Oxalsäure verdampfen. Beute undicht ?

  • Hallo


    Habe heute Oxalsäure verdampft.

    Da ich Eigenbau Beutel habe sind diese nicht 100% dicht bei der Varroaschublade.

    Dort trat der Oxalsäuredampf aus.


    Ist das schlecht?

    In die Beute gelang aufjedenfall etwas da die Bienen auf die Oberträger der Rämchen gingen.


    Mfg

  • Wenn bei meinen Segeberger Styropur richtig Dampf drauf ist, kommt ebenfalls etwas raus - sowohl unten an der Schublade als auch unter dem Deckel.

    Für mich immer ein Zeichen, dass die gesamte Beute gut bedampft ist.

  • Imker, die ich beobachtete, achteten darauf, daß möglichst jede Biene von OX-Dampf umgeben war. Das konnte man mit Blick durch die oben auf der letzten Zarge aufliegende Folie gut sehen und einschätzen. Ein Ausweichen der Bienen auf die OT - vergleichbar mit den Ausweichbewegungen wie bei AS - konnte ich nie beobachten, jedoch eine etwas verstärkte Aktivität während und kurz nach der Wärmeeinwirkung der Sublimation.

  • Ist nicht schlimm, sondern normal. Warum soll eine Holzkiste, die einwandig im freien Steht dichter Sein als die meisten Häuser, die bis vor 15 Jahren gebaut wurden?


    Daher hält man ja auch Abstand von der Kiste beim Verdampfen und trägt ordentliche Schutzkleidung!


    Gruß

    Frank

  • Hallo,

    wenn es unten rausdampft, dann ist das der Beweis das der Rauch überall ist. Undichtigkeiten sind normal.

    Der Grund meines Kommentar ist aber eigentlich. Warum behandelst Du jetzt im November?

    Sind deine Bienen brutfrei?

    Mit Grüßen aus Nürnberg

    Thomas

  • Ich habe vor einer Woche auch bedampft, weil der Milbenfall bei einen Volk zu hoch war. Mit dem Bedampfen erwischst Du, bei dem z.Z. geringen Brutanteil, einen hohen Anteil der Milben. Lt. Kontrolle hatte es sich wirklich gelohnt.

  • Hallo,

    Verdampfe auch, nur mit dem oxamat. Bei mir hat es am Anfang auch immer unten rausgedampft. Ich habe mir einfach Schaumstoff vorne und hinten an der Schublade angeklebt der 5 mm höher ist als die Öffnung. Klappt jetzt super.


    Habe jetzt auch nochmal ne volle blockbehandlung gemacht, da bei uns bis vor einer Woche volles flugwetter mit Eintrag war. Es war gigantisch was wieder abgefallen ist.

    Grüße

  • Man sollte nicht annehmen, das Holzbeuten mit Varroaschubladenvorrichtung 100% dicht sind. Müssen sie auch nicht für eine efektive Oxalsäurebedampfung.
    Bei der Bedampfung mit dem Oxamaten schiebe ich die Varroaschublade ein, lasse das Flugloch (klein) offen und bedampfe.

    Der wenig austretende Dampf zeigt mir, dass dieses System von der Technik her funktioniert und der Dampf sich in der ganzen Beute verteilt.

    Durch den wärmestrom öffnet sich die Traube. Einige Bienen versammeln sich auf den Oberträgern direkt unter dem warmen Luftstrom. Demnach dringt der Dampf auch bis in die Bienentraube ein. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen ist eine Blockbehandlung sinnvoll.

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.

  • Um ein optimales Ergebnis zu erzielen ist eine Blockbehandlung sinnvoll.

    Würde ich so generell nicht machen!


    Wenn jetzt, nach den ersten kalten Nächten keine Brut mehr gepflegt wird, reicht eine Bedampfung. Fällt dort viel, auch mal eine weitere nach 7 Tagen. Das reicht vollkommen aus; denn wo sollen die Milben sich verstecken ?...


    Rainer

  • Rainer, zumindest hier in Tieflandsbucht-Sachsen gab es noch keinen Frost, da ist sicher noch Brut da.

    Aber im Zusammenhang mit dem teilweise fehlenden Brutstopp in milden Wintern wurde aufgezeigt, dass eine Behandlung bei Restbrut trotzdem effektiv ist. Das manchmal empfohlene Aufreißen der Restbrut muss nicht sein.

    Zu Zahl und Abstand der "Blockbehandlung" durch Verdampfen: Im Bericht der Mellifera-Versuche 2001 wurde von großen Abständen ausgegangen, nach der ersten Behandlung eine weitere zur Restentmilbung erst 2 Wochen später.

  • Ich denke, hier an der Elbmündung mit sehr gemäßigtem Klima, haben wir bis jetzt höchstens zwei Nächte, gerade mal so um die 0° gehabt. Auch ist zu beobachten, dass die Bienen, sobald die Sonne scheint, auch wenn es nur für eine relativ kurze Zeit von 2-3 Stunden ist, dann doch z. T. die Beute verlassen und fliegen.
    Daher, so glaube ich, werden meine Buckfast wohl noch nicht aus der Brut gehen und wenn, dann erst sehr spät. Vielleicht auch erst im Januar. So lange kann ich aber mit der letzten Oxalsäurebehandlung aber nicht warten.


    Ich werde Anfang Dezember das letzte mal behandeln. 4 x mit jeweils 4 Tagen Abstand dazwischen. Das muß dann bis nach der letzten Honigentnahme im nächsten Jahr reichen.
    Zwischenzeitlich kommt noch das Drohnenwaben schneiden Ablegerbildung und letztendlich die TBE.

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.

  • Zu Zahl und Abstand der "Blockbehandlung" durch Verdampfen: Im Bericht der Mellifera-Versuche 2001 wurde von großen Abständen ausgegangen, nach der ersten Behandlung eine weitere zur Restentmilbung erst 2 Wochen später.

    Das ist aber 16 Jahre her, die Realität sieht anders aus: Das Ziel ist doch einen kompletten Brutzyklus abzudecken und die Milben vorm erneuten "Abtauchen" zu erwischen: 2 mal ist zu wenig und 14 Tage Abstand ist zu lang.