starker Totenfall auf dem Gitterboden Ende November

  • ...ist die meiste Jungbrut varroageschädigt (bei entsprechendem Befall) und liegt deshalb auf dem Boden...

    Oder es sind einfach die Sommerbienen gestorben.

    Für mich wäre jetzt die große Frage, ob noch genügend Winterbienen da sind?

    Eine Behandlung rettet da jetzt auch nichts mehr (das hatte bereits jemand weiter oben angemerkt...), sondern ist nur die Lebensversicherung für den nächsten Sommer.


    Gruß Jörg

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  • Lieber Reinhard, die herausgestreckte Zunge tritt auch bei anderen Ursachen auf. Jedenfalls erwähnt der anerkannte Fachmann Guido Eich (Landesfachberater in Niedersachsen) nicht dieses Merkmal als typisches Kennzeichen eines Varroaschadens.

    Am besten ist es wohl, wenn wir den Bericht/Fotos von beginners mind abwarten, sonst geraten wir zu weit in Spekulationen, die die Fragerin nicht weiterbringen.

  • Letztmalig geöffnet 26.09.

    Das Volk könnte auch weisellos sein. Bei der Temperatur der letzten Wochen fliegen die Sterbekandidaten nicht mehr alle aus.

    Die Völker der Anfänger werden oft im Spätherbst weisellos, da die Jungimker im Juni mit den Hufen scharren und es nicht erwarten können, bis sie einen Ableger bekommen. Da sind dann oft sehr früh und schlecht begattete Königinnen am Werk.

    Gruß Bernd http://www.hommel-blechtechnik.de

    "Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel."

    (Bertrand Russel, englischer Philosoph und Mathematiker 1872 - 1970, Nobelpreis für Literatur 1950)

  • Also , ich habe noch nichts wirklich erreicht, der Brutraum mit Deckel und Inhalt wiegt derzeit 28 kg +-,

    mein Mann darf z.Z. nicht schwer heben, muss ich also noch organisieren ( soviel zu den Nachteilen

    des Dadant Systems ).

    Kikibee hat irgendwie die Spur gelegt- ich habe erstmal die Mäusegitter mit 5,8 mm Maschenweite

    entfernt ( Kikibee das sind schon die, durch die auch keine Zwergspitzmaus hindurchkommt ). Grund

    war auch, dass an der daneben stehenden Beute die Post abging, die mussten wohl alle mal ... (12 °C).

    Am Problemvolk deutlich weniger Verkehr, jedoch kam dann relativ schnell der Putztrupp in die Gänge

    und hat die Leichen rausgeschafft auf die draussen vor dem Flugloch platzierte Windel. Grob überschlagen sind das 120 Bienen , etwa 5 / 6 X mehr dürften drin sein und ich habe den Eindruck, es rieseln welche aus den Wabengassen nach. 2- 3 mal wurden lebende, sich Veitstanz artig drehende Bienen herausgeschafft , das ist glaub´ ich ein bestimmter Virus, muss ich noch nachschauen. Wie schon länger beobachtet, hält sich das Volk 2-3 richtig fette, vitale Drohnen, 2 davon heute gesichtet.


    Zu den Fragen : das Volk ist ein Brutwabenableger gebildet am 15.5. mit Weiselzelle, behandelt

    am 4.6. im Oxalsäuresprühverfahren . Der Varroabefall war über Sommer bis Anfang September

    immer Null ( ich habe mit Mikroskoplupe gesucht ).

    Es sieht nicht gut aus ...

    Manne´s Vermutung wegen PSM hat was. Am Samstag,4.11. hatte ich mächtigen Trachtflug , 2 Tage später war eine derartige Grabesstille um die Beute, dass ich das Stethoskop benutzt habe, um

    festzustellen, ob sie überhaupt noch leben. Ich habe kaum was gehört, wollte dann aber auch nicht

    mehr aufmachen.

    So jetzt versuche ich mal die Totenfall Pyramide zu legen.

    Habt erstmal vielen Dank für Eure Unterstützung ( @ rase : ich versteh ´ schon, Deine Sicht hat schon

    was- Tränen abwischen und weitermachen )

  • Letztmalig geöffnet 26.09.

    Das Volk könnte auch weisellos sein. Bei der Temperatur der letzten Wochen fliegen die Sterbekandidaten nicht mehr alle aus.

    Die Völker der Anfänger werden oft im Spätherbst weisellos, da die Jungimker im Juni mit den Hufen scharren und es nicht erwarten können, bis sie einen Ableger bekommen. Da sind dann oft sehr früh und schlecht begattete Königinnen am Werk.

    Hallo Bernd,


    ich glaube, Du triffst voll ins Schwarze- diesen Verdacht hege ich schon eine Weile, wenn ich mir die

    Entwicklung des Volkes so vor Augen halte. Und ja , ich denke , ich hätte das Volk besser

    noch länger am Vereinsstand stehen lassen sollen - ich tippe auf unvollständige Begattung.

    Das Brausen heute gefällt mir nicht, ich glaube sie sind zu allem Hin weisellos. Was muss ich dann

    machen- abschwefeln ?

  • Manne´s Vermutung wegen PSM hat was. Am Samstag,4.11. hatte ich mächtigen Trachtflug , 2 Tage später war eine derartige Grabesstille um die Beute, dass ich das Stethoskop benutzt habe, um

    festzustellen, ob sie überhaupt noch leben.

    Also ich sehe hier keine spritzenden Bauern mehr, die damit so eine akute Vergiftung auslösen könnten. Wo und weshalb wird in Deutschland jetzt gespritzt?

  • Nur ein einziges Mal im Juni behandelt??

    Wie sieht der Milbenfall jetzt aus?


    Wenn die die Zargen nicht abheben kannst, dann nimm einen Stock oder Schürhaken etc. und kratze die toten Bienen durchs Flugloch raus. Ist nicht schön aber wirkt auch.

  • ...hätte das Volk besser noch länger am Vereinsstand stehen lassen sollen - ich tippe auf unvollständige Begattung.

    Wenn die ersten Stifte der neuen Kö. zu sehen sind, fliegt sie garantiert nicht mehr aus zur "Nachbegattung". U.a. deshalb warten die meisten Imker ab, bis die ersten Pollensammlerinnen am Flugloch des Ablegers auftauchen. Dann erst schauen sie in die Kiste rein. Ganz Vorsichtige tun das dann außerhalb der üblichen Drohen-/Prinzessinnen-Flugstunden.

    Das Brausen heute gefällt mir nicht, ich glaube sie sind zu allem Hin weisellos. Was muss ich dann

    machen- abschwefeln ?

    Vor voreiligen Schlüssen, erst recht vor finalen Entscheidungen sollte man sich seiner Diagnose so sicher sein wie möglich. Wenn also Verdacht auf Spritzschaden entsteht, sollte man dem mit Fachwissen nachgehen, im Flugkreis der eigenen Bienen nach Anhaltspunkten suchen - jeder LW-Betrieb muß ein Spritzbuch führen - und auch die formalen Schritte nicht vergessen (hier wäre das: Vereinsvorsitzenden als Gutachter vor Ort bitten, Anzeige bei Polizei erstatten und VS-schaden melden).

    Das Ziel des Abschwefelns muß klar definiert und bessere Alternativen (z.B. nach Sanierung dem problemlosen Volk zugeben) ausgeschlossen sein. Das dazu nötige Fachwissen sollte man sich - v.a. im ersten Imkerjahr - nicht oder nicht nur im I-net, sondern ganz analog vor Ort auf den Bienenstand holen. Nur wegen eines Aufbrausens oder wirklich bestehender Weisellosigkeit ein Volk abzuschwefeln, ist weder fachlich geboten, noch ethisch vertretbar. Da exculpiert auch kein Taschentuch...

  • Also , ich habe noch nichts wirklich erreicht, der Brutraum mit Deckel und Inhalt wiegt derzeit 28 kg +-,

    mein Mann darf z.Z. nicht schwer heben, muss ich also noch organisieren ( soviel zu den Nachteilen

    des Dadant Systems ).

    Ups, 28 kg Gesamtbeutengewicht (Holzbeuten? incl. Deckel und Boden?) Das ist mir fuer Dadant um diese Jahreszeit aber deutlich zu wenig. Meine (Eigenbau aus ordinaerer Kiefer 22mm) wiegen derzeit alle so +/- 50 kg. Haben die evtl. schlichtweg nichts mehr zu knabbern?

  • Aus den Bienen, die dem vorderen 1/5 des Gitterbodens hinter dem Flugloch entstammen , habe ich nun die " Totenfall Pyramide" , wie dankenswerterweise von ribes verlinkt, erstellt.

    Es handelte sich um 180 Bienen , die nach dem empfohlenen Schema gelegt, gar keine Pyramide ergaben, denn es fand sich keine einzige gesunde Biene, die die Pyramidenspitze hätte bilden können. Damit dürfte, zumindest für diese Probe, ein Pflanzenschutz Mittel Schaden ( PSM ) auszu-

    schliessen sein.

    Etwa 10 - 15 Bienen wiesen auffällig ausgestülpte Zungen auf .Der weitaus größte Teil der Bienen wies einen verkürzten, gekrümmten Hinterleib , sowie deformierte Flügelstellungen auf, wie sie für Varroa/ Viren Schäden beschrieben werden. Auffälligster Fund war ein ein dicker, fetter Drohn mit ausgestülpter Samenblase und nicht abgerissenem Begattungsschlauch. Einen solchen hatte ich schon einmal am 10.11. im Flugloch dieser Beute in den Mittagsstunden vorgefunden.

    Ich werde morgen versuchen, mir mehr Klarheit zu verschaffen und weiter berichten .

    Danke an alle !