Winterverluste 2017 / 2018

  • Ich hatte in 3 Völkern eine neue Königin - leider unbegattet.

    In einem dieser Völker stellte ich gestern fest, dass die Bienen die (wenige) Drohnenbrut ausräumen - die Maden liegen vor dem Flugloch.

    Ich habe dann genauer hinein geschaut und sah eine dicke Königin drin rum laufen.

    Meines Erachtens kann ja nur sie die unbegattete Drohnebrutproduziererin sein. Aber warum räumen sie die Brut jetzt aus? Stifte und Maden waren keine zu sehen...

    Komisch....

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Anni,


    kann es sein, dass eine begattete Königin in das Volk gekommen ist?
    Manchmal fliegen die ja auch zu...

    Ich würde also noch etwas zuwarten, wie die Geschichte weitergeht.

    Hans

    Die Glücklichen sind neugierig. (F. W. Nietzsche)

  • Hallo Anni, ich würde auch noch etwas warten, manchmal hat so eine Königin auch eine "Ladehemmung" warum auch immer. Wenn das Volk Pollen einfliegt, dann gib der Königin noch 10 Tage, dann sollte aber Arbeiterbrut zu sehen sein. Dann kannst du das Volk immer noch auflösen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Da ist man eine Woche Weg (Urlaub) und wird wieder mal mit ganz neuen Dingen überrascht:

    Einmal diese Kratzspuren:




    War das wohl ein Waschbär ?


    Dann fiel mir auch gleich noch ein: Beim Imkerkurs letzte Woche hatten wir noch darüber gesprochen, dass man die Mäusegitter auf Grund des Kälteeinbruchs vielleicht doch besser drinlässt - ich hatte meine leider schon rausgemacht und hab es vorm Urlaub nicht mehr geschafft, sie wieder reinzumachen. Ich hatte bei einem Volk noch den Bodenschieber drin und musste gleich feststellen, dass dort jemand Waben und Bienen geschrotet hatte. Hatte jedenfalls schon Angst, was mich in der Beute erwartet.


    Zum Glück sind alle einigermaßen wohlauf. Den beiden Völkern mit den Kratzspuren ist nicht passiert als die äußerlichen Spuren. Bei einem Volk hat eine Maus zugeschlagen, aber zum Glück bei den Waben hinter dem Schied.


    Mein stärkstes Volk hat den letzte Woche gegebenen Futterteig fast aufgemampft. Die anderen waren wohl zu schwach umden trockenen Futterteig anzunehmen. Dort gab es zum Glück noch genug Futterwaben. Allderdings muss ich jetzt bei dem Mausvolk mehr schauen, dort ist es knapp, ich hoffe sie nehmen den Teig jetzt an. Habe auch mal eine Wassertränke aufgestellt, vielleicht hilfts.


    Immerhin bei drei Völkern Brut vorhanden. Bei einem habe ich nur Eier gesehen, die fangen wohl jetzt erst an oder müsste da mehr sein und sie sind zu schwach ?


    Aufgeregte Grüße,

    Klaus

  • Moin Moin aus dem Norden. Hab es jetzt geschafft mich von Seite 30 durchzukämpfen, wollte schon aufgeben als es nur um Varroa behandeln und nicht behandeln ging und weitere Beiträge die nichts mit Winterverlusten zu tun haben. Freue mich aber durchgehalten zu haben.

    Habe 1 von 30 durch Eselei (kein Futter schon Anfang Februar) verloren und 2 sind Weisellos. Damit bin ich sehr zufrieden musste aber auch schon nachfüttern, aber damit hatte ich gerechnet. Ansonsten ist alles dabei wie hier schon berichtet wurde, schwache Kandidaten und starke Völker, genug Futter und Knappheit. Ach ja, ich gehöre zu der Fraktion der Schieder. Nun hoffe ich das es endlich endlich mal ein paar Tage wärmer und sonniges Wetter gibt. Wie wohl alle hier.


    Imkerlicher Grüße


    Eggi

  • ich gehöre zu der Fraktion der Schieder

    Das tun ja alle die sowas drinne haben:)

    die einen allerdings engen ein (Pressing, damit die Kiste überhaubt was hergibt)

    die anderen passen gefühlvoll an (Platz machen um die volle Kapazität der Queen aus zu nutzen, WENN denn vorhanden)

    Ist OT, aber ich konnte das nicht lassen, Sorry:)

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Moin,

    Bernhard hatte mal was geschrieben, wie er Pollenbretter anlegt, allerdings bei der Kö-Zucht:

    Schnappschüsse Königinnenvermehrung

    Beitrag #8

    Hab ich selber bisher nicht gemacht, weder im Frühjahr zur besseren Pollenversorgung als auch bei der Zucht.

    Ich könnte mir aber gut vorstellen, Pollen mit in den Futterteig zu mischen, finde ich jetzt so zeitig im Jahr als viel Aufwand.

    Nach den aufstrebenden Temperaturen der letzten Tage heute die volle Breitseite in HH: Schnee, der auch noch liegen geblieben ist. Ostern fällt wohl ins Wasser, oder besser in den Schnee, falls der nicht schnell wieder wegtaut.

    Eine Frage in die Runde:
    Viele berichten, dass sie den Futterteig in einer Tüte/Zip-Lock, etc. anbieten, mit Schlitzen in der Tüte über den Wabengassen.

    Warum legt ihr den Futterteig nicht direkt auf? Weil der sich verflüssigt und in die Wabengassen läuft?

    Ich hab letzte Woche jedem Volk noch mal 0,5-1kg Futter aufgelegt. Dabei habe ich den Futterteig zu langen Würsten geformt und auf die Holzleisten von den Rähmchen gelegt.

    Die Bienen haben den Futterteig gut abgenommen, nach 2 Tagen war das Futter bei den stärkeren Völkern verschwunden, bei den anderen gab es noch ein paar Reste.

    Bei dem Futter in den Tüten habe ich immer da Gefühl, dass die Bienen das Futter nur zögerlich annehmen und insbesondere das Futter in den Ecken der Tüten lange erhalten bleibt, weil die Bienen ein Stück durch die Tüte krabbeln müssen.

    Was meint ihr dazu?

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Ich habe es in Geriertüten 3l je ca. 2kg gepackt. Schlitz ca 2 Finger breit ( Bürofinger) und ca. 10cm lang geschnitten und quer über die Rähmchen gelegt, damit mehrere Wabengassen bedient werden. Auch wenn der Inhalt der Tüte fast leergefressen ist, belaufen die Bienen je nach Außentemperaturen die Tüte durchaus bis an den Rand. In solchen Fällen jedoch habe ich eine neue Portion aufgelegt.


    In die Tüte kommen sie jedoch, damit der Teig nicht trocknet oder zu trocken wird, darüber hinaus wird das Kondensat in diesen Tütchen ja auch verwertet, was auch für das Eintüten spricht, gerade wenn keine Flugtemperaturen herrschen.

  • Hamburger-Jung Ich lege den Futterteig immer direkt auf, aber das muss nichts heissen, bin ja schliesslich immer noch Anfänger. ;)

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Dazu mal eine Frage: Ich habe es so gelernt und man liest es ja auch immer wieder, dass Futterteig von oben gegeben wird. Habe ich vergangenes Jahr auch erfolgreich praktiziert, ebenso in Einfriertüten wie oben beschrieben, die ratzeputz leergefressen wurden.

    In verschiedenen Videos zum Thema "Notfütterung" wird jedoch auch oft Flüssigfutter UNTER die Waben gestellt. Die Überlegung dazu: was spricht dagegen, den Beutel mit Futterteig ebenso unter die Waben zu packen? Quasi flachgepresst durchs Flugloch schieben. Würde das Beute öffnen von oben ersparen, damit's den Mädels nicht so kalt wird. Oder würden sie vom Teig bei Kälte eventuell nicht mehr zu den Rähmchen hoch kommen? (DAS Problem hätte man bei Flüssigfütterung ja genau so, zudem besteht da die Gefahr des Ertrinkens.)

    Die Frage ist (noch?) rein theoretischer Natur, noch brauche ich keine Notfütterung machen. Aber interessieren würde es mich trotzdem mal.

  • Der Futterteig würde wahrscheinlich austrocknen. Er muss oben abgedeckt sein.

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).