Plasberg am Montag 4.12.217 zum Thema "Der stille Tod der Bienen - wer vergiftet unsere Natur?" ARD 21:00 Uhr

  • Aber hübsch ist sie schon das Flügelchen;). Wir hauen auf sie rein, hätten wir an ihrer Stelle nicht auch die Gelegenheit genutzt.

    Remstalimker8)

    Ja, aber wir hätten uns besser vorbereitet. Hübsch zu sein ist sicher nützlich für einen Fernsehauftritt, aber es genügt nicht.

    Es ist doch klar, wie eine solche Diskussion abläuft. Da werden Statements abgefragt und dafür legt man sich was zurecht und muss dann ein paar pointierte Formulierungen abrufbar haben.

    Auf den Mund gefallen ist die Frau Flügel ja nicht.


    Und damit das Ganze hier nicht sexistisch wird: Ranga Yogeshwar ist auch ein hübscher Kerl, aber der war gut vorbereitet.


    Es kann ja nicht sein, dass nur die gut vorbereitet sein müssen, die mehr so ein Radiogesicht haben.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

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  • Ranga Yogeshwar ist auch ein hübscher Kerl, aber der war gut vorbereitet.

    Einverstanden. Aber wieviele Yogeshwars und Häfeckers gibt es denn?


    Die Bauern sind schuld weil die schon lange kein gesundes Saatgut vermehrt haben, sonders Zeug aussähen was nicht ohne Gift hochkommt.

    wasgau immen Damit hast Du sicher recht, aber kann man "den Bauern" dafür wirklich die Schuld geben? Ich formuliere es bewusst als Frage... Vergleichen wir es mit den Strukturen bei den Imkern: Warum haben viele (Berufs-)imker keine gute Meinung über unsere Institute? Letztendlich sind es aber die Institute, die für "unsere Allgemeinheit" die Mittel und Wege aufzeigen (sollten).


    Was mich auch umtreibt und welche Frage ich mir selbst nicht eindeutig beantworten kann... Wir fordern von den Bauern gewisse Regeln einzuhalten, aber mischen (gezwungenermaßen) im Keller auch unsere eigenen Mittelchen!? Bzw. in der Verlängerung die Frage, ob wir als Imker nicht konsequenter BIO-Zertifizierungen anstreben müssten... (Die Sinnfrage von importiertem Bio-Zucker & Co. mal aussen vor gelassen). Innerlich treibt es mich zur Zertifizierung und trotzdem scheue ich mich vor dem Aufwand bzw. den Konsequenzen. Aber inwiefern muss man sich nicht diesen Regeln unterwerfen um überhaupt die Berechtigung zu haben die Bauern anzugreifen.


    Sicher muss man das sehr differenziert betrachten und kann es nicht pauschal so oder so beantworten, aber die Frage treibt mich um. Ich glaube, dass ich mich gemessen am "Durchschnittsimker" deutlich intensiver damit beschäftige als die breite Imkermasse, aber trotzdem kann ich die Frage nicht im Ansatz ausreichend beantworten. Insofern eine ehrliche gemeinte Frage an die Remsis, Henrys, Wasis im IF... Wie sehr ihr das?


    Gruß und Danke

    Flo

  • Sehr sehr interessanter Beitrag!!!! Danke!!

    Gruß Martin

  • Bzw. in der Verlängerung die Frage, ob wir als Imker nicht konsequenter BIO-Zertifizierungen anstreben müssten... (Die Sinnfrage von importiertem Bio-Zucker & Co. mal aussen vor gelassen)

    Aber das Futter aus Glypho-Weizen ist doch soooo schön billig (ich schreibe extra nicht günstig).


    Das sag ich ja schon immer: Wenn wir als Imker kein Bio-Futter verwenden, machen wir uns in Pestizid-Diskussionen unglaubwürdig und angreifbar!

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Wir fordern von den Bauern gewisse Regeln einzuhalten, aber mischen (gezwungenermaßen) im Keller auch unsere eigenen Mittelchen!? Bzw. in der Verlängerung die Frage, ob wir als Imker nicht konsequenter BIO-Zertifizierungen anstreben müssten.

    Gefordert ist hier vor allem die Politik. Die Landwirte stehen wirtschaftlich mit dem Rücken an der Wand. Was die machen, lässt sich über Subventionen zu 100% steuern (das passiert ja jetzt schon).

    Wir brauchen höhere Subventionen für Öko-Landbau. Dann folgt die Landwirtschaft ganz von allein.


    Übrigens sagt der aktuelle Einkommensreport der Branche, dass Biolandwirte im Schnitt mehr verdienen als konventionelle.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Aber inwiefern muss man sich nicht diesen Bio-Regeln unterwerfen um überhaupt die Berechtigung zu haben die Bauern anzugreifen.

    Ablaßbriefe als Gesprächsvoraussetzung? Die strategische Konstellation ist recht einseitig: In dem einen Graben sitzen die mit den großen Geschützspritzen und verusachen mit ihrem Sperrfeuer großflächigen Schaden nicht nur bei den "Zielorganismen", in dem anderen sitzen angstschlotternd diejenigen, die die Verwandten der Zielorganismen bewahren wollen. Und nur weil sie da sind, werden sie mitgetroffen. Zurückschießen können und tun die nie nicht.

    Aber: Es geht nicht um Angriff. Es geht um ein Umdenken.

    Aber wieviele Yogeshwars und Häfeckers gibt es denn?

    Mindestens in jedem Imker-Ortsverein einen - oder mehr - für die Gesprächsbeteiligung beim Umdenken. Und das dauert lange, sagt z.B. der Pflanzenschutzbeauftragte meines LW-Amtes aus eigener umdenkender Gesprächserfahrung mit "seinen" Landwirten.

  • Aber wieviele Yogeshwars und Häfeckers gibt es denn?

    Mindestens in jedem Imker-Ortsverein einen - oder mehr - für die Gesprächsbeteiligung beim Umdenken. Und das dauert lange, sagt z.B. der Pflanzenschutzbeauftragte meines LW-Amtes aus eigener umdenkender Gesprächserfahrung mit "seinen" Landwirten.

    Definitiv... aber das berechtigt nicht für TV-Formate und EuGH Streithelfer :)
    Das ist mit ein Grund warum ich dafür bin, dass die Mitgliedschaft im Verein wichtig ist. Da geht es nicht vorrangig um Versicherungen und den DIB, sondern darum vor Ort als Gemeinschaft Bewusstsein zu schaffen!

  • Liebe Imkerfreunde, ich wollte mir die Wiederholung anschauen, aber ich habe dann doch weggeschaltet, das konnte man sich ja gar nicht anhören. Schade um jedes Wort.

    Der einzige Normalo, war der Mann in der Mitte der Gesprächsrunde.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Ich wundere mich doch sehr wie viele ausgefuchste Fernsehprofis hier im Forum unterwegs sind, die das alle besser gekonnt hätten... Ist ja schlimmer als beim Fußball - 80 000 000 Trainer beim Spiel der Nationalmannschaft.

    Setzt Euch ein. Es gibt sicher genug Gelegenheiten ins Fernsehn zu kommen. Bewerbt Euch doch mal. Dann könnt Ihr Euch das "ich hätte" und "man hätte sagen und machen müssen" hier sparen. Da fällt mir nur der Steinbrück zu ein.


    Ihr vergleicht einen Rangar Yogeshwar, der alle Nase lang und schon recht lange im TV präsent ist mit Imkern, die eventuell noch nie vor einer TV-Kamera gestanden haben? Insbesondere nicht in solch einem Format?


    Ich könnte mir sogar vorstellen, dass selbst ein wesentlich geübterer Walter Haefeker es nicht ganz so leicht gehabt hätte, seine Argumente an den Mann zu bringen.


    Und für:"Ich habs mir zwar noch nicht ganz angesehen aber mitreden will ich schon" hab ich überhaupt kein Verständnis. Wobei mitreden ja eigentlich durch meckern ersetzt werden müsste.

  • Ihr vergleicht einen Rangar Yogeshwar, der alle Nase lang und schon recht lange im TV präsent ist mit Imkern, die eventuell noch nie vor einer TV-Kamera gestanden haben? Insbesondere nicht in solch einem Format?

    Die Frau Flügel kam ganz souverän rüber und vor der Kamera reden kann die auch. Da lag das Problem nicht

    Die war einfach nur schlecht vorbereitet.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Sie war souverän... bis sie zu Wort kam.


    Das war einfach nicht Ihr Terrain... wirklich nicht. Sie hat versucht in das Gespräch zu kommen, aber es an den entscheidenden Stellen einfach nicht gut gemacht, weil auch die Gesprächspartner clever sind. Du sitzt im Fernsehn und merkst... fuck... ich hab mich in eine Fettnäpfchen locken lassen, das die halbe Imkernation in Probleme bringt.


    Es gibt keinen Cut... kein "nochmal"... keine zweite Chance!


    Honig gegen Spende verschenken und Ameisensäure als Nervengift und einziges Mittel zu deklarieren ist problematischer als Sortenhonige gegen einseitige Ernährung aufzurechnen.

  • Ich wundere mich doch sehr wie viele ausgefuchste Fernsehprofis hier im Forum unterwegs sind, die das alle besser gekonnt hätten...

    Ist dick zu unterstreichen; denn in einer solchen Situation scheitern die Meisten von uns. Ein Medientraining haben sicher nur die Wenigsten und wer das nicht hat, sollte sich in einen solchen Löwenkäfig nicht begeben. In einer solchen Sendung ist alles vorbestimmt - es geht um die Dramaturgie, um das Produkt "Hart aber Fair" zu verkaufen. Es geht nur nachgelagert um die Sache, die ist nur "Aufmacher", damit der von "Bild" zitierte "Zoff-o-Mat" ausschlägt.


    Einer solchen Dramaturgie bist Du inmitten von TV-Profis nicht gewachsen (vielleicht war das aufgrund der Personenauswahl Sinn der Übung ??....).


    Und ehrlich gesagt, was ist denn passiert ? Ein Sturm im Wasserglas aus meiner bescheidenen Sicht. Es ist immer noch Vorweihnachtszeit, die Leute haben andere Ziele und Bienen fliegen momentan ohnehin nicht. Mit TV-Sendungen lässt sich keine Politik verändern, nur machen.


    Beste Grüße


    Rainer