Kann man so möglicher Räuberei entgegen wirken?

  • Moin liebe Imkergemeinde,


    vielfach wird hier über Räuberei durch Wespen und andere Bienen geklagt. Teilweise bis zu Verlusten von ganzen Völkern. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen beim Auffüttern sorgfältig zu arbeiten und nichts zu verschütten, um so keine Räuber an zu locken.


    Würde es funktionieren, eine Ablenkungsfütterung, offen und in der Nähe zu den Beuten in Position zu bringen, um so die Räuberbienen/Wespen von den Beuten ab zulenken und an die Ablenkungsfütterung zu binden?


    Wie seht ihr das?

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Irgend etwas Leckeres, vielleicht etwas sauer, aber schwer und langwierig und zeitintensiv zu erreichen.

    Mein Vorschlag: verdünnter Futtersirup, eventuell schwach sauer über Essig mit Moos oder Schaumgummi oder Schwammtuch reichen oder eingetrockneter Zucker(-teig) großflächig gereicht, damit sich die Damen nicht gegenseitig abstechen und ein wenig schwer - z.B. unter Tannenzweigen zu erreichen.

    Versuch macht klug....

    "Gebt mir einen Grund für Euren Optimismus!"

    Max Czollek, 2019

  • Hallo Empetrum,


    klug wäre, die Erfahrung von langjährigen Imkern nicht zu ignorieren.

    Man muss nicht immer wieder das Rad neu erfinden.


    Gruss

    Ulrich

  • Danke für die Beiträge. :)

    War halt von mir noch so ein Gedankengang zu diesem Thema, welches mich beschäftigt. Gerade an Erfahrungen von langjährigen Imkern ist mir sehr gelegen, weil ich das Rad nicht neu erfinden möchte.


    Im jagdlichen Bereichen arbeitet man ja schon mal mit Ablenkungsfütterungen (Kirrung)

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Wespen sind idr nur ein Problem, wenn sich die Nester auflösen. Aber wenn die Fluglöcher aufs notwendigste eng sind UND im besetzten Bereich liegen

    - kein Problem!

    Wenn trotzdem die Wespen ungehindert rein/rausfliegen ist Volk zu schwach oder weissellos oder der Futterzugang auf Grund zu geringer Volksstärke nicht versperrt.

    Dies Jahr haben wir Wespenfallen/helle Glasflaschen gar nicht genutzt- wie die Bienen hatten Wespen und Hornissen ein Sch...Jahr. Hatten dies Jahr nur 2 Hornissenenester( davon 1 kümmerling von 8cm) und 2 Wespennester von ca 20cm am größten Stand in MV. Auch durch das kaum vorhandene Fallobst fehlte denen die Nahrung.

  • Hallo

    Ich weis nicht mehr und wo er es schrieb, aber zu diesem Thema.

    Eine wiederkehrende Biene führt einen Tanz auf um den Weg zur Tracht zu zeigen.

    Sie zeigt die Richtung und den Abstand im Tanz an.

    Bei Räuberei oder offenem Futter in unmittelbarer Nähe zeigt dieser Tanz keine Richtung und auch keinen Abstand zur Futterquelle sondern nur das es was zu holen gibt direckt vor der Tür. Also fliegen die anderen raus und suchen in unmittelbarer Nähe jede Möglichkeit ab. Die einen finden das offene Futter die anderen versuchen es beim Nachbarvolk und wenn es schwach ist kommen Sie auch rein schon ist eine Räuberei im gange, trotz offenem Futter direckt daneben. Besser gesagt wegen dem Futter.

    Offenes Futter wegnehmen und über das Flugloch des beraubten Volkes ein Weißes Tuch, so das ein direkter Anflug nicht mehr möglich ist. Aber das abfliegen (rauskrabeln) zur seite möglich bleibt.

    Die Räuber finden nicht mehr rein, die beraubten suchen intensiver nach dem Eingang und finden ihn auch.

    Hatte bei mir geholfen.


    Gruß Jakob