Vierfach Stockwaagensystem von Connected Beekeeping

  • Werbung

    Wilhelmshaven

    Danke für die Info!


    Wirst du die Waagen auch über den Winter unter den Völkern im Betrieb haben?


    Ich finde die Stockwaagen auch im Winter sehr nützlich, vor allem wenn die Bruttätigkeit wieder los geht (mit Brutraumtemperaturfühler) und wenn die ersten Einträge kommen.


    Zugegeben, bei dir ist es im Winter nur selten richtig kalt, aber bei uns sind Temperaturen von -10° bis -20°C im Winter über viele Tage bis Wochen hinweg möglich, inklusive Schnee und Regen. Das würde mich interessieren, ob da die Elektronik einer einfachen Personenwaage wirklich noch mitmacht.

    Es wäre schon ausreichend, wenn sie während solcher Frostperioden zwar ausfällt, sich aber danach wieder regeneriert und normal arbeitet.

  • Ich arbeite bei HiveWatch und möchte kurz unseren Standpunkt zu den in Frage gestellten Abogebühren darlegen:


    Unser Ziel war zu Beginn weg die Entwicklung eines Systems, welches das Wägen von mehreren Bienenvölkern zulässt, aktuell bis zu 8 Völker pro Funkstation. Gleichzeitig war es uns wichtig, eine «echte» Flatrate anbieten zu können, d.h. alle Datenübertragungen sowie Alarme über SMS und Telefonanrufe (Voice-Benachrichtungen) sind inklusive in allen Ländern.


    Wenn man unser System mit nur einer Waage betreibt ist die Jahresgebühr im Vergleich hoch, hat man aber vier Waagen installiert, betragen die jährlichen Kosten pro Volk weniger als 15 EUR pro Jahr (3-jahres Abo), womit wir dann wieder sehr gut dastehen. Bei 8 Völker dann nochmals die Hälfte, d.h. weniger als 7,50 EUR pro Jahr.


    Auch wollen wir einen guten Support bieten und unsere Webapplikation stetig ausbauen, was natürlich kostet und auch mit den Abos finanziert wird. Wenn wir umgekehrt kein Geld mit den Abos verdienen, kommt irgendwann der Punkt, wo der Markt gesättigt ist, die Verkäufe stagnieren und die Weiterentwicklung nicht mehr finanziert werden kann. Ich denke es gibt genügend solche Beispiele von Mitbewerber, wo die Webapplikation schon lange nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entspricht.


    Schlussendlich muss jeder selber entscheiden was für ihn wichtig ist und es gibt ja zahlreiche Anbieter mit unterschiedlichen Ansätzen.

  • ren :


    danke, das finde ich echt super, wenn sich auch Hersteller im Forum melden und ihre Sicht der Dinge darstellen! :daumen:


    Ich kann deiner Argumentation durchaus etwas abgewinnen.


    Persönlich brauche ich keinen Server zum Lagern oder Präsentieren der Daten - ich ziehe es vor, die Daten lokal auf meinem Rechner vorzuhalten und dort auch anzusehen. Wäre eine öffentliche Darstellung gewünscht, könnte ich auch eine eigene Website dafür hernehmen, wie sie viele ja ohnehin schon aus verschieden Gründen betreiben.


    Vielleicht könntet ihr ja trotzdem zusätzlich auch so ein Modell anbieten, bei dem der Kunde seine Waagen und die Funkstation kauft und danach nur noch die Versendegebühren bezahlen muss? Die könnten heutzutage - unabhängig von der Waagenzahl - pro Funkstation bei maximal 15 EUR pro Jahr liegen.


    Waage kaufen und danach nur noch 15 EUR pro Jahr - sowas wäre extrem attraktiv, sicher nicht nur für mich. Sowas gibt es zwar schon, aber eben halt nicht mit Eurem Waagensystem :wink:


    Gruß

    hornet

  • Zitat
    Persönlich brauche ich keinen Server zum Lagern oder Präsentieren der Daten - ich ziehe es vor, die Daten lokal auf meinem Rechner vorzuhalten und dort auch anzusehen. Wäre eine öffentliche Darstellung gewünscht, könnte ich auch eine eigene Website dafür hernehmen, wie sie viele ja ohnehin schon aus verschieden Gründen betreiben.


    Hier muss ich noch etwas ausholen:


    Wir versuchen aus den Gewichtsdaten das Maximum an Informationen herauszuholen weshalb unser System das Gewicht in zeitlich sehr kurzen Abständen misst und abspeichert. Dies erlaubt uns den Einsatz von digitalen Algorithmen um z.B. Sprünge automatisch zu korrigieren die durch Aufsetzen von Zargen, Füttern, etc. verursacht werden. Dies ist eine Voraussetzung um mehrere Völker vernünftig zu vergleichen. Auch ermöglicht das kurze Messintervall Schwarmabgänge und sonstige besondere Ereignisse im Detail nachverfolgen zu können inkl. unverzüglicher Alarmierung.


    Das bedeutet aber auch, dass wir täglich pro Standort um die 10'000 Messwerte generieren und verarbeiten. Dadurch war für uns nie ein Thema die Gewichtsdaten per SMS zu versenden und auch die manuelle Analyse der Rohdaten auf einem Computer z.B. mit Excel ist äusserst mühsam bis fast unmöglich. Dazu braucht es gescheite Tools wie z.B. Matlab aber dann müssen wir nicht mehr über unsere Abokosten diskutieren 😉


    Ich denke viele unterschätzen den Wert einer guten Webapplikation mit entsprechenden Analysefunktionen, Visualisierungen und Alarmierungsmöglichkeiten. Nehmen wir dagegen den einfachsten Fall mit einem SMS pro Tag das einen einzigen Gewichtswert anzeigt, so würde ich behaupten man verpasst 80% der Informationen, welche eine Waage unter dem Bienenstock effektiv liefert.

  • Dazubraucht es gescheite Tools wie z.B. Matlab

    Frage: Könnte ich meine Rohdaten ausleiten, bspw. als CSV, JSON, YAML (whatever)?

    Dann könnte ich die in ein Jupyter Notebook werfen und eigene Spielereien damit anstellen.

    Das wäre ziemlich cool, und da ihr den Spaß vermutlich eh schon irgendwo als JSON zusammenbaut um eure Grafiken zu rendern, wäre das vielleicht nicht mal umständlich :-)


    Achso, PS: Gerade das ihr mit Algorithmen die Daten glättet und so ein wenig ML drüber legt, finde ich ganz charmant, weil ich hoffe, dass ihr mit zunehmender Menge an Daten irgendwann standortbezogen vielleicht Sachen machen könnt, wie Schwarmwahrscheinlichkeiten zu berechnen oder Völker (Königinnen) zu bewerten... Ach, die Möglichkeiten wären ja so vielfältig :-)

  • Ich hatte die letzten 1,5 Jahre eine in Betrieb (gemietet). Nachdem leider bei der Lieferung eine Waage zerbrochen war musste ich das komplette System zur Rep. wider zurücksenden. Dies ist leider nur im ganzen möglich, da die Kalibrierungswerte der einzelenen Waagen in der Sendebox gespeichert sind. Danach hat die Waage 1 Jahr problemlos funktioniert. Wobei ich die Waageplatten nicht wirklich prickelnd finde. Bei jeder Wanderung hatte ich Angst das was zerbricht. Jetzt ist im Herbst die Übertragungsbox kaputt gegangen. Laut dem Hersteller ist Wasser in die Box eingedrungen. Ein kostenloser Tausch seitens des Herstellers wäre problemlos möglich, allerdings werde ich mich jetzt nach einem System umsehen das stabiler gebaut ist. Somit werde ich die Waage diese Woche wieder zurücksenden.