Meine Erfahrungen mit der Mellifera Einraumbeute

  • Hi,


    danke für die Rückmeldung.


    Bilder kann ich erst beim nächsten Öffnen am Wochenende nachreichen.


    Wenn du sagst, dass starke Völker bereits jetzt die Kiste voll ausfüllen, dann stimmt mit meinem ERB-Volk etwas nicht. Es füllt jetzt erst 10 Rähmchen, davon auf 6 Waben (plus einer halben zusätzlichen Wildwabe) großflächig Brut. Die anderen enthalten etwas Nektar und einer wird kaum ausgebaut (weshalb ich von Schwarmstimmung ausging, nur dass es keine Schwarmzellen gibt.


    Ich ging bislang vom „starken Volk“ aus, da die Waben sehr dicht besetzt sind und ich vom Rähmchenmaß her auf andere Systeme umgerechnet hatte.


    Das Volk steht am Rand eines kleinen Eichenwäldchens, rundherum alte Linden- und Birken-Alleen, die gut angeflogen werden. Deshalb ging ich bislang von Linde als Haupttracht aus. Ansonsten gibt es viele Gärten im näheren Umkreis ohne weitere Haupttracht.


    Morgens bis mittags gibt es Sonne bis Halbschatten, ab Nachmittag Schatten.


    Vielleicht ist es aber auch der Standort, mit dem sich das Volk nicht wohl fühlt. Früher hat dort einige Jahre ein anderer Imker seinen Standort. Vielleicht hat es einen Grund, dass er den Standort aufgegeben hat.

  • Hallo Apfeltasche,


    10 Rähmchen sind ja erstmal etwas. Das Volk war ggf. klein und muss erst in Schwung kommen. Wenn Du an deinem Standort keine ausgeprägte Frühtracht (Obst, Raps) hast, wächst das Volk auch etwas langsamer, als z.B. bei mir. Dein Honigraum-Experiment relativiert sich damit auch.


    Ich würde das Volk einfach in der ERB durchs Jahr führen, einen Kö-Ableger machen, wenn Sie tatsächlich Schwarmzellen ansetzen und mal schauen was nach der Linde (Anfang Juli) an Waben drinnen ist und wieviel Honig der Standort abwirft. Erst dann lässt sich etwas sagen. Gib mal Deinen Standort an.


    Wie war das eigentlich mit den Varroa auf Drohnen? Hast Du das mehr als einmal gesehen?

  • Wie war das eigentlich mit den Varroa auf Drohnen? Hast Du das mehr als einmal gesehen?

    Auf den Brutwaben liefen vereinzelte Drohnen mit rotem Punkt umher. Waren nicht viele, aber schon mehrere gleichzeitig. Habe den Diagnoseboden eingeschoben und schaue morgen nach Milbenfall. Ich hoffe, der Befall ist nicht zu hoch und das Bild ergab sich aus der frisch geschlüpften, vermilbten Drohnenbrut, die ich nicht wegschneiden konnte.


    Wie stehst du zur Kö-Fluglings-Bildung, um den Schwarm komplett auf frische Waben zu setzen (und damit auch Varroa einzudämmen)? Pia Aumeier schreibt ja für die klassische Magazin-Imkerei, dass ein rechtzeitig gebildeter Kö-Flugling wegen der vielen Flugbienen kaum Auswirkungen auf den Honigertrag hätte. Das müsste doch auch auf die ERB übertragbar sein, oder?

  • Versuch erst einmal einen Überblick über die Varroabelastung zu bekommen. Dazu Puderzuckermethode anwenden (dazu muss es trocken sein), oder die geölte Windel über mehrere Tage (z.B. 1 Woche) einlegen. Ein Tag bringt nichts, weil nicht repräsentativ. Wenn Du einen verlässlichen Wert hast, kannst Du über Maßnahmen nachdenken.

  • Was ist denn bei Dir Haupttracht? U.a. danach richtet sich wieviel die Bienen eintragen können. Dann ist die Volksstärke wichtig. Nicht jedes Volk ist so stark, dass es eine gute Tracht auch gut ausnutzen kann. Wieviel der 22 möglichen Waben sind denn bei Dir in der Beute und ausgebaut?

    Hallo Master Tom,


    danke für die dienlichen Antworten.

    In meiner Umgebung sind viele Kirsch-, Pfirsich,- Apfelbäume sowie in 400 m Entfernung Raps. An der Tracht wird´s nicht liegen.

    Ich denke der Fehler liegt z.T. daran, dass ich keine leeren Honigwaben vom Vorjahr habe und vielleicht Fehler in der Reihenfolge beim Erweitern gemacht habe. Ich hatte mich halt nur geärgert, dass die Bienen lieber die neuen Mittelwände auf der Honigseite für Brut genutzt haben, statt die Leerrähmchen auf der Fluglochseite mehr auszubauen. Habe nun erstmal gelernt und werde künftig deine (erste Erweiterung am BN Schiedseite mit Leerrähmchen) und Thanaidh´s neue Methode testen. Habe ja nun 2 Völker zum vergleichen. Ich muss bestimmt auch erst mal meine erste Saison vollständig hinter mich bringen, um eine echte Aussage über den Ertrag zu treffen.

    Der Ableger macht sich jetzt übrigens gut, gestern sind diese auch toll geflogen.

    Dem Muttervolk hatte ich eine WZ gelassen, müsste heute oder gestern geschlüpft sein. Lasse es jetzt in Ruhe. Spielnäpfchen waren es zur Nachkontrolle nur wenige. Es benimmt sich auch wieder normal.


    Ausgebaute Waben waren es vor Entnahme von 2 Brutwaben für den Ableger 14 komplette,

    davon noch 3 auf Deutsch Normalmaß im Brutbereich, plus 2 halb ausgebaute.


    Mal nebenbei: Habe einen Versuch mit zwei Eigenbau-Klimadeckeln laufen. Im Winter hatte ich zwei neue Janisch-Innendeckel für die neue Beute statt mit Sperrholz mit Plexiglas falsch geliefert bekommen. Dachte mir einen Versuch ist es ja Wert und wollte diese nicht zurückschicken. Aber - das ist zwar für Anfänger mal Interessant, durch die Scheibe die Bienen zu beobachten, ist aber völliger Quatsch. Die Feuchtigkeit beschlug die Scheibe und an den Wänden in Brutnestnähe lief plötzlich Wasser herab. Nach Umbau war das Wasser wieder fast weg. Wenn die Saison vorbei ist, werde ich nochmal berichten, ob die Bienen alles mit Propolis verkittet oder zernagt haben und wie ich es gebaut habe.


    Viele Grüße

  • In meiner Umgebung sind viele Kirsch-, Pfirsich,- Apfelbäume sowie in 400 m Entfernung Raps. An der Tracht wird´s nicht liegen.

    Nein, an der Tracht wird's nicht liegen. Jetzt ist sehr wahrscheinlich Deine Haupttracht. Im Juni ggf. noch einmal Linde.

    Ich hatte mich halt nur geärgert, dass die Bienen lieber die neuen Mittelwände auf der Honigseite für Brut genutzt haben, statt die Leerrähmchen auf der Fluglochseite mehr auszubauen.

    Mit Mittelwänden arbeite ich nicht. Es ist aber sicher kein Zufall, dass die zuerst ausgebaut wurden. Das geht für die Bienen am schnellsten und spart Energie.


    Ich glaube nicht, dass Du großartig Fehler beim Erweitern gemacht hast. Es gibt eben mal etwas stärke und mal schwächere Völker. Das Du noch keine Leerwaben hast, spielt sicher auch eine Rolle. Noch haben die Bienen ja Zeit zu sammeln. Wird schon noch was zusammenkommen.


    Im Winter hatte ich zwei neue Janisch-Innendeckel für die neue Beute statt mit Sperrholz mit Plexiglas falsch geliefert bekommen. Dachte mir einen Versuch ist es ja Wert und wollte diese nicht zurückschicken. Aber - das ist zwar für Anfänger mal Interessant, durch die Scheibe die Bienen zu beobachten, ist aber völliger Quatsch. Die Feuchtigkeit beschlug die Scheibe und an den Wänden in Brutnestnähe lief plötzlich Wasser herab.

    Da hast Du recht: Quatsch. Der Sinn des Deckels ist ja gerade, dass er dampfdurchlässig ist. Ein Großteil der Feuchtigkeit entweicht nach oben. Deshalb muss der Blechdeckel auch gut hinterlüftet sein, sonst kann es zurück tropfen. Wenn man Plexiglas einbaut, wird dieser gewünschte Effekt praktisch getötet.


    Um die Wärmedämmung zu verbessern, habe ich mir zusätzliche Holzfaserweichplatten gekauft und belege die Beuten damit noch einmal zusätzlich. Das schien mir der geringste Aufwand. Mal schauen was es bringt.


    Gruß

  • Habe bei meiner Eigenbau-ERB, die sich an den Janisch-Maßen orientiert, statt einer Weichfaserplatte im Innendeckel testweise mal ein Warre-inspiriertes, hinterlüftetes Heu-/ Strohkissen mit Baumwollbezug genäht. Bin mal gespannt wie sich das auswirkt.


    Im Original fehlt der Janisch-Beute die Hinterlüftung, wodurch ich erhebliche Kondenswasserbildung im Blechdeckel hatte. Daher habe ich im Eigenbau extra seitliche Löcher in den Innendeckel gebohrt, damit oberhalb der Dämmung ein Luftzug möglich ist.

  • Einfach Klötzchen oder Leisten in den Blechdeckel kleben, dann liegt er nicht mehr direkt auf dem Zwischendeckel.

    Ich mag ja die Deckel mit abstehenden Tropfkanten lieber als die Stülpdeckel, aber Platzbedarf beim Wandern und Preis zählen auch.

  • Hallo zusammen,


    das Bild von letzter Woche, Drohnen mit aufsitzender Varroa, scheint nur ein Zufallstreffer gewesen zu sein. Kontrolle mit geöltem Tuch auf Diagnosebrett über eine Woche ergab 4-5 Milben/Tag.


    Das halte ich, sofern es nicht mehr wird, für Mitte Mai bei der Volksstärke und geschlüpfter Drohnenbrut noch für akzeptabel. Werde ich im Auge behalten.


    Wie empfohlen habe ich den ersten der beiden schlimmen Wildbau-Rähmchen aus dem Brutraum ans Ende des Honigraums umgehangen. Die Brut läuft langsam aus, danach kann ich den Rahmen entfernen. Am Wildbau fiel mir dann, aufgrund nun weniger ansitzender Bienen, ein Spielnäpfchen mit benachbarter Weiselzelle auf, die so perfekt in den Wildbau gesetzt war, dass ich sie vorher nicht sehen konnte. Leider hatte ich keinen Spiegel dabei, um reinzuschauen. Handykamera klappte nicht gut.


    Mir kommen hier folgende Alternativen:


    1) Angesetzte Weiselzelle, die dann nicht weiter bearbeitet wurde, nachdem ich den Rahmen aus dem BR umgesetzt hatte.


    2) Da ist in den letzten Tagen eine frische Jungkönigin geschlüpft und ich habe einen Vorschwarm verpasst.


    3) Die WZ ist noch aktiv. Konnte aufgrund der ungünstigen Lage nicht reingucken, hatte keine Spiegel dabei. Meine einen gräulichen Schimmer gesehen zu haben, aber definitiv nicht komplett mit Futtersaft gefüllt. Die Zelle fand auch nur vereinzelt von Arbeiterinnen Interesse, die mal reinguckten.


    Für mich sieht der Zelldeckel aufgeknabbert aus, also tendenziell Variante 2. Es gibt noch viel unverdeckelte Rundmaden-Brut, also muss in den letzten 6 Tagen eine stiftende Kö da gewesen sein. Eine Jungkönigin käme da nur in Betracht, wenn sie schon vor 3 Wochen geschlüpft wäre und ich deswegen auch seit Wochen vergeblich auf einen Schwarm warte. Zu dem Zeitpunkt habe ich auch die alte Kö zum letzten Mal gesehen. Frische Stifte habe ich nicht sehen können, muss da nochmal mit Taschenlampe ran.


    Was meint Ihr?



    Nichtsdestotrotz plane ich, aus dem Volk Ende Mai noch einen Ableger zu bilden. Je nachdem, wann die bestellte Zuchtkönigin abholbereit ist, entweder direkt mit zugesetzter Kö oder erstmal via Nachschaffung.

  • Hallo Master Tom und andere ERB-Erfahrene,


    ich habe noch eine Frage, evtl. auch einen Denkfehler bzgl. der Erweiterung mit den Leerrähmchen.

    Heuer war die Entwicklung meiner beiden ERB-Völker sehr dynamisch und ich habe regelmäßig sowohl fluglochnah als auch auf der anderen Seite des Brutnestes erweitert.

    Die Ladys haben brav ausgebaut, aber natürlich bald auch Rähmchen mit den größeren Drohnenzellen, die ja dann mit fortgesetzter Erweiterung allmählich in die Brutnestmitte rutsch(t)en.

    Gibt es Erfahrungen, wie sich das auf die weitere Entwicklung der Arbeiterinnenbrut und des Brutnests auswirkt?


    VG

  • Hallo Zusammen,

    Ich hab ein riesen Problem und zwar hab ich am Mittwoch einen Schwarm in meiner ERB Janisch einlogiert. Zwei Rähmchen rein und Futter. Jetzt haben die Bienen schon kräftig gebaut 4 Waben schon ca. 20 cm allerdings nicht in die Rähmchen sondern am Deckel. Ich hab keine Ahnung was ich machen soll bzw. wie und ob ich das wieder korrigieren kann. Bitte dringend um Unterstützung und Hilfe. VG



    Gruß

  • Waren das Leerrähmchen ohne Anfangsstreifen?

    Zwei Rähmchen finde ich auch ziemlich geizig.

    Ich fürchte, da hilft nur neu anfangen: Den Wildbau entnehmen (Brut wird da ja kaum sein), Ein paar mehr Rähmchen mit Anfangstreifen oder Mittelwänden geben und Füttern, damit sie weiter gut bauen.

    Die Bienen mit Schied auf die Rähmchen einengen.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)