Hat jemand Erfahrung mit dem RuBee® Ox Vernebler

  • Kennt jemand den


    RuBee® Ox Vernebler https://bienen-ruck.de/imkersh…ndlung/3306-oxalvernebeln ?



    Die 3,5% Oxalsäure (ad. us vet) wird hier über einen Hochfrequenz Generator vernebelt und mit einem Gebläse von oben in das Bienenvolk eingeblasen

    Gerät braucht jedoch 230V (15W)

    empfohlene Behandlungsdauer 4 Min a 5ml/Min = 20ml *3,5% ca. 0,7g reine Säure


    Von der Idee her, soll die Vernebelung ähnliche Ergebnisse wie ein direktes besprühen erzielen..



    Auf Schweizer Webseiten findet man einzelne Untersuchungen zum Thema Oxalsäure vernebeln..

    Die vernebelte Menge und Konzentration ist dort jedoch unterschiedlich und ich habe bisher auch keine belastbare Studie (ausreichend hohe Anzahl und Kontrollgruppe) gefunden


    Bin auf eurer Wissen/Meinung gespannt

  • Hallo,

    habe mir das Teil gekauft und damit alle Völker einmal behandelt (teilweise mit 12V/230V Umrichter von Amazon + 50m Kabeltrommel)


    Anwendung ist Ok (ca. 5min pro Volk) evtl. kann man auch mit zwei Geräten parallel arbeiten, aber damit wird man dann auch nicht doppelt so schnell..also kein Vergleich zum Voromor.


    Die Verteilung in ein und zweizargigen Völkern scheint ganz gut zu sein, da es wirklich aus allen Ritzen, egal wo diese sind, rausnebelt.

    Irretieren tut mich noch das man bei offenen Flugloch behandelt.. und es dort schon nach kurzer zeit rausnebelt... Dieser Nebel müsste doch irgendwo fehlen..

    Ein deutlicher Komfortgewinn wäre noch ein 230V/4min (Steckdosen-Zwischenstecker)timer.. (Kennt jemand so einen?)


    Was mich auch noch ein bisschen irretiert ist das ein & zweizarger beide 4min behandelt werden... hier also nicht unterschieden wird.

    Was mir sehr gefällt ist das mit einem zugelassen und garantiert reinem Mittel behandelt wird, und die Behandlung sehr viel einfacher ist als direktes besprühen.


    Während der Behandlung werden die Bienen aber etwas unruhiger, was zu einem lockeren Bienensitz führt, vielleicht verbessert dies sogar den Behandlungserfolg.



    Werde die nächsten tage beobachten wie viel Milben fallen und berichten

  • Da wird sich varroakill.ch über die preiswertere Konkurrenz freuen.

    Wenn ich etwas reinblase, und am Ende ist es offen, wird die Strömung den geringsten Widerstand nehmen- wo keine Bienen die Gassen verschließen. Die Wirksamkeit wird also schlechter sein, als wenn ich jede Wabe ziehe und flächig besprühe. Und es bleibt das Problem der vorhandenen Brut und gerade dort sitzen die Bienen zum Wärmen dicht!

  • Die Firma für den Vernebler ist telefonisch gerade tot - ich hoffe, es gibt die Herren Ruck noch. Weiß da jemand etwas?

    Seit 2005 Sächsischer* Hobby-Imker mit ca. 10 Völkern in DNM

    * sie summen weicher als die nicht-sächsischen Bienen

  • Danke.

    Ich wollte gern vor einer Vernebler-Bestellung mit ihnen sprechen (geht immer noch nicht), wie das Gerät zur Segeberger Styropor passt. Sie zeigen ja immer das Verdampfen durch ein Spundloch im Deckel (gibt es nicht bei mir). Ob es da eine Variante gibt, z.B. durch das Flugloch?

    Seit 2005 Sächsischer* Hobby-Imker mit ca. 10 Völkern in DNM

    * sie summen weicher als die nicht-sächsischen Bienen

  • Die 3,5% Oxalsäure (ad. us vet) wird hier über einen Hochfrequenz Generator vernebelt und mit einem Gebläse von oben in das Bienenvolk eingeblasen

    Wenn ich das richtig sehe, wäre das einzig zugelassene Medikament (für eine Sprühbehandlung) hier Oxuvar 5,7%. Das wird aber dazu auf 3% verdünnt.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Richtig Oxuvarr 5,7 wird entsprechend der beiliegenden Anleitung auf 3% verdünnt vernebelt. (Wie für die Sprühbehandlung) Angeblich soll zur Ableger behandlung im Sommer auch Milchsäure vernebelt werden können, aber das scheint noch in Erprobung zu sein.

  • Wozu Milchsäure? Kannst im Sommer für Ableger doch auch OS nehmen? :/

    Diesem rethorischen Einwurf ist zuzustimmen, zumal MS bisher selbst bei Brutfreiheit mit einem weitaus schlechteren Wirkungsgrad beschrieben (60%) und deshalb eine Wiederholung der MS-besprühung nach ca. 1 Woche empfohlen wird. Das rechnerische Endergebnis: 60% von den 40% Überlebenden der ersten MS-Behandlung = 24% der Milben überleben, resp.: Wirksamkeit nach 2 MS-Besprühungen: nur 76%. Das ist immer noch viel schlechter als die von Dr. Rademacher 2006 recherchierten 95%, die mit OX-Besprühung - allerdings mit Handzerstäuber - erreicht wurden (S. 5 oben):

    https://www.bee-social.org/documents/21607/5779491/Oxals%c3%a4ure+-+Eine+wirksame+Substanz+zur+Bek%c3%a4mpfung+der+Varroose/b71d3f0f-a122-455e-b21e-59a3909bca7f


    Allerdings rät Andermatt zum regelmäßigen Wechsel des Wirkstoffs, um Resistenzen vorzubeugen. Das Argument würde aber nur greifen, wenn MS einen gänzlich anderen Wirkmechanismus als OX hätte. Das ist m.E. aber nicht der Fall.

  • Wenn ich etwas reinblase, und am Ende ist es offen, wird die Strömung den geringsten Widerstand nehmen- wo keine Bienen die Gassen verschließen. Die Wirksamkeit wird also schlechter sein, als wenn ich jede Wabe ziehe und flächig besprühe. Und es bleibt das Problem der vorhandenen Brut und gerade dort sitzen die Bienen zum Wärmen dicht!

    Dann dürfte das Verdampfen auch nicht funktionieren. Tut es aber und zwar sehr gut, auch wenn die Bienen in der Wintertraube sitzen. Die eingebrachte Wirkstoffmenge ist ja ähnlich. Brutfreiheit ist bei einer Einzelbehandlung natürlich Vorraussetzung.

    Für den ApiStar wird ja sogar eine Blockbehandlung beschrieben,

    Gibt es den ApiStar eigentlich noch?


    Wäre schön, wenn wir eine zugelassene Alternative zum Verdampfen hätten.

    Erfüllt das Vernebeln tatsächlich die Zulassungsvoraussetzungen?


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • MS bisher selbst bei Brutfreiheit mit einem weitaus schlechteren Wirkungsgrad beschrieben (60%) und deshalb eine Wiederholung der MS-besprühung nach ca. 1 Woche empfohlen wird. Das rechnerische Endergebnis: 60% von den 40% Überlebenden der ersten MS-Behandlung = 24% der Milben überleben, resp.: Wirksamkeit nach 2 MS-Besprühungen: nur 76%.

    Dieser Rechenfehler ist zu berichtigen:

    60% Behandlungserfolg bei den 40% Überlebenden der ersten MS-Behandlung => 16% der Milben überleben, resp.: Wirksamkeit nach 2 MS-Besprühungen: nur 84%. Erst nach der dritten MS-Besprühung kann ein mit OX-Besprühung vergleichbarer Wirkungsgrad erreicht werden: 93,6% - wie gesagt: Unter der Bedingung, daß während der 3 Behandlungsschritte (also ca. 3 Wochen nach 1. Schritt) keine Brut/Unterschlupfmöglichkeit für die Milben entsteht. Die Zahlen wurden nur beim Besprühen mit Handzerstäuber ermittelt. Über die Wirksamkeit der hier diskutierten Ultraschallzerstäuber sind mir keine Wirksamkeitsuntersuchungen bekannt.


    Berggeist : Welcher Vorteil sollte diese Nachteile von MS aufwiegen? Wenn man ganz theoretisch weiter vergleichen will, muß man zu den o.g. Nachteilen von MS noch hinzuzählen, daß MS in jeweils fünffach stärkerer Konzentration als OX und zudem in ca. fünffacher Menge/Behandlungsschritt -> 15-facher Menge bei 3 Schritten (!) in den Bienenstock eingebracht werden soll gem. Behandlungsempfehlungen bspw. von Andermatt.


    Über die Rückstandssituation in Honig/Futter s.a. hier:

    https://www.biovet.ch/media/do…eitung_Milchsaeure_de.pdf

    Die Sprühmethode überträgt wohl - wie alle wäßrigen Anwendungsformen - am effektivsten den Wirkstoff auch in vorhandene Honig- bzw. Futtervorräte. Diese Rückstandsproblematik besteht zwar auch bei trockenen Anwendungsformen (bspw. OX-Sublimation), die Wirkstoffübertragung in Honig/Futter wird aber wesentlich ineffektiver sein als beim Sprühverfahren.