• Hat jemand von Euch mal einen Met mit Hopfen angesetzt?

    Ich hab hier gerade eigentlich alles da was ich brauche, bin mir aber mit der Rezeptur noch etwas unschlüssig.

    Ich will einen Rohhopfen mit 6,5% Alpha verwenden.

    Mein Plan wäre jetzt gewesen ca. 7-8g/Liter Ansatz Hopfen zu verwenden.

    Ein Drittel davon ca. 40 Minuten abzukochen, dann nochmal soviel für weiter 15 Minuten zuzugeben und den Rest kalt in den Ansatz zu geben um, alles Geschmacks- und Geruchskomponenten in den Gärballon zu bekommen.

    Oder hat mir jemand ne bessere Idee?

    Gruss David

    Das Wort gleicht der Biene: Es hat Honig und Stachel.

  • Hallo,


    wie hast du den Alpha Gehalt bestimmt? Meines Wissens bezieht sich der immer auf die Trockenmasse. Selber habe ich noch keine Erfahrungen mit Rohhopfen, aber lt. Braukollegen wird entsprechend mehr benötigt da der Alpha Gehalt im Rohhopfen prozentual eben geringer ist.


    Kalthopfen findet bei der Bierherstellung erst nach der Hauptgärung statt, damit ist das Risiko einer Infektion geringer und auch nur für 1-3 Tage.


    Generell gilt, die Alpha säure wird beim Kochen gelöst. Je länger desto mehr geht in Lösung. Wobei der Effekt mit der Dauer abnimmt und sich nach ca. 70 Min. praktisch nichts mehr tut.

    Die Aromen gehen beim Kochen verloren und holst du dir mit dem Kalthopfen wieder rein, welches mangels Temperatur aber kaum Alphasäure löst.


    Ansonsten findest du hier einen Rechner für die Bittere (IBU) für Biere. Aber auch der bezieht sich auf Trockenmasse. Am besten dürfte es also sein, wenn jemand mit Erfahrungswerten dir eine Mengenangabe machen kann und du dann experimentierst bis es deinen Geschmack trifft.

  • Der Alpha Gehalt wird doch von den hopfenanbietern angegeben.

    Für Hobbybrauer und wohl erst recht für Imker ist diese Angabe aber eher Blödsinn...

    Die Heimbrauerei unterliegt so vielen Variablen, dass man nicht abschätzen kann wie gut der im Hopfen enthaltene Alphagehalt tatsächlich ausgenützt wird...


    Für Met würde ich nur kalthopfen...oder notfalls mit Hopfenextrakt arbeiten. Dann hättest du wohl die Aromen drinnen, nicht aber die Bittere. Die Frage ist halt, was dein Ziel ist?

  • Ich mag das bittere am Bier, aber das zu süße am Met nicht!


    Warum nicht mal ein Met mit bitterem Geschmack. Ich könnte mir das gut vorstellen!


    Wir können es ja beim nächsten IFT verköstigen!


    Susanna

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)