Erfahrungen mit Saatgut für Bienen ?

  • laut Förderbedingungen des Landes Niedersachsen muss die Blühmischung bis zum 15. April mit mindestens 5 Pflanzenarten aus einem Katalog von 29 Pflanzenarten gesät werden um die 100 €/ha Förderung des Landes Niedersachsen zu erhalten. Die Mischung Verden hat 11 verschiedene Pflanzen die nach dem Raps bis Oktober ein durchgängiges Trachtenfließband aufrechterhalten.

  • Hallo Klaus,

    endlich kann ich mich mal bei Dir für die Unterstützung beim Thema Lachgas bedanken :).

    Zum Thema: Ich habe 2012 ein 0,5 ha Ackerfläche in Dauergrünland umgewandelt. Da waren ca. 5 kg Weissklee dabei. 2013 war nur ein Schnitt ohne besondere Auffälligkeiten. 2014 ein sehr heisser Mai der mich veranlasst hat die Wiese. schon im Mai zu mähen. Andere Wiesen hatte ich immer erst Ende Juni gemäht. Die ganze Wiese wurde dann ein weisses Blütenmeer und das Summen der Bienen ging bis spät an den Abend heran. Das lässt das Imkerherz höher schlagen.

  • Das mit dem Weißklee in einer Wiese bietet sich für kleinere Flächen, bzw. wenn man nicht die nötigen Gerätschaften für was anspruchsvolles hat, schon an.


    Weißklee ist sehr schnittverträglich und brauch keine Stickstoffdüngung.

    Eigentlich brauch man also nur den Weißklee in eine bestehende Wiese nachsäen und dann keinen Stickstoff düngen. Anschließend ruhig öfter mähen. Dann kann sich der Weißklee gut gegen die Gräser durchsetzen und blüht auch immer ma wieder.


    Wenn man nicht so oft mähen will, können sich auch andere blühende Kräuter durchsetzen. Dazu muß der Boden aber "ausgehungert" werden, was entsprechend länger dauert und etwas aufwendiger ist, da man dann auch das Schnittgut (düngt auch) abfahren sollte.


    Ich persönlich würde auf so einer Fläche (wenn ich die sonst nicht mehr brauchen kann) eher auf Büsche/Bäume setzen, und (wenn einem nicht zu aufwenig) im Rasen darunter Weißklee etablieren.

  • Ach ja...! Wenn wir denn schon mal beim Weißklee sind - Nektar des Rotklee ist meines Wissens für die Honigbiene nicht erreichbar - dann will ich gerne in das Loblied einstimmen.

    Auf meinem Hofgelände wird die Hofbegrünung im Regelfall 3mal p.a. mit einem Allzweckmäher gemäht. Nur der "Rasen" wird wegen der Optik und für die ab Hof-Kundschaft nach kleinbürgerlichem Usus gekürzt.

    Der Rasen wird der Krokusse wegen aber trotzdem erst Ende April erstmalig gemäht.

    Die Hofbegrünung wird frühestens nach Ende der Löwenzahnblüte das erste Mal gemäht. Leider überschneidet sich dieser Zeitpunkt gerne mit dem Schossen/ Blütenhalm treiben des Weißklee. Bevor dann das nächste mal gemäht wird, wird Inventur des Weißklee gemacht.

    Das Hofgrün wird nach jeder Mahd, sowie der Grünschnitt fast vertrocknet ist, händisch mit Weißklee nachgesät. Trocken soll es sein, damit die feine Saat nicht am Grashalm kleben bleibt und damit dann zum Vogelfutter wird. Und alle paar Jahre wird auch mit Kalkmergel "gedüngt" damit er nicht zu stark unter der Versauerung leidet.

    Leider leidet Weißklee leicht unter dem sogenannten Kleekrebs gegen den der Mensch leider nichts unternehmen kann. In regelmäßigen Abständen verschwindet der Weißklee deswegen und es ist sehr hilfreich, wenn er regelmäßig nachgesät wird. Die Saat ist übrigens sehr preiswürdig, aber man kann nur Hochkultursaatgut kaufen. Im ausgemagerten "Rasen" machen sich diese Sorten nicht so sehr gut.

    Wenn man Löwenzahn in Grünland einbringen könnte, würde ich gerne eine Wiese aus Löwenzahn und Weißklee machen.:)

    Mit imkerlichem Gruß Klaus

    "Die Welt wird gesteuert von den Interessen des Kapitals." Heiner Geißler (CDU-Politiker) t2017.

  • Ja, mit der Sortenauswahl beim Weißklee ist das so eine Sache...


    Ich suche auch noch eine sehr niedrig wachsende Sorte, da ich immer noch mit dem Gedanken spiele den als (relativ spät ausgebrachte) Untersaat im Getreide einzusetzen, wenn zwischen den Hauptkulturen nicht genug zeit ist eine ordentliche (für Bienen nützliche) Zwischenfrucht zu etablieren. Die sollte dann halt auch nicht bei Lichtmangel "hochgezogen" werden...


    Seit die Sikkation als Notfallmaßnahme weggefallen ist muß ich sonst halt damit rechnen, dass ich "mit dem Mulcher dreschen" kann. Da bin ich dieses Jahr erst so richtig schön auf die Nase gefallen. Passiert mir sicher nicht noch einmal!


    Falls da in Bezug auf eine geeignete Sorte wer ne Idee/Quelle hätte...!?

  • .... Kleewiese !

    Ich weiß nicht wie sich das im nächsten Jahr verhält, aber mein Nachbar ist Schäfer. Dieses Jahr hat er 3-5Ha Weiß-Klee Blühen lassen. Leider hatte ich bei meine beiden Ablegern aber dieses Jahr kein Honig ertrag - die hatten nur gebrütet und ich musste nachfüttern wie blöd. Hoffe nächstes Jahr gibts wieder üppig Klee direkt vor den Beuten.

    - 12er Dadant (Holz) - Südhessen - Imker seit 04.2017 -

  • Ruf doch mal bei Bsv-saaten an und lasse dich beraten. Die haben Ahnung und waren auch in Donaueschingen mit einem Stand vertreten.

    Mit sonnigen grüssen Michael