Winterverluste 2017 / 2018

  • Ich hoffe mal, dass jetzt detaillierte Untersuchungen vorgesehen sind.

    Bei mir ist das Beweissicherungsverfahren am Laufen. Dazu ist ein Gutachter bestellt. Inwiefern dieser nun alles total zerlegt um zu ermitteln was die Ursche ist oder ob da nur getestet wird, dass das Wachs toxisch wirkt (was ich vermute), entzieht sich meinem Wissen.


    Es bleibt somit an uns selbst hängen dies zu ermitteln. Die Institute machen da auch weiterhin nix!

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Es bleibt somit an uns selbst hängen dies zu ermitteln. Die Institute machen da auch weiterhin nix!

    Warum sollten die Institute das auch tun? Ich glaube, man hat zu hohe Anforderungen an die Institute (den Staat).

    Ich mag keinen vormundschaftlichen Staat.

    Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht. (Papst Gregor I.)

  • Warum sollten die Institute das auch tun? Ich glaube, man hat zu hohe Anforderungen an die Institute (den Staat).

    Ich mag keinen vormundschaftlichen Staat.

    Die Institute sind keinesfalls "der Staat", noch deren Forschungsergebnisse bevormundend. Obwohl sie wesentlich durch öffentliche Gelder finanziert werden und bei manchen Forschungsprojekten Drittmittel einwerben - bspw. von Dachorganisationen der Imker wie dem DIB oder von Pharma-Auftraggebern o.a.

    Der DIB hat Hohen Neuendorf damit beauftragt, einen möglichst einfachen, preiswerten Ersttest auf Wachsverfälschungen zu entwickeln und dafür 32.000,- EU zur Verfügung gestellt:

    https://www.bienenjournal.de/f…wachsanalysen-fuer-imker/

    Ob das (finanziell wie sachlich) genug ist, darüber kann man diskutieren. Mit dem "vormundschaftlichen Staat" aber hat das keinesfalls etwas zu tun, eher mit der Freiheit der Wissenschaft nach Artikel 5 Grundgesetz, resp. mit der akademischen Selbstkontrolle:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Forschungsfreiheit

  • Warum sollten die Institute das auch tun? Ich glaube, man hat zu hohe Anforderungen an die Institute (den Staat).

    Ich mag keinen vormundschaftlichen Staat.

    Weil der Staat verpflichtet ist, für das Wohl seiner Bürger zu sorgen. Zumindest ist das wohl das übergeordnete Ziel aller rechtsstaatlichen Verfassungen.

    Wenn es eine unklare Giftwirkung im Zusammenhang mit Lebensmittelproduktion und Nutztierhaltung gibt, dann sollte das meiner Meinung nach von staatlicher Seite untersucht werden, da es sich um eine Problem für die Gesundheit der Gemeinschaft handelt. Er ist somit meiner Meinung nach verpflichtet, zur Untersuchung/Aufklärung notwendige Schritte einzuleiten. Eine Möglichkeit wäre, einen Auftrag und Mittel an ein Institut zu vergeben.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Warum sollten die Institute das auch tun? Ich glaube, man hat zu hohe Anforderungen an die Institute (den Staat).

    Ich mag keinen vormundschaftlichen Staat.

    Weil man glauben sollte, dass diese Institute für die Bienen da sein sollten?

    Die Institute sind keinesfalls "der Staat", noch deren Forschungsergebnisse bevormundend. Obwohl sie wesentlich durch öffentliche Gelder finanziert werden und bei manchen Forschungsprojekten Drittmittel einwerben - bspw. von Dachorganisationen der Imker wie dem DIB oder von Pharma-Auftraggebern o.a.

    So ist es. Sie sollten daher selbst ein Auge darauf haben und sich damit beschäftigen. jedoch sieht man es ja an Hohenheim und dem Lithium... ein Schelm wer hier unterstellt, es ginge dabei nur um die Generierung weiterer Forschungsgelder...


    Wir Imker kämpfen gegen Gentechnik, im Institut sind sie an nix anderem dran als uns selbige in die Beute zu holen und zufällig das Lithiumchlorid zu entdecken.

    Ja, wozu haben wir so viele Institute...? Eins würde da reichen. Vielleicht würde das auch die Motivation beeinflussen.

    Monopole sind meist gefährlich.

    Weil der Staat verpflichtet ist, für das Wohl seiner Bürger zu sorgen. Zumindest ist das wohl das übergeordnete Ziel aller rechtsstaatlichen Verfassungen.

    Wenn es eine unklare Giftwirkung im Zusammenhang mit Lebensmittelproduktion und Nutztierhaltung gibt, dann sollte das meiner Meinung nach von staatlicher Seite untersucht werden, da es sich um eine Problem für die Gesundheit der Gemeinschaft handelt. Er ist somit meiner Meinung nach verpflichtet, zur Untersuchung/Aufklärung notwendige Schritte einzuleiten. Eine Möglichkeit wäre, einen Auftrag und Mittel an ein Institut zu vergeben.

    Die Institute sind Ländersache und daher kocht jedes seine eigene Suppe und hat damit auch noch erfolg.Leider kommt hier schon über Jahre nix brauchbares dabei hervor -oder hab ich was vergessen? Selbst die Rückstandsgrenzen, die nun in Hohenheim immer artig geprüft werden, wurden mal vom DIB veranlasst und Gelder zur Forschung rein gesteckt. Heute will der DIB natürlich von solchen Grenzen im Wachs wenig wissen ^^

    Ich find das alles so "lustig"

    Dinge die die Welt nicht braucht... Da wüsste ich einiges

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Monopole sind meist gefährlich.

    Und was erleben wir mit jenem Polypol?

    ...Leider kommt hier schon über Jahre nix brauchbares dabei hervor -oder hab ich was vergessen?...

    Ja, die Schlussfolgerung! Die Existenz selbst eines derartigen Luxusinstruments ist diskussionswürdig.

    u.a.: Infobrief (#354)

    Ich weiß, dass ich nicht weiß. (Sokrates)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Manne ()

  • Ja, die Schlussfolgerung! Die Existenz selbst eines derartigen Luxusinstruments ist diskussionswürdig.

    u.a.: Infobrief (#354)

    Der Infobrief ist doch eine jährliche Wiederholung. Die lieblibgsinfo gilt der Varroa und meist sagt man dem Imker er sei wieder mal u nfähig wenn seine Varroazahl zu hoch ist oder Völker zusammen brechen.

    Wobei da haben wir auch immer solche Warnungen aber betroffen sind dann meist nur einige wenige die dazu stehen. Die breite Masse hat keine Probleme und die Völkerzahl bleibt eh auf dem selben Level.


    Heute geh ich früh ins Bett. Sollte doch mal anfangen Alkohol zu trinken um dann glücklich einzuschlagen ^^

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
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  • Mc Fly

    Danke, Markus, für den Hinweis auf die Unterscheidung zwischen den Brutschäden durch Stearinsäure und "Faktor X".

    Der Hauptfaden zum Thema ist leider gelöscht, so dass Eure Erfahrungen größtenteils - bis auf Bernhards PDF - nicht mehr nachlesbar sind.

    ... Das Problem was mittlerweile dazu kam, scheint nicht durch Stearinsäure oder Paraffin verursacht. Ich würde das Schadbild bisher als negativ zum Stearinsäureschadbild bezeichnen. Es gibt meist mehr verdeckelte Brut wie leere Zellen bzw. bis zu 50:50 und bei Stearinsäure sind es normal über 50% leere Zellen

    Faktor X ist wie oben beschrieben eine unbekannte Ursache die zu einem Sterben des Volkes führt und dabei eben auch ähnliche Schadbilder wie beim Stearinwachs zu sehen sind.

    Bitte erkläre das noch genauer:

    Ähnliches Schadbild, weil sowohl bei Stearinsäure wie auch bei "Faktor X" Brutschäden auftauchen, aber dennoch unterschiedlich, weil bei Stearinsäure die Brut noch vor Verdeckelung ausgeräumt wird, während bei "Faktor X" die Brut zwar noch verdeckelt wird aber dann ... was?


    Überaus neugierige Grüße, Jörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • Bitte erkläre das noch genauer:

    Ähnliches Schadbild, weil sowohl bei Stearinsäure wie auch bei "Faktor X" Brutschäden auftauchen, aber dennoch unterschiedlich, weil bei Stearinsäure die Brut noch vor Verdeckelung ausgeräumt wird, während bei "Faktor X" die Brut zwar noch verdeckelt wird aber dann ... was?


    Überaus neugierige Grüße, Jörg

    Moin, Da ich selbst mit dem Schadbild noch nicht arbeiten musste, hab ich da nicht die 100%ige Infos bis ins letzte Detail.

    Fakt ist, die betroffenen Waben sehen immer irgendwie so aus wie die vorher gezeigten. Mal mehr, mal weniger bebrütet.

    Bei Stearinsäure beträgt die optisch wahrgenommene verdeckelte Brut maximal 50%, Tendenz eher zu 20-30%.

    Sobald verdeckelte Brut vorhanden ist, gibt es auf der Wabe laufend neue Stifte und jüngste Larven in den freien Zellen zu sehen. Hat man den richtigen Turnus, dann sieht man bei jeder Durchsicht fast das selbe Bild, da die Bienen immer wieder ausräumen und die Königin dann neu legt.


    Beim Faktor X sehen die Bilder für mich so aus, dass die verdeckelte Brut mind. 50% beträgt und auch bis zu 90/95% gehen kann. Je weniger Ausfall, desto schwieriger die Diagnose. Wenn man sich aber darauf sensibilisiert und z.B. wie Bernhard das Brutnest studiert und die Legekreise der Königinnen analysiert hat, dann fallen einem kleinste Unregelmäßigkeiten sofort auf.

    Ich selbst brauch dazu einen Einblick über 2-3 Wochen um möglichen Pollen/Futter oder was auch immer sicher auszuschließen. Da haben es andere einfacher, da sie solche Beurteilungen schon lange vornehmen.

    Was aus solchen Larven bei beiden Wachsproblemen wird ist bisher schwer zu sagen. Zumindest brechen die Völker daran zusammen und auch die letzten Varroen stürzen sich von den Bienen auf die letzten Zellen die verdeckelt werden.

    Also m.E. beschleunigt das vorhandensein von vielen Milben nur, was eh passieren würe.


    Man bräuchte hierzu eine komplette Überwachung mit Kamera, Temperatur usw.

    Man würde dabei jedoch auch nur erkennen, dass die Temperatur immer weiter abfällt (mangels Bienenmasse) und die Larven irgendwo spätestens am Tag 3 ausgefressen werden.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
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  • So und schlimmer sah es bei mir aus.

    Panschwachs 2016


    Wabe vom HonigraumBrutraum


    2017 Naturwabenbau

    da bekomme ich die Bilder nicht rein, Datei zu groß. Muß Martina später versuchen.

    Gruss Andy

  • Hallo A.C.H.,


    Panschwachs 2016 verstehe ich, das waren vermutlich verunreinigte Mittelwände. Oder? Aber Naturbau 2017? Was meinst Du damit genau? Waren da die MW-Anfangstreifen verunreinigt, oder hast Du 100% Naturwabenbau, z.B. mit Schiffskielen, bauen lassen und es ist trotzdem zu einem Schaden gekommen? Irgendwie geistert hier ja dieser "X-Faktor" herum, aber ich kann ihn nicht greifen.


    Gruß

  • ...oder hast Du 100% Naturwabenbau, z.B. mit Schiffskielen, bauen lassen und es ist trotzdem zu einem Schaden gekommen? Irgendwie geistert hier ja dieser "X-Faktor" herum, aber ich kann ihn nicht greifen.

    Exakt darum geht es ja, sonst würde Markus nicht vom Faktor X reden, sondern konkret von A oder B.

    Es tritt - in anderer Form, standortbezogen auf, hat ähnliche Effekte und führt zum Absterben der Völker. Aus meiner Sicht kann es nur von außen kommen und damit ist der Spekulation Tür und Tor geöffnet.


    Wichtig ist aber, dass wir darauf sensibilisiert sind und das nicht im frühen Stadium der Königin zuordnen und im späten der Varroa. Letzteres schaufelt nur das Grab, die Ursache ist etwas anderes.


    Beste Grüße


    Rainer