OX - Verdampfen in Deutschland ist erlaubt? oder doch nicht

  • Dann schau Dir mal dessen Haushaltplan/Jahresrechnung an und verrate mir dann: Wieviel würde jeder Vereinsimker in D drauflegen, um sich an dieser Zusatzausgabe Zulassungskosten für OX zu beteiligen?


    Gut- und Spendenwillige können sich darüber hinaus sinnvoll an der geplanten Stiftung Deutsches Bienenmuseum Weimar beteiligen, so wie vor Jahren sehr viele DDR-Imker diesem Museum Geld im Wert von (damals) einer halben Million Maß Bier gespendet haben zusätzlich zu ihren unentgeltlichen Arbeitsleistungen über 10 lange Jahre hinweg (#8):

    Deutsches Bienenmuseum in Weimar

  • die "Kosten für eine Arzneimittelzulassung" stellt doch u.a. ein Problem dar. Die Dosis an OS pro Volk liegen im Cent Bereich. Mit AS und Co (mit allen drum und dran) kann doch wesentlich mehr im Verkauf verdient werden. Da wird sich schwer jemand finden diese Kosten zu übernehmen und über Jahre hinweg durch Refinanzierung gewinnorientiert arbeiten können.

    Die Preise für zugelassene OS als Medikament sind natürlich viel höher als die von technischer OS. API-Bioxal kostet in Österreich selbst in der großen 350g-Gramm-Packung rund 30 Cent das Gramm. Da kann man ähnlich verdienen wie mit den bei uns zugelassenen MS- und OS-Medikamenten.


    Bei der nach Beipackzettel empfohlenen Dosierung von API-Bioxal kostet eine Behandlung rund 70 Cent.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

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  • OS im Sack á 25kg ~ 35€. Da scheinen mir 300€/kg etwas unanständig für 100% das gleiche Produkt. Geht doch, zumindest am Rande, auch noch um Bienen, oder?


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

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  • 25 kg technische MS 80% kriegt man für gut 100 Euro.

    Ad. us. vet. 15% kostet rund 10 Euro. Das wäre also genauso "unanständig".


    Wolfgan

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • irgendwie wird oft vergessen, dass es auch Imker in höheren Lagen gibt, die mit AS oft nicht zurecht kommen (können).

    AS-Wetter.?!?! Da würde eine Zulassung für OS (Sublimation) in DE gerade recht kommen.!!!

  • Dann schau Dir mal dessen Haushaltplan/Jahresrechnung an und verrate mir dann: Wieviel würde jeder Vereinsimker in D drauflegen, um sich an dieser Zusatzausgabe Zulassungskosten für OX zu beteiligen?

    Seit Jahren wird an einer App rumgewerkelt und Werbepauschale kassiert für ein Glas das kaum einer nutzt (zumindest hier bei uns "im Osten" nicht)... zudem könnte man ja mal versuchen, Mittel für so eine Zulassung einzuwerben - vielleicht sogar in kooperativer Zusammenarbeit mit anderen Imkerverbänden.

    Aber ich sehe nicht, dass der DIB sowas mal angeht...da werden munter Flyer gebastelt, die keiner braucht und Poster im Design der 50er verteilt!


    Also durchaus noch Potential auch andere Wege zu beschreiten außer dumpfe Beitragserhöhungen!


    M.

  • Was ist ein Gesetz, das nicht überwacht wird? Sinnlos.

    Das Gesetz wird ja durchaus überwacht, nur nicht in Bezug auf OX-Verdampfung!



    Gilt ja der Grundsatz: Wo kein Kläger, da kein Angeklagter!

    Das ist der Grundsatz, welchen die OS-Verdampfer im Moment benutzen.

    Aber je mehr das Benutzen, desto höher steigt dann wohl auch die Wahrscheinlichkeit, dass irgend jemand (der nette imkerliche Nachbar, der einem nicht mag oder der militante Tierschützer) Stunk macht bei den Behörden über den Einsatz von "nicht zugelassenen Mitteln"... Das ist dann erwartungsgemäss der Moment, an welchem man dann wirklich seinen Verdampfer "verstecken" sollte. Wobei: Je mehr Verdampfer es gibt, desto grösser ist am Ende auch die Wahrscheinlichkeit, dass ein Tierarzneimittel-Hersteller das Zulassungsverfahren eingibt.


    Ich bin sowieso erstaunt, dass beispielsweise die Firma Andermatt Biovet ihre Produkte in DE nicht in die Zulassung schickt. Die haben ja sogar ne eigene Tochtergesellschaft in DE. Scheinbar rechnet man sich da wirklich keine rosigen Zahlen oder sieht anderswo Schwierigkeiten.


    OS im Sack á 25kg ~ 35€. Da scheinen mir 300€/kg etwas unanständig für 100% das gleiche Produkt.

    Ist eben nicht 100% das gleiche Produkt. Nachdem man als Hersteller eine Zulassung für ein Arzneimittel besitzt, braucht dann auch noch eine Herstellungszulassung, sonst wärs ja gar nicht lustig... :rolleyes:

    Für die Zulassung musst wieder allgemeine Qualitätsstandards für die Herstellung von Arzneimittel einhalten, als Stichwort beispielsweise Keimfreiheit und die Verhinderung anderer Kontaminationen. Das kostet in der Herstellung wieder nen Haufen Schotter mehr, da reichen keine herkömmlichen, industrialisierten Chemie-Prozesse.

  • Ist eben nicht 100% das gleiche Produkt. Nachdem man als Hersteller eine Zulassung für ein Arzneimittel besitzt, braucht dann auch noch eine Herstellungszulassung, sonst wärs ja gar nicht lustig... :rolleyes:

    Für die Zulassung musst wieder allgemeine Qualitätsstandards für die Herstellung von Arzneimittel einhalten, als Stichwort beispielsweise Keimfreiheit und die Verhinderung anderer Kontaminationen. Das kostet in der Herstellung wieder nen Haufen Schotter mehr, da reichen keine herkömmlichen, industrialisierten Chemie-Prozesse.

    Genau richtig.


    Ich glaube hier wird unterschätzt was es bedeutet, eine Zulassung zu bekommen und zu halten.


    Man muss Studien zur Wirksamkeit und Unbedenklichkeit durchführen. Je nach Studiendesign kann das gutgehen oder schiefgehen. Beides kostet aber Geld, jedenfalls wenn man das wissenschaftlich aussagekräftig machen möchte. Die Einreichung zur Zulassung kostet ebenfalls Geld.


    Danach, wenn alles gutgegangen ist, ist man Zulassungsinhaber. Damit fängt es eigentlich erst an, denn dieser muss Nebenwirkungen nachverfolgen und ist auch sonst für alles innerhalb dieser Zulassung der Verantwortliche. Das dürfte meines Erachtens der Grund sein warum der DIB das nie sein wird. Der Zulassungsinhaber ist normalerweise der Hersteller, der dann auch Qualitätsstandards garantieren kann und zur Verantwortung gezogen wird sollten Unreinheiten nachgewiesen werde etc.


    Das Ganze gilt für den Humanbereich genauso.


    Die Aussage, dass sich Hersteller bereichern wollen, weil sie mehr als die Herstellungskosten für ein Produkt verlangen, ist relativ kurzsichtig (wobei das natürlich für einige trotzdem zutrifft). Beim Menschen können die Kosten für Zulassungsstudien mal schnell, je nach Indikation in den 7-8 stelligen Bereich gehen, das muss natürlich wieder reinkommen, und nicht nur das.


    Daher steht einer Zulassung immer auch eine Kostenrechnung bevor und natürlich muss der Hersteller etwas damit verdienen können. Übrigens hat auch AS ad us vet jeweils einen Hersteller, der jeweils auch ein Zulassungsinhaber ist. Wenn der Patentschutz abgelaufen ist, bekommt man als Hersteller die Zulassung auch ohne neue Studien einreichen zu müssen, daher sind sogenannte Generika auch so günstig. Da geht es dann tatsächlich um Herstellungskosten ohne Berücksichtigung der Kosten für die Studien. Aus diesem Grund gibt es eben auch einen Patentschutz, damit diese Kosten wieder hereingeholt werden. Danach kann jeder nachbauen der möchte und günstig verkaufen.


    Die einzigen, die hier schon sehr weit fortgeschritten sind ist tatsächlich die Firma Andermatt, aber möglicherweise gibt es in D andere Hürden zur Zulassung und/oder die Gewinnaussichten sind zu gering ( mal ehrlich: die meisten hier würden ja doch zum Baumarkt gehen und Oxalsäure mit hohem Reinheitswert, aber ohne Zulassung kaufen, oder?)


    Für uns wäre es schön wenn wir die Zulassung hätten, keine Frage. Dazu braucht man aber einen Hersteller, der auch etwas davon hat.

  • Klar ist das das gleiche Produkt. Das kommt aus exakt dem selben Hahn. Du glaubst doch nicht, da steht eine Anlage extra für us. vet?


    😂


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Wo habe ich etwas anderes behauptet? Natürlich kommt das aus dem gleichen Hahn. Damit man das aber vertreiben darf für den zugelassenen Zweck sind ein paar Dinge nötig wie oben erklärt. Und wenn man diese nicht tut gibts eben keine Zulassung, so einfach ist das.


    Den allgemeinen Sinn und Zweck einer Zulassung brauchen wir ja hoffentlich nicht zu diskutieren, oder?