je 7 Waben. Dadurch, dass ein Volk aber ein „umgebauter“ DNM-Ableger war und die Rähmchen dadurch etwas breiter, ist die Beute schon fast voll. Kann nur noch ein Rähmchen erweitern.


    In der anderen ERB-Hälfte beim Naturschwarm ist noch etwas mehr Platz für Ausbauten.


    Was mir auffällt:

    1. Konnte ich den Wildbau zwar eindämmen, aber es gibt immernoch Brückenbau/ Verbindungen zwischen den Waben. Wodurch natürlich immer auch etwas kaputt geht beim Rähmchen ziehen. Könnte das an falschen Abständen liegen oder auch an Mangel an Baufläche?


    2. Die Waben wirken verhonigt. Eine klare natürliche Trennung Brutraum / Honigraum ist kaum erkennbar. Habe den Eindruck, als ob mehr Honig eingebracht wird als die Bauarbeiterschaft die neuen Rähmchen ausbauen. Dadurch scheint die Königin immer weniger Brutraum für die Eiablage übrig zu haben.


    Ich würde ja sicherheitshalber noch einen Rahmen reinhängen (obwohl die anderen noch nicht voll sind), aber die soll man ja zwischen Brut- und Honigraum hängen - nur wohin damit, wenn fast überall Honig ist?


    Was tun, wenn zu wenig freie Waben verfügbar sind für die Königin? Hobigwaben sind noch nicht verdeckelt, wodurch ich sie nicht vorzeitig ziehen möchte...