Plasberg am Montag 4.12.217 zum Thema "Der stille Tod der Bienen - wer vergiftet unsere Natur?" ARD 21:00 Uhr

  • ...Agnes (nicht verwandt, nicht persönlich bekannt) keine "Schuld" zuschieben. Ihre Art und Ihre Geschichte ist im Normalfall ein guter Träger für unsere gemeinsame Botschaft (und für Ihr Geschäft), wenn es um den "Verbraucher" geht.


    Sie war und ist sich sicher selbst bewusst, dass Sie im Dialog mit abgewichsten Profis sich schwer tun wird.

    Wenn man als Journalistin nicht reden kann, hat man den falschen Beruf. Wenn man um eigene Schwierigkeiten weiß, bereitet man sich noch akribischer vor als die Anderen - oder man sagt ab, wenn man sich das nicht zutraut. Dabei darf man durchaus taktisch vorgehen und den evtl. Zeitdruck der Redaktion nutzen, um einen würdigeren Nachfolger einzuschleusen bspw. vom DBIB - mit dem man natürlich vorher gesprochen haben sollte. Flügelchen ist Profi, da sollten wir uns nichts vormachen.

  • Zur o.g. Fernsehsendung ist anzumerken:

    Wenn ich gefragt werde, ob ich als Hobbyimker bzw. Berufsimker die Interessenvertretung in einer so wichtigen Diskussionsrunde übernehmen will oder soll, kann man erwarten, daß ich mir der Verantwortung die ich habe auch bewußt werde. Ich selber hätte abgelehnt.

    Die beiden Imker haben wegen Selbstüberschätzung kläglich versagt und den Bienen einen Bärendienst erwiesen.

    Überlege ich mir, welchen Bildungsstand der Durchschnittszuschauer dieser Sendung hat, muß ich sagen, das der Wissenschaftsjournalist alles rausgerissen hat, was rauszureissen war. Die Bienen wären ohne ihn untergegangen.

    Wenn ich die Empörung - ob hier im Forum oder allgemein - zur Kenntnis nehme, muß ich mich fragen ob es wohl ein Bewußtsein gibt dafür, daß die "Politiker" von den Bürgern gewählt worden waren. Was hat eigentlich jeder einzelne Imker (hier) gewählt?

    Befremdlich finde ich, daß wasgau immen hier von "Tussi" spricht und dafür nicht von einem Moderator verbessert wird. Das ist nicht der respektvolle Umgang mit dem weiblichen Geschlecht, der angemessen ist.

    Mit imkerlichem Gruß ...Klaus

    P.S. Die Bezeichnung "Flügelchen" ist übrigens mind. unhöflich....:)

    "Gebt mir einen Grund für Euren Optimismus!"

    Max Czollek, 2019

  • Wenn man als Journalistin nicht reden kann, hat man den falschen Beruf. Wenn man um eigene Schwierigkeiten weiß, bereitet man sich noch akribischer vor als die Anderen.

    Ich mag mich nicht über Ihre Historie streiten... Nicht jeder Online-Redakteur ist ein Günther Wallraff. Fakt ist, dass eine gewisse Erfahrung im Bereich der Medien niemanden zum TV Profi macht. Ein guter Unternehmer, muss nicht zwingend ein guter Imker sein.


    Ich persönlich kann mich in meinem Leben an ein paar wenige Sachen erinnern für die ich mich durchaus gut vorbereitet habe, aber trotzdem verkackt habe. Es waren auch wichtige Sachen dabei.


    Sie war eben in diesem einen Fall nicht die Vertretung die wir gebraucht hätten. Die ARD hat da vermutlich andere Ansätze...


    Sie wird vermutlich hier mitlesen und sich drüber ärgern, dass es nicht so lief wie erhofft (was zu erwarten war), aber sich auch drüber selbst genug ärgern... Deswegen müssen wir sie nicht zum Sündenbock machen. Macht mal nen Punkt... Es geht um ein gesamtheitliches Problem und nicht um Agnes Flügel.

  • Auch ich habe mir die Sendung einiger Hoffnung angesehen und war am Schluß ziemlich frustriert. Trotzdem weiss ich nicht, ob ein "Superimker" hätte viel mehr rausholen können. Klar wäre manchmal eine fachkompentere Antwort gut gewesen, aber wer hat in so einer Konstellation schon so schnell die passenden Antworten und bekommt dann auch noch die Möglichkeit zu reden. Es war ziemlich durchmoderiert und irgendwie sollte meinem Gefühl nach gar keine richtige Diskussion aufkommen. Die beiden Politprofis der Agrarlobby haben mit Nullaussagen so getan, als wenn ja schon alles möglich getan wurde bzw. ja noch nicht genau untersucht ist und ich finde der Wissenschaftsjournalist hat wenigstens doch einige klare Punkte gebracht, die bei den Zuhörern, die sich wirklich interessieren immerhin ein Nachdenken auslösen könnten. Ich nehme es den Imkerkollegen nicht übel.


    Für eine echte Diskussion hätte es auch Experten aus der Bio-Landwirtschaft und Wissenschaftler gebraucht, sowie mehr Zeit, aber das will dann der ARD 21:00 Uhr Zuschauer nicht sehen.

  • Es ist in keiner Weise verwerflich mit Bienen und viel Marketing-Effekt seinen Lebensunterhalt zu verdienen, aber in der Diskussion fehlte eben ein Imker. Ein richtiger Imker!

    :daumen::p_flower01:

    Einer der mit Haut und Haaren und in dem Fall auch mit den Zähnen...

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Das wurde doch gleich klargestellt, das diese (DIB, DBIB) durch den Bauernverband vertreten sind;(

    Hallo Imker2016 habe ich trotz zweimalige Betrachtung der Sendung etwas übersehen bzw. überhört?


    Hallo,

    ich habe leider nichts anderes erwartet von der Sendung bei der Zusammenstellung und der Kürze der Zeit und nicht zu vergessen der Komplexität des Themas. Als Imker haben wir uns in aller Regel "Fachwissen" über Jahre angeeignet das wir von meisten Zuschauern dieses Formates nicht erwarten können.

    Gruß Eisvogel

    PS:

    Der DBIB hat sich dankenwerter Weise hier gemeldet, das er nicht eingeladen wurde.

    Meine Mail-Anfrage zur Teilnahme des D.I.B. wurde beantwortet: Sie wurden ebenfalls nicht angefragt ob sie teilnehmen würden.

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Eisvogel ()

  • Es ist nicht das Format, dass dieses hochsensible Thema auch nur annährend fachgerecht aufarbeiten kann. Ist auch nicht gewollt. Die Sendung plätscherte auf einem unbestimmten Niveau. Gerade nach der Glyphosatentscheidung von Schmidt, hätte man es anders aufziehen können. Das war reiner Schmusekurs. Und dass der DIB u. DBIB wunderbar im Bauernverband aufgehoben sind, konnte man an der letzten DIB Tagung live erleben. ;-)


    Bermerkenswert auch die Einordung der Biene als Nutztier, aber hinter Rind u. Schwein seitens des Landwirtschafts...?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Rainfarn ()

  • Das wurde doch gleich klargestellt, das diese (DIB, DBIB) durch den Bauernverband vertreten sind;(

    Hallo Imker2016 habe ich trotz zweimalige Betrachtung der Sendung etwas übersehen bzw. überhört?

    Herr Krüsken vom Bauernverband hat mehrmals betont, dass der DBIB Mitglied im Bauernverband sei und man konstruktiv zusammenarbeite.


    Gruß
    Marion

    Gruß Marion


    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de

  • Da stellt sich die Frage, ob DBIB und DIB nicht besser in anderen Dachverbänden vertreten wären, um sich nicht als assoziierte Mitglieder des Bauernverbandes in einer TV-Sendung von einer Marionette der Agrochemie vertreten zu lassen.


    Nett zu sehen war auch, dass der Bundeslandwirtschaftsminister und der Bauernverbandsfunktionär an entgegengesetzten Enden des Tisches platziert waren. Bildlich anschaulicher wäre gewesen, wenn man Schmidt auf den Schoß von Krüsken gesetzt hätte.


    kelte

  • Na ja, Frau Flügel hat schon zu Beginn Werbung für ihre Imkerei gemacht und ansonsten recht wenig zur Problematik beigetragen. Beim Durchschnittszuschauer mag sie wohl als sympathische Imkerin angekommen sein, ebenso wie der junge Mann (warum wertvolle Sendezeit für eine Liveschaltung zu seinem Sohn vergeudet wurde, bleibt mir rätselhaft). Das Format ist oberflächlich und im besten Fall geeignet, ein Thema in der Öffentlichkeit zu etablieren und Emotionen bei den Zuschauern zu wecken, das ist wohl gelungen. Mit Begriffen, wie "Neonicotinoide" etc. kann der Unwissende eh nichts anfangen, von daher war nicht zu erwarten, dass die Diskussion sich in der Hinsicht vertieft. Der Yogeschwar hat mir noch am Besten gefallen.

    Das Leben ist ein schleichender Prozeß...