Meine Erfahrungen mit der Mellifera Einraumbeute

  • Hallo,


    ich habe vor ein paar Jahren mit dem Imkern in Zander-Magazinen begonnen.

    Der geteilte Brutraum hat mich von Anfang an gestört, sodass ich gleich im 2. Jahr auf einen großen Brutraum (Zadant) und Honigräume (1/2 Zander) umgestellt habe.


    Im Grunde funktioniert das für mich ganz gut, ich liebäugele allerdings schon länger mit der Einraumbeute (Hätte ich die schon früher entdeckt, hätte ich wohl damit begonnen).


    Da ich nun aber bereits jede Menge Zander Material habe, stellt sich mir die Frage ob eine Einraumbeute mit Zadant-Rähmen nicht auch funktionieren könnte.


    Hat jemand Erfahrung mit Einraumbeuten mit Waben im Querformat?

    Sieht jemand der erfahrenen Einraumbeutenimker Nachteile bei der Verwendung von Quer- statt Hochwaben?

  • Hallo,


    ich habe mir die ERB nach Mellifera selber gebaut. Ich imkere also mit Hochwaben. Ich habe parallel noch Zander/erlanger Magazinbeuten. Und ich muss sagen, ich hab noch nie so schöne Brutnester gesehen, wie auf den Hochwaben. Wie aus dem Lehrbuch.


    Bei Holtermann gibt es auch ERB für Zander Rähmchen (2970 - Zander Einraumbeute City Box) - wie gut das funktioniert, kann ich nicht sagen. Da aber auch in der Natur nicht alles aussiht wie eine Hochwabe, denke ich, das sich die Bienen auch mit sowas arangieren ...


    VG
    Martin

  • Hallo Max112,


    ich habe Zander 1,5 in der Einraumbeute, die Rähmchen sind also breiter als hoch. Wichtig ist, dass nach oben hin genügend Platz ist für das Brutnest mit Pollen- und Honigkranz. Anscheinend soll sich das Brutnest nicht so weit in den Honigbereich ausdehnen, wenn die Waben höher sind. Ich vermute aber, dass das der Fall ist, wenn nach oben nicht genügend Platz ist. Die Höhe von Zadant ist, glaube ich, Zander x 1,33, nicht wesentlich kleiner als meine. Mein Brutnest ist nicht ganz so kompakt, wie ich es mir wünsche, da aber genügend unbebrütete Honigwaben vorhanden sind, ist das für mich ok. Für die Zander-Rähmchen 0,5 sehe ich keine Verwendung in der Einraumbeute, höchstens in einem abgetrennten Honigbereich, das gibt es aber sicher nicht von der Stange und widerspricht auch der Idee der Einraumbeute.


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

  • Erst mal vielen Dank für die Rückmeldungen.


    Die 0,5 Zanderwaben bzw. Honigaufsätze möchte ich eigentlich nicht nutzen.

    In meine Schleuder passen die Zadant-Waben noch gerade so rein. 1,5 Zadant leider nicht mehr.


    Thanaidh: Schleuderst du die 1,5er Waben? Hab hin und wierder gehört, dass die Großwaben nicht so gut gefüllt/ verdeckelt werden. Hast du Erfahrungen damit?

    Ich werde jetzt für die nächste Saison erst mal ein paar Einraumbeuten für Zadant-Rähmchen bauen. Ggf. versuch ichs später auch nochmal mit Hochwaben.


    VG Max

  • Hallo Max,


    ich kann dir auf jeden Fall sagen, das die Hochwaben bei mir hervorragend gefüllt und verdeckelt werden. Schleudern ist wegen der Größe der Waben kein Problem. Ich nutze gedrahtete Rähmchen. Sowohl mit Mittelwand als auch Naturbau. Beides funktioniert bei mir problemlos.


    Martin

  • Hallo Max,


    ich schleudere nicht, ich presse die Waben und arbeite deswegen mit ungedrahteten Rähmchen. Bei größeren Mengen ist Schleudern sicher sinnvoller, dann natürlich gedrahtet. Wie bei Martin ist auch bei mir das Verdeckeln kein Problem, ich entnehme die Honigwaben allerdings immer erst Ende Juli. Bei Sortenhonigen kann ich mir vorstellen, dass kleinere Waben Vorteile haben, da sie schneller voll und verdeckelt sind.


    Wenn Du die Einraumbeuten selbst baust, mache sie groß genug, bei Zadant würde ich sagen, mindestens für 22 Rähmchen. Begrenzt wird der genutzte Raum dann durch ein Schied.


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

  • Meine Schiede in der Mellifera ERB sind nur so groß wie ein Rähmchen. Zwischen Rähmchen und Boden ist also reichlich Platz - da könnten die Mädels durch.


    Das hat sogar den Vorteil, das wenn ich füttern muss und nicht alle Rähmchen in der ERB sind, ich neben der letzten Wabe hinter dem Schied das Futter reinstellen kann, ohne mich mit irgendwelchen Futtertaschen oder Aufsätzen zu beschäftigen.


    Martin

  • Meine Schiede waren mal bienendicht, habe aber keinen Sinn darin gesehen, und sie unten soweit abgehobelt, dass die Bienen durch können. Damit kann man den leeren Raum flexibler nutzen, z.B. füttern oder auch im Frühjahr fast leere Waben noch ausschlecken lassen o.ä.


    Bienendicht macht Sinn, wenn, wie bienenfred schreibt, mehrere Ableger in einer Kiste (mit mehreren Fluglöchern) gebildet werden sollen. Dafür ist die Einraumbeute, meiner Meinung nach, aber zu schwer und zu unhandlich, ich nehme dafür Abkegerkisten. Es gibt noch bienendichte Wärmeschiede, die haben aber eine andere Funktion, diese nutze ich nicht.


    Eine weitere Funktion für bienendichte Schiede fällt mir nicht ein…


    Grüße Thanaidh

  • Begrenzung des Raums bei Varroabehandlungen, egal ob AS oder Ox-Dampf- schädliches Zusatzvolumen,

    für die Zeit kann man aber auch mit einem Filz oder Schaumstoffstreifen unten abdichten,

    bei einem ASG kommt einfach eine dünnen Platte auf das Gitter- nur Edelstahl ist säurefest

  • Ok. Varroabehandlung mit AS funktioniert bei mir seit Jahren, hatte nie den Eindruck, dass sie nicht optimal wirkt. Vielleicht weil ich nur unten einen Spalt habe und die Seiten nach wie vor dicht sind…