Winterverluste 2017 / 2018

  • Alle Völker haben die selben Bedingungen, alle einzargig in der Segeberger Styroporbeute, alle hatten ca. die gleichen Futtermengen. Die Größe der Völker war sicher unterschiedlich. Das eine Volk mit dem großen Bedarf war super stark und das andere Volk war eher unter Durchschnitt. Alle Völker stehen ländlich. Gut wer sich um seine Tiere sorgt und mal schaut, ich bin mir sicher das so einige diesen Winter nicht überstehen weil zu wenig Futter in den Beuten ist bzw. der Verbrauch extrem ist. Meine umgeweiselten Völker, die Buckfastköniginnen von Bernhard bzw. von Aumeier bekommen haben, waren nach dem Frost komplett ohne Brut/Stifte und der Verbrauch war gering. Habe alle 20 Völker seit Ende Dezemember monatlich gewogen, interessant wie sich die Tiere im Verbrauch verhalten. Beste Grüße :)

  • Heute musste ich leider auch feststellen, dass ein Volk verhungert ist, und es war ausgerechnet eines von den besseren. Direkt neben der letzten bienenbesetzten Gasse wäre wieder Futter gewesen, einfach nur auf der anderen Seite der Wabe. Da sind sie schon nicht mehr hingekommen.


    Bei zwei anderen Völkern hat es nur die Randgassen erwischt, dort steckten tote Bienen in den Zellen.


    In zwei weiteren Völkern könnte es Anzeichen für Paralysevirus geben, und in vielen Kisten sind Kotspritzer zu sehen. Nicht so schlimm wie letztes Jahr, aber trotzdem beunruhigend...



    Bisher also unter allen meinen Völkern nur ein Verlust, aber einige schwache. Die Bienen bräuchten jetzt dringend Wärme, Sonne und Pollen, aber das ist noch nicht in Sicht...

  • Ich hab jetzt auch komplett durchgesehen- Fazit: Das weisellose Volk ist wirklich weisellos, ich habe es vor dem schwächsten der anderen abgekehrt.

    2 wirklich sehr starke Völker und 4 mittelstarke bleiben.

    In dem Fall also 1 Verlust.

    Es war wunderschön heute, und es macht traurig zu sehen, dass es schon wieder schlechter wird nächste Woche. Immerhin kein Schnee mehr, der hat mir letzten Donnerstag noch gereicht.

    Schnurrdiburr--da geht er hin.....

  • Hallo, bei mir war einer Völker kaufen, der redet in der Gegend um Aachen von 80% Verlusten bei vielen.

    Ich habe jetzt auch schon 20%, leider.

    Bis bald

    Marcus


    Hallo Manne,

    Ich habe auf die obig genannten Zeilen reagiert.

    Meine persönlichen Winterverluste liegen bei 12%. Selbst sehr schwache Ableger haben den Winter überlebt. Leider hat der letzte Kälteeinbruch eben diesen zugesetzt, aber nicht getötet. Gut eingewinterte Völker sind in der Region Aachen lt. meinen Imkerkollegen nicht das Problem. Dafür hatten wir einen sehr schwierigen Herbst. Ich rechne aufgrund der Wetterprognose jetzt nicht mehr mit weiteren Verlusten. In den Wirtschaftvölkern herrscht kein Futtermangel. Die haben teilweise über fünf volle Futterwaben. Bei den Ablegern sieht die Sache anders aus. Die haben Futter und Futterwaben aus den Altvölkern erhalten müssen.

    Meine persönliche Meinung ist, dass Winterverluste von 10 bis 20% als normal sind.

    Wintervarroabehandlung, Futterabriss und sonstiges treten mehr oder weniger immer auf. Dementsprechend werden bei mir immer die 20% Verlust bei der Ablegerbildung einkalkuliert. Was zuviel ist, geht an die Kollegen, die weniger Glück hatten.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • ...

    Das eine Volk mit dem großen Bedarf war super stark

    So ungefähr sah es bei meinem auch aus, nur zweizargig.

    ...

    es war ausgerechnet eines von den besseren. Direkt neben der letzten bienenbesetzten Gasse wäre wieder Futter gewesen, einfach nur auf der anderen Seite der Wabe. Da sind sie schon nicht mehr hingekommen.

    Eine vormalige Brutwabe, jetzige Futterwabe hatte noch <1kg Futter, da waren nur wenige Bienen drin. Sie hing vermutlich am falschen Platz, hätte am richtigen Platz aber wohl kaum etwas am Resultat geändert, nur verzögert.


    Gruß Andreas

  • Wir mussten heute ein Volk wegen Räuberei wegstellen... Wahnsinn.

    Die hatten per Futtertasche Sirup bekommen und irgendwie haben das die Nachbarn gecheckt...

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


  • Deswegen, bevor nennenswert Pollen von außen reinkommt, Pollenfutterteig auflegen. Das schont die Winterbienen und verlägert deren Lebensspanne in den Frühling hinein. In D'schingen gab es dazu sogar Zahlen, ich glaub (war ja selber nicht da) in Celle auch. Vielleicht ist das ja eine Lösung.

    Ich habe keinen Pollen geerntet, mit dem ich Pollenfutterteig herstellen könnte. Oder meintest du sowas wie Neopoll? Irgendwie scheint das ja in DE das einzige Bienenfutterprodukt mit Pollen zu sein, oder? Aber der Pollengehalt erscheint mir lächerlich gering, im wesentlichen scheint das Zuckerteig mit etwas Pollen zu sein.


    Anderswo gibt es auch Pollenersatzfuttermittel. Ich habe schonmal daran gedacht, sowas auszuprobieren. Ich habe eine kleine Menge Ultrabee von Mannlake da. Aber bisher schien mir das Wetter sogar dafür zu schlecht. Wenigstens Wasser holen fliegen sollten die Bienen können, und selbst das geht diesen März ja bestenfalls einen Tag pro Woche... :(


    Gibt es zu dem, was in Donau-Eschingen oder Celle dazu erzählt wurde auch eine Veröffentlichung? Titel, Autoren?