Einzargig/Zweizargig überwintern

  • Hallo zusammen,


    habe 5 Völker auf Zander, wollte wenn möglich 2 zargig überwintern. Habe die 2 großen Völker auf 2 Zargen und die kleineren auf einer.

    Heute bei der Behandlung mit Bienewohl habe ich festgestellt das die Zweizarger auch nur unten sitzen.

    Habe 2 Randwaben gezogen, hier waren Bienen drauf die Waben waren aber sehr leicht. Habe alles so gelassen da ich Angst habe wenn ich auf eine reduziere haben die zu wenig Futter und wenn ich Waben tausche dauert das zulange.

    Was meint ihr soll ich alles so lassen oder handeln?

    Bei den 1 zargern sind 2 die sehr außermittig sitzen, kann man hier was machen das sie besser in die Mitte rücken?

    Was haltet ihr von Danys Bienenwohl ist das das gleiche wie Öxalsäure oder besser / schlechter?


    Ich weis die Themen wurden schon öfter behandelt aber das ist meine erste Überwinterung und will hier nix falsches machen.


    Danke euch im Voraus.

  • Hallo Mich,

    alles was Du jetzt noch tätest, es wäre nicht gut.

    Du hast deines getan, setz dich auf deine Hände und nimm sie nur noch zum Lesen oder Essen vor. :)

    Und im Frühling, beim Auswintern schau Dir deine Völker an, welches Dir (vom Bauchgefühl) am besten gefällt. Wenn es einzargig ist, wintere 2018 alle einzargig ein, wnn nicht, dann halt zweizargig.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Michi,

    Heute bei der Behandlung mit Bienewohl habe ich festgestellt das die Zweizarger auch nur unten sitzen.

    Das ist bei 2 zargern normal,

    Bei ausreichend Futter im oberen Brutraum, sitzen im Frühjahr auch die Bienen oben,

    das Brutnest entwickelt sich dann von unten, nach oben hin zum Futter.

    Bei den 1 zargern sind 2 die sehr außermittig sitzen, kann man hier was machen das sie besser in die Mitte rücken?

    Das Volk hat für sich dort den besten Wintersitz eingerichtet, sonst würde es da nicht sitzen,

    Also abwarten ist angesagt.

    Was haltet ihr von Danys Bienenwohl

    sagt mir nichts, kenne ich nicht.


    Gruß Jürgen

  • Hallo

    Ich würde sagen Du spielst mit dem Leben Deiner Bienen! Auf Bienenwohl würde ich nicht setzen, dann lieber die Treufelmethode mit Oxalsäurelösung, denn da fallen die Milben tot sicher!!! Es liegt in Deiner Hand!


    Grüße aus Thüringen

  • Bienenwohl ist 3,5%Oxalsäure+1%Zitronensäure +..., ursprünglich war wohl auch mal Propolis drin, aber seit der Zulassung als TAM in Österreich nicht mehr. Keine Zulassung in D.

    Das ist ja so böse, wie Oxalsäure verdampfen.

    Gruß Fred

  • Alles so lassen wie es ist.


    Zum Bienenwohl kann ich sagen das es auch Wirkung hat und ich kenne viele Imker die es jahrelang benutzt haben und das mit Erfolg. Ich selbst habe es vor ein paar Jahren zu Testzwecken benutzt und auch im Forum davon berichtet. Es schadet den Bienen nicht ganz so sehr, wie die OS-Träufelung, dafür ist die Wirkung auch etwas geringer. Das waren meine Erfahrungen vor etwa 5 Jahren. Man konnte Bienenwohl auch zu Blockbehandlungen benutzen, die OS-Träufelung aber nur ein Mal.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Bienenwohl ist 3,5%Oxalsäure+1%Zitronensäure +...,

    Es schadet den Bienen nicht ganz so sehr, wie die OS-Träufelung, dafür ist die Wirkung auch etwas geringer. Das waren meine Erfahrungen vor etwa 5 Jahren. Man konnte Bienenwohl auch zu Blockbehandlungen benutzen, die OS-Träufelung aber nur ein Mal.

    Hallo Drobi,


    vergleiche mal beide Zitate. Warum soll 4,5% Säure verträglicher sein. Der Name Bienenwohl ist wohl eine Frechheit, weil er etwas vortäuscht, das so nicht ist.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • ich weiß, das einige Imker das Bienenwohl seit Jahren verwenden und es nicht erst im Dezember verwenden, sondern im Spätsommer und Herbst und die Bienen im Dezember in Ruhe lassen. Wenn es zu Verlusten geführt hätte, wären sie bestimmt zu preiswerterem gewechselt. Ich habe es nicht verwendet.

  • aus der genannten Quelle nicht nur den Wirkstoff, sondern auch sonstige Bestandteile lesen:

    1000 g gebrauchsfertige Lösung enthalten:

    Wirkstoff: Oxalsäuredihydrat 35 g

    Sonstige Bestandteile: Saccharose, Wasser, gereinigt

    Die vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile finden Sie unter Abschnitt 6.1.

    Saccharose

    Wasser, gereinigt

    Zitronensäure-Monohydrat

    Glycerol 85 %

    Anisöl

    Eukalyptusöl

  • Zugegeben - das ganze hier ist OT.

    Bienenwohl ist doch nichts anderes als der Versuch mit einigen sympatischen , aromatischen Zusatzstoffen die übliche , schlecht verträgliche 3.5 % Oaxalsäurelösung bienenverträglich zu machen .

    Ob das Ziel so erreicht wird weiß ich nicht - der Name suggeriert es jedoch gut .

    Weshalb das Verdampfen so böse sein soll weiss ich trotz meiner Anfrage noch nicht .


    Gruss Markus

  • Weshalb das Verdampfen so böse sein soll weiss ich trotz meiner Anfrage noch nicht .

    Böse ist es, weil es in Deutschland nicht zur Varroabekämpfung zugelassen ist.


    Es ist jedoch nicht verboten, die Beutenwände innen mit verdampfter Oxalsäure aufzuhellen, was auch oft praktiziert wird... :saint:


    Der eine oder andere verzichtet dann auch gleich noch auf eine konventionelle Varroabekämpfung.

    Das ist dann eine alternative Methode der "Nichtbehandlung"!:D

  • Hallo Markus,

    deine Frage ist berechtigt! Was ist so schlimm am Verdampfen?

    Nichts, außer man müsste mal eine Verordnung ändern bzw. ergänzen.

    Wie schwer das ist zeigt, dass die Zulassung eines berühmt berüchtigten Totalherbizides nicht geändert sondern einfach auf vielfachen "Wunsch" verlängert hat.

    Gesetze werden in der Demokrtie durch die veränderten gesellschaftlichen Verhältnisse notwendig.

    Wenn die überwiegende Zahl der Imker das Verdampfen für die bienengerechtere Lösung ansehen und praktizieren, dann ...

    wünsche ich allen eine besinnliche Adventszeit

    Harald