Winterverluste 2017 / 2018

  • ...Imker soll den modifizierten Oberträger verwenden, da die Königin dann nicht so leicht in den Honigraum überläuft, und dort legt.

    Kann ich nicht bestätigen. Die dicken OT sind keine Hürde, weder für die Kö. noch für Bienen. Sie verhindern aber in den allermeisten Fällen Überbau zwischen den Zargen, sofern der Beespace nicht durch Eigenbau- o.a. fehlmaßige Zargen mißachtet wird:

    http://www.bienenweber.de/Modifizierte_Raehmchen.html

    Auch in umgekehrter Richtung funktioniert das bei mir gut: Ich bekomme bienenvolle HoRe innerhalb einer Nacht meist so gut wie bienenleer mittels eingelegter Bienenflucht über ASG und den modifizierten OT des BrR´s. Wichtig ist dabei immer, daß zwischen den Elementen (OT + ASG + Bienfluchtausgängen) jeweils beespace besteht.

  • Am Samstag habe ich meine Völker durchgesehen.


    Dabei zeigte sich deutlich, dass der strenge Spätwinter, und der Kälteeinbruch zu Ostern bei uns Spuren hinterlassen haben: Fünf von sechs Völkern haben erst auf ein bis drei Waben Brut, was jetzt allerdings stark anziehen dürfte. Immerhin drei Völker waren soweit, dass ich einen Honigraum aufsetzen konnte, der Rest dürfte in zwei Wochen bereit dafür sein.


    Ein sechstes Volk hat leider keinerlei Brut gehabt, dauerhaft gebraust, und die Königin war unauffindbar. Dieses habe ich in einiger Entfernung abgefegt, damit es die übrigen Völker verstärkt. Schade, im letzten Jahr war das mein bestes Volk.


    Beste Grüße


    Peter

  • Futterabriß nach oben habe ich bisher nicht beobachtet oder davon gehört, von Futterabriß zur Seite (Nachbarwaben) dagegen schon.

    ich kenne das auch nur von den Minis, da dort oft der Abstand vom Rähmchen(Oberträger) der unteren Zarge zu der oberen nicht stimmt. Ist der Abstand zu groß und im Herbst wird der Wildbau dazwischen entfernt, kommen die Bienen bei niedrigen Temperaturen nicht mehr hoch. grüße, Stefan

  • Im zweiten Jahr sind in meiner Hobby-Imkerei zwei von zwei Völkern durchgekommen, wobei bei einem das Futter durch die lange Kälte im März etwas knapp geworden ist und dieses etwas schwächer ins Jahr startet. Wieder was gelernt.


    Somit bisher zum Glück noch von Verlusten verschont geblieben und das Konzept im Sommer wie Winter mit dem Varrox zu behandeln funktioniert bisher anscheinend.


    Da ich vergangenes Jahr auf Buckfast von Heike Aumeier umgestiegen bin, bin ich jetzt sehr gespannt, wie die Unterschiede zur vorherigen Landrassen-Mischung sind.

  • Mit den Königinnen (F1 Standbegattung) ist es ein wenig Glückssache. Ich hab eine von vier erwischt, die zwar ein extrem gutes Volk aufgebaut hat, die einzigen, die jetzt schon reichlich verdeckelte Drohnenbrut in jede mögliche Ecke gequetscht haben, allerdings auch extrem angriffslustig reagieren, wenn man sie öffnet. Weiß auch nicht was ich davon halten soll. Wahrscheinlich bringen die dieses Jahr viel Honig, aber als Umweiselungskandidat stehen sie auch als erste auf der Liste... bin froh, das ich letztes Jahr zur Nachzucht eine andere Königin ausgewählt hatte! Vier weitere F1 Königinnen von einem anderen Züchter machen dagegen einen durchweg hervorragenden Eindruck, da scheint im Standbegattungsgebiet mehr Lufthoheit vorhanden zu sein.


    Völkerverluste, abschließenes Ergebnis:

    Das ehemals stärkste Volk, mit dem ich auf Spättracht spekuliert hatte und dementsprechend spät mit der Behandlung gestartet hatte, bei dem schon im Herbst viele tote Bienen vor dem Flugloch lagen, hat es dann tatsächlich doch nicht mehr bis Ostern geschafft. Die eine kalte Woche mit -15°C hat die zu kleine Bienentraube nicht überstanden.

    Dann gab es noch ein Volk, bei dem das Futter gegen Null lief, zwei Wochen später trotz Futterwaben aber auch keine Königin vorhanden, also aufgelöst zu Gunsten des Nachbarvolks.

    Dann noch ein Volk ohne Königin, aber recht stark. Dieses war das einzige am Stand mit früher Durchsicht, kann also durchaus meine Schuld sein...

    Dann noch ein Volk ohne Königin am nächsten Stand auf einem 3`er Turm ganz oben. Da war nur eine Folie und der Gitterrahmen zwischen den Völkern. Die Folie allerdings schon durchgeknabbert. Das untere Volk sehr klein, das darüber stark, ohne Königin, aber sehr ruhig, die fühlten sich nicht weisellos, weil sie riechkontakt hatten.


    Fazit:

    -von 25 sind 21 Völker jetzt so stark, das die ersten Honigräume drauf kommen.

    -ein Volk ist der Varroa wegen falscher Spekulation auf Spättracht meinerseits zum Opfer gefallen.

    -3 Völker haben die Königin verloren, konnten aber andere verstärken


    Wie zählt man das nun ... 1/2 Verlust? Auch beim Totalverlust sind dafür 10 randvolle Futterwaben übrig geblieben, die gut gebraucht wurden... also alles in allem ist der "Verlust" ja wieder den anderen zu gute gekommen. Ich bin jedenfalls mit der Überwinterung dieses Jahr absolut zufrieden! :)

  • Moin, moin,


    weisellos und Futter alle...? Die Nachbarn dafür mit Weisel und reichlich Futter...? Dann sind die schon länger mutterlos, und die Nachbarn wollten nix verkommen lassen... Pass auf die auf.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • 8 von 8 über den Winter bekommen - System Golz Kuntzsch hoch 17 Waben


    18.07 Abgeschleudert + Honigraum zu - Honig im Brutraum belassen

    12.08. Futterteig je 2,5 kg

    16.08.2017 Sirup je 4kg + reduziert auf 15 Waben

    23.08.-30.08.-05.09 AS 60% Schwammtuch oben + Böden zu
    zwischen Behandlung mit Sirup auf je ca. 12 ... 14 kg aufgefüttert

    09.09 Böden auf

    03.12. Oxalsäure geträufelt

    danach nur noch Gewichtskontrolle

  • Hallo Bernd, trotz 0,0 Verlust verstehe ich nicht, warum Du erst 5 Wochen nach dem Abschleudern etwas gegen die Varroa unternommen hast.


    Gruss

    Ulrich

  • Hallo Bernd, trotz 0,0 Verlust verstehe ich nicht, warum Du erst 5 Wochen nach dem Abschleudern etwas gegen die Varroa unternommen hast.


    Gruss

    Ulrich

    Kann man fast nicht glauben, dass die Überlebensquote bei 100% liegt, wenn nach dem Schleudern 5 Wochen der progressiven Vermehrung der Varroa nicht Einhalt geboten hat.

    Vermutlich hat er Varroa resistente Bienen!

  • Kann man fast nicht glauben, dass die Überlebensquote bei 100% liegt, wenn nach dem Schleudern 5 Wochen der progressiven Vermehrung der Varroa nicht Einhalt geboten hat.

    Wenn die Winterbehandung gut angeschlagen hat, halten die Völker lange durch.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)