Winterverluste 2017 / 2018

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    Krass. Hier bislang wirklich fast nix. Futter wird langsam knapp. Aber da kann man ja was tun.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Heut haben sich alle Völker gezeigt, aber zu holen war nicht viel. Tränke schwach beflogen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Da sieht man mal wieder. Aus der Region Aachen ganz wenige Verluste. Allerdings darf jetzt für die Ableger aus dem letzten Jahr kein Kälteeinbruch mehr kommen. Ich habe heute ein Volk durch aufsetzen verstärkt. Die Bienen flogen Heute und haben viel Pollen eingetragen. Wir brauchen jetzt ein paar Tage um die 10 Grad mit Flugwetter. Ich kenne bisher keinen, der seit Januar hohe Verluste zu verzeichnen hat. Hier hat es allerdings einige im Herbst bzw. Anfang Winter aus den unterschiedlichsten Gründen erwischt.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Hallo, bei mir war einer Völker kaufen, der redet in der Gegend um Aachen von 80% Verlusten bei vielen.

    Ich habe jetzt auch schon 20%, leider.

    Bis bald

    Marcus


    Das sieht in meinem Umfeld leider ähnlich aus. Zwei „Kleinimker“ haben Totalverlust. Ein größerer 50% usw... Die Ursache scheint vielfältig. Varroa bzw. Senf wurde genannt. Wer dieses Jahr Völker übrig hat, kann gute Preise erzielen. Dazu Neueinsteiger die Völker kaufen wollen.


    Bei mir persönlich kann ich wohl sagen (oder interpretieren), dass der letzte strenge Frost den Völkern sehr zugesetzt hat. Und die aktuelle Kältephase tut bestimmt auch nicht gut. Trotzdem habe ich ein paar sehr starke Kandidaten, die musste ich allerdings bereits nachfüttern.


    Gruß aus Mittelfranken,


    Tom

  • Varroa bzw. Senf wurde genannt.

    Varroa ist immer schuld.


    Die Begründung für den Senf würde mich mal interessieren.


    Die Kombination von lange warmem Januar und darauf der lange, sehr kalte Februar, war eine schwere Belastung für die Völker. Wobei dem Januar die größere Schuld zuzuschreiben ist.


    Insbesondere die brutfreudigen und somit starken Völker haben/hatten deshalb sehr mit Futtermangel (in Brutnestnähe) zu kämpfen. Das haben nicht alle hinbekommen.

    Die überlebenden Völker sind aber aussergewöhnlich stark, wie mir scheint. Die Futtersituation ist allerdings immer noch angespannt und bedarf der Beobachtung.

    Erst die Stachelbeerblüte zeigt die Entspannung beim Futterangebot an.

  • Die Begründung für den Senf würde mich mal interessieren.

    Senf (als Gründünger und damit viel zu spät im Jahr blühend) verursacht unter Umständen gleich 2 Probleme.

    1) Die Bienen werden angeregt nochmal spät im Jahr zu brüten. Das kann zu einer frühzeitigen Verausgabung der bereits erbrüteten Winterbienen führen.

    2) Senf (hat ähnlich wie Raps) einen hohen Glucose Anteil, das kann - insbesondere wenn parallel dazu mit Sirup gefüttert wird - dazu führen, dass das Zuckerspektrum im Winterfutter so verschoben wird, dass es auskristallisiert. Das wiederum fördert Futterabriss im Frühjahr.


    Gruß
    Ludger

  • Kleine Ergänzung zu 1:

    Auch an den Trachtflügen können sich die Winterbienen aufarbeiten.


    Eine schweizer Studie (https://www.agrarforschungschw…_11de.php?id_artikel=2157) kann jedoch keine negativen Auswirkungen feststellen.


    Trotzdem bin ich etwas skeptisch, wenn ich Ende November große, blühende Senffelder sehe.


    Grüße vom Apidät

  • Trotzdem bin ich etwas skeptisch, wenn ich Ende November große, blühende Senffelder sehe.

    Solange Platz genug für die Aufzucht von Winterbienen vorhanden ist, ist doch alles ok. Gruselig find ich's aber auch, weil es sich so falsch anfühlt.

    Die Vitellogenin-Reserven in den Winterbienen dürften zu einem guten Teil aufgezehrt sein, um die Brut zu füttern, die früh im Jahr angelegt war. Womit sollen sie die jetzt anzulegende Brut füttern?

    Deswegen, bevor nennenswert Pollen von außen reinkommt, Pollenfutterteig auflegen. Das schont die Winterbienen und verlägert deren Lebensspanne in den Frühling hinein. In D'schingen gab es dazu sogar Zahlen, ich glaub (war ja selber nicht da) in Celle auch. Vielleicht ist das ja eine Lösung.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Die Langlebigkeit der Winterbienen soll nur partiell sein, weil die Bruttätigkeit nur kurz eingestellt wird und Verluste ausgeglichen werden. Es soll vorkommen, dass Völker stärker auswintern, als sie einwinterten.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Zur Senftracht bzw. zu allen sehr späten Trachten, möchte ich anmerken, das dadurch schon Völkerverluste auftreten können. Der Grund ist, das sich, schon erbrütete Winterbienen abarbeiten und auch keine Winterbienen erzeugt werden, weil ja eigentlich Trachtbienen gebraucht werden.

    Also wenn mehrere ungünstige Faktoren zusammentreffen, gibt es schon schwache Völker im Herbst die dann im Winter nicht überleben.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Moin zusammen,

    hier im Landkreis Osnabrück zumindest bei mir alles ok, noch kein Verlust (von 20 aber 2 sehr schwache Völker). Nach der Kälte haben 2 Völker extrem viel verbraucht, in 3 Wochen über 7 Kilogramm, habe mich richtig erschrocken beim wiegen.

    Da ich mich verkleinern wollte habe ich 12 Völker zum Kauf angeboten. Rückmeldung von 2 Kollegen: der eine Totalverlust (10 Völker) ein weiterer hat noch ein Volk von 11!

    Mal sehen wie es in vier Wochen aussieht.

    Beste Grüße