• Gestern habe ich meine 3 Völker mit OX behandelt.

    Nun macht mir der Ableger vom Mai Kopfzerbrechen.

    Beim Wiegen gestern waren die beiden anderen im grünen Bereich , jedoch der Ableger kommt nur noch auf knappe 20 Kilo. Im Sommer war er so stark, dass er nach dem Einfüttern auf 2 Zargen (Segeberger, insgesamt 18 Waben DNM) in den Winter ging.

    Ich habe ihn beim Erstellen mit MS behandelt und im Herbst nochmals eine Serie OX. Milben fielen reichlich und ich habe den Eindruck, dass deswegen auch sehr viel Brut gemacht wurde, bzw. er nie richtig aus der Brut ging, wie die beiden anderen.

    Was kann ich tun ? Kreuz an die Kiste und der Natur ihren Lauf lassen, oder kann ich jetzt mit Futterteig noch was reissen, damit ich ihn im Frühling evtl. einem anderen Volk aufsetzen kann ? Und dann die Varroen mit :cursing: ?

    Leere Futterwaben entnehmen und auf eine Zarge setzen ??

    Die nächsten Tage soll es wieder um die 10 °C hier werden.

    Da könnte ich zwar ungern, aber kurz öffnen.

    Heute sehr ratlose

  • Mach mal in drei/fünf Tagen ein Bild von der Windel für uns. Langes Brüten ist nicht unbedingt schlecht. Kostet natürlich Futter, aber bis Februar/März, je nach Gegend, hätte ich jetzt keine große Angst um das Volk.

    Varroen, die abfallen, schädigen das Volk anschließend nicht mehr. Wer weiß, was jetzt noch drin ist? Das kann auch wenig sein. Wie hast Du das Gewicht ermittelt?

    Wenn Du nicht spät im Herbst noch groß umgeräumt hast in der Kiste, bringt das einengen auf eine Zarge jetzt nicht viel.

  • Hallo,


    ich weiß, dass ich jetzt evtl. einiges an Stirnrunzeln auslöse, aber wenn es tatsächlich bei euch nochmal so warm wird, dann hätte ich gar kein Problem, nochmal gründlich in das Volk zu schauen, wenn es so viele Fragen gibt. Bodengitter von toten Bienen befreien, Brutstatus prüfen, Futtervorräte prüfen. Eventuell sogar auf eine Zarge einengen, falls die Bienenmasse so stark zurückgegangen ist. Und falls doch noch viele Bienen da sind, könntest du ja, falls vorhanden, Futterwaben zuhängen. (Vielleicht hat ja ein anderes Volk eine oder zwei übrig.)


    Ich kenne jetzt die Gewichtswerte einer leeren zweizargigen Segeberger nicht, weiß deshalb nicht, wieviel Futter nun noch drin ist. Falls es z.B. noch fünf Kilo sind, dann kommen die damit normalerweise locker bis in den März, erst für die verstärkte Bruttätigkeit wird mehr gebraucht.


    Ansonsten heißt es (z.B. auf amerikanischer Webseite gelesen), dass in Notfällen Völker schon komplett mit Futterteig überwintert haben. Auch Sirup (kein Zuckerwasser) in eine Leerwabe gießen habe ich schonmal gemacht, das geht viel besser als man vielleicht zunächst denkt.


    Also verhungern muss das Volk definitiv nicht.


    Und ich würde jetzt bzw. vor Weihnachten noch die Restentmilbung machen.


    Grüße,

    Robert

  • Bis 10°C? 8| Da würde ich auch mal einen Blick riskieren. Andererseits verhungern Völker in der Regel nicht im Dezember oder Januar, sondern eher im März. Und dann hat man auch schon wieder einige Optionen … :) Bei mir hat übrigens mal ein «Volk» im hinteren Teil einer Bienenkiste (48,5 × 38,5 × 26cm) überwintert, ohne dass ich hätte nachfüttern können. War dann allerdings nichts mit Frühjahrsernte. ;)

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • ...der Ableger kommt nur noch auf knappe 20 Kilo. Im Sommer war er so stark, dass er nach dem Einfüttern auf 2 Zargen (Segeberger, insgesamt 18 Waben DNM) in den Winter ging....

    2 zargig Segeberger und dann nur knapp 20kg? Dann sind die doch jetzt schon auf der letzten Rille. Oder?

    Sitzen sie oben? Oder könntest du ohne viel Theater eine Zarge wegnehmen?

    Mein Tipp:

    - so gut es geht einengen

    - versuchen sofort mit Siebeimer (o. Joghurteimerchen oder großes Grukenglas) angewärmten Sirup füttern (Folie mit 5x5cm-Loch auflegen, Siebeimer draufstellen, Leerzarge aufsetzen)

    - alternativ Teig auflegen


    Gruß Jörg

  • Ruhe den Bienen im Winter. Ich würde ein Päckchen Futterteig auflegen, wie es hier schon mehrfach u.a. von Bernhard beschrieben worden ist . Damit kommen sie sicher über den Winter. Ich hatte im letzten Winter auch einen von Varroa geschwächten sehr kleinen Schwarm, der es geschafft hat. Ich habe sie im Frühjahr nicht auf ein starkes Volk gestellt sondern einfach abgewartet. Sie haben sich gut entwickelt. Honig war natürlich da nicht zu ernten.

    Willst du Gottes Wunder sehen, musst du zu den Bienen gehen.

  • Ruhe den Bienen im Winter. Ich würde ein Päckchen Futterteig auflegen...

    Hhm. Stimmt! Es wäre echt nervig wenn die beim Sterben schreien würden... Sorry!


    Was machen die Bienen wenn sie den Teig aufnehmen und nicht zum Wasser holen ausfliegen können?

    Ich denke Teig ist ok., aber besser bei >10°C und Sirup kommt schneller an.


    Gruß Jörg

  • Träufeln hat den Vorteil, das man die gerade nicht mehr besetzten Waben prüfen kann, die leeren tauschen/Futter ranschieben oder Futtersirup drauf oder in Wabe etwas reinkippen.

    Wenn man das vor Öffnen bereitstellt, benötigt man nur ein paar Minuten länger.

    Futterteig macht erst Sinn, wenn sie wieder anfangen zu brüten, also ab Januar oder Flugwetter ist. Wenn jetzt kein Futter erreichbar ist, kann man die Waben mit den Bienen in 4 Wochen mit Haarlack konservieren.

    Gruß Fred

  • Moin Jörg,


    einzargig Segeberger sollten eingefüttert so um 24 Kilo wiegen und meine kamen damit letztes gut und reichlich hin. Zweizargig werden immer über 40 Kilo geschrieben, allerdings für eine futterwabenbetonte Ablegervermehrung. Für das Volk selber reichen Mitte 30 gut.

    Die 20 teilen sich in Boden und Deckel 3, 2 Zargen 5, die Waben 6 und die Bienen zwischen 1 und 2. 5 bis 4 kg Futter sind noch, die Kante ist in Sicht, und jetzt 2,5 kg Lebensversicherung gut investiert.

    Für den unten aufgeschnittenen Futterteig müssen die kein Wasser holen, der verflüssigt sich in der feuchten Stockluft und Wärme oberflächlich, die Traube steigt da hinein. Der kann oben auf die dann dort auch geschlitzte Folie, mit der Öffnung quer zu den OT und 2 oder 3 Hölzchen drunter. Über den Sitz der Traube. Dann noch ein Bienenfluchtrahmen und auf Deckeldichtigkeit achten. Ich tu den im Bedarfsfall unter die Folie, ebenfalls mit Querhölzern und Schlitz quer zu den OT. Bienenfluchtrahmen und Deckel und Gurt oder dicker Stein und fertig. So kann ich störungsärmer den Verbrauch kontrollieren. Beim Auflegen sollte er warm sein.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Ich danke Euch allen für die Tipps. Sie bekommen heute eine Packung 2,5 kg Futterteig drauf und sollte das Wetter wie vorausgesagt bei 10°C landen ( jetzt leider nur 5° ) dann kann ich vlt. einen Blick riskieren.

    Ich denke auch, dass sie es schaffen könnten.

    Nur gestern war ich echt erschrocken. Die beiden anderen wiegen noch 35 kg und 38 kg. Die haben auch keine Brut mehr und sitzen bilderbuchmässig in der unteren Zarge.

    Der Ableger gurkt auch in der oberen Zarge herum...

  • Wird hier auch mal gelesen, was geschrieben wird? Ox ist rum, fertig, abgefrühstückt.

    6 Kilo für 18 leere DNM-Waben dürfte auch gut bemessen sein.

    Ich würde den beiden anderen jeweils eine Futterwabe mopsen und bei diesem Ableger einhängen. Das ist am einfachsten.

    Wie gewogen wurde, weiß ich leider immer noch nicht.

    Dass die Damen auch oben sitzen ist logisch. Die sitzen am Futter und eine ganze Zarge wird definitiv nicht voll mit dem jetzt vorhandenen. Die anderen würden auch oben sitzen, wenn da nicht das kalte Futter wäre.

  • Moin, moin!

    In der Segeberger können das auch 22 sein, und da eine leere trockene HR-Wabe 267 Gramm wog, als ich das eben vor dem Post überprüfte, die Rähmchen feucht sind, in den Beuten jetzt, Brutwaben auch dabei, und bei einem halben Pfund haben besser ist, als brauchen, scheint mir da das Aufrunden nicht allzu gewagt, zumal ich bei meinen Böden und Deckeln auch Kombinationen bis fast 5 kg auf die Waage bringen kann. Es gab mal Deckel mit eingeschäumtem Gewicht.

    Denen mit 38 kg würde ich 2 nehmen, wenn ich mit Futterwaben ausgleichen wollte, was ich im Winter ungern tue, weil eben 11 Waben eng in der Zarge klemmen, und ich zumindest Rähmchen im Bestand habe, die sich nur bei Stücken holen lassen, jetzt. Und nein, die sind nicht uralt, sondern mit gefühlt 15 mm Klammer zusammengeschossen. Aber Buchenseitenteile und geöst...!


    Man kann auch Gekauftes hassen.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Moin, moin,


    und ansonsten nochmals ein Fragezeichen hinter die Zweizargigkeit im Winter. Bisher war die Annahme, die Bienen bräuchten den Platz, immer überoptimistisch, bei mir. Und von der Idee, sie säßen zur Reinigung oben und man könne unten wegnehmen und so die Wabenhygiene...: noch nichts hatten die davon gehört oder gelesen.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...