• Hallo zusammen,


    ich bin mir nicht ganz sicher ob meine Mädels genug Futter haben. Wie kontrolliert ihr das? Mit einer Federwaage?

    Ich hab in die Einräumigen 10 Kilo Apiinvert eingefüttert und in die Zweiräumigen 15 Kilo.

    Darf ich jetzt evtl noch nachfüttern, oder dann lieber im Frühjahr?


    MfG Markus

  • Geht jetzt auch noch, im Frühjahr musst du extrem aufpassen, sonst verhungern sie.
    10 Kg ist dieses Jahr leider nicht besonders viel. Bei mir liegen alle Völker (Einzarger und 1,5) bei 20 kg+ an Futter dieses Jahr. Was hier oben im Norden leider dieses Jahr normal ist.

    Mit 10 kg wären die Völker schon verhungert.

    Gewogen wird mit einer Feederwage, Vorne + Hinten anlupfen, gewicht Addieren.

  • Es kommt auf verschiedene Faktoren an (Beute/Isolierung, Volksstärke, Wetterverlauf im Winter, Brutaktivität usw.).

    Notfütterung, v.a. im Frühjahr (wenn die neuen Sommerbienen erbrütet und die alte, sterbende Mannschaft ersetzt werden soll), ist so, wie der Begriff schon sagt: Notlösung. Am besten nach der von Bernhard Heuvel geschilderten Methode: Futterteigbeutel mit Schlitz direkt über den Bienensitz auf die OT flach auflegen.

    Jetzt erlaubt das Wetter vielerorts (bspw. im thür. Mühlhausen) noch Fütterung, auch mit Futtersirup. Fütterer, die v.a. nachts das Futter erkalten lassen, sind ungünstig. Besser sind jetzt kleinere, angewärmte/gut isolierte Futtermengen in Futtereimerchen (1 kg Joghurtbecher o.ä.), die man mit gelochtem Deckel aufsetzt und so die Bienen "zwangsernährt". Die Einzarger dürften das jetzt noch problemlos abnehmen, da sie direkt darunter sitzen und ihre Eigenwärme bis zum Futter aufsteigt. Bei 2-Zargern muß man beobachten, ob die Bienenmenge ausreicht und die Außentemperaturen noch so hoch sind, daß sie die Vorratszarge besetzen und bis zur Futterquelle vordringen und dabei nicht verklammen.

  • Gewogen wird mit einer Feederwage, Vorne + Hinten anlupfen, gewicht Addieren.

    Ein Hinweis noch: Ich habe das dieses Jahr mit einer digitalen Kofferwaage ausprobiert und kam zu dem Ergebnis, dass das hinten und vorne wiegen 10 bis 15 % mehr ergibt als das Wiegen des frei hängenden Magazins (Letzteres ging ganz schön ins Kreuz).

    Je stärker man hinten und vorne anhebt, umso größer die Abschweichung. Also nur ganz wenig anheben und nicht zu knapp kalkulieren.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Je stärker man hinten und vorne anhebt, umso größer die Abschweichung. Also nur ganz wenig anheben und nicht zu knapp kalkulieren.

    Sieht man doch sehr schön, wenn man die Wage beim Anheben beobachtet, bzw. bei einer Digitalen Waage mal mehrer "Höhen" wiegt.

    Irgendwann steht die Beute auf der Vorderkante und "wiegt" nix mehr, bzw. kippt vorne über, das liegt dann nicht am Futtermangel...8o


    Über ein, zwei Kilo hin- oder her würde ich mir aber keine Gedanken machen. So genau kennt man den optimalen Zielwert sowieso nicht...

  • Darf ich jetzt evtl noch nachfüttern, oder dann lieber im Frühjahr?

    ... ich glaube nicht, dass die Bienen jetzt noch Futter abnehmen. Also lieber bis zum Frühjahr warten mit dem Füttern. Dann allerdings ganz genau kontrollieren, sonst könnten sie eventuell verhungern.

    Im Winter wird nicht viel Futter gebraucht, erst wenn wieder Brut gepflegt wird, geht der Futterverbrauch kräftig in die Höhe. Die meisten Völker verhungern nicht im Winter, sondern Ausgangs des Winters, bei der Durchlenzung.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."

  • Darf ich jetzt evtl noch nachfüttern, oder dann lieber im Frühjahr?

    ... ich glaube nicht, dass die Bienen jetzt noch Futter abnehmen. Also lieber bis zum Frühjahr warten mit dem Füttern. Dann allerdings ganz genau kontrollieren, sonst könnten sie eventuell verhungern.

    Im Winter wird nicht viel Futter gebraucht, erst wenn wieder Brut gepflegt wird, geht der Futterverbrauch kräftig in die Höhe. Die meisten Völker verhungern nicht im Winter, sondern Ausgangs des Winters, bei der Durchlenzung.

    Hier im Norden haben wir noch 15 Grad Tagsüber, da nehmen sie sehr gerne ab. Wie das wo anders ist, ist schwer zu sagen. Aber sonst FUttertasche und die evtl. mit Zucker Füllen und ein wenig Wasser draufträufeln. DIe wird dann im Bedarffall sauber ausgefressen

  • auch hier im Süden nehmen sie noch ab. Es geht aber langsamer, da es teilweise schon kühler wird. Wenn es warm und sonnig ist, holen sie bei mir gerade "Futter" von den Greening-Flächen in der Nähe.


    Landl-Imker : Mit Federwaage oder Kofferwaage kontrollieren ist am einfachsten, weil man dann wiegt was (noch) drin ist. Die gefütterte Menge kann ja teilweise auch in Brut umgesetzt worden sein oder mit Springkraut... deutlich aufgestockt worden sein. Ich habe diesmal dran gedacht, meine Beuten nach dem Abschleudern zu wiegen und die Gewichte beider Seiten auf der Stockkarte zu notieren.

    Letztes Jahr musste ich eine leere Beute mit Rähmchen und Mittelwänden zum Vergleich wiegen, um einen halbwegs passablen Schätzwert fürs Materialgewicht ohne Bienen zu bekommen...

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Letztes Jahr musste ich eine leere Beute mit Rähmchen und Mittelwänden zum Vergleich wiegen, um einen halbwegs passablen Schätzwert fürs Materialgewicht ohne Bienen zu bekommen...

    So erging es mir vor ein paar Wochen, hat aber auch irgendwie geklapppt. Hoffe ich doch zumindestens! :/

  • Ich wiege meine Völker (Liebig Einfachbeuten, 2 Zargen) mit der Federwage. Wenn diese Ende Oktober auf einer Seite der Beute 20 kg wiegen ist alles o.k.

    Lude, wie sind Deine Auswinterungen?

    Wieviel wiegen sie denn auf der anderen Seite?

    Wie sind denn die Auswinterungsergebnisse bei Dir auf Futter und Honig,wenn nur eine Seite gewogen wird?

    Ich hätte Bedenken bei einseitigem Gewicht von 20kg incl. Beute hier bei mir. Das kann klappen , das kann aber auch auf der anderen Seite zu wenig sein.

  • Zitat

    Lude, wie sind Deine Auswinterungen?

    Wieviel wiegen sie denn auf der anderen Seite?

    Bisher ist mir im Winter noch kein Volk eingegangen. Ich habe alle Bauteile der Beute gewogen und das Gewicht draufgeschrieben. Zweizargig mit Waben aber ohne Bienen, Brut und Futter wiegt eine Beute 21 kg. Wiegt die ganze Beute im Oktober 40 kg entfallen ca. 19 kg auf Bienen und Futter. Für 1 kg Bienen reichen 18 kg Futter aus.

    Ich wiege die Beute nur hinten und verdopple das gemessene Gewicht. Misst man vorne und hinten, ist der Unterschied vernachlässigbar, es dauert nur länger.

  • Hallo,

    nur mal eine Frage für mich zum Verständnis. Ich habe bei meinen beiden Völkern im August zwei Mal Apifonda eingefüttert. Bei einem 11 Wabenableger 7Kg, bei einem 5 Wabenableger 5Kg.

    Dazu habe ich im September je 14Kg Apiinvert gegeben. Muss ich mir Gedanken machen, dass da möglicherweise zu wenig ist?

    Viele Grüße

    Manuel