Meine Erfahrungen mit der Mellifera Einraumbeute

  • Hallo Apfeltasche,


    ich nehme an Du verwendest auch irgendeine Art Abstandshalter? Dann sollte der Beespace stimmen. Ich nehme z.B. Polsternägel und es ergibt sich ein Abstand von ca. 8mm zwischen den Waben. Dann sollte des keinen nennenswerten Verbau geben. Dass es zwischen den Waben einzelne dünne Wachsbrücken gibt, ist aber normal.


    Was das verhonigte Brutnest angeht, stellt sich die Frage, ob der Ableger eine Königin hat. Oben warst Du Dir ja nicht ganz sicher. Wenn keine Kö da ist und die Tracht passt, werden die freien Brutzellen mit Honig vollgeklatscht. Später korrigieren die Bienen das aber wieder, wenn die neue Kö in Eiablage geht. Hast Du Brut oder die Kö gesehen?

  • Letzte Woche war definitiv eine Königin da. Am Wochenende konnte ich sie trotz Markierung nicht finden, aber es war unverdeckelte, frische Brut da. Hoffe, sie hat sich nur versteckt und sich nicht zwischenzeitig davongeschlichen. Werde es beobachten.


    Zum Platzbedarf: Ich nutze Abstandshalter, aber weil es sich um einen umgebauten Ableger handelt, bei dem DNM- Rähmchen nicht ganz perfekt in die Dadant-hoch gesetzt wurden (und die alten Hoffmannteile nun statt oben leider linksseitig sitzen; ich weiß, dass das keine schöne Art ist), kann ich die Rähmchen nicht ganz bis auf Beespace zusammenschieben. Die Waben sind wegen des größeren Abstands breiter als gewünscht und nehmen mehr Platz weg. Enger zusammenschieben geht nicht, da ich dann den beespace an den Hoffmannteilchen teilweise zu stark einschränken würde (und hierdurch Bienen quetschen oder den Zugang verbauen würde).


    Im Ergebnis ist die Ableger-Umbau-Geschichte ungünstig gewesen. Am liebsten würde ich die Rähmchen entfernen und in Anbetracht der guten Tracht- und Witterungslage á la Brutentnahme auf leeren Rähmchen ordentlich neu anfangen und die Brutwaben neben die Beute in einen Brutkasten setzen. Aber das möchte ich dem frischen Ableger eigentlich auch nicht noch zusätzlich antun, bloß weil am Anfang die Übernahme des Ablegers schief gelaufen ist. Man kann junge Völker ja auch zu Tode inspizieren und umbauen...

  • Hallo Kollegen kann mir jemand weiterhelfen? In meiner Einraumbeute in der ich im Mai einen Naturschwarm einlogiert habe sind mittlerweile 8 Rähmchen komplett ausgebaut. Jetzt habe ich letzte Woche wieder um ein Rähmchen erweitert. Heute Sehe ich dass die Bienen zwar das neue Rähmchen schon wieder ein Stück ausgebaut haben aber auch die Waben von Rahmen zu Rahmen beginnen zusammen zu bauen. Was soll ich tun? Die Brücke wegnehmen und das mit Waben hochgebaute Rähmcheb ganz nach aussen Stellen ? Danke im Voraus für eure Tips. Gruß Mario

  • Hallo Kasmodiah,


    wenn ich es richtig verstanden habe, hast Du das Rähmchen zwischen Futtertasche und den anderen Waben. Das ist gut, da damit kein Wildbau entstehen kann. Beim Naturbau musst Du immer etwas nachbessern, gerade richten etc. Löse die Waben mit den Wachsbrücken vorsichtig voneinander und drücke das überstehende Wachs vorsichtig mit dem Stockmeisel in die Wabe, so dass sie möglichst gerade ist. Dann die Wabe wieder reinhängen, die Bienen machen den Rest.


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

  • Dazu habe ich jedem meiner beiden Wirtschaftsvölker 8 verdeckelte Honigrähmchen entnommen.

    Hallo Master Tom,


    schaffst Du es, acht Honigrähmchen ohne Brut zu entnehmen? Ich habe eher langgezogene Brutnester, so dass mir nur drei bis vier Honigrähmchen (von insgesamt 18) ohne Brut bleiben. Was kann ich anders machen? Gehst Du vor, wie von Melifera empfohlen, und öffnest die Honigkränze im Frühjahr? Das habe ich bisher nicht gemacht.


    In diesem Jahr habe ich zum ersten Mal ein Volk, das das Futter auf der Fluglochseite einlagert und die Brut auf der dem Flugloch abgewandten Seite hat. Woran kann das liegen? Ich habe dieses Frühjahr aufgrund eines Urlaubs sehr (zu) früh beidseitig erweitert. kann das der Grund sein. Eine zweite Überlegung war, dass ich das auf der kurzen Seite über die ganze Länge gehende Flugloch einseitig eingeengt habe, bisher hatte ich es symmetrisch eingeengt, dass es in der Mitte liegt. Eingeengt deswegen, weil ich der Meinung bin, dass es über die ganze Breite zu groß ist. Diese Überlegung habe ich allerdings wieder verworfen, da die Melifera-Beuten das Flugloch auf der langen Seite einseitig haben. Oder könnte das doch eine Rolle spielen?


    Vielleicht kannst Du oder auch jemand anders mir weiterhelfen.


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

  • Hallo Thanaid

    Danke für deine Hilfe habe es heute gleich so umgesetzt. Leider war schon Honig in den Zellen so dass durch das Eindrücken bzw. Heraustrennen diese durch die Aktion geöffnet würden. Ich hoffe sie können das schnell wieder reparieren. Vielen Dank und Grüße

  • Hallo Thanaidh,


    grundsätzlich führe ich die Völker an einer Beutenwandseite. Auch das Flugloch ist bei mir immer seitlich. Das führt dazu, dass die Bienen fluglochnah auf bis zu 10 Waben brüten, dahinter kommen die Honigwaben.


    Denke beim erweitern daran Leerrähmchen nicht in das Brutnest zu hängen, sondern an den Rand, sonst könnte auch dadurch das Brutnest auseinandergetrieben werden. Ich erweitere auch im Frühjahr erst recht spät, wenn die Völker schon voll im Brutgeschäft sind und große Brutflächen angelegt haben. Schon dadurch ergibt sich eine kompakte Form des Brutnestes fast automatisch.


    Welche Brutnestform die Völker anlegen soll laut Mellifera wohl auch genetisch bedingt sein. Auch die hatten Völker die keine Kugel, sondern eine Zigarre anlegen. Durch anritzen der Futterkränze im Frühjahr soll man das wohl zugunsten der Kugel beeinflussen können. Meine Bienen brüten auch so kompakt, sodass ich nie etwas anritzen musste. Es wäre aber bei Dir ein Versuch wert.


    Auch bei mir gab es den Fall, dass ein Volk fluglochfern brütete und den Honig vorne eintrug. Das war aber dem Umstand zu verdanken, dass die Bienen eine Zeit brutfrei waren. Als die neue Kö legte, fand sie scheinbar ersteinmal hinten Platz zur Anlage eines Brutnestes. Im Laufe der Zeit entstand dann vorn eine zweites Brutnest und hinten das lief wieder aus. Die Bienen regeln das für sich. Wenn es Dich stört, kannst Du auch die Honigwaben nach hinten verlagern und das Brutnest (als Block) ans Flugloch schieben. Aber eigentlich nicht nötig.

  • Hallo Thanaid

    Danke für deine Hilfe habe es heute gleich so umgesetzt. Leider war schon Honig in den Zellen so dass durch das Eindrücken bzw. Heraustrennen diese durch die Aktion geöffnet würden. Ich hoffe sie können das schnell wieder reparieren. Vielen Dank und Grüße

    Hallo Kasmodiah,


    mach Dir wegen Deiner Zerstörungen nicht zu viele Gedanken. Naturbau ist nie 100% perfekt. Gerade wenn es Tracht gibt, oder geerntet wird, geht eben mal was kaputt. Das ist normal und passiert jedem. Die Bienen reparieren das in kürzester Zeit. Sollte doch einmal größerer Schaden entstehen, z.B. eine ganze Honigwabe abreißen oder aufgeschlitzt werden, stell Dir einen Plastikeimer mit Deckel neben die Beute. Da kannst Du den Bruch schnell hineinbefördern, ohne dass am Stand endlos viel Honig ausläuft. Das könnte sonst Räuberei auslösen.


    Sollten mal 2 Honigwaben zu einem kompakten Block verbaut worden sein, lass sie bis zur Honigernte drin und nimm dann den Block komplett heraus. Vor dem Schleudern kannst Du den Block dann zu Hause trennen, ohne dass sich der Honig in die Beute ergießt. Überhaupt ist die Honigernte eine gute Gelegenheit aufzuräumen. Es kommen nur die Waben wieder ins Volk die halbwegs ordentlich ausgebaut sind. Der Rest wird gerade geschnitten oder eingeschmolzen.

  • Hallo Master Tom,


    danke für die Tipps. Weiter vorne habe ich gelesen, dass Du auf acht bis zehn Waben überwinterst. Ich auch, aber eher auf zehn, auch schon auf bis zu zwölf. Bei einer etwas größeren Wabenfläche als bei Dir könnte ich hier auf jeden Fall enger fahren. Damit ist das Brutnest bereits kompakter. Das werde ich in diesem Jahr machen und im Frühjahr etwas später erweitern. Nächstes Jahr weiß ich mehr.

    Auch bei mir gab es den Fall, dass ein Volk fluglochfern brütete und den Honig vorne eintrug. Das war aber dem Umstand zu verdanken, dass die Bienen eine Zeit brutfrei waren. Als die neue Kö legte, fand sie scheinbar ersteinmal hinten Platz zur Anlage eines Brutnestes. Im Laufe der Zeit entstand dann vorn eine zweites Brutnest und hinten das lief wieder aus. Die Bienen regeln das für sich. Wenn es Dich stört, kannst Du auch die Honigwaben nach hinten verlagern und das Brutnest (als Block) ans Flugloch schieben. Aber eigentlich nicht nötig.

    Alles schon probiert. Dieses Volk scheint sich in den Kopf gesetzt zu haben, die Dinge anders zu machen. Ich habe die Chance genutzt und im Zuge des Königinnenablegers die vollen Honigwaben nach hinten getan, die noch eher leeren zwischen Brutnest und den Honig und gedacht, dass sich das mit der neuen Königin dann regelt. Die Bienen interessiert das gar nicht, die eher leeren sind inzwischen bebrütet, vorne lassen sie das Brutnest auslaufen und lagern wieder Honig ein. Ich lasse sie jetzt einfach machen. Spannend ist, dass der Ableger mit der alten Königin sich völlig normal verhält.


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

  • ....Spannend ist, dass der Ableger mit der alten Königin sich völlig normal verhält.


    Herzliche Grüße,

    Thanaidh

    Ist die Seite mit dem Flugloch in der gleichen Himmelsrichtung?

    Viele Grüße aus der Westlausitz


    "Was tausend Wichte sagen, bekommt Gewicht" - Johann Nepomuk Nestroy

  • Das Flugloch des Wirtschaftsvolkes zeigt in Richtung Süden, wie bei den anderen beiden Wirtschaftsvölkern (die sich unauffällig verhalten) auch, das des Ablegers dieses Volkes zeigt nach Süd-Osten. Kann das einen Unterschied machen?

  • Das Flugloch des Wirtschaftsvolkes zeigt in Richtung Süden, wie bei den anderen beiden Wirtschaftsvölkern (die sich unauffällig verhalten) auch, das des Ablegers dieses Volkes zeigt nach Süd-Osten. Kann das einen Unterschied machen?

    Das sollte keine Rolle spielen.


    Im Grunde ist es ja egal wo sie brüten, Hauptsache sie brüten. Irgendwann werden sie schon umstellen.