Winterverluste 2017 / 2018

  • und außerdem brauchen sie viel länger für Futterteig als für Sirup. Für 2 kg locker 1-2 Wochen. Wenn da ein schöner Teig mit Flugwetter dabei ist, steigt durch unten liegendes Futter die Räubereigefahr.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • und außerdem brauchen sie viel länger für Futterteig als für Sirup. Für 2 kg locker 1-2 Wochen. Wenn da ein schöner Teig mit Flugwetter dabei ist, steigt durch unten liegendes Futter die Räubereigefahr.

    Generell geht flüssig schneller,aber sie schaffen schon 3-4 Kilo in einer Woche ,bei einem Volk gibt es morgen Nachschlag . Es kommt immer drauf an wie hungrig sie sind und ob und wie gut sie an den Teig rankommen.

  • ... sie schaffen schon 3-4 Kilo in einer Woche ,bei einem Volk gibt es morgen Nachschlag . Es kommt immer drauf an wie hungrig sie sind und ob und wie gut sie an den Teig rankommen.

    Die Frage wäre für mich da eher:

    Was habe ich denn beim Einfüttern falsch gemacht, dass ich jetzt so viel nachfüttern muss?

    Oder war es ein Volk, das schlecht abgenommen hat? => warum?


    Gruß, Jörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • es ist meiner Meinung _insbesondere_ dieses Jahr nicht besonders ratsam, den Leuten falsche Einfütterung im Herbst unter die Nase zu reiben. Ja, sicherlich, im Prinzip wissen alle aus Erfahrung und aus Listen, was man im Spätherbst in ein Volk reinstecken muss, damit es im Vorfrühling lustig und mit Platz und Futter umherturnt. Und ja, man muss aus so einem Winterwitterungsverlauf auch lernen, das kann 2020/21 oder spätestens im Jahrhundertwinter ab Oktober 2023 von Nutzen sein, alles richtig. Ich leiste dann auch Abbitte, wenn dringende Warnungen ab August in 5 Jahren dann nur lapidar abgetan werden. Aber aktuell möchte ich keine Wette eingehen, wie viele Völker knapp am Verhungern sind in der nord-östlichen Hälfte von .de und selbst die andere Hälfte ist bis auf den südlicheren Raum nicht gerade fett mit Futter versorgt. Und da macht doch bitte den Leuten keinen Vorwurf, wenn sie von ihrer knappen Futtersituation berichten. Sie tun es wenigstens, sie sehen es, sie ändern was dran. Und das ist viel besser als die übliche "ach, wasn nu? vor 4 Wochen sind doch da noch welche geflogen, naja, CCD oder Scheißerei oder was weiß ich *fluglochzu*"-Beiläufigkeit.


    Grüße

    Holger

  • Dass ordentlich eingefüttert wird, unterstelle ich mal. Entscheidend ist aber, was zwischen Oktober und April passiert. Und das hat sich geändert: Letzter Winter hier im Norden wie dieser Winter - Herbst bis Ende Januar und dann Winter bis Ende März. Das benötigt viel mehr Energie (Futter) als vorher mit milden Wintern bis März.

  • Wenn ich grade nicht füttern würde, wären in vier Wochen ein Drittel der Völker tot. Seit gestern machen tu ich das mit Bienen spielen auch nicht. Ist das erste Mal das ich so massiv nachfüttern muß. So what, das gehört zum Imkern dazu. Wichtig ist, daß man's merkt. Rechtzeitig.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Das Wetter ist nur einer von mehreren Einflußfaktoren, Volksstärke (ein Betrieb mit optimaler Belagschaft kann wirtschaftlicher arbeiten als einer, der an hohem Krankenstand, Siechtum o.a. Mängeln leidet), Standort- und Beutenfaktoren andere.

    Ich stelle mir das so vor: Die Legeleistung der Kö. wird wesentlich von der Tageslichtlänge bestimmt. Wieviele der gelegten Eier dann als Brut weiter und bis zu Ende gepflegt werden, hängt von Entscheidungen ab, die der Bien insgesamt trifft und der naturgemäß nicht/nicht nur von der Legeaktivität der Kö. abhängt. Das Wetter vorhersehen über 3 Wochen Brutzyklusdauer und länger kann der Bien vermutlich ebenso wenig wie wir Menschen, schon gar nicht den Winterverlauf vorausplanen. Er paßt sich aber den jeweils aktuellen Bedingungen an - so wie wir mit der Kleidung. Ein "Kleiderwechsel" beim Bien aber ist nicht so schnell erledigt wie bei uns wegen der Brutzyklusdauer und der starken Ausprägung des Brutpflegetriebes. Da wird geschuftet bis zum Umfallen und der totalen Erschöpfung, ja notfalls bis zur Selbstauopferung.

    Meine Völker waren hier bereits Ende November aus der Brut, hatten aber bereits um Weihnachten wieder größtenteils verdeckelte Brutflächen (Stichprobe: etwa auf 3 BrW jeweils 3 handtellergroß verdeckelte Brutflächen). -> früher Bruteinschlag, Pollenangebot von Hasel bis diversen Frühjahrsblühern und milder Witterungsverlauf im Januar vergrößerten die Brutfächen bis zum Kälteeinbruch im Februar -> Es wurde (nach dem Gemüllbild zu urteilen) unfertige Brut ausgeräumt, obwohl ich erstmals den Boden meiner Holz-Za-Beuten mit der Weberwindel verschlossen und das Flugloch eingeengt hatte. Bei FKP Anfang März zeigte sich fast vollständige Brutfreiheit. Ich bin dankbar für meine so unspektakulär an die örtlichen Verhältnisse anpassungsfähigen Landrassen-Bienen! .

  • Ich mach mir fast in die Hosen, aus Angst, meine Völker würden sämtlichst verhungern.

    Heute drehe ich die dritte Runde seit vorletzter Woche, und jedes Volk erhält leicht aufgetauten Honig aus dem letzten Jahr. So umgehe ich auch, daß, wenn die Bienen Futter umtragen, ich Ende Mai Weizensiruphonig schleudere.

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck

  • Heute ist hier der erste warme Tag dieses Jahres, +12°C, wenig Wind. Die Völker fliegen sehr stark. Pollen bringen sie nur wenig, denn außer Schneeglöckchen, Märzenbechern und Krokusse blüht noch nix.

    Habe bei den Völkern, wo sich keine Biene am Flugloch zeigte, den Fluglochkeil rausgemacht und die Massen an toten Bienen heraus gekehrt. Dabei gab's meist ein Brummen in der Beute. Es leben also noch mehr Völker, als man am Flugbetrieb ablesen kann.

    Wie es um das Futter steht, weiß ich nicht. Werde aber jetzt noch nicht nachschauen, dazu ist es hier noch viel zu kalt. Man kann sich nur darauf verlassen, dass man genügend im Spätsommer eingefüttert hat.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."