Oxalbehandlung trotz 2 Milben pro Woche?

  • ... Durch dieses Tal der Tränen müssen wir durch oder wir werden noch in 100 Jahren mit den Problemen der Varroabekämpfung rumärgern.

    Was sind 100 Jahre im Zeitstrahl der Evolution? Warum hat seit 50 Jahren in D kein einziges Volk der apis mellifera überleben können, obwohl jedes Jahr Tausende von (geschwärmten) Völkern dem imkerlichen Einfluß entrückten?

  • Durch dieses Tal der Tränen müssen wir durch oder wir werden noch in 100 Jahren mit den Problemen der Varroabekämpfung rumärgern.

    Nein, müssen wir nicht, denn (....der Himmel reißt auf, Licht erstrahlt, Sphärenklänge...):

    Zitat

    Behandlungsfreies Imkern ist in vielen Ländern bereits wieder Normalität geworden. Wissenschaftler, Züchter und Honigbienenhalter berichten bei diesem Zusammentreffen über ihre erfolgreichen Methoden.

    Jawohl! Nicht etwa ein Durchbruch, nein Normalität isses geworden! In vielen Ländern. Fast möchte man sagen, wir und unser Elend sind die Ausnahme.



    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Werner Egger () aus folgendem Grund: Ist zwar lustig, hat aber mit dem Thema nichts zu tun.

  • Hallo Ralf,


    hast du dich bei der Tagung, aus dem dein Zitat stammt, angemeldet oder befürchtest du aus deinem Glauben gerissen zu werden. Es sind nur zwei Tage, da kommen deine Bienen auch mal ohne dich aus, selbst wenn der Raps schon blühen sollte.


    Du wolltest doch Urlaub machen?8) Erhole dich gut.


    Gruß

    Werner

  • Das sind Viren!

    Alle Schweine (auch die WILDEN) ...möglich ALLE zu impfen, aber (dumme) Gesetze stehen dem Dummerweise im Weg.


    Sind es nicht Viren die unsere Völker umbringen?

    Wie soll ein Superorganismus geimpft werden, dessen Individuen mehr oder weniger kurze Lebenserwartung haben, resp. regelmäßig "ausgetauscht" werden? Durch Dauer-Schluckimpfung mit Eintrag in den Honig?

  • Wie soll ein Superorganismus geimpft werden, dessen Individuen mehr oder weniger kurze Lebenserwartung haben, resp. regelmäßig "ausgetauscht" werden? Durch Dauer-Schluckimpfung mit Eintrag in den Honig?

    Das ist nicht so abwegig, wie sich das anhört...

    Man forscht ja an entsprechenden RNA-Molekülen, welche sich durch Futterzusätze abgeben lassen, um die Varroa zu schädigen. Das sind vielversprechende Ansätze!

  • Mmmh

    Problem erkannt.

    Die Vieren bleiben in den Völkern, auch wenn die Varroa weg behandelt ist:(

    Die meisten Völker sterben an Vireninfektion! Es schaffen nicht genug Bienen die lange Zeit bis ins Frühjahr. Das Volk stirbt ganz, oder vegetiert krank im Frühjahr vor sich hin und wird hinten und vorne nix.

    Gegen Viren gibts kein Mittel, brauchts auch eigentlich nicht.

    Die Viren brauchen einen Verteiler, die Milbe macht das indem sie über den Biß Brut und Bienen ansteckt.

    Geschwächte Bienen (durch Spritzmittel) schwächen (Gift/Viren imBlut!) nun über ihr Blut die Blutsauger und machen die Anfällig für Vieren die sie dann verstärkt im Volk verteilen...

    Ein Teufelskreis!

    Ich denke, der kann nur durchbrochen werden wenn wir dafür Sorge tragen, möglichst wenig Milben in den Völkern zu haben.

    Die Bienen kennen die Viren schon ewig und es kam nie zu schlimmen Schäden. Erst die Milben machten Viren gefährlich.

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Bei der ganzen Diskussion fehlt mir der negative Einfluss der Säuren auf die Bienen. Nach der Oxalsäureträufelung ist ein ordentliches Hurra in den Kisten. Schon alleine die 50ml Wasser (Zucker) dürften bei Temperaturen um den Gefrierpunkt für mächtig Ärger in der Traube sorgen. Da bedarf es noch nicht mal der Säure. Das ganze dann als Säure?:/

    Das geht doch nicht spurlos an den Bienen vorüber, egal wie die Säure in die Völker kommt. Eine Kosten/Nutzenrechnung sollte für die Behandlung schon angewandt werden. Wie groß ist der Schaden an den Bienen, wenn ich mit der Oxalsäureträufelung noch 5 Milben aus dem Volk hole? Bei mir werden nicht alle Völker eine Oxs-Träufelung bekommen. (auch wenn ich Anfängern mit sehr wenig Völkern diese grundsätzlich ans Herz legen würde)

    Es sind auch ein paar dabei, bei denen es absehbar vergebene Liebesmüh wäre. Und das mit teilweise unauffälligem natürlichen Milbenfall über den gesamten Herbst.

    Ein Bienenschwarm ist keine Naturkatastrophe...

  • Was nun, wenn der Medikamenteneinsatz das Virenabwehrsystem der Bienen schädigt.


    Dann gibts immer nur noch die eine Chance : Stopp mit der verbreitung, also Milben "richtig" raus.

    Das Medikament, was auch immer, MUß HÖCHST WIRKSAM SEIN.

    Wird der nächste Brutsatz, dann vielleicht z.t.schon Winterbienen, ervolkreich Milbenfrei aufgezogen, sollten die Viren keine Rolle mehr spielen, da Vieren die Milbe brauchen um verteilt zu werden.

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

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    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Gelesen in

    Applied and Environmental Microbiologie

    Titel:

    Acaricide Treatment effects Viral Dynamic in varroa destruktor- infested honeybee colonies

    via both host Physiologie and mite controll

    von Barbara Locke,..