Oxalbehandlung trotz 2 Milben pro Woche?

  • Hallo,

    Erstmal danke!

    Ansonsten bleibe ich dabei: In 2018 wird die Maßnahmenfülle erweitert und die Mittelfülle extrem verkleinert. Weil auch heute mit dem eingeschlagenen Weg 0 Milben auf allen Windeln!

    Bienenfall zwischen 4 und6 / Tag.

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Meine Frage, ob der Varroafall nach der OS-Behandlung bis zu 5 Wochen anhalten kann, wurde noch nicht beantwortet. Weiß da jemand was dazu?


    Susanna

    Antwort dazu kann ich Dir geben: Aus eigener Zählung ermittelt und auch die Studienlage bestätigt dass frühestens nach 2 Wochen und spätestens nach 4 Wochen kein Milbenfall mehr durch die OS erfolgt.

    Nach 5 Wochen also leider der natürliche und zu hohe Totenfall...


    M.

  • Wie geht es nun weiter mit den "Problemvölkern"? Wenn es so ist, wie zu befürchten, dann wäre es auch für manchen Mitleser lehrreich zu erfahren:

    - nicht nur, ob und wie bzw. wann sich die Prognosen bspw. von Kleingartendrohn verifiziert haben, sondern

    - welche imkerlichen Entscheidungen bei Deinen Prämissen, liebe Susanna, nun fallen und welche Konsequenzen die zeitigen.


    Mit wirklich interessierten Grüßen - Gottfried

  • Jetzt nichts mehr machen, was soll das für Nutzen haben. Ich sehe die Sache positiv, wer denkt jetzt noch Völker retten zu können der irrt. Entwerder sie schaffen es oder eben nicht, jetzt ist Winterruhe.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Das wäre dann wohl die Falle, die Kleingartendrohn beschrieben hat (#107). Nichtstun ist auch eine imkerliche Entscheidung, die zudem durchaus Folgen hat.

    Aber auch dabei bleibt Lehrstoff, den zur Kenntnis zu nehmen sich lohnt. In diesem Sinne kann man sich im imkerlichen Interesse wie im Interesse der Bienen der Bitte von Kleingartendrohn um die entsprechenden Daten in #104 letzter Satz nur anschließen.

  • Ihr seid immernoch hier? Ist was passiert in der Zwischenzeit? Wär nicht mal wieder Zeit für eine überraschende Volte? Ne Runde Hyperthermie und ein Vollkornmüsli? Nicht? Und ja, bitte unbedingt weiter berichten, ich fieber mit!


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Es gibt nichts neues, aber falls ja, werde ich berichten! Versprochen!


    In den nächsten Tagen werde ich nochmals den Schieber(den Ausdruck Windel mag ich nicht, erinnert mich zu sehr an die Kleinkinderzeiten!)einlegen und nochmals zählen. Danach ist Ruhe bis es Ende Februar oder Anfang März wieder wärmer wird!
    Ich habe ja geschrieben, dass ich nicht bedampfen werde und eine Alternative dazu gibt es jetzt nicht!


    Also Geduld und auf die Hände sitzen!

    Ich nagle mal in der Zwischenzeit meine Rähmchen zusammen, gieße Mittelwände und freue mich auf das IFT-Treffen!


    Susanna

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)

  • Es gibt ja auch Effekte, die den natürlichen Totenfall verfälschen. Um die Daten abzusichern, kann man die Messung des natürlichen Totenfalls wiederholen. Vorher tote Bienen vom Bodengitter entfernen.

    Gruß Ralph

  • Dazu kommen die Wetterbedingungen vor und während der Messung. Wenn es eine Woche lang Frost hat, die Bienen sitzen eng, man legt die Windel ein, das Wetter außen wird deutlich wärmer, dann bewegen sich die Bienen viel mehr, und es fallen evtl. Milben, die schon eine Woche lang tot zwischen den Bienen oder an den Waben hingen.

    Als ich das las, ist mir im nachhinein aufgefallen, dass es meine Nordhang/Schattenvölker sind, die den erhöhten Varroafall haben!

    Um Weihnachten herum wurde es bei uns wieder wärmer. Die Sonnenvölker sind teilweise geflogen oder saßen nicht mehr so eng in der Traube, bei den Schattenvölkern dagegen war nichts los, soweit man das durch die durchsichtige, feste Folie sehen konnte!


    Deshalb werde ich nochmals zählen und am Sonntag/Montag weiß ich mehr!


    Susanna

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)

  • Hallo,


    bei der ganzen Milben-Zählerei stellt sich mir immer (wieder) die Frage was man nun mit dem Ergebnis anfängt. Das Problem was ich sehe, wir kennen keinen exakten Anfangsbefall (Also wie viele Milben sind/waren im Volk). Wenn dann nach erfolgter Behandlung sehr wenig Milben fallen sollte das nicht bedeuten dass meine Behandlung(en) effektiv gewirkt hatte(n) und mein Volk nahezu Milbenfrei ist. Vielmehr fallen auch wenig Milben wenn meine Behandlung warum auch immer nicht wirkungsvoll war. Um dieses Ergebnis bewerten zu können, wäre es erforderlich die Zahl alle Milben zu kennen (die sich auf dem Schieber und oberhalb vom Schieber im Volk befinden).

    Deshalb zähle ich u.a. keine Milben mehr. Macht bei wenig Völkerzahlen sicherlich Spaß dort alle Tage die Schieber auszuzählen, wenn’s aber mehr Völker werden ist das kaum zu bewerkstelligen. Auch nur bei ein zwei Völker auszählen und hoffen das der Rest passt gibt mir nicht die Gewissheit. Deshalb behandele ich konsequent alles durch und das wie schon geschrieben wurde, sofort nach der Ernte damit Anfangen um eine potente Anzahl an Winterbienen zu bekommen. Das eigene Behandlungskonzept komplett durchziehen, auch wenn weniger Milben als erwartet liegen.

    Also im Zweifel ob Behandeln bei zwei Milben pro Woche würde ich immer „JA“ sagen und umso früher umso besser. Viele grüße Stefan

  • Du hast recht, StefanH. Wenn man Varroa zählen mag, sollte man einen Ausgangsbefund haben. Das heißt, im Juli einmal die Windel rein. Also Beispiel von einem meiner Völker: es fielen 6/d, da es stark in Brut war, sind ungefähr 1800 Milben im Volk.

    1800 Milben wurden mit AS Nassenheider prof. behandelt Anfang Aug.. Es fielen 1500 Milben an 6 Messtagen über 14 Tage. Der Rest wurde nicht gemessen. Somit sollte noch etwas mehr gefallen sein.

    Restmilben geschätzt 300. Die nächste Behandlung war im September, somit ist von einer Verdoppelung auszugehen.... 600 Milben (Natürlicher Fall 2 M/d). Bei der Behandlung fielen 140 an 6 Messtage in 14 Tagen (Behandlung war wieder Nassenheider prof. ), der Nachfall nach der Behandlung wurde nicht gemessen. Somit geschätzt 460 M., verdoppelung im Oktober 920 Milben. Kontrolle vor der Winterbehandlung 0/d über 7 Tage gemessen. Restentmilbung Anfang Dez. brachte 8 Milben. Das Volk sitzt auf zwei Zargen und ist sehr stark und auch sehr agil.


    Ich denke die AS Behandlung hat sehr gut gewirkt, besser als vermutet. Da andere Völker bei der Restentmilbung durchaus 200 Milben verloren haben, sollte diese gewirkt haben.


    Die Varroa zahlen können also durchaus helfen.


    Aber ich hatte auch Völker mit 8 M/d und 15 M/d und diese konnte ich nur mit dem Ausgangswert und dessen Verlauf bewerten. Auch diese Völker leben noch!:) Varroa zählen ist nicht alles, man muss auch die Umstände kennen. ;)