Ableger tot - wohin mit den Waben

  • Hallo zusammen,


    leider habe ich mein Ableger verloren. Er wurde zwischen den Behandlungen (AS und nun OS) immer kleiner und ist mir beim ersten Frost Anfang Dezember erfroren. Einzelne kleine Gruppen hingen noch an den Waben, der Rest war weg.


    Nun stellt sich aber mir die Frage, was ich mit den mit Futter(Api-Invert) gefüllten Waben anstellen kann.

    Kann ich diese einfach weg stellen und für die kommende Futterperiode aufheben?

    Soll ich sie zu meinem verbliebenen Hauptvolk hängen (nachdem ich dort den Futterstand kontrolliert habe)?


    Oder soll es besser - aus Vorsicht, weil der Tod des Volkes doch andere Ursache haben könnte - die Waben vernichten?


    Ich freue mich über Eure Antworten.


    Danke und VG,

    DerWiesenimker.


    P.S.: Hier ein Bild mit den toten Bienen:


  • Guido Eich meint immer, die Imker seien die einzigen Tierhalter, die Teile von Kadavern in lebende Tiere implantieren. (oder so ähnlich)


    Also, die Wabe auf dem Bild würde ich wahrscheinlich eher einschmelzen und keinem anderen Volk geben. Bei hellen, sauber verdeckelten Futterwaben, ohne Kotspritzer o.ä. würde ich persönlich es in diesem Fall wahrscheinlich nicht so eng sehen und sie ggf doch weiterverwenden. Nach meiner bisherigen Einschätzung. Die kann sich ändern.


    Muss nochmal nachforschen, wie lange Bienenviren außerhalb des Wirtes infektiös bleiben, und ob Infektionen bei der Aufnahme von Winterfutter überhaupt eine Rolle spielen.

  • Hallo Wiesenimker,

    Ich habe zwar erst in 2017 mit der Imkerei angefangen, aber ich würde hier im Interesse der Bienen handeln.

    Alles von dem Volk, dessen Todesursache unbekannt ist wird eingeschmolzen, der Rest desinfiziert und für das neue Jahr vorbereitet. Mir wäre die Gefahr zu hoch aus Sparsamkeit noch ein weiteres Volk zu gefährden.

    Dieses Vorgehen wurde uns im Grundkurs nahe gelegt.

    Das Wachs würde ich entweder zu Kerzen verarbeiten oder zur Aufarbeitung abgeben. Die Gefahr das sich im Wachs Ev. Krankheitserreger befinden und diese über den Umweg der eigenen Mittelwandherstellung ins nächste Volk kommen währe mir zu hoch.

    Mit sonnigen grüssen Michael

  • Ich sehe jede Menge Milbenkacke?.... Die AS hat wohl , wie leider so oft, nix oder/zu wenig, genutzt, warum auch immer.

    Muss nochmal nachforschen, wie lange Bienenviren außerhalb des Wirtes infektiös bleiben

    Weiß das auch nicht sicher , besser : Feuerbestattung!

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Hallo zusammen,


    herzlichen Dank für Eure Einschätzung und Eure Empfehlungen.

    Ihr habt recht, einschmelzen bzw. entsorgen macht am meißten Sinn! Das werde ich machen.


    Die Idee zur Weiterverwendung war auch nicht die Sparsamkeit oder gar Geiz - es ging mir nur darum, nicht unnötig Material wegzuwerfen, was evtl. noch verwendet werden kann - und genau der Blick, der mir zeigt, dass die Waben zu alt oder befallen sind, fehlt mir derzeit noch - deshalb nochmals Danke!


    Viele Grüße und eine schöne erste Woche im neuen Jahr,

    DerWiesenimker.

  • Ich sehe eine Varroa Aufsitzen. Würde die Waben einschmelzen oder entsorgen.

    Ich sehe jede Menge Milbenkacke?.... Die AS hat wohl , wie leider so oft, nix oder/zu wenig, genutzt, warum auch immer.

    Muss nochmal nachforschen, wie lange Bienenviren außerhalb des Wirtes infektiös bleiben

    Weiß das auch nicht sicher , besser : Feuerbestattung!

    Beides sieht man ziemlich deutlich.

    Würde zusätzlich das Varroakonzept für dies Jahr überdenken.

  • Hallo nochmal,


    hab mich grad auf deiner Homepage ein wenig umgesehen. Dabei ist mir das Bild deines verbliebenen Volks aufgefallen.


    Hast du die Waben vor dem träufeln zur Futterkontrolle auseinandergeschoben oder herrscht dieses Chaos auch jetzt noch? Falls ja unbedingt korrigieren um einen reibungslosen Wabenwechsel zu gewährleisten (nicht nur) sollte der Wabenabstand stimmen. Zum anderen fällt mir auf, dass ich keine Wabe mit verdeckeltem Futter sehe. Sicher, dass die genug haben?


    Ergänzung: Habs mir eben nochmal angeschaut, bin mir fast sicher (an den Propolisrändern der Rähmchenauflage zu erkennen), dass das Chaos so schon vor dem öffnen war. Bitte tu deinen Bienen den gefallen und korrigier das. Wer hat dir eigentlich das Rähmchenchaos angedreht?

    MfG Max

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Max Droni ()

  • Hallo Max Droni,


    du hast Recht, beim Betrachten der Bilder und dem Lesen Deines Kommentars fällt mir auf, dass der Abstand sehr unterschiedlich ist - wissentlich habe ich das nicht gemacht - werd ich jedoch korrigieren.


    Das Rähmchenchaos kommt durch den Zukauf des Ablegers bzw. Wirtschaftsvolks und dem Hinzufügen neuer Rähchen zustande. Die beiden Völker stammen von einer Imkerin aus der Umgebung, die viele Jahre imkert und somit sicher schon viele verschiedene Rähmchen probiert hatte.


    Noch zum Futter: Auf den Bildern sieht man nur die unterste Zarge - die darauf stehende Zarge steht gerade auf der Bank neben der Beute (uff, und auf einem älteren Homepagebild sogar auf der Wiese - grrrhhh). Es kommen also nochmals etliche Futterwaben hinzu.


    --> Jetzt natürlich die Frage: Soll ich die lieber teilweise nach unten hängen und somit mit vorhandenen austauschen - oder die Bienen lieber in Ruhe lassen?


    Herzlichen Dank für Eure Tips,

    DerWiesenimker.

  • Ich bin es nochmal.

    Kurz zu meinem Varroa-Konzept bzw. meiner Art zu Behandeln.


    Ich habe mich grundsätzlich, und das fand ich wichtig, an die Ratschläge meines Imkerpaten/Imkervereins gehalten. Imkerkurs habe ich nicht gemacht - ganz einfach, weil es, als ich angefangen habe, keinen gab --> wird aber dieses Jahr gemacht.


    Sprich:
    - Apilife Var-Behandlung --> Ende Mitte August

    - Ameisensäure mittels Nassenheider --> Anfang September

    - Oxalsäure mit Bienenwohl --> 24. Dezember


    Die Behandlung mit Apilife Var hat mich persönlich nicht richtig überzeugt, ist aber nur Bauchgefühl und ich kann es nicht belastbar belegen.


    Die AS-Behandlung mit dem Nassenheider fand ich gut, würde diese im kommenden Jahr präverieren und mit noch deutlicher an die Zeiten halten - da war ich evtl. zu spät dran (Bauchgefühl).


    OS-Behandlung mit Bienenwohl fand ich bisher (heute 2. Kontrolle, aktuell keine tote Milbe mehr) sehr gut, würde ich im kommenden Jahr wiederholen und evtl. auch etwas vorverlegen (aber alles natürlich nicht dogmatisch, sondern angepasst an das Wetter bzw. die aktuellen Verhältnisse usw.)


    Wie man sieht orientiere ich mich an dem empfohlenem Vorgehen - es spielt aber noch sehr viel Bauchgefühl mit, dass heißt ich kann noch nicht aus dem Gesehenem direkt ableiten. Aber ich denke das wird noch.


    Ziel ist es darüber hinaus (und für die Tips danke ich Euch): grundlegende Erneuerung der Waben, Beseitigung des Chaos usw.


    VG,

    DerWiesenimker.

  • Hallo Wiesenimker,

    ich denke, du warst zu spät mit der Behandlung dran.

    Versuch mal, nach dem Abschleudern Ende Juli direkt gegen die Milbe zu behandeln.

    Damit werden dann hoffentlich gesunde Bienen erbrütet, welche die Winterbienen erbrüten/pflegen sollen. Das geschieht dann im August/September. Dann kommt noch das Auffüttern etc. dazu.

    Das Wetter war ja für AS Langzeitbehandlung dieses Jahr bei uns auch nicht optimal. Das muss alles berücksichtigt werden.

    Wie wurden denn die Ableger behandelt?

    Ich wohne nicht weit weg von dir und fahre jeden Tag fast vorbei.

    Bei Interesse melde dich einfach mal bei mir.

  • Hallo Wiesenimker

    Sprich:
    - Apilife Var-Behandlung --> Ende Mitte August

    - Ameisensäure mittels Nassenheider --> Anfang September

    - Oxalsäure mit Bienenwohl --> 24. Dezember

    Warum so ein später Beginn mit der Behandlung ?


    Mitte/Ende August ist der Bien im vollem Gange mit dem Heranziehen der Winterbienen, die Varroapopulation aber nicht dezimiert sondern im Vergleich zum Frühjahr erheblich angewachsen, so dass es zwangsläufig zu massiv geschädigten Bienen, und in Summe zum Völkerverlust kommt.


    Beste Grüße


    Peter