Oxalbehandlung trotz 2 Milben pro Woche?

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    Die Verkürzung der Zeit bis zur erforderlichen Behandlung in Tagen lässt sich abschätzen mit folgender Formel:

    Delta=20/ln2*ln(N1/0,5)

    Hallo Ralph,

    gerne liefere ich Dir im Frühjahr die Daten von meinen beiden Varroa Kandidaten ( sollten sie überleben ), bin allerdings zu blöd Deine Formel zu verstehen. Was wird da mit was dividiert / subtrahiert etc. ( / , * , In , sagt mir nichts) ?


    Ein Jungvolk hatte 11,75 Vm / Tag am 11.12. ( 8 Tage Diagnose ), noch in Restbrut, 4 Wabengassen.

    Ein Jungvolk hatte 3,63 VM/ Tag am 11.12 ( 8 Tage Diagnose ), noch in Restbrut , 3+ Wabengassen

    OX Träufelung am 17 .12. , ziemlich sicher brutfrei.

    Gestern bei 13 - 14 ° C, muntere Flüge zwecks Reinigung / Wasserbeschaffung / Polleneintrag ( Haselnuss). Große, kräftige Bienen soweit beobachtet, geringer Totenfall, am Ende des Tages blitzsauberer Gitterboden. Heute nochmals mittels Klopfzeichen an die Beute kontrolliert, ob gestern nicht alle auf Nimmerwiedersehen verschwunden sind ( konnte mit dem Stethoskop kaum etwas

    vernehmen) - Reaktion o.k. : kurzes Aufbrausen, dann wieder Ruhe.

    Ich bin wirklich mächtig gespannt, wie das ausgeht und lasse, ebenso wie Susanna, alles wie es ist.

  • Das Internet ist kein rechtsfreier Raum...

    Mit "rechtsfrei" meine ich nicht das net sondern im Sinne von "Ich bewege mich außerhalb der Gesetzgebung mit der angewandten Methode".


    Ja, der Austausch kann ja auch erfolgen, nur muss ich doch nicht den Anfängern die Vorschläge unterbreiten, die außerhalb der Gesetzgebung liegen. So sehe ich das jedenfalls.

  • Hallo Kruppi,

    Dann frag nicht, ob man etwas unternehmen sollte!

    Ich wollte eine Einschätzung der Situation!

    Natürlich habe ich mir, bevor ich geschrieben habe, Gedanken darüber gemacht und deshalb war meine Ausgangsfrage:

    kann der erhöhte Milbenfall noch von der OS-Behandlung kommen und ist das das Todesurteil!
    Und später kam die Frage nach OS sprühen auf.


    Ich höre mir gerne andere Meinungen und Ratschläge an, überdenke das und entscheide dann! Von diesem Austausch erhoffe ich mir ein erweitertes Wissen und neue Denkanregungen. Ich hoffe davon profitieren dann auch andere!


    Es wurde geschrieben: "das schaffen die schon" oder "verdampfen".

    Verdampfen ist für mich keine Option, da nicht zugelassen, darum auch die Frage nach OS sprühen

    Da das erst neu zugelassen ist, gibt es leider kaum Informationen dazu und Erfahrungsberichte zur Winterbehandlung habe ich gar nicht gefunden!


    Interessant ist die Berechnung zur Milbenvermehrung von Kleingartendrohn! Hoffentlich tritt das so nicht ein!


    Susanna







    Dann frag nicht, ob man etwas unternehmen sollte!

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)

  • Mit "rechtsfrei" meine ich nicht das net sondern im Sinne von "Ich bewege mich außerhalb der Gesetzgebung mit der angewandten Methode".

    Sollen die Leute, die verzweifelt nach Problemlösungen und Verbesserungen suchen, dabei auf mauernde, rum-eiernde Mitleser stoßen, sich lieber ins "darknet" begeben? Oder sollen besser die, die Erfahrungen gesammelt haben und noch sammeln, eher dort hin? Denn dort ist der quasi rechtsfreie Raum. So entstehen erst gar keine Interessensüberschneidungen und alle sind glücklich. Man man... <X<X<X


    Ja, der Austausch kann ja auch erfolgen, nur muss ich doch nicht den Anfängern die Vorschläge unterbreiten, die außerhalb der Gesetzgebung liegen. So sehe ich das jedenfalls.

    Es sieht aber zum Glück nicht jeder so. Es gibt Handlungen/Unterlassungen mit und ohne Aussenwirkung.

    Ich kann mich nicht an Aussagen erinnern, in denen Anfängern unterbreitet worden ist, ihre Bienen zu bedampfen, anstatt sie wie empfohlen zu behandeln. Muss ja niemand nachmachen, auch wenn es als Alternative genannt wird... Wer es aus Gründen nicht machen will, lässt es einfach.

    Das waren eigenverantwortliche Handlungen und Erfahrungswerte ohne Aussenwirkung, die geeichte Mumpitzwaage und der vermeintliche Eichstrich haben Aussenwirkung!


    Gruß Andreas

  • Delta=20/ln2*ln(N1/0,5)=28,85*ln(N1/0,5)

    In Worten: 28,85 multipliziert mit dem natürlichen Logarithmus von N1 geteilt durch 0,5. Beispiel:

    N1=4 --> N1/0,5=4/0,5=8 --> ln(N1/0,5)=ln(8)=2,079

    Delta= 28,85 multipliziert mit 2,079 =60

    Der Wert 0,5 in der Formel ist der geforderte maximale natürliche Varroatotenfall/Tag, wenn das Volk erst Mitte Juli behandelt werden soll.

    Gruß Ralph

  • Sollen die Leute, die verzweifelt nach Problemlösungen und Verbesserungen suchen, dabei auf mauernde, rum-eiernde Mitleser stoßen, sich lieber ins "darknet" begeben? Oder sollen besser die, die Erfahrungen gesammelt haben und noch sammeln, eher dort hin? Denn dort ist der quasi rechtsfreie Raum. So entstehen erst gar keine Interessensüberschneidungen und alle sind glücklich. Man man...


    Die Maßnahmen zur Bekämpfung von Drohnenbrut schneiden über TBE bis hin zu Säurebehandlungen mit Milchsäure, Ameisensäure und Oxalsäure bietet schon ein recht breites Spektrum, wo ich denke, richtig angewendet ist der Zwang zu altrnativen Methoden eher selten gegeben.


    Oft liegt es sicher auch beim Anwender, wie erfolgreich die Sommerbehandlungen sind, halte ich z.B.Umgebugsbedingungen wie das Wetter oder Behandlungsintervalle ein. Klar das man da im Dezember Not geraten kann. Aber wichtig ist es aus meiner Sicht, auch die anderen Schritte zu hinterfragen bevor man die Tierexperimente beginnt. Obwohl wohl niemand mit Sicherheit sagen kann, ob nun die eine oder die andere Methode schädlicher für die Bienen ist.


    Mir schreiben hier einfach zu viele Anfänger von den alternativen Methoden und vermitteln den Eindruck, die klassischen gar nicht erst anzuwenden. Das gefällt mir so nicht.

  • Hallo Bernd,


    da wir jetzt Deine Meinung kennen, kannst Du Dich beruhigt zurücklehnen.

    Es muss ja auch mal gut sein.


    Gruss

    Ulrich

  • In Anlehnung an die Ausgangsfrage möchte ich mal eine weitere ins Rennen schicken. Die Beantwortung der Frage fällt mir persönlich schwer, da die Beobachtung in diese Richtung nur unzureichend von mir durchgeführt wurde. Neben der Erhöhung der Zahl toter Milben unter dem Varroagitter nach Oxalsäureträufelung, interessierte mich die Erhöhung der Zahl toter Wesen über dem Gitter nach der Träufelung. Hat da schon mal jemand genauer als ich hingesehen? Gefühlt stelle ich da einen nicht unerheblichen Bienentotenfall nach Behandlung fest.

  • Hallo Berggeist,


    alle Die, die in allen Lebenslagen sich immer korrekt an alle Verordnungen halten, werden da nie einen Unterschied feststellen und sich nur über die Volksstärken so einiger anderer Imkerkollegen wundern, die ihren eigenen Kopf benutzen.

    Habe mich heute morgen schon wieder mit 90 in der 80iger Zone erwischt.


    Gruss

    Ulrich

  • Naja, das Wundermittel isses nun auch nicht: das kann maximal EIN Minibaustein in einem funktionierenden Konzept sein. Vielleicht isses dann auch mal der rettende Strohhalm. Aber was wir hier im Forum gelegentlich an Ignoranz gegenüber den einfachsten Basics der Bienenhaltung sehen, da rettet das auch nix. Da hat die Landbiene nicht ganz unrecht.


    :(


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo Berggeist,

    nach OXS Träufelung am 17.12. habe ich Samstag 30.12. nachmittags meine Mäusegitter Fluglochkeile + Schaumstoff entfernt , um bei 13 ° C die ungehinderten Ausflüge zu ermöglichen.

    Hinter dem Flugloch des Volkes mit 11,75 VM nat. Fall / Tag fand ich 30-40 tote Bienen, die ich mit

    Stöckchen heraus gewischt habe. Die Stelle entsprach lt. Gemülldiagnose dem Bienensitz bei Träufelung. Beim Volk mit 3,63 VM nat. Fall / Tag waren es 20-30 tote Bienen. Ich konnte mit bloßem

    Auge natürlich nicht in die letzte Ecke gucken, aber sonst war auf den Gitterböden keinerlei auffälliger

    Totenfall. Einen Austrag von toten Bienen vor diesem Flugtag kann ich ausschließen, einmal vom Wetter und den Temperaturen her, zum anderen vom Mäusegitter her. Dieses ist Spitzmaus sicher

    mit 5,8 mm Maschenweite, allfälligen Totenfall bekommen die Bienen da nicht raus. Deshalb kontrolliere ich auch immer wieder, ob das Flugloch frei ist, was bei mir kein Problem ist, da die

    Beuten in meinem Garten stehen.

    Vielleicht ist in diesem Zusammenhang auch die OXS Dosis zu betrachten. Ich hatte jeweils 4 Wabengassen, daher 4 X 5ml gerechnet, die offiziell ( ? ) empfohlene Dosis von 30-50 ml

    also unterschritten. Beeinflusst war ich neben meiner aktuellen Einschätzung beim Öffnen der Beute

    von einer gerade zuvor angeschauten DVD eines Vortrages von Hans Beer, der in selbigem sich

    kritisch zur OXS Dosierung bei Träufelung äußert und für eine geringere plädiert.


    Schöne Grüße aus der Südpfalz Petra

  • Hallo nochmals,

    eigentlich OT, und doch muss ich es mal loswerden.

    Für die OXS Träufelung hatte ich mich entschieden, weil ich mich viel zu spät im Jahr um das Thema

    Verdampfung gekümmert hatte und keine Anschaffungen tätige, die nicht wohl überlegt sind.

    Weder in meinem sehr guten Imker Grundkurs einer renommierten Institution, noch hier vor Ort im Imker Verein wurde ich, nach meiner Einschätzung, angemessen auf die gefühlt gigantische Varroa Problematik hingewiesen / vorbereitet.

    Fehlerzuweisungen liegen mir fern, wenn überhaupt , suche ich sie nur bei mir selbst. Dass jedoch

    offizielle ( ? ) Lehrmeinung ( ? ) von der ausgeübten Praxis mehr oder weniger stark abweichen,

    macht es für mich als Anfängerin nicht einfacher. Manchmal weiss ich nicht mehr, was ich von dem

    oft gehörten Ratschlag " Du musst deinen eigenen Weg finden " halten soll....

  • Oft liegt es sicher auch beim Anwender, wie erfolgreich die Sommerbehandlungen sind,

    ...

    Mir schreiben hier einfach zu viele Anfänger von den alternativen Methoden und vermitteln den Eindruck, die klassischen gar nicht erst anzuwenden. Das gefällt mir so nicht.

    Es liegt nur am Anwender, an wem denn sonst? Anwender haben genug Möglichkeiten, die man ausprobieren kann, man muss es nur mal sortiert versuchen und nicht auf Kommando "Behandeln mit X, Y oder Z" warten, sondern selbst erkennen können, wann was nötig wird.

    Man muss aber auch deutlich abgrenzen zwischen denen, die sich Bienen anschaffen und einfach drauflosimkern und denen, die wenigstens einen Grundkurs mitgemacht haben, in denen man "Basics" beigebracht bekommt. Und JA, Grundkurse sind nicht der Stein der Weisen, das ist auch klar, aber Verfahren wie vor 40 oder 50 Jahren und überlieferte Praxis sind es auch nicht!


    Die meisten Anfänger, die mit Bienen im Treibsand zu versinken drohen, sind oft die, die weder Grundkurs noch Basiswissen haben. Es gibt auch die "Mittelwege", auf denen Neulinge von alten Imkern ein gewisses Grund- oder althergebrachtes Imkerwissen vermittelt bekommen haben. Es hat alles Vor- und Nachteile. Die meisten Nachteile haben die, die gar kein Basiswissen haben.


    Dass Anfänger wegen der vielen Methoden verwirrt sind, die über Grundwissen hinausgehen, bleibt nicht aus. Die Diskussionen zwischen "Altinternationalen", Dogmatikern und Nonkonformisten macht das Zurechtfinden letztlich noch schwerer. Das Zerrbild wird aber dann erst komplett, wenn man Andersdenkende und Anderspraktizierende als Gesetzesbrecher hinstellt, die mit ihren Verfahren erfolgreich sind, ihre Ergebnisse aber mangels Beweisen negiert und verrissen werden.


    Die Gesetzestreuen haben irgendwann ihre beschworenen zugelassenen Mittel und Verfahren, aber die "Outlaws" dafür Bienen...


    Man kann die Uhr zurückdrehen, aber nicht die Zeit!


    Gruß Andreas

  • Weder in meinem sehr guten Imker Grundkurs einer renommierten Institution, noch hier vor Ort im Imker Verein wurde ich, nach meiner Einschätzung, angemessen auf die gefühlt gigantische Varroa Problematik hingewiesen / vorbereitet.

    Weil es kein "gigantisches" Problem ist.

    Einfach EIN vernünftiges Konzept durchziehen. Z.B. das, dass in Deinem Kurs vermittelt wurde.

    Dich (erstmal) nicht von irgendwelchen Foren mit Dingen verrückt machen, die Du (zumindest nicht im Zusammenhang) verstehst.

    Und gut!