Meine Erfahrungen mit der Mellifera Einraumbeute

  • Hallo Speerwerfer,


    als Ablegerbeute kann ich eine 10 bis 12 Waben-ERB empfehlen. Sie ist einfach handlicher als eine geteilte Normal-ERB. Auch wenn man Ableger abgibt, kann man die besser transportieren. Bis über den Winter kann man die Ableger darin führen und dann gegen eine normale ERB tauschen.


    Die Bienen generell in einer Ablegerbeute zu führen und Honigräume aufzusetzen, ist im Grunde die Rückerfindung der "normalen" Dadant Magazinbeute, nur mit gedrehten Waben. Wenn der Standplatz zu eng ist, wäre es konsequenter und einfacher gleich komplett umzusteigen. Dann kannst Du auf das große Sortiment an Beuten im Bereich Dadant zurückgreifen.

  • Hallo zusammen,


    mein Einraumbeuten-Volk überrascht mich immer wieder.


    Bei einer Teil-Durchsicht vorletzte Woche entdeckte ich diverse Spielnäpfe, aufgrund der großen Bienenmasse ging ich von aufkommendem Schwarmtrieb aus. Parallel fand ich zum ersten Mal in dem Gewusel die fleißige letztjährige Königin, die ich dann noch schnell nachträglich zeichnen konnte.


    Es wird auch viel eingetragen, aber leider nur in Teilen in den Honigraum abgelegt. Viel wandert in die BR-Futterkränze. Trotz extrem starken Volkes ist daher derzeit noch nicht viel Ernte in Sicht (bislang vielleicht erst 1,5 Waben im HR voll). Wie optimiert Ihr da die Raumverteilung zwecks Ertragssteigerung? Ohne ASG wohlgemerkt?


    Zwischenzeitlich zweite ERB fertig gezimmert und wollte jetzt einen Ableger am Stand bilden. Bei der neuen Durchsicht dann die Überraschung: Zwar ist die Bienenmasse noch stärker geworden, mehrere Stücke Drohnenwabe angelegt und etliche Drohnen geschlüpft im Volk, aber keine angelegten Weiselzellen. Sogar die Spielnäpfe wurden scheinbar zurückgebaut. Als ob das Volk seinen Schwarmtrieb (vielleicht durch die paar kalten Tage zwischenzeitlich?) wieder abgeflaut hat. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich mit zwei neuen Rähmchen so viel Platz gegeben habe, dass der Schwarmtrieb wieder sank.


    Wie sieht es mit eurem Schwarmtrieb aus? Gibt es schon Weiselzellen? Konntet Ihr schon Ableger bilden?


    Mich plagen ja seit Einschlagen des Volkes letztes Jahr im Brutnest drei Altwaben, die wegen falschen Abstands damals unsauberen Wildbau enthalten. Insbesondere im oberen Bereich haben die Bienen einen starken Dickwaben-Futterkranz angelegt, darunter ging die Wabe aber auf die reguläre Größe zurück. Am liebsten würde ich den überstehenden Futterkranz abschneiden, um die Waben zusammenschieben zu können. Aber das nimmt auch wirklich viele Vorräte vom Brutnest und sorgt für eine große Sauerei im Volk. Deswegen würrde ich die Waben lieber im Rahmen einer TBE/Brutscheune (geht aber erst nach Ende der Sommertracht) entfernen oder alternativ hinter einem Absperrgitter auslaufen lassen (aber wer imkert in der ERB schon mit Absperrgitter?).


    Tragisch war nun, dass das Volk in dieser Lücke, wie zu erwarten war, Wildbau angelegt hatte, mit einer abgehenden sich überlappenden und mit Nachbarrahmen verbundener Zwischenwabe. Sehr beeindruckendes Gebilde (wenn der Rahmen ausläuft, behalte ich den zur Ansicht!), aber auch sehr fragil. Ergebnis: Ein Wildbau-Brutwaben-Stück von Größe eines A5-Blattes brach ab und fiel in die Beute. Das Stück war so schief, dass ein Befestigen im Leerrahmen nicht mehr möglich war. lasse sie daher nun unten auslaufen und werde sie bei Gelegenheit entfernen.


    Werde jetzt einige Tage warten, ob die Kö diesen Faux-pas unbeschadet überstanden hat oder ob jetzt Nachschaffungszellen angelegt werden. Die Kö konnte ich nämlich auch nicht finden, entweder versteckte sie sich oder das Opalith-Plättchen ist wieder abgefallen. Aber eine Königin auf einer voll besetzten Wirtschaftsvolk-ERB-Wabe zu finden, ist schon eine andere Herausforderung als auf den kleinen DNM-Rähmchen.


    Frage in die Runde: Wie sieht es mit eurer Ablegerbildung aus? Wollte eigentlich per Schwarmvorwegnahme arbeiten und entweder einen Kö-Ableger mit der Altkönigin bilden, damit das WV eine Weiselzelle ausbrüten kann - oder aber eine Brutwabe mit Weiselzelle umsetzen. Mangels Weiselzelle wird das aktuell noch nichts. Abwarten auf Bildung? Oder eine BRIAS-Wabe entnehmen und auf Nachschaffungszelle setzen (auch wenn die Bienen noch keine Lust haben), dann z.B. als Flugling am alten Standort (und das WV versetze ich um zwei Meter) ?



    Möchte ungern länger als Mitte Mai mit der ersten Ablegerbildung warten, um dem neuen Volk genug Zeit zu geben.

  • Hallo Apfeltasche,


    Ablegerbildung ist im Moment wegen der Kälte so eine Sache. Wenn es irgendwie geht, warte damit bis nach den Eisheiligen. Dein Volk scheint das ja auch selbst erkannt zu haben und hat den Schwarmtrieb etwas hinausgeschoben. Ansonsten würde ich einen Kö-Ableger machen. Nicht zu geizig, mind. 2 Brutwaben und eine volle Futterwabe. Der kommt bis Herbst auf 8 ausgebaute Waben. Du kannst aber nat. auch alle anderen Methoden anwenden.


    Den Wildbau betreffend würde ich zum geradeschneiden neigen. Futter haben die sicher genug. Du kannst ja sukzessive vorgehen. Oder du wartest auf besseres Wetter und hängst den gesamten Wildbaublock in den hinteren Raum hinter die letzte Honigwabe. Normalerweise sollte dann die Brut dort auslaufen können und die Rähmchen dann als Honigwaben dienen. Du kannst Sie dann zur Ernte entnehmen.

  • Hallo Apfeltasche,

    ich kann dein Problem mit dem Wildbau nachvollziehen. Habe auch noch drei Rähmchen mit hochkant eingebauten DNM-Rähmchen in der Beute. Diese sind alle drei durch die entstandenen Hohlräume rundherum ineinandergebaut. Durch die Erweiterung an Pos. 2 wandern diese aber langsam zum Schied. Bei jeder Durchsicht geht etwas Wabenmaterial mit Futter kaputt. Die Bienen reparieren das aber wieder ordentlich.

    Mit dem geringen Honigertrag geht es mir 100% wie dir. Bei 2 Rähmchen (Mittelwände) von mittlerweile 5, welche ich als eigentliche Honigwaben an das Brutnest auf der Flugloch entfernten Seite eingesetzt habe wurden, obwohl ich zusätzlich an Pos. 2 mit Leerrähmchen erweitere, mit Brut belegt. Im Anschluss sind es auch nur 2-3 echte Honigwaben, welche nur zum Teil gefüllt sind.

    Ich glaube auch jetzt zu verstehen, warum Master Tom zuerst auf der Flugloch entfernten Seite mit Leerrähmchen erweitert, dahinter die leeren Honigwaben, und erst später am Flugloch weitermacht. Dadurch entsteht eine Lücke zum Honigbereich und kann nicht so schnell mit Brut belegt werden.


    Thanaidh`s Methode #469 gefällt mir ebenfalls besser als meine und werde das mal testen.


    Am Montag 27.04. hatte ich 12 - 15 Spielnäpfchen entdeckt und mir für Samstag eine Kontrolle vorgenommen (5. Tag). Da es am Samstag aber so kalt war habe ich das auf Sonntag verlegt und nun 5 verdeckelte Weiselzellen gefunden. Die Königin war zum Glück noch da und habe gleich einen Königinnenableger mit 2 verdeckelten Brutwaben (von Flugloch entfernter Seite), einer alten Futterwabe, ein Leerrähmchen und Bienen von einer Honig- und einer Brutwabe gemacht.

    Soweit alles gut und wieder Ordnung in der Kiste, denke ich.

    Das einzige, was mich nun wundert, von diesem Völkchen fliegt nach 4 Tagen noch keine einzige Sammelbiene aus. Ist das Normal? Ich vermute die eingefegten Honigwaben- oder Brutbienen sind in ihrer Entwicklung noch nicht als Sammlerin fertig entwickelt.


    Wenn ich von unten reinschaue wuseln diese ruhig auf den Waben. Ich denke man braucht jetzt nur Geduld und muss die Futtersituation beobachten oder liege ich da falsch?


  • Climmo : schön, einen Leidensgenossen zu haben :-)


    Mein Gefühl ist, dass die ERB sehr viel Fingerspitzengefühl benötigt, was das Erweitern mit neuen Rähmchen angeht. Durch den nicht eingeengten Brutraum kann sich die Königin leicht auf die Honigwaben begeben und hierdurch aus einer Honigwabe eine Brutwabe werden lassen, gleichzeitig sind die Waben so groß, dass weniger Honigraum benötigt wird. Mir scheint, als sei das "heranziehen" gut ausgebauter und gefüllter Honigwaben bei der ERB schwieriger als bei Magazinbeuten, da auf den Hochwaben im Brutraum so viel Platz ist. In Magazinbeuten sind die Waben flacher und kleiner, wodurch an den Brutwaben kein Futterkranz ausgebildet werden kann, ergo müssen die Völker zwangsläufig nach oben in den Honigraum, der ihnen dann zur Ernte entnommen wird. Bei der ERB funktioniert dieses Prinzip entsprechend nicht. Mir erscheint die ERB deutlich bienenfreundlicher ( da viel mehr Platz zum selbstbestimmten Wabenausbau), aber dass der Honigertrag so weit runter geht, hätte ich doch nicht gedacht. Ich hoffe, ich werde meinem Wirtschaftsvolk wenigstens zwei volle Honigwaben zur Ernte entnehmen können um ein paar Gläser zum Eigenverbrauch füllen zu können.


    Die Idee von bienenfred #481 mit der aufgesetzten Flachzarge finde ich auch interessant, bedeutet aber einen Eingriff in das System (Zargenaufwand, weitere Rähmchen) und entspricht ja eigentlich nicht dem ERB-Konzept (Stichwort: Rückerfindung Dadant). Als Kompromiss kann ich mir das für die kleine Ableger-ERB (max. 10 Rähmchen) vorstellen. Die Bienen können dann oberhalb ihrer Brut einen Honigraum etablieren und es ist leichter, die HR-Zarge nach Tracht zu entfernen. Auf den BR bleiben immernoch mehrere Kilo Futter übrig und zur Herbsteinfütterung kann eine Hochwabe ergänzt werden. Gleichzeitig überwintern die Völker auf wenigen ERB-Hochwaben, was für den Wärme- und Versorgungshaushalt viel leichter und bienenfreundlicher erscheint, als in anderen Zargensystemen.


    Bienen Janisch bietet übrigens explizit für sowas eigene ERB-Honigraum-Flachzargen an. Scheinbar sind wir nicht die einzigen, die dieses Phänomen beobachten.


    Überlege, mir mal am Wochenende eine Zarge zu basteln und das zu testen. Sorge mich nur, dass das WV nach Kö-Ableger vielleicht nicht mehr stark genug ist, um den Honigraum zu füllen.

  • Eine Zarge auf die ERB setzen fällt für mich grundsätzlich aus, da ich nicht auf großen Ertrag aus bin, mir die Betriebsweise von Mellifera und anderen hier im Forum sehr gefällt und ja auch funktioniert. Bin halt noch zu blöd.


    Die Sorge mit den wenigen Bienen im WV kann ich dir vielleicht nehmen. Habe heute die Nachkontrolle im WV auf Schwarmzellen gemacht. Dabei war die Beute propenvoll mit Bienen, auch hinter dem Schied.


    Habe aber noch ein anderes Problem. An keinem Rähmchen wurde seit Ablegerbildung weitergebaut, die haben auch gelangweilt auf dem Flugbrett gesessen. Da ich Anfänger bin mache ich mir vielleicht unnötig Sorgen, weiß nicht ob das nach Ablegerbildung immer so ist. Kann mir das jemand bitte sagen?


    Der Ableger hat dagegen viele Bienen verloren. Diese sind zum WV zurückgeflogen, da ich den Ableger 1 m daneben stehen habe. Als Ausgleich habe ich nochmal 2 Waben eingefegt, es soll ja kalt werden. Gibt es dagegen noch einen Trick, außer 3 km entfernt aufstellen oder Kisten hin und herrücken?

  • wenn alle Flugbienen weg sind, muß die Arbeit neu verteilt werden- es fehlen vor allem die Scouts und durch (viel) weniger Bienen kann es auch nachts zu Brutverkühlungen und Ausräumen kommen.

    Da kann durch Verstellen am Tage ohne Fluglochhindernis von einem schwarmreifen oder sehr aggressiven Volk die komplette Flugmannschaft in einen Ableger abgezogen werden. Am alten Volk ist dann die nächsten Tage fast kein Flugbetrieb, während am Ableger HR aufgesetzt werden müssen.

  • wenn ich höre: grundsätzlich kommt das nicht in Frage... entspricht nicht dem Konzept... Bienen erzeugen sowenig Honigüberschuß

    Wenn das Bienenvolk mehr Energie für das Kompensieren des Konzepts benötigt, hat es weniger Resourcen zum Sammeln von Honig und Bestäubungsleistung.

    Dann stelle eine andere Kiste daneben und ändere das Konzept oder gleich Kiste &Konzept.

    Interessant ist die Aussage "Das in der Einraumbeute verwendete Maß entspricht nicht dem zuerst an der Fischermühle verwendeten Typ. Die Wabe war noch deutlich größer. Um möglichstwenig Schwellen für die Verwendung der Einraumbeute zu schaffen wurde sie verkleinert.Nun sind übliche Schleudern für Dadant Waben geeignet," Vielleicht hätte man lieber Dadant-Honigräume ins Konzept nehmen sollen?


    Ich halte wenige große Waben und 1-2 flache Honigräume oben drauf für ein bienengemäßeres Konzept als diese flächige Ausdehnung ala Bienenkiste, Bienenbox oder ERB.

    Dafür aus einer ERB eine 2-Volkbeute mit HR zumachen erfordert weniger Aufwand als komplett auf dadant umzusteigen. Mit 2 ERB hätte man 4 Völker, was auch den Totalverlust verhindern kann.

  • Ich überlege jetzt mit meinem ERB-Volk (das zu starkem Wild- und Querbau neigt und den Honig ungern fluglochfern sammelt, sondern jede Lücke auf den Brutwaben damit füllt) wie folgt vorzugehen:


    Nach den Eisheiligen bilde ich bei gutem Wetter einen Königinnen-Flugling am alten Standort. Die alten Brutwaben bilden einen weisellosen Ableger, der sich Nachschaffungszellen ziehen soll. Bei Bildung könnte ich die Weiselzellen auch käfigen, um eventl. später mehr als eine nachgeschaffene Kö für einen weiteren Ableger retten zu können (eventl. Umweiselung später mit Zucht-Kö vom Verein, aber erst Mitte Juni).


    Da ich wegen des Naturwabenbaus die Drohnenbrut nur in kleinen Teilen erwischt habe und etliches geschlüpft ist, sieht man leider auch einzelne Drohnen mit Varroa. Das gefällt mir gar nicht! Bei Flugling-Bildung könnte ich, je nach Befallsgrad, daher in brutfreiem Stadium direkt behandeln.


    Beim Ableger wird die Brut in den kommenden drei Wochen auslaufen, und dann ist auch dort die Sommerbehandlung möglich, dann kann ich auch endlich die alten verbauten Waben entfernen.



    Parallel überlege ich, da das Volk aktuell sehr stark ist und der Flugling somit sehr viele Flugbienen bekommen wird, ob ich einen Honigraum auf die ERB aufsetzen soll, so zum testen (gibt ja auch kein ausgebautes Wabenwerk zur Einlagerung). Da bin ich mir nur noch etwas unschlüssig. Bienen Janisch bietet dafür ein eigenes HR-Format an: Rähmchenhöhe ist wie DN flach, Breite wie Dadant-hoch. Habe zwar noch Dadant-hoch-Rahmenbausätze, aber das jetzt anzupassen ist mir zu viel arbeit. Stattdessen überlege ich, einen DN flach-HR 90° gedreht als HR aufzusetzen, so wie von bienenfred vorgeschlagen. Nachteil ist nur, dass das eigentlich eine vermurkste System-Kombination ist, da DNM breiter ist als die halbe ERB. Damit müsste ich, damit ich das Ding später noch mit Deckeln verschließen kann, eine flache Zarge basteln, die über die gesamte ERB-Länge geht und nur einseitig über dem Brutnest DNM-Flachrähmchen aufnehmen kann. Den daneben verbleibenden Hohlraum müsste ich verschließen.


    So kriege ich noch eine Vermehrung auf zwei ERB-Völker hin, die auf frischem Wabenwerk eingewintert werden können und den Wildbau los sind, der mir als Imker die Kontrolle so schwer macht.


    Da der Flugling bis Juni weiter massiv eintragen dürfte, besteht gleichzeitig die Chance, dass der HR bis zur Sommerernte dann voll ist und trotzdem einige Kilo geerntet werden können.


    Was meint Ihr?

  • Das einzige, was mich nun wundert, von diesem Völkchen fliegt nach 4 Tagen noch keine einzige Sammelbiene aus. Ist das Normal? Ich vermute die eingefegten Honigwaben- oder Brutbienen sind in ihrer Entwicklung noch nicht als Sammlerin fertig entwickelt.


    Wenn ich von unten reinschaue wuseln diese ruhig auf den Waben. Ich denke man braucht jetzt nur Geduld und muss die Futtersituation beobachten oder liege ich da falsch?

    Hallo Climmo,


    Ableger brachen einige Zeit sich zu konsolidieren. Arbeiterinnen müssen erst nachschlüpfen, damit fehlende Flugbienen ersetzt werden können. Ich habe z.B. am 02.05. einen Kö-Ableger gebildet, der ist am 09.05. erstmals nennenswert geflogen. Deshalb ist es wichtig Ableger auch bei guter Tracht mit genügend Futter zu versorgen. Kö-Ableger sind allerdings sehr dynamisch und erreichen innerhalb weniger Wochen stattliche Größen.


    Zum Honig:


    beim Thema Honig kommt es auch auf Deine Tracht an. Was ist denn bei Dir Haupttracht? U.a. danach richtet sich wieviel die Bienen eintragen können. Dann ist die Volksstärke wichtig. Nicht jedes Volk ist so stark, dass es eine gute Tracht auch gut ausnutzen kann. Wieviel der 22 möglichen Waben sind denn bei Dir in der Beute und ausgebaut?


    Wenn Du einen Kö-Ableger gebildet hast, solltest Du das Muttervolk nach ein paar Tagen noch einmal auf Schwarmzellen kontrollieren und nur eine stehen lassen, um so Nachschwärme zu verhindern. Da die Brut nun Stück für Stück schlüpft, ohne dass neue nachkommt, wird Platz und Zeit frei Honig einzutragen. In den nächsten Wochen wird sich also der Honigertrag steigern und es werden weitere "reine" Honigwaben entstehen.


    Gruß

  • Ich hoffe, ich werde meinem Wirtschaftsvolk wenigstens zwei volle Honigwaben zur Ernte entnehmen können um ein paar Gläser zum Eigenverbrauch füllen zu können.

    Hallo Apfeltasche,


    zum Honigertrag hatte ich Climmo schon was geschrieben. Der Honig-Ertrag ist in der ERB tatsächlich geringer als in anderen Beuten. Bei anderen Beuten nutzt man verschiedene Techniken, z.B. Absperrgitter, um Brut von Honig zu trennen und so erntbar zu machen. In der ERB wird das in der Form nicht gemacht. Trotzdem gibt es natürlich immer starke und schwache Völker. Starke Völker besetzten jetzt bereits die ganze Beute, da hat man dann je nach Ausprägung des Brutnestes auch 8 bis 10 Honigwaben. Schwache Völker haben vielleicht nur 15 Waben und eben weniger Honigertrag.


    Wieviele Waben sind bei Dir vorhanden und was ist Deine Haupttracht? Insgesamt ist es schwer Dir einen Tipp zur Vermehrung bzw. der Beseitigung des Wildbaus zu geben. Vielleicht kannst Du mal ein Foto vom Zustand schießen.


    Gruß