Fallzahlen nach Oxalsäureträufelung

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    Hallo ihr,


    ich würde gern wissen, wie bei euch der Milbenfall nach der Oxalsäurebehandlung aussieht. Ich tue mich da immer noch schwer, die Situation meiner Völker einzuschätzen. Bei meinen vier Völkern unterscheiden sich die Zahlen sehr deutlich. Ich habe Oxalsäure 4 Wochen nach den ersten Nachtfrösten geträufelt, je nach Volksgröße 30-50 ml und anschließend 3,5 Tage die Windeln drin gehabt. Habe morgens um 8:00 Uhr bei 0 Grad behandelt.


    Volk 1 (Ableger von diesem Jahr, 5 Wabengassen): 54 Milben

    Volk 2 (Ableger von diesem Jahr, 7 Wabengassen, war schon im Spätsommer stark belastet und wurde extra behandelt): ca. 400 Milben

    Volk 3 (Wirtschaftsvolk, 7 Wabengassen): 80 Milben

    Volk 4 (Ableger von diesem Jahr, 10 Wabengassen): 30 Milben


    Mich würde interessieren, welche Fallzahlen ihr habt.


    Viele Grüße

  • In diesem Jahr gewaltig hoch - zwischen 218 und 750 nach vier Tagen! Kurioserweise damit bis zum Faktor 10x höher als im Winter davor. Komischerweise zum Teil bei den selben Königinnen. Einzige Gemeinsamkeit - alle Völker wurden der totalen Brutentnahme unterworfen und winterten außergewöhnlich stark ein. Zudem dieses Jahr gesprüht anstatt geträufelt...


    Interessanterweise war die VSH-Queen am wenigsten belastet obwohl sie in einen Sammelbrutableger eingeweiselt wurde...


    Also schon wieder Ideen für die kommende Saison!


    M.

  • Ich habe in diesem Jahr auch zum ersten Mal mit der totalen Brutentnahme gearbeitet, aber da gibt es eindeutig Verbesserungspotential in der Methodik. Meine Völker haben deutlich mehr Milben als in den vergangenen Jahren, wo ich nur mit AS+Schwammtuch behandelt habe.

  • Die von Dir genannten Zahlen sind aus meiner Sicht o.k. Bei mir 2 Fraktionen aus OXS Behandlung


    - wenig Milbenfall - 10 - 70

    - mehr Milbenfall - 100 - 250


    Erstere TBE/OXS im Juli, zweitere behandelt nach Empfehlung der einschlägigen Literatur.


    Für mich sagt das etwas aus....


    Beste Grüße


    Rainer

  • .....Wurde das auch mal gemessen?

    ...alte Zahlen, aber immer noch aktuell:

    http://www.wandergestell.de/bilder/Varroabfall07.jpg


    .. ist bloß ein Volk dargestellt, aber das sollte für den Durchschnitt der Völker in etwa so gelten.


    Was mich dagegen wirklich interessiert: Ohne Winterbehandlung, wie entwickelt sich die Milbenpopulation bis in den Mai/Juni?

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."

  • Ich habe in diesem Jahr auch zum ersten Mal mit der totalen Brutentnahme gearbeitet, aber da gibt es eindeutig Verbesserungspotential in der Methodik. Meine Völker haben deutlich mehr Milben als in den vergangenen Jahren, wo ich nur mit AS+Schwammtuch behandelt habe.

    Ach, das ist interessant - empfandest Du denn die Einwinterungsstärke der Völker auch als höher?

    Ich habe leider nur zwei "Vergleichsvölker", die nicht der TBE unterworfen wurden; diese sind aber auch kaum vergleichbar. Das eine an einem anderen Standort und das andere ist ein Schwarm aus diesem Jahr.

    Beim Schwarm sind allerdings inzwischen auch schon rund 250 Milben gefallen; morgen werte ich final aus aber auch finde ich das schon recht ordentlich. Dabei hatte auch der Schwarm eine AS-Behandlung bekommen.


    Vielleicht mache ich das mal im nächsten Jahr systematisch an einem Stand und unterziehe einen Teil der TBE und einen anderen Teil eben nicht.


    Andere Möglichkeit wäre natürlich auch der heuer kaum erfolgte Drohnenschnitt aber das mag ich nicht recht glauben, dass der Einfluss derart hoch ist.


    Womöglich braucht es eben doch die Bannwaben - Combo...


    M.

  • Es heißt Milben werden im Sommer 2-3 Monate und im Winter 6-8 Monate alt.

    Keine Ahnung, wie das herausgefunden wurde.

    Hmmm, schicke ich ein Volk mit 2000 Milben in den Winter, bleiben im Frühling...?

    Bei Zweizargern nehme ich bei Bedarf im Frühjahr die untere Zarge weg.

    Zuweilen findet sich da aufgegebene Brut, während es oben brummt.

    Ob reine Not oder Bienenstrategie, hier sind einige Milben nicht zum Zuge gekommen.

    Insofern wiederhole ich nochmal die Wald&Wiesen-Frage

    Ohne Winterbehandlung, wie entwickelt sich die Milbenpopulation bis in den Mai/Juni?

    Welche tatsächlichen Erkenntnisse haben wir?

    Schöne Grüsse, Elk

  • Also in diesem Jahr ist es mir zu riskant, ein Volk nicht winterzubehandeln um den natürlichen Totenfall zu zählen und das dann im Sommer (sofern noch vorhanden) zu wiederholen...mache ich gerne mal aber gerade habe ich andere Baustellen.


    Ansonsten mal ein Blick in die Quellen:

    https://youngscience.at/filead…owie_ihre_Bekaempfung.pdf

    Das fand ich eine ganz schöne Zusammenstellung aus Österreich - da kann man den Daumenwert, dass aus etwa 25 überwinterten Milben bis Mitte Juli fast 1.000 Milben werden, ganz gut nachvollziehen.


    M.

  • Hallo,


    ich habe vor 12 Tagen Oxalsäure geträufelt, ca. 25-50 ml. je Volk. Der Milbenfall betrug zwischen 20 -250 Milben je Volk. Der Großteil der Völker hat zwischen 100 und 150 Milben. Die Bienenmasse in den Völkern ist innerhalb von 7-8 Wochen ganz schön geschrumpft. Die alten Wirtschaftsvölker wurden 2x mit AS (Nassenheider prof.), die Jungvölker mit Milchsäure 1-2 nach Schlupf der Königin, Bayvarol und im Herbst mit AS.



    Schöne Grüsse

  • .... die Jungvölker mit Milchsäure 1-2 nach Schlupf der Königin, Bayvarol und im Herbst mit AS.

    verstehe ich das richtig, die Jungvölker wurden im Sommer/Herbst mit Milchsäure, Ameisensäure und Bayvarol behandelt?

    Viel hilft leider nicht viel! Im Gegenteil!

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."