starker Totenfall auf dem Gitterboden Ende November

  • Postkugel

    Ich schrieb "der Brutraum mit Deckel und Inhalt ", an Futter mangelt es garantiert nicht- eher

    ist zuviel drin !

  • Klingt nach 1a Varroaschaden. Paßt ja auch zur Historie. Mist. Vielleicht doch mal die Theorie an die Praxis anpassen, nicht umgekehrt. Ist mir auch schon passiert.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Frage: ist es bei dir auch gerade Ende November? Oder täusche ich mich gerade?

    Falls Du mich meinst Jörg :

    Ja bei uns ist Ende November, oder fast. Heute hatten wir 12 ° C und Vollsonne, morgen sind 16 / 18 ° C vorhergesagt . Das Jungvolk, um das ich hier bange, hat in unserer Familie den Spitznamen " Pratzel Bande " ( stark süddeutsch eingefärbt ). Die haben kein Problem damit , bei 6-8 ° C im Dauernieselregen vor der Beute herum zu turnen oder bei relativ starkem Wind vorzuspielen, im Gegenteil.

    Hilft mir und dem Volk jetzt aber alles nichts ...

  • Zum Gewicht: Ich habe auch 12er Dadant. Mein "Sollgewicht" nach der Einfütterung Ende September liegt bei etwa 40 kg. Derzeit haben die meisten Völker ebenso wie letztes Jahr um diese Zeit etwa 35 kg. Das hat bis Anfang Mai 2017 knapp ausgereicht. Einem relativ schwachen Ableger, der derzeit nur 28 kg an die Waage bringt, habe ich Futterteig im unten geschlitzten Beutel aufgelegt.

    Karl

    Etwa 12 Völker auf Dadant an etwa 4 Standorten. "Bienenrasse":roll:: Bunte Mischung aus Carnica und Buckfast.

  • Wenn da eh kaum noch Bienen drin sind, reichen die 28kg mindestens bis März.


    Bodenbrett muß frei, sonst verbraust auch der Rest noch. Selber machen, nicht auf die Bienen warten.


    Beste Grüße,

    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • hier ein aktueller Lagebericht :


    Nachdem ich erneut das Mäusegitter entfernt hatte, ist der Gitterboden von varroageschädigten

    Leichen weitgehend freigeräumt und zwar von den Bienen selbst ! , mit nur geringer Mithilfe meiner-

    seits mittels Holunderstöckchen. Morgen wird es hier nochmals warm, ich denke, dann werden sie den Rest vollends beseitigt haben, so energisch und zielstrebig wie sie am Werk waren.

    Die Bienen qualifizieren den Müll offenbar. Manche Leichen wurden ausgeflogen, über den Gartenzaun hinweg, manche einfach über den Fluglochrand bugsiert. Kann das Zufall sein ?


    Die über Nacht eingelegte Windel zeigt an Hand der Verteilung und Dichte des Gemülls, dass der

    Bienensitz / Wintertraube sich Flugloch nahe ( Kaltbau ) , über alle Waben erstreckt, in der Mitte

    dichter, zu den Rändern schwächer, circa 35 / 40 % der Beuten Grundfläche einnehmend. Auf-

    älligkeiten konnte ich keine feststellen.

    Ich tendiere dazu, die Restentmilbung abzuwarten (Anfang / Mitte Dezember ). Eine Chance sollen

    sie auf jeden Fall bekommen .

  • Ich sehe es wie Drobi.

    Wieviel ist viel? Als Anfänger war ich auch im ersten Jahr voller Sorge über den Totenfall. Jetzt weiss ich dass das normal sein kann. Und die Völker gut über den Winter kommen - wenn man sie in Ruhe lässt.


    Mach jetzt nichts unüberlegtes. Retten kannst du eh nix mehr wenn was im Argen ist. Aber ich denke es ist der ganz normale Wahsinn den man in der Imkerei so erlebt :)

  • Frage: ist es bei dir auch gerade Ende November?

    Lieber Jörg, da Du mich ansprichst und um etwaige Mißverständnisse zu vermeiden: In #25 wollte ich im ersten Absatz nur antworten auf die rückblickende These: "... hätte ich das Volk besser noch länger stehen lassen am Vereinsstand". Das Volk wurde gem. #21 am 15.5. gebildet als Ableger mit Weiselzelle und am 4.6.17 mit OX besprüht - ich nehme an, noch am Vereinsstand, also unter fachlicher Anleitung. Deshalb ging ich stillschweigend davon aus, daß am 4.6.17 die ersten Stifte zu sehen waren. Auf diesen Zeitraum bezog sich meine Aussage in Absatz 1. Daß hierzulande jetzt, Ende November, keine Hochzeitsflüge mehr stattfinden, erschien mir so allgemein bekannt, daß ich ein solches Mißverständniss für unmöglich hielt.

    Offenbar ist es doch möglich (gewesen). Ich entschuldige mich hiermit dafür.

  • Wenn also Verdacht auf Spritzschaden entsteht, sollte man dem mit Fachwissen nachgehen, im Flugkreis der eigenen Bienen nach Anhaltspunkten suchen - jeder LW-Betrieb muß ein Spritzbuch führen - und auch die formalen Schritte nicht vergessen (hier wäre das: Vereinsvorsitzenden als Gutachter vor Ort bitten, Anzeige bei Polizei erstatten und VS-schaden melden).

    Frage: ist es bei dir auch gerade Ende November?

    :/

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Die Bienen qualifizieren den Müll offenbar. Manche Leichen wurden ausgeflogen, über den Gartenzaun hinweg, manche einfach über den Fluglochrand bugsiert.

    Ich vermute eher, daß das Gewicht der Luftfracht taxiert und je nach persönlichem Leistungsvermögen bzw. Arbeitswillen und Geschicklichkeit des Frachtpiloten die Flugstrecke bestimmt wird. Wahrscheinlich wiegen kürzlich Verstorbene mehr als bereits ausgetrocknete Leichen. Die generelle Tendenz ist jedoch darauf angelegt, Abfall und Tote möglichst weit weg vom Stock wegzubringen. Manchmal wird sogar beim Abflug verlorene Fracht am Boden aufgesammelt und die Pilotin gibt erst nach mehreren erfolglosen Versuchen auf, aus dem nassen Gras ihre Fracht noch weiter wegzufliegen.

  • Frage: ist es bei dir auch gerade Ende November?

    :/

    Ich sah erst kürzlich eine ehemals grüne LNF, die nach Roundup-Behandlung sich geometrisch exakt entsprechend dem Sprühbild gelb verfärbte (nicht hier, aber in D). Auch bei Gärtnern habe ich um diese Zeit schon "Ordnungssinn" festgestellt, den ich für übertrieben halte. Gerade hat meine Nachbarin ihre Zimmerpflanzen auf den Balkon gebracht und "behandelt". Ob Weihnachtsbaumkulturen o.a. Kulturen jetzt noch mit PSM behandelt werden, weiß ich nicht. Meine Antwort bezog sich auf den zuvor geäußerten Verdacht auf Spritzschaden, hat aber Gültigkeit ganz unabhängig vom Zeitpunkt seines Auftretens.

  • Aktuell werden, neben etwas Glypho in NICHT-Greening-Zwischenfrüchten (aber eher selten), eigentlich nur noch spezielle Graminizide zum/nach Vegetationsende ausgebracht.

    Würde bei mir auch noch beides anstehen, ist aber zu feucht, also die Felder zu schlecht befahrbar.

  • Ralf, bitte: Es ist ihr erstes Jahr mit eigenen Bienen! Ich finde, da gibt es noch genug zu lernen, ohne in Kaffesatzleserei zu geraten.

    Lieber ribes ,


    genau das tun wir hier und in den sehr ähnlichen Nachbarfreds... Sorry! Nichts für ungut! Ich habe mich an diesem Abend über die allgemein blödsinnigen Tipps geärgert und dein Beitrag stand da gerade etwas mehrdeutig im Raum.

    Ich habe wirklich langsam die Hoffnung verloren, dass man den etwas unbeholfen fragenden Anfängern hier in so einem Forum einfache Tipps geben kann. Meist sind die Diagnosen etwas wirr und die Lage sieht nach ein paar Fragen schnell etwas freundlicher aus... bis dann plötzlich irgend so ein Irrlicht dazwischengrätscht und aus seine grandiosen Erfahrungen hier als Lösung anpreist. Sowas nervt mich ziemlich und habe ich dann auch keine Luste mehr irgendwie zu intervenieren... Dann soll sie doch eben im Winter die Brut auskratzen oder Amitraz reinhängen oder wasweißich - es sind ja nicht meine Völker und ich muss den Honig auch nicht essen.


    Gruß Jörg