Winterverluste 2017 / 2018

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    Schön, dass Du wieder da bist.


    Marion und Bienenhalterin, wers glaubt.


    Gruss

    Ulrich

  • Hallo zusammen!


    3 Monate und 3 Tage nach dem Ausgangspost bzw. der Eröffnung des Fadens hiermit ein kurzes Update von mir.


    Es ist mir (Stand gestern) noch ziemlich genau 1 Volk geblieben, welches diese Bezeichnung vermutlich überhaupt noch verdient. Zwei weitere Einheiten summen noch, allerdings flog da gestern nichts und niemand.:confused:

    Geöffnet habe ich sie nicht, da gerade schwachen Einheiten meines Erachtens jede, insbesondere thermische, Störung, den finalen Todesstoß versetzen kann.


    Nach vielem Hin und Her Überlegen meine ich den / die vermutlich bzw. sicherlich imkerlich begründeten Knackpunkt(e) bzgl. der Verluste in den letzten beiden Jahren gefunden zu haben:


    1.

    2016 erstmalige Abweichung von meinem bis dato konsequentest durchgezogenen AS-Behandlungsprinzip "alle gleich und eher häufig, unabhängig vom Milbenfall" hin zu einem (scheinbar) befallsorientierten bzw. milbenfallorientierten Prinzip, ohne jedoch konkretes Milbenzählen. Daraus, wie auch aus der erstaunlich lange andauernden Tautracht, resultierend deutlich weniger und erst spätere Behandlungen bei dem meisten Völkern, da scheinbar "wenig" Milbenfall erkannt wurde.

    Dementsprechend gingen die Völker ziemlich sicher schon mit einer unerfreulich hohen, dennoch von mir auf den ersten Blick so nicht erkannten Milbenbelastung in`s Frühjahr 2017.

    2.

    2017 dann die vermutlich final fatale Entscheidung des Umschwenkens auf die testweise MS-Behandlung im Sommer (und dann gleich bei allen Völkern...:roll:) anstatt der in meinem Fall klassischen AS. Mitbegründet auch durch mehrere ziemlich sicher AS-bedingte Königinnenverluste im Vorjahr.


    Merke:

    1. Gutes sollte erhalten bleiben (nicht unhinterfragt, aber dennoch).

    2. Bei "Experimenten" / neuen Behandlungskonzepten nicht gleich alle Völker dementsprechend behandeln.

    3. (Erhöhte) Milbenrestpopulationen aus dem Vorjahr sind nicht zu unterschätzen.

    4. Milbenzählen / -schätzen birgt für diesbzgl. ungeübte Imker wie mich offenkundig nicht zu unterschätzende Risiken.

    5. Aus Schaden wird man - wenngleich manches Mal nur unter (seelischen) Schmerzen - klug.


    In diesem Sinne wünsche ich allen eine gute Durchlenzung / Auswinterung in den nächsten Wochen / Monaten.


    Gruß

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Danke für den ausführlichen Bericht!

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Bei mir bisher alles im Lack!

    Gerade eben habe ich bei 4 Völkern die Bodengitter abgeräumt und die Keile für heute entfernt. Zwischen 1-2 500g Gläser Totenfall und schon 4-6 Wabengänge besetzt, sogar mein Bedenkenvolk ist schon flächiger verteilt, als erwartet... =O

    Ein Volk hat eine 500g Gabe Futterteig mit Wasser bekommen, die waren mir gestern ein wenig zu hektisch, während die anderen alle ruhig geblieben sind.

    Kaum waren die Leichen entfernt, brummte es vor allen Fluglöchern. Das Volk, von dem ich gestern schrob, muss wohl schon so aktiv und weit sein, die hatten gestern schon diese geschätzte Masse Totenfall ausgeräumt... 4 muss ich jetzt noch bearbeiten.


    Gruß Andreas

  • Heute den letzten Stand besichtigt und aufgeräumt. Unter zwei Prozent Ausfälle bis jetzt insgesamt, fiese braune Finger und beim Griff zum Handy (lag auf dem Beifahrersitz) einen Stich in die Fingerkuppe. Ich bin zurück and l like it.


    Beste Grüße,

    Ralf


    Ps.: alle Völker noch brutfrei. Stifte und polierte Zellen. Das auch überall. Jetzt geht's los! Pollen kommt reichlich.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • weg ist ne sehr gute Idee

  • :) bei uns ist noch klein Sibirien... aber alle 10 Völker sind am Leben *juhuu* und auf der Windel tut sich einiges (um vorzugreifen - ich hab die Bienenweber-Böden, die Schublade kann man umdrehen und dadurch gut beobachten :) ) Sonntag soll die Ü10° Grenze mal kommen, dann können die Mädels mal pünkteln ... ich freu mich schon wie Bolle :)

  • Hallo Marion,

    So ist es, und kein, was Könnte es wohl noch gewesen sein.

    Die guten Völker haben Brut gehabt im Januar , dann kahm die Kälte, die Brut wurde gewärmt, und somit der Futterabriss., so wie Du es dargelegt hast.

    Habe Heute bei der Durchsicht das Gleiche feststellen müssen.

    Bei meinen 10 ner Dadant habe ich mal etwas Ausprobiert,

    bei der Einfütterung, erst eine Honiraumzarge drauf, damit Unten genügend Platz zum Brüten ist , und Oben zur Futterablagerung, danach das Ganze Mitte Oktober getauscht.

    Sind das top Völker geworden, kein Futterabriss, aber auch schwer da irgendwo das Schied zu Stellen.

    Habe es erst einmal weg gelassen.

    Das Schieden im Herbst, laut Binder, hat außer Verluste nichts gebracht.


    Gruß Jürgen der es einfach noch einmal Wissen will, Obs, oder auch Nicht--------

  • Hallo Jürgen,


    danke für den letzten Satz zum Vorgehen Deines Namensvetters.


    Die Wintertraube ist der Vorteil des Schiedens Anfang Februar. Habe ich dieses Jahr nicht geschafft. Und bei den jetzigen Temperaturen wühle ich auch nicht wegen des Schiedes in den locker sitzenden Völkern rum.


    Gruss

    Ulrich

  • Ralf, Du bist in einer wärmeren Gegend.


    10 Grad hätte ich schon gerne. Oder wieder so kalt, dass sie Kuscheln.


    Gestern häts gepasst, heute nicht.

    Sonntag ist es sicher warm genug.


    Gruss

    Ulrcih

  • Ah, okay. Das laß sich, als ob es heuer ausfallen würde. Auf 'nen Schnaps kommt's nich an. Diese Woche, nächste Woche. Bei mir sind alle noch brutfrei! Stifte gibt's, und Pollen. Wird ein super Jahr.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife