Anel Fogger FOGB Butane

  • Hat von euch schon mal jemand als Vergleich die Völker mit OS besprüht? Oder würdet ihr das mal bitte tun? Ich habe das Gefühl, dass das wirksamer ist.


    Gruß Jörg

    Nein, habe ich bis jetzt noch nicht gemacht. Ich habe den ANEL Fogger seit letztem Jahr im Einsatz und

    das erste Mal haben bei mir alle Völker das Frühjahr erlebt. Ich denke, das zeigt doch die sehr gute Wirksamkeit einer Blockbehandlung mit Oxalsäuredampf und diese Wirkung genügt mir eigentlich auch. Dazu kommt eine enorme Zeiteinsparung und damit auch Kosteneinsparung gegenüber allen anderen Behandlungsformen. Schön auch dass ich die Völker nicht öffnen musste und sie damit ziemlich in Ruhe gelassen habe. Es war übrigens auch das erste Mal das ich auf AS verzichtet habe und ich war wirklich froh angesichts der hohen Temperaturen im letzten Jahr.


    Be(e) happy Tom

    Wenn Du kleine Änderungen vornehmen willst, dann ändere die Art und Weise, wie Du die Dinge ausführst.

    Wenn Du große Änderungen vornehmen willst, dann ändere die Art und Weise, wie Du die Dinge beurteilst.

  • Der Fogger wird ja mit Gaskartuschen betrieben in der Regel mit der CG1750, zumindest wird es so vom Hersteller empfohlen.

    Die Kartusche CG3500 funktioniert genauso, hat aber fast doppelten Inhalt und kostet unwesentlich mehr. Außerdem gibt es weniger Müll.

    Kleiner Nachteil, das Gerät ist schwerer und die CG3500 ist wesentlich höher als der Behälter für die Flüssigkeit. Also beim Transport eher abschrauben.

    Es gibt auch bestimmt noch andere Hersteller, deren Kartuschen passen, habe aber nur mit diesen Erfahrungen.

  • Hallo,

    hab seit gestern den Anel Fogger von einem Freund als Neuware bekommen. Hab ihn gerade mit purem 70% Prima Sprit getestet, es kommt nur wenig sichtbarer Dampf raus, obwohl ich ca. 5 Minuten vorgeglüht habe. Von dem Dampf in Video #82 bin ich gefühlt meilenweit entfernt. Im Moment kann ich mir nicht vorstellen, genügend Dampf für die Anwendung bei Zweizargenvölkern hinzubekommen.

    Hat jemand einen Tipp für mich, wie ich es zuverlässig testen kann.

    Ein Freund von mir hat gerade das gleiche Problem und wir sind schon am Überlegen, wieder auf die AS Behandlung umzusteigen, was ich eigentlich nicht wollteX(

  • Joop, hatte gehofft, so den Nebel erkennen zu können. Tatsächlich lag aber etwas im Griff, so dass ich diesen nicht voll drücken konnte und somit zu wenig Flüssigkeit in den Verdampfer kam. Nun sieht es zumindest so wie in dem Video aus. Hab halt wenig technisches Verständnis, so dass es mir zunächst nicht aufgefallen ist.

    Nun scheint es zu klappen und ich werde gleich mal ne Proberunde starten.

    Danke für die Antwort.:)

  • Guten Abend!


    Am 25.08.19 machte ich von der OXS Blockbehandlung (7x in 3, 4, 3, 4 Tagesschritten, ging leider aus beruflichen Gründen nicht anders) die letzte Bedampfung.

    Im Fokus stehen drei Einraumbeuten (je Volk recht gut 10-11 Waben besetzt) und eine Miniplus-Überwinterungsbeute (Volk sitzt super auf 24 Waben). Heute wurde bei allen Vieren die Varroawindel kontrolliert.

    Zudem sei vlt noch gesagt, dass die Einraumbeute-Völker Kunstschwärme vom vorletzten Jahr sind und im Gegensatz zum Miniplus-Volk, dass ein Naturschwarm von diesem Jahr war, an einem anderen Ort stehen.


    Da diese Art der Blockbehandlung mittels Anel Fogger mein erster Versuch war, gibt es natürlich noch ein paar Fragezeichen. Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn man da gemeinsam drüber schauen könnte, vlt komme ich ja mit eurer Hilfe noch auf einen grünen Zweig.


    Nun zu die Varroadaten:


    Einraumbeute:

    Volk 1 >300 Milben (hier musste ich leider heute Räuberei feststellen!)

    Volk 2 <150 Milben

    Volk 3 >150 Milben


    Vor der Blockbehandlung ergab die Varrowindel folgende Daten:

    Volk 1 73 Milben

    Volk 2 60 Milben

    Volk 3 30 Milben


    Bei der ERB verwendete ich rund 2g OX je Bedampfung, also drei Pumpstöße, da ja doch die Kiste größer ist. Oder hättet ihr da mehr empfohlen?


    Miniplus:

    Volk 50 Milben


    Es steht außer Frage, dass ich bei den ERB-Völker noch handeln muss.

    Ich weiß auch gerade nicht, wie ich über die Blockbehandlung denken soll. Womöglich braucht es doch anfangs eine andere Maßnahme, um den Varroa-Peak zu knicken. Oder bin ich das Problem und nicht der Fogger?


    Was mich nur recht wunderte war, dass im Verhältnis zu den gefallenen, dunklen Milben, doch einige helle Milben dabei waren.

    Doch erst recht verwundert war ich beim Miniplus Volk, denn die rund 50 gezählten Milben waren zu 95% nur helle, also weiße Milben.

    Ist diese Erfahrung relativ normal, oder was verstehe ich da nicht? Die Tücher waren besonders stark mit Rapsöl versehen, da wurde garantiert nix geklaut.

    Ist es möglich, dass nach drei Wochen immer noch Milben von den eventuell (?) vorhandenen OXkristallen erwischt werden? Mir kommt das alles etwas komisch vor, kann es mir nicht vorstellen.


    Wie gesagt, würde mich sehr freuen, wenn wir hier etwas drüber diskutieren könnten. Ich frage mich, ob eine Nachwirkung der OX noch möglich ist und was die vielen weißen Milben beim Miniplusvolk zu bedeuten haben. Da ich tatsächlich erst seit diesem Jahr Varroazähler bin, ist das alles auch etwas Neuland für mich.


    P.S.: Wie verliefen eure Blockbehandlungen?

    Mit freundlichen Grüßen, Lachnide

  • Guten Abend!


    Nun, in meinem vorletzten Beitrag hatte ich viele Fragen und war offensichtlich mit dem "Neuland Varroa zählen" bzw. mit den gemachten Erfahrungen etwas überfragt.

    Allerdings kann ich jetzt sagen, dass ich mir alle Fragen selbst beantwortet habe. Zum Beispiel, zum Thema Weiße Varroas, konnte ich hier im Forum, nach langer Recherche, fündig werden.

    Was die Nachwirkung der OX betrifft, so weiß ich jetzt, dass man nur in der kalten Jahreszeit von vier Wochen sprechen kann. Bei Flugbetrieb (weil sie sich ja, wie wir wissen, dann auch die Abdomenunterseite putzen können usw) hält es wohl nur ein paar wenige Tage, wenn nicht sogar nur Stunden.


    Ich habe die letzten Tage noch mehrere Male die Windeln gelesen, an verschiedenen Bienenständen. Und daher kann ich jetzt recht sicher behaupten, dass nicht der Fogger das Problem war, sondern mein kurzfristiges Denken zu dieser Sache. Durch die Varroazählungen weiß ich, dass der Fogger super Arbeit geleistet hat. Nur war ich in diesem Moment nicht gedanklich bei der gefährlichen Reinvasionszeit, obwohl es ja logisch ist und auf der Hand liegt. Die Milbenzählungen im vorletzten Beitrag betreffen genau die Bienenstände, wo ich weiß, dass es da schon letztes Jahr große Schwierigkeiten gab.

    Bei sehr abgelegenen Bienenständen, wo auch Null Räubereistimmung vorherrscht, ergaben die Zählungen 0 oder <5 Varroa.


    Soviel dazu. Ich bin hier raus, gn8

    Mit freundlichen Grüßen, Lachnide

  • Lachnide : Gute Lernkurve, empfohlen zum Nachmachen!

    Ergänzend: Die These von der Reinvasion (von außen) wird nach meinen Erfahrungen allzuschnell herangezogen. Ich betreibe an meinem Hausstand seit mehreren Jahren bei der TBE Brutsammler (allerdings weiselrichtig!) und sogar einen "Sammler vom Sammler" mit den nun wirklich hoch vermilbten FangW aus den BrSammlern. Nicht ein einziges Mal habe ich Reinvasion festgestellt.

    Unerwartet hohe Milbenlasten haben ihre Ursache oft im Vorjahr, wie Rudi Maurer nachvollziehbar hochgerechnet hat:

    Milbenwunder 2009 - Immenfreunde


    www.immenfreunde.de › docs › milbenwunder-2009


    Die Sublimation ("Verdampfung") von OX ist in ihrer Wirksamkeit auf die Milben bei Vorhandensein offener Brutzellen eingeschränkt. Der schweizer IF Brüning hat die Einwirkung von OX auf die Milben über deren Haftlappen nachvollziehbar beschrieben:


    http://www.varroamilbe.ch/


    Es liegt also nahe, daß die Milben sich ihre Füße im Futtersaft offener Brutzellen von OX freiwaschen und sich überdies durch Abtauchen in diesen Futtersaft vor der weiteren Einwirkung von OX schützen können.



  • Was haben die letzten Beiträge mit dem Anel Fogger zu tun?
    Bitte beim Thema bleiben.

    Ob der Anel Fogger tatsächlich die Wirkung hat, oder nicht. Da scheinbar die Anel Fogger-Anwender nur eine kleine Gruppe bilden, dachte ich mir, frage hier.

    Die Anwendung ist sehr eigen, da gehören selbst gemachte Erfahrungen dazu. Andere Imker können damit wenig was anfangen.

    Doch ich verstehe die von dir aufgezeigte Grauzone, in der ich mich bewegte. Sorry.

    Mit freundlichen Grüßen, Lachnide

  • Hallo!


    Ich habe heute eine neue Oxalsäurelösung für zwei Anel-Behälter hergestellt. Alles wie immer gemacht, und trotzdem gab es dann heute bei der Bedampfung neue Probleme: Es kam zu wenig Dampf an, es verpuffte sehr schnell, dann gab es unregelmäßige Ausstöße. Solche Pumpstöße waren unbrauchbar.

    Zu diesem Zeitpunkt herrschten 15 Grad. Die OXlösung war noch handwarm, und an der Kartusche konnte es nicht liegen, da neu. Ich reinigte auch immer den Fogger nach jeder Bedampfungsrunde, daher würde ich eine Anlagerung eher ausschließen. Ich wüsste auch nicht, wie ich das Rohr mechanisch reinigen könnte.


    Als ich dann daheim war und alles in den Keller räumte, merkte ich, dass die OXlösung wieder Kristalle ansetzte und je mehr ich schüttelte, es auch immer mehr trüber wurde. Sowas hatte ich zuvor noch nie.

    Komisch ist auch, dass die zweite, frisch hergestellte OXlösung, dass ja in der Zwischenzeit im 1-2 Grad kühleren Keller stand, keine Kristalle gebildet hatte (hätte mich auch gewundert, eine 1,5 Monate alte Lösung setzte auch nie Kristalle an). An der Temperatur dürfte es nicht liegen.


    Meine Vermutung, warum der Anelfogger nicht richtig verdampfte, sind die Kristalle, die sich während der bevorstehenden Bedampfung gebildet hatten und dem Pumpsystem Schwierigkeiten bereitete?

    Nur wieso kamen die Kristalle wieder?


    Morgen versuch ich es nochmal, aber mit der zweiten Lösung und mit der mitgelieferten Isolierung für die Behälter.


    Trotzdem bin ich etwas ratlos, wo jetzt wirklich das Problem ist.

    Hat jemand schon mal sowas erlebt?


    Danke und glg

    Mit freundlichen Grüßen, Lachnide

  • Exakt, 70% Prima. Die Reinigung geschah immer mit destilliertes Wasser.

    Mich überrascht das schon sehr, weil ich ja doch mittlerweile über zehn OXlösungen herstellte und noch nie Kristallbildung hinterher beobachtet habe. Rein theoretisch hab ich nichts anderes gemacht, genau die selben Mittel und Abläufe, und trotzdem dann sowas.

    Mit freundlichen Grüßen, Lachnide