Desensibilisierung mit Honig

  • Hallo, ich bin neu hier im Forum und hab mich angemeldet, weil ich fragen wollte, ob jemand zum Thema Desensibilisierung mit Honig zwecks Pollenallergie Erfahrungen hat. Ich habe einen sehr freundlichen Imker in meiner Region gefunden, der mir Honig aus meinem Umfeld zur Verfügung stellen kann. Ich hab ganz langsam erst mal mit einem halben Teelöffel morgens auf nüchternen Magen begonnen. Leider habe ich starke allergische Reaktionen auf den Honig. Soll ich die ignorieren und einfach weitermachen? Bin kein Typ, der sofort aufgibt. Dass ich auf den Honig reagiere ist doch wohl normal, da da ja noch Pollen enthalten sind und ich ja allergisch darauf bin, oder?

    Vielleicht kann mir jemand etwas dazu schreiben.

    LG Elektro

  • Laß das mal mit dem nüchteren Magen. Ich kenne niemanden, der auf Honig allergisch reagiert. Einfach so immer mal zwischendurch probieren. Das ist eher subtil in der Wirkung.


    Beste Grüße und viel Erfolg,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Wenn das Ziel eine Desensibilierung über den Magen/Darm-Trakt sein soll, fängt man mit kleinsten Dosierungen an, um genau das zu verhindern, z.B. eine "Messerspitze".

    Leider habe ich starke allergische Reaktionen auf den Honig.

    Hast Du vorher schon einmal Honig aus der "Region" gegessen und ähnliche Reaktionen gehabt ? Und wie äußern sich die allergischen Reaktionen ? - Schleimhautreizung oder -Schwellung, Juckreiz, Brennen etc. Da allergische Reaktionen in vielen verschiedenen Manifestationen auftreten können, darf man das nicht im Selbstversuch "durchziehen"; besser einen Arzt befragen.


    Ein Merkmal bei Allergien ist die Unabhängigkeit von der Dosierung, wenn der Körper erst einmal sensibilisiert ist. Und das kann dann u.U. dramatisch werden.


    Vorsicht ist die Mutter der Allergie


    Rainer

  • Hallo, danke erst mal für eure Antworten. Ich verwende einen Frühjahrshonig. Allergische Beschwerden wie Pustelbildung im Mund und am Körper, Atemnot mit Schwellung von Zunge und Rachen, mir schwellen die Beine und Hände an als hätte ich Wassereinlagerungen, Juckreiz usw. Das sind keine Beschwerden, die ich nicht kenne. Ich leide auch sonst unter solchen Beschwerden, nur im allgemeinen sind diese etwas schwächer. Die Beschwerden treten erstmals sofort nach Einnahme auf und dann kommen diese verstärkt wieder am Abend. Ich habe vorher noch nie bzw. selten Honig gegessen. Ich mochte diesen seit meiner Kindheit nicht. LG Elke

  • Ich werde es morgen mal mit weniger Honig und nicht mehr auf nüchternen Magen probieren und schauen, wie es mir damit geht. Wie vorher geschrieben, merkte ich bisher sofort eine Reaktion wie Jucken / Brennen und Pustelbildung im Mund bzw. Lippen. Ich habe bereits zwei Sensibilisierungen mittels Spritzen hinter mir, die beide nichts gebracht haben. Ich frage mich nur, wieso die Reaktionen abends / nachts nochmals auftreten, obwohl ich ja den Honig nur in der Früh esse. Ich kann aber ausschließen, dass diese Reaktionen wo anders her kommen, da ich dies ausprobiert habe.

  • Verträgst du evtl. eine der vielen Zuckerarten nicht, die im Honig und auch in Mahlzeiten enthalten sind, die auch über Tag oder erst abends vereinnahmt werden ?

    Es gibt ja manchmal auch Unverträglichkeiten, die dummerweise mit bereits identifizierten/bekannten Krankheitsbildern zusammenfallen und sich dahinter "verstecken".


    Gruß Andreas

  • ich würde auch eher eine Zuckerintoleranz -Fructose oder andere Zuckerart? vermuten, da relativ wenig Pollen in Honig sind.

    Ich habe jahrzehntelang unter Pollenallergie bis zu Kreuzallergien mit Obst, Nüssen ect gelitten, erst nach Wiederbeginn in der Imkerei en passant mit dem Öffnen der Beuten über Stockluft und beim Schleudern desensibilisiert. Honigessen - mein Verbrauch liegt bei 2kg/Monat hat nicht geholfen.

    Gruß Fred

  • Allergien sind nicht banal; Selbstversuche nicht opportun!


    Bei derartigen Reaktionen, die wie Du beschreibst schon systemisch, d.h. den ganzen Körper betreffend, auftreten, solltest Du die Finger davon lassen und das mit einem Facharzt / Allergologen abstimmen.


    Nochmal - Vorsicht!


    Rainer

  • Hallo, erstmal vielen Dank für Eure Meinungen. Habe jetzt die Menge des Honigs reduziert und meine allergischen Reaktionen sind nicht mehr so stark. Mein Allergologe weis von der Vorgehensweise, belächelt dies zwar, aber unterstützt mich. Und natürlich bin ich vorsichtig.

    Das mit dem Zucker ist ein Argument, da ich unter Divertikulose leide und hier auch mit Zucker große Probleme habe :/. Hab ich selbst noch gar nicht bedacht... danke für den gedanklichen Anstoss. Ich lass mich jetzt mal nicht entmutigen, auch wenn ich schon öfter gehört habe, dass es nichts bringt und versuch's einfach mal weiter. Honig schadet ja nicht, darum ist es mir es einfach mal wert und ich steigere die "Honigdosis" einfach mal langsamer. Vielleicht war ich zu euphorisch und dachte, viel hilft viel :D;)