Meine Erfahrungen mit der Mellifera Einraumbeute

  • Noch wichtig:


    Ich habe unter die Wirtschaftsvölker die Windeln (belegt mit eingeöltem Küchkrepp) geschoben, um den nat. Varroatotenfall zu erfassen. Ich bin mal gespannt wie die Zahlen so aussehen. Ich Tippe mal auf hohe Belastung. Aber ich hätte gestern auch auf Sieg für Deutschland getippt.

  • Ich hätte einen Vorschlag zur Wabenerneuerung. Die meisten Einraumbeuten haben doch jeweils ein Flugloch auf der rechten Längsseite und eines auf der linken. Warum nicht nach der Auswinterung das jeweils andere Flugloch öffnen und das bisherige schliessen. Dadurch würde das Brutnest jedes Frühjahr auf die andere Seite wandern und man könnte dann die Altwaben sukzessive entfernen. Hätte wahrscheinlich diverse andere Nachteile aber ein Versuch wär's wert.

    Muss aber dazu sagen, daß ich keine Erfahrung mit der ERB habe...war nur mal ein so eine Idee.

  • Hallo Womu ,

    bei mir würde das nicht gut funktionieren , den ich habe einen geschlossenen Boden und wenn ich hinter der Beute stehe auf der linken Seite an der Stirnseite einen Belüftungsdeckel den ich ab April öffne , um Kondenswasser im Leerraum hinter dem Schied zu vermeiden .

    Auch der Boden hat auf dieser Seite drei Belüftungslöcher .


    Grüße ,


    Bertram

  • Ich hätte einen Vorschlag zur Wabenerneuerung. Die meisten Einraumbeuten haben doch jeweils ein Flugloch auf der rechten Längsseite und eines auf der linken. Warum nicht nach der Auswinterung das jeweils andere Flugloch öffnen und das bisherige schliessen. Dadurch würde das Brutnest jedes Frühjahr auf die andere Seite wandern und man könnte dann die Altwaben sukzessive entfernen. Hätte wahrscheinlich diverse andere Nachteile aber ein Versuch wär's wert.

    Muss aber dazu sagen, daß ich keine Erfahrung mit der ERB habe...war nur mal ein so eine Idee.

    mache den Versuch erstmal selbst! Stelle dir diese Umstellung mal in der eignen Wohnung vor! Wieviel Erfahrung hast du mit Bienen? Beuten sind für Imker interessant, Bienen schwärmen oder sterben.

    Wenn sie nicht schwärmen bei hoher Stärke und Tracht stimmen Genetik, Beute und Betriebsweise. Dann kommt der Faktor Varroa und Brutpause und deine Idee ist so richtig sch...

  • Ich hätte einen Vorschlag zur Wabenerneuerung. Die meisten Einraumbeuten haben doch jeweils ein Flugloch auf der rechten Längsseite und eines auf der linken. Warum nicht nach der Auswinterung das jeweils andere Flugloch öffnen und das bisherige schliessen. Dadurch würde das Brutnest jedes Frühjahr auf die andere Seite wandern und man könnte dann die Altwaben sukzessive entfernen. Hätte wahrscheinlich diverse andere Nachteile aber ein Versuch wär's wert.

    Muss aber dazu sagen, daß ich keine Erfahrung mit der ERB habe...war nur mal ein so eine Idee.

    Die Wabenerneuerung ist in der ERB nicht wirklich ein großes Problem. Einen so harten Eingriff wir von Dir beschrieben würde ich deshalb nicht vornehmen wollen. Ich kenne auch niemanden der das so je versucht hätte.

  • Letzte Ernte: Der letzte Honig ist nun geerntet: pro Wirtschaftsvolk nochmal 8 kg, wohl hauptsächlich Linde. Das war letztes Jahr etwas mehr. Dieses Jahr war es wohl einfach zu trocken. Insgesamt konnte ich dieses Jahr von den zwei Wirtschaftsvölkern 20 kg Honig ernten. Das ist in Ordnung.


    Noch ein paar Tipps zum Schleudern: ich habe ein 4 Wabenschleuder mit Handantrieb, die ich zum Schleudern auf eine Bretterkonstruktion schraube. Wenn man dann beim Schleudern die Waben kopfüber in die Schleuder gibt und darauf achtet, dass diese ungefähr gleich viel wiegen, kann man auch die Dadant-Waben gut ausschleudern, ohne dass es Wabenbruch gibt, oder die Schleuder hüpft. Die ausgeschleuderten Waben kommen nur zum ausschlecken nochmal über Nacht in die Völker. Man kann sie aber auch, wenn es sein muss, auch feucht einlagern. Zur Wachsmottenbekämpfung probiere ich dieses Jahr mal B401, ein in der Demeter-Imkerei zugelassenes Mittel.


    Varroa: die Auszählung des nat. Varroatotenfalls hat bei den Wirtschaftsvölkern nur 1 V/Tag ergeben. Sehr wenig für diese Jahreszeit. Ich lasse den Bienen also noch etwas Zeit und behandle Anfang August. Bin gespannt was dann wirklich runterkommt.

  • Ich habe zur Varroabehandlung 2 Fragen : die Puderzucker Probe hat mit 5 Milben auf 100g Bienen keinen großen varroabefall ergeben. Als Neuling habe ich mich entschieden, trotzdem mit der As Behandlung zu starten. Ist das okay? Muss man bei der ERB den nasseheider in ein Rähmchen einbauen oder funktioniert es nicht genau so, wenn man den verdunster in den honigraum stellt und bis an die Waben heranschiebt?

  • Hallo Sunny,

    idealerweise rückt man den Nassenheider an den Rand des Brutnestes , dort hat er bei der Langzeitbehandlung die beste Wirkung . Die ERB hat einen zu großes Volumen um in den Raum an den Rand zu stellen .

    Hier noch ein paar Tipps ,



    https://www.mellifera.de/angeb…betriebsweise/varroa.html


    Einen schönen Sonntag ,


    Bertram

  • 5 Milben auf 100 g sind schon zuviel.. Behandeln ist ein Muss,egal wie. Umso länger man wartet, um so geringer ist die Chance, die Milben noch in Schach zu halten. Ich bin nicht der Fan den Verdunster direkt ans Brut Nest zu hängen.

  • Moin, moin,


    die Brutnestnähe des Nassenheiders ist ja wegen der Brutnestwärme vom Konzept her vorgesehen. Gerade bei dem großen Raum der ERB halte ich das für unabdingbar für den Erfolg.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • 5 Milben auf 100 g sind schon zuviel.. Behandeln ist ein Muss,egal wie. Umso länger man wartet, um so geringer ist die Chance, die Milben noch in Schach zu halten. Ich bin nicht der Fan den Verdunster direkt ans Brut Nest zu hängen.

    Das sind 0,5% Befallsrate (in etwa). Das ist zu viel?

    Grüße

    Ralf

  • 5 Milben auf 100 g sind schon zuviel..

    Hier wird natürlicher Milbenfall mit der Ermittlung der Varroalast durch die Puderzuckermethodeverwechselt:


    PZ-Methode bezieht sich üblicherweise auf 50 g Bienen und gilt für August bei <10 Milben pro 50 g als vorerst noch ungefährdet. Schadschwelle Augsut ist bei 25 Varroen pro 50 g Bienen.


    Die Aussage ist also richtig, dass das vorerst ein geringer Befall ist.

    Die Behandlung trotzdem zu starten, ist eine verständliche Entscheidung, weil mit einem Anstieg doch zu rechnen ist und die ermittelte Zahl mal zeiltich ungünsig durch noch viel verdeckelte Brut mit Milben dort drinnen solche Ergebnisse liefern könnte. Die Temperaturen könnten ungünstiger werden, die Bedingungen bei Königinnverlust auch usw.


    Aber ich hab mit AS keine persönlichen Erfahrungen.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Ich habe zur Varroabehandlung 2 Fragen : die Puderzucker Probe hat mit 5 Milben auf 100g Bienen keinen großen varroabefall ergeben. Als Neuling habe ich mich entschieden, trotzdem mit der As Behandlung zu starten. Ist das okay? Muss man bei der ERB den nasseheider in ein Rähmchen einbauen oder funktioniert es nicht genau so, wenn man den verdunster in den honigraum stellt und bis an die Waben heranschiebt?

    Hallo Sunny,


    man kommt um eine Varroabehandlung um diese Zeit nicht herum. Dein Befallsgrad ist noch recht gering. Trotzdem ist es richtig jetzt zu behandeln, weil:

    1. sich der geringe Befall durch die starke Milbenvermehrung schnell erhöht

    2. jetzt gerade das Wetter günstig ist (kommt natürlich auf Deine Region an) mit AS zu behandeln.


    Anhand des von Dir ermittelten Befallsgrades kannst Du überschlägig und grob ermitteln, wie viele Milben fallen müssten. In Deinem Fall wären das vielleicht 500 bis 1000. Das sind nicht viele. Wenn die nach der Behandlung fallen, ist erstmal alles i.O. Wenn sehr viel mehr fallen, war ist bei der Ermittlung des Befallsgrades was schief gelaufen.


    Bei mir:

    Nachdem die große Hitze vorbei ist, bringe ich die AS heute in die Völker, wie bei Mellifera beschrieben mit dem Nassenheider horizontal nahe ans Brutnest. Der vorher aktuell ermittelte Befallsgrad meiner 3 Völker (2 V/Tag, 5V/Tag, 25 V/Tag) hilft mir abzuschätzen wie viele Varroen fallen sollten. Ich erwarte 500-1000; 1000-2000 und 5000-6000 Varroen. Mit AS habe ich bisher immer gute Erfahrungen gemacht. Mal schauen wie es dieses Jahr ist.


    Grüße